Tad Williams: Shadowmarch Band 2 – Das Spiel

Originaltitel: Shadowplay
Aus dem Englischen von Cornelia Holfelder-von der Tann
© 2007 Tad Williams
© 2007 für die deutschsprachige Ausgabe: J.G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger GmbH, Stuttgart
ISBN 978-3-608-93718-3
ca. 815 Seiten

COVER:

Eine riesige Elbenarmee überschreitet wie befürchtet die Schattengrenze, und nichts scheint sie aufhalten zu können. Als Barrick in die Hände der heimtückischen Feinde fällt, ist Briony gezwungen, aus der Südmarksfeste zu fliehen. Unterdessen geht auch der Autarch, der wahnsinnige Gottkönig des südlichen Kontinents, zum Angriff über. Er will die Macht über den ganzen Norden und vor allem über die legendäre Südmarksfeste an sich reißen.
Ist es das Schicksal der Völker Eions, zwischen den Armeen der Elben und des Autarchen zerrieben zu werden? Wird es Briony gelingen, in der Fremde Unterstützung zu finden, um den Thron zurückzuerobern? Und ist Barrick der Herausforderung gewachsen, die ihn immer weiter in die Schattenlande hineinführt?

REZENSION:

Nachdem mich der erste Band des Shadowmarch-Epos von Tad Williams einigermaßen überzeugen konnte, blieb mir natürlich nichts anderes übrig, als mich dem Zweiten zu widmen. Dabei hatte ich auch sogleich die Hoffnung, dass Tad Williams nun endlich etwas zur Sache kommt und mich – wie schon beim Drachenbeinthron – allumfänglich an die Seiten fesseln kann.
Weiterhin spricht mich sein Schreibstil sehr an und er erschafft es virtuos, seine Welt dar zu legen. Leider schreitet die Handlung nur sehr zögerlich voran und bis auf die Erlebnisse Brionys auf der Flucht gab es beinahe nichts, was mich in seiner Gänze überzeugen konnte.
Nichts desto trotz wollte ich diesem namhaften Autor eine Chance geben – wohl auch mit dem Hintergedanken, dass sich bereits alle vier Bände in meinem Besitz befanden.
Es ist prinzipiell auch immer als positiv zu betrachten, wenn ein Autor sehr tief in das Innenleben seiner dargestellten Personen eintaucht und diese vor des Lesers Augen ausbreitet. Dabei ist aber auch unbedingt zu achten, dass die Handlung einigermaßen rasant voranschreitet. Mich hat Tad Williams leider dabei verloren und ich kämpfte mich mehr und mehr von Seite zu Seite. Immer mit dem Blick auf noch weitere zwei bei mir befindliche Bände haderte ich gewaltig mit mir, ob ich es nun einfach bleiben lassen sollte.
Nachdem Literatur dieser Art mir aber eine gelungene Unterhaltung bieten muss und ich nur ungern Zeit aufwende, in der Hoffnung, es könnte ja noch besser werden, entschied ich mich nach 512 gelesenen Seiten doch, dieses Werk und somit auch seine Folgebände abzubrechen.
Schade, denn die grundsätzliche Story wäre sicherlich meines gewesen – die langatmige Aufarbeitung konnte mich aber nicht überzeugen.
Ich hoffe sehr, dass dies bei Otherland nicht auch der Fall sein wird, denn diesen Epos habe ich noch auf meiner zu lesenden Bücherliste.
Sollte wohl einfach nicht sein…
Jürgen Seibold/03.01.2017

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Tad Williams: Shadowmarch Band 1 – Die Grenze

Originaltitel: Shadowmarch Volume One
Aus dem Englischen von Cornelia Holfelder-von der Tann
© 2004 by Tad Williams
© 2005 für die deutschsprachige Ausgabe: J.G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger GmbH, Stuttgart
ISBN 978-3-608-93717-6
ca. 812 Seiten

COVER:

Ganz im Norden, die Türme im dichten Nebel, erhebt sich die riesige, labyrinthische Südmarksfeste. Keiner kennt ihr Alter und jahrhundertelang war sie fast vergessen. Doch nun kann ihre einsame Lage an der Grenze zum unheimlichen Reich der Zwielichtbewohner sie nicht länger schützen. Südmark wird bedroht.
Die Grenze ist der erste Band des großen Shadowmarch-Epos

REZENSION:

Von Tad Williams hörte ich zum ersten Mal vor einigen Jahren, als sein Epos um den Drachenbeinthron den Weg in mein Regal fand.
Da der Drachenbeinthron ein nahezu unerreichbares Fantasy-Epos darstellte, war ich sichtlich überrascht, als ich auf einem Flohmarkt der örtlichen Bibliothek auf das Shadowmarch-Epos stieß. Sogleich wechselten einige Münzen ihren Besitzer und ich konnte mich kurz darauf den ersten Seiten des Buches “Die Grenze” widmen.
Wie sich dabei herausstellen sollte, ist die Schreibweise des Autors weiterhin ungebrochen und lässt einen eintauchen in seine fantastische Welt. Bereits im ersten Band merkt man sehr deutlich, dass Tad Williams hier wohl einen etwas düsteren Epos ausbreiten möchte – somit exakt, was mich vor dem Ofen hervorlocken könnte.
Die Grenze ist dabei geschickt erzählt und führt eine Vielzahl an Protagonisten ein, die man beinahe alle sofort in das Herz schließt und ihre weiteren Wege nicht mehr erwarten kann.
Nun gut, ab und an wirkt das Werk dadurch etwas langatmig, da der Autor manches mal zu weit ausholt. Nachdem es jedoch der erste Band einer mittlerweile vierbändigen Reihe ist, drückte ich hier ein Auge zu und ging einfach davon aus, dass sich dieser Umstand im Laufe der Reihe recht schnell auflösen wird.
Dementsprechend konnte ich diesen ersten Band weiterhin genießen und pflügte förmlich durch die 800 Seiten. Alles in allem ein gefälliges Werk, welches im ersten Eindruck jedoch in keiner Weise an die Qualität und Geschwindigkeit des Drachenbeinthrones herankommt. Sicher, ein wenig düsterer – jedoch hätte doch ein wenig mehr darin geschehen können. Mal sehen, was Band 2 hierbei noch bieten kann…
Jürgen Seibold/03.01.2017
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