Nancy Kline: Time To Think

Originaltitel: Time to Think. Listening to Ignite the Human Mind
Aus dem Englischen von Renate Graßtat
© 2016 der deutschsprachigen Ausgabe by Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg
© 1999 by Nancy Kline
ISBN 978-3-499-63179–5
ca. 318 Seiten

COVER:

BESSER KOMMUNIZIEREN,
ANDERS ZUHÖREN,
MEHR ZIELE ERREICHEN!

NANCY KLINE hat eine Methode entwickelt, mit deren Hilfe wir unsere Art zu denken und zu kommunizieren radikal verbessern können – und damit auch unsere Art zu leben und zu arbeiten. Gutes, aktives Zuhören ist der Kern dieser Methode. In ihrem Buch zeigt sie, wie wichtig es in einer Zeit stetigen Wandels ist, Menschen dabei zu unterstützen, unabhängig und selbständig zu denken und in Teams eine wertschätzende Kommunikationsatmosphäre zu schaffen.
Mit ihren praxisnahen Strategien, die in beruflichen ebenso wie in privaten Situationen angewendet werden können, kann jeder neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und des Zusammenlebens schaffen.

REZENSION:

TIME TO THINK ist ein sehr eingängiges Buch über etwas sehr banal wirkendes: Die Kommunikation. Nahezu jeder ist in der Lage zu kommunizieren – dennoch scheint eine nicht unerhebliche Zahl an Personen exakt diese Grundfähigkeit komplett falsch vorzunehmen und somit aus Sicht der Kommunikationsempfänger den falschen Weg einzuschlagen.
Kommunikation besteht nicht nur aus der verbalen Attacke sondern sollte gefüttert sein mit Mut zum Schweigen, Mut zum Zuhören und ganz besonders dem Mut, einfach mal vorher nach zu denken. Die Welt wäre definitiv eine bessere…
Nancy Kline erfindet das Rad nicht neu – dennoch ist es absolut notwendig, abermals die Grundlagen der menschlichen Kommunikation gesammelt dargereicht zu bekommen. Die Umsetzung ist relativ einfach – man muss sich dem nur stellen und damit beginnen.
Ihre Komponenten sind nachvollziehbar und sollten eine ganz natürliche Eigenschaft inne haben. Dennoch werden sie von einer Vielzahl an Menschen schlicht missachtet, wodurch Irritationen, wenn nicht gar Feindschaften entstehen. Kline spricht von „Eigenständig denken“, „Aufmerksamkeit“, Incisive Questions“, „Gleichheit“, „Wertschätzung“, „Gelassenheit“, „Ermutigung“, „Gefühle“, „Information“, „Ort“ und „Diversität“. Die meisten dieser Punkte wünscht man sich für sich selbst – gibt man sie auch?
Umsetzbar beziehungsweise erlernbar sind sie alle, man muss sich nur darauf einlassen und damit beginnen. TIME TO THINK kann hier sehr unterstützend zur Seite stehen und sorgt für die geschickte Erarbeitung der Autorin für eine erfrischende und dabei lehrreiche Lektüre. Ein Buch, welches man am Besten mehrmals zur Hand nimmt, um die Möglichkeiten durch erneutes Lesen verstärkt aufnehmen zu können.
Schlußendlich ein empfehlenswertes Buch, welches sich problemlos in allen Lebensbereichen als Ratgeber offenbart – unabhängig davon, ob man es für Beruf oder Privatleben verwenden möchte. Denken schadet sicher niemandem…
hysterika.de / JMSeibold / 29.11.2021

Nicola Bardola: Mercury in München

©2021 by Nicola Bardola
©2021 by Wilhelm Heyne Verlag, München
ISBN 978-3-453-27352–8
ca. 432 Seiten

COVER:

„Ich haben einen Ort gefunden, der sich München  nennt, in dem ich mich unauffällig bewegen kann. Das ist für mich die reinste Entspannung.“
Freddie Mercury

Farrokh Bulsara, besser bekannt als Freddie Mercury, wurde als Komponist und Leadsänger der Rockband Queen zu einem der berühmtesten Frontmänner der Musikgeschichte, dessen Leben auch dreißig Jahre nach seinem viel zu frühen Tod die Menschen fasziniert.

Das Buch Mercury in München legt den Fokus auf die außerordentlichen Jahre in der Isarmetropole von 1979 bis 1985, die für Freddie Freiheit und Lebenslust bedeuten. Nirgendwo sonst kann der geniale Popstar so sehr er selbst sein.
Ohne von den Medien und Verehrer*innen belästigt zu werden, lebt Freddie in München seine Sexualität aus und lässt sich gleichzeitig zu seinem einzigen Soloalbum Mr. Bad Guy inspirieren. In den legendären Musicland Studios in Bogenhausen entstehen neben diesem Album auch mehrere Bandklassiker.

In München lernt er Barbara Valentin kennen. Dieser wichtigen Beziehung wird im Buch nicht weniger Aufmerksamkeit geschenkt als Freddies Münchner Amour fou mit Winnie Kirchberger. Auch das atmosphärisch bedeutende Dreieck München-Montreaux-London wird beleuchtet.

Der Autor Nicola Bardola hat viele Archive durchstöbert und eine ganze Reihe Zeitzeug*innen für das Buch interviewt.
Entstanden ist ein umfassendes Porträt von Mercurys Münchner Jahren, in vielerlei Hinsicht wohl die besten in seinem Leben.

REZENSION:

Schon mal vorneweg: Ich bin zwar ein sehr großer Musikfan, jedoch trafen meine persönlichen Vorlieben eher selten Bands, die sich im Genre Queens befanden. Dementsprechend kannte ich Queen lediglich oberflächlich – insbesondere durch die typischen 80er-Jahre-Songs, die damals im Radio rauf- und runtergespielt worden sind.
Auch wenn ich heute mit einer etwas älter gewordenen Sichtweise verstehen kann, warum Bohemian Rhapsody für sich steht, war es mir damals nicht nur nicht bewusst, nein, ich konnte das Lied auch nicht ausstehen.
Nichts desto trotz sah ich dieses Buch und ich dachte mir, der Bezug auf München könnte ganz interessant sein und das Leben Mercurys etwas anders darstellen, als es übliche, breit angelegte Biografien üblicherweise vornehmen.
Exakt dies war auch der Fall, denn Nicola Bardola geht sehr umfangreich und detailliert auf die Jahre in München ein. Es ist erstaunlich, welches Sog diese Stadt damals hatte und insbesondere, wie offen sie scheinbar für freie Entfaltung auf allen Ebenen stand.
Das Buch ist eine tiefgehende Hommage an diesen sagenhaften Leadsänger und Komponisten, darüber hinaus auch ein Zeugnis über die heutzutage etwas verschlafen wirkende Hauptstadt Bayerns mit ihren verruchten und gleichzeitig spannenden Vierteln, wie man sie heute wohl nur noch schwer zu finden in der Lage ist.
In München konnte sich Freddie unbeschwert auslassen und musste sich nicht dauernd vor allen möglichen Fans, Journalisten und anderen Personenkreisen der aggressiven Art verstecken. Hier konnte er problemlos mit einigen wenigen Leuten zum Chinesischen Turm gehen, zu Fuß in die Bar gehen, mit Freunden und Freundinnen ohne darauf folgende Pressemeldungen die Nächte genießen.
Hier gab es Liebe, Drogen, Alkohol, Freundschaften und ein legendär werdendes Studio, in dem einige der bekanntesten Lieder dieser Band entstanden sind.
Für mich war es absolut neu zu erfahren, dass die Schwulen- und Lesbenszene in München so präsent war – damals war man wohl seiner Zeit voraus, wobei ich mich frage, was geschehen ist, dass man sich da heute so schwer damit tut, dies einfach akzeptieren zu können.
In Bardolas Buch kommen sehr viele Zeitzeugen zu Wort, dabei gibt es nur wenig negatives zu lesen, was für die Präsenz Freddie Mercurys spricht. Bardola hat ein sehr intensives Werk entwickelt, welches nicht nur die Zeit Freddies in München seinem Leser nahebringt, sondern auch den Menschen Freddie Mercury selbst. Darüber hinaus befinden sich im Buch nicht nur dazugehörige Bilder mit Freddie, sondern auch detaillierte Angaben über alle relevanten Örtlichkeiten. Am Anfang des Buches ein kleiner Stadtplan mit Detailansicht und Nennung der wichtigsten Örtlichkeiten, Dadurch lässt sich das Buch auch als Hilfe verwenden, um wahrlich in die Fußstapfen Mercury zu treten – sicherlich sehr interessant, auch wenn es die ein oder andere Bar nicht mehr gibt.
Alles in allem ein Buch, dass auch mich als Nicht-Queen-Fan überzeugen konnte – ich bin mir sicher, dass Queen-Fans hier viel Neues offenbart wird und sie auch den ein oder anderen Platz persönlich besuchen werden. Für Fans ein absolutes Muss, für Interessierte gleichwertig lohnenswert, da es eine Epoche darstellt und nebenbei die Persönlichkeit eines der wichtigsten Frontmänner des Rockbusiness zu zeigen versucht.
hysterika.de / JMSeibold / 14.11.2021

Christian Montag: Du gehörst uns! – Die psychologischen Strategien von Facebook, TikTok, Snapchat & Co – und wie wir uns vor der großen Manipulation schützen

©2021 by Christian Montag und Karl Blessing Verlag, München
ISBN 978-3-89667-706-8
ca. 415 Seiten

COVER:

Die großen Internetunternehmen tun alles, damit wir als Nutzende im Netz versinken. Wir unterschätzen regelmäßig unsere Verweildauer auf den Online-Plattformen und hinterlassen eine Unzahl digitaler Fußabdrücke, die die Tech-Firmen reich machen.

Online-Plattformen wie auch Computerspiele haben jedes natürliche Ende abgeschafft, umgekehrt wird unser Lebensalltag durch die digitalen Dauerunterbrechungen zunehmend fragmentiert.

Als Psychologe erörtert Christian Montag die Frage, welche Persönlichkeitseigenschaften mit problematischem oder suchtähnlichem Nutzungsverhalten einhergehen. Aus wissenschaftlicher Perspektive diskutiert er neueste Entwicklungen wie „Internet der Dinge“ oder den Einsatz von digitalen Plattformen und Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen. Machen uns Digital Phenotyping, elektronische Patientenakte und Künstliche Intelligenz zu gläsernen Patienten?

Detailliert geht er aber auch auf aktuell besonders dringliche Themen wie Filterblasen und Fake News ein, die eng mit dem Daten-Geschäftsmodell der Tech-Unternehmen verknüpft sind. Seine Vorschläge, wie wir digital unsere Selbstständigkeit wahren können, sind ebenso neu wie praktikabel.

REZENSION:

Prof. Dr. Christian Montags Schwerpunkte seiner Forschungstätigkeiten liegen bei den biologischen Grundlagen der Persönlichkeit sowie beim Feld der Psychoinformatik. Sein neuestes Werk „Du gehörst uns!“ befasst sich hauptsächlich mit den Auswirkungen der sozialen Medien und dem Versuch, den Leser eine Hilfe an die Hand zu geben, wie er sich diesen Strategien entziehen kann.
Die psychologischen Werkzeuge der Internetunternehmen sind sehr lesefreundlich dargelegt und offenbaren deutlich, dass es nicht darum geht, uns auf sinnvolle Art zu informieren oder zu unterhalten – nein, es geht lediglich um Aufenthaltsdauer und Daten.
Christian Montag bringt es mit einem Statement auf simpelste Weise auf den Punkt: Es gibt nur zwei Branchen, die ihren Kunden User (Nutzer) nennen, der Drogenhandel und die Social Media-Unternehmen.
Ich denke, damit ist bereits alles gesagt, leider scheint dies nur partiell bekannt zu sein, da die Nutzungszeiten steigen und die Verstärkung der Fake News und anderer oberflächlichen Meinungen dies nur widerspiegeln. Es ist jedesmal spannend zu sehen, wie Personen diese Medien für sich nutzen. Meiner Meinung nach kann man sie gezielt nutzen und dafür sorgen, dass sie einen weiter bringen. Dazu muss man jedoch den Schwenk schaffen und selbst für Inhalte sorgen oder sinnvoll Wissen aus den Tiefen des Webs anhand von sinnvollen Artikeln, Büchern, Berichten, etc. saugen. Aus diesem Grund lässt sich die Nutzungszeit nicht pauschal als Negativ betrachten – dies erkennt man auch deutlich im vorliegenden Buch, da dem Autor diese Schwierigkeit natürlich ebenfalls bewusst ist. Nichts desto trotz ist die Masse der User nichts weiter als Empfänger, die sich schlicht berieseln lassen und dabei nicht merken, dass sie rundum ausgenutzt werden. Die Strategien sind vielfältig und trotzdem recht einfach zu durchschauen, wenn man sich einfach mal darüber ein wenig Gedanken macht.
Eine Reduzierung der Zeiten, ein Abschalten von Meldungen um mehr Selbstbestimmung zu bekommen und der Weg in sinnvolle Achtsamkeitsregeln kann dafür behilflich sein. Hinzu kommt die klare Aussage, dass man NIE(!) Nachrichten über Social-Media-Plattformen konsumieren sollte. Dem kann ich mich anschließen, da hier die Gefahr zu groß ist, das man unbewusst gelenkt wird und man sich nicht durch den Empfang von mehreren echten Nachrichtenkanälen selbst eine eigene, dafür nachhaltige Meinung bilden kann. Schade, dass die Masse der Menschheit so leicht beeinflussbar scheint – das Buch von Christian Montag deckt einiges auf, schafft jedoch auch nur partiell gezielte Lösungen darzubieten. Dies ist aber mit Sicherheit nicht der vordergründige Ansatz, da ein Leser dieses Buches sicher bereits offen für eine Veränderung ist und eher die Mechanismen kennen lernen möchte. Dies wird in diesem Buch auch sehr gut vermittelt. Wie man jedoch den Rest der menschlichen Herde vom unsinnigen und zeitfressenden Berieseln abhalten kann ist die Frage; jedoch: Kann man das noch?
Davon abgesehen lohnt sich jedenfalls „Du gehörst uns!“, um persönlich ein wenig in dieses Thema der Psychologie eintauchen zu können und darüber hinaus ein Verständnis für die Vorgehensweise und die Ziele dieser Unternehmen entwickeln zu können.
Professor Dr. Montag versucht dies auf nicht zu theoretische Art und Weise, was auch – bis auf einige wenige Kapitel – herausragend gelungen ist.
„Du gehörst uns!“ war für mich persönlich der Versuch, aufgrund eines Buches ein wenig in die Psychologie dieser Welt eintauchen zu können. Da ich keinen psychologischen Studiumsbackground inne habe, erhoffte ich mir eine gut konsumierbare Darlegung, die ihren Leser nicht mit Details konfrontiert, mit denen nur Psychologen etwas anfangen können. Dies ist Christian Montag perfekt gelungen und ich bin froh, mich diesem Buch gewidmet zu haben. By the way sind nun einige Hinweistöne mehr als bereits vorher abgeschaltet…
Selbstbestimmt handeln ist das Ziel!
hysterika.de / JMSeibold / 14.11.2021

Luisa Neubauer & Bernd Ulrich: Noch haben wir die Wahl

©2021 by J.G. Pottasche Buchhandlung Nachf. GmbH, gegr. 1659, Stuttgart
ISBN 978-3-608-50520-7
ca. 237 Seiten

COVER:

DEINE NORMALITÄT IST MEINE KRISE – WIR MÜSSEN REDEN!

2021 ist ein Jahr der Zäsur. Mit der Bundestagswahl endet nach 16 Jahren die Ära Merkel, und in einer historischen Entscheidung stärkt das Bundesverfassungsgericht die Freiheitsrechte der jüngeren Generation. Die Ökologie steht nun endlich im Zentrum aller Zukunftsfragen: Wirtschaft, Verkehr, Ernährung, aber auch Wissenschaft, Journalismus und Politik – elementare Bereiche der Gesellschaft müssen neu gedacht werden. Große Umbrüche stehen bevor. Und es hängt viel davon ab, ob wir gemeinsame Lösungen finden. Wieviel Ehrlichkeit verträgt der Konflikt zwischen den Generationen? Wir müssen dringend miteinander reden!

Aktivistin und Vize-Chefredakteur, Studentin und Familienvater: Spannend, offen und klug diskutieren Luisa Neubauer und Bernd Ulrich die Schicksalsfragen unserer Tage. Denn noch haben wir die Wahl.

REZENSION:

Mit „Noch haben wir die Wahl“ legt der Tropen-Verlag ein sehr interessantes Gespräch dar, welches von Vertretern zweier Generationen geführt wird und dementsprechend verschiedene Erfahrungen als auch Wünsche offenbart. Thema ist der Klimawandel, wie in der Vergangenheit damit umgegangen worden ist und wie wir gemeinsam den richtigen Weg einschlagen könnten.
Der Titel ist doppeldeutig zu betrachten, da dieses Buch rechtzeitig vor der Bundestagswahl veröffentlicht worden ist und somit auch den Blick in diese Richtung geht.
Die Diskussion der beiden vermeintlichen Kontrahenten ist sehr auf gegenseitige Augenhöhe bedacht, scheut sich aber auch nicht davor, den anderen ab und an etwas herausfordern zu wollen. Beide argumentieren auf einem sehr intelligenten Niveau mit ausreichend Hintergrundinformationen. Trotz der unterschiedlichen Lebenserfahrungen begegnen sie dem selben Problem und versuchen sich diesem auf ihre jeweils eigene Art anzunehmen.
Eine allumfassende Lösung bieten beide in sich selbst natürlich ebenfalls nicht – es zeigt sich aber deutlich, dass nun die Zeit des Redens vorbei sein sollte und jeder für sich einfach mal anfängt und nicht auf Basis des „Whataboutismus“ mit dem Finger regelmäßig woanders hin zeigt. Natürlich gibt es Einschränkungen – gleichzeitig stellt sich aber die Frage, ob das denn wirklich Einschränkungen oder nur leibgewonnene Gewohnheiten sind, deren Entfernen nicht wirklich weh tun würde.
Viele Meinungen zeigen in andere Länder und argumentieren mit dem angeblich geringen Anteil Deutschlands am weltweiten Ausstoß – dass jedoch eine nicht gerade geringe Zahl an Ländern bereits erheblich weiter ist als unser angeblich so Fortgeschrittenes wird allzu oft verdrängt. Hinzu kommt der simple Umstand, dass der Erste auch der Innovative sein wird, was die dafür notwendige Wirtschaft sprunghaft nach vorne bringen oder doch zumindest auf der richtigen Bahn befindlich aufstellen könnte.
Wenn hier noch lange nichts geschieht, werden wir nicht nur rechts überholt, sondern schlicht übersehen…
„Noch haben wir die Wahl“ zeigt nicht nur unterschiedliche Sichtweisen – nein, es offenbart auch eine gelungene Debatte auf Augenhöhe. Diese Art der Diskussion scheint immer mehr verloren zu gehen und in Richtung Hatespeech abzudriften – schade, da sich eine gemeinsame Themenbefassung als erheblich ergiebiger darstellen kann. Das vorliegende Buch zeigt dies jedenfalls sehr deutlich.
hysterika.de / JMSeibold / 16.10.2021