Stephen King: Erhebung

Originaltitel: Elevation
Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt
©2018 by Stephen King
© der deutschsprachigen Ausgabe by Wilhelm Heyne Verlag, München
ISBN 978-3-453-27202-6
ca. 144 Seiten

COVER:

DIE UNGLAUBLICHE LEICHTIGKEIT DES SEINS

Scott wird immer leichter, ohne dass sein Körper sich verändert. Trotz der mysteriösen Heimsuchung setzt er alles daran, gegen himmelschreiendes Unrecht in der entzweiten Kleinstadt Castle Rock vorzugehen.
Stephen King erzählt meisterhaft beunruhigend und ermutigend zugleich eine zeitgemäße Geschichte darüber, wie man Streit und Vorurteil überwinden kann.

REZENSION:

Es ist schon einige Zeit her, als ich dieses recht dünne Büchlein eines der erfolgreichsten Autoren der Gegenwart gelesen hatte. Leider verpasste ich aus zeitlichen Gründen das sofortige Entwerfen einer Rezension – eine Geschichte bleibt jedoch gut oder schlecht, ganz egal, wie viel Zeit inzwischen vergangen ist. Somit nun endlich einige Worte von mir zu diesem Werk aus der Feder des einzigen Schriftstellers, der mich bereits gefühlt mein gesamtes Leseleben begleitet.
ERHEBUNG umfasst gerade mal ungefähr 144 Seiten und dennoch ist es eine Geschichte, wie ich sie schon lange nicht mehr gelesen hatte.
Stephen King hatte schon öfters Statements in seinen Werken abgegeben: „Die Arena“ stellt die Vorgehensweise des damaligen Präsidenten bloß, „In einer kleines Stadt“ trifft die vermeintlich brave Nachbarschaft. Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe an Werken, die das Thema „Freundschaft“ nicht nur zeigen, sondern deren Wichtigkeit gar zelebrieren. Man denke dabei nur an „Die Leiche“ und ganz besonders natürlich der Klub der Verlierer in ES.
ERHEBUNG zeigt sich als Sahnehäubchen zum Thema Freundschaft und geht dabei sogar einen ganz wichtigen Schritt weiter. Innerhalb dieses kurzen Büchleins schafft es der Autor grandios, eine Lanze gegen jegliche Art von Intoleranz zu brechen und jedem Leser dabei aufzuzeigen, dass sowohl Rassismus als auch jeglicher negative Gedanke gegen Homosexualität absoluter Schwachsinn ist. Alles was zählt ist Freundschaft und nichts weiter.
ERHEBUNG zelebriert dieses Thema in der typischen amerikanischen Kleinstadt, gesättigt mit Idioten, die trotz des Interesses und des guten Angebotes nicht in ein Geschäft gehen, da die weiblichen Inhaber ein Pärchen sind. Bosheiten, Intoleranz, Vorurteile und noch vieles mehr wischt der Autor verständlich beiseite und lässt dabei auf eine leichtgängige Art und Weise das Wohlfühlbuch des Jahres 2019 entstehen.
Gut, das Ende ist ein wenig abrupt – dennoch war es nach langer Zeit ein Werk, welches ungebremst in meine Seele eingedrungen ist und mich nach dem letzten Buchstaben mit einer Träne im Auge zurückließ.
Auch wenn ich mit meiner Rezension ein wenig spät dran ist, ändert das nichts an der Tatsache, dass ERHEBUNG das absolute Wohlfühlbuch des vergangenen Jahres darstellt und eine Bresche schlägt für das Gute im Menschen.
Mit dieser knapp bemessenen Kurzgeschichte können viele Personen sicherlich mehr anfangen, als mit sachlichen Texten, die darauf hinweisen, dass Homosexualität nichts Schlimmes ist. Hier in diesem Buch lernt man es an einer real wirkenden Geschichte voller Liebe, Gefühl und Freundschaft – genau so lassen sich Sachverhalte sinnvoll vermitteln und ich bin mir sicher, dass dieses Werk dem ein oder anderen die Augen geöffnet hat. Falls jemand emotionell unberührt bleibt beim Lesen dieser kleinen Story, dann hat er unter Umständen tiefergehende Probleme und sollte damit beginnen, sich in dieser Richtung Gedanken zu machen.
Trotz meiner Verspätung: ERHEBUNG war für mich das Buch des Jahres 2019!
Jürgen Seibold/28.03.2020

Hörbücher – eine phantastische Alternative?

Durch meinen Hunger an literarischem Stoff bin ich immer wieder auf der Suche nach sinnvollen Möglichkeiten, meine Lesefrequenz auf geschickte Art und Weise erweitern zu können. Dabei führt natürlich kein Weg an der Möglichkeit des Genusses von Hörbüchern vorbei. Aus diesem Grund machte ich mir hierzu einige Gedanken und versuchte mich als Testkandidat.
Sehr schnell stellte ich dabei fest, dass mittlerweile auch örtliche Bibliotheken oft in der Lage sind, ihren Verleih elektronisch durch zu führen. In der Gemeindebibliothek meines Wohnortes gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, Bücher sowohl wie früher als „echte“ Bücher auszuleihen, als auch diese oder andere als eBook zu bekommen. Gleiches gilt auch für Hörbücher, wodurch für den interessierten eine ganz gute Alternative zu den bekannten Platzhirschen gegeben ist.
Nichts desto trotz schnappte ich mir für mein eigenes Erleben den allseits bekannten Abo-Dienst namens Audible, um mehr darüber zu erfahren und mich der Welt der Hörbücher zu widmen.
Ursprünglich wollte ich diesen Test anhand meiner Bücherei durchführen – leider ist deren Portfolio nicht umfangreich genug auf meine eigenen Genre-Bedürfnisse zugeschnitten. Somit widmete ich mich für einige Monate dem bekannten Anbieter.
Ich möchte hier über meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen schreiben, wenn sich jemand über die Modalitäten schlau machen möchte, dann einfach auf www.audible.de die gewünschten Informationen einholen – so wie ich Audible bisher kennengelernt habe, ist dabei sicher auch ein Probemonat mit im Angebot.

Die übliche Unterscheidung zwischen Buch und Hörbuch möchte ich nicht unbedingt ausführen. Ja, das Buch hat man haptisch in der Hand, das Hörbuch wird einem vorgelesen. Beide Variationen stehen für sich und aus diesem Grund möchte ich keinen schwarz/weiß-Vergleich beginnen.
Nichts desto trotz kommt es beim Hörbuch sehr stark auf den Sprecher an. Ab und an hatte ich schlicht das Problem, dass mir die Stimme des Lesers nicht gefallen hat oder – der Supergau – es fehlte jegliche Emotion und die Geschichte wird wie von einem gelangweilten Schüler, der ein Kapitel eines gehassten Buches vorlesen muss, vorgetragen.
In diesem Fall kann jede Minute gefühlt zu einer Stunde werden.
Komplett auf Hörbücher umsteigen stelle ich mir sehr schwierig vor – wer aber ungern liest, dennoch gerne zuhört, kann in diesem Bereich eine geschickte Möglichkeit finden, sich dennoch mit Geschichten zu befassen. Für einen Vielleser oder Gernleser können Hörbücher nur eine weitere Option anbieten – sozusagen die Lücke füllen, in der man das Buch nicht in der Hand haben kann (Joggen, Autofahren, Gassigehen, …)

Ich höre ja sehr gerne Podcasts an – diese hauptsächlich während dem Spaziergang mit meinem Hund, im Auto auf dem Weg zum Park&Ride – das wars. Ansonsten halte ich Bücher in der Hand: U-Bahn, Bett, Couch, etc…
Nun also statt Podcast das Hörbuch: Geeignete Werke sind schnell gefunden und es kann losgehen. Sehr schnell stellte ich dabei fest, dass meine Aufmerksamkeitsspanne für Hörbücher etwas begrenzt zu sein scheint. Ich lasse mich viel zu sehr von äußeren Eindrücken ablenken. Im täglichen Stau geht es noch am Besten, beim Gassigehen reicht ein kurzer Befehl an meinen Hund und schon habe ich den ein oder anderen Satz geistig verpasst.
Ja, dies kommt auch ab und an im Buch vor (vor allem, wenn einem Nachts beim Lesen die Augen zufallen) – aber in diesem Fall lässt sich halt schnell zurück blättern und noch mal kurz drüber lesen. Diese Funktion auf geschickte Art und ohne Aufwand vermisste ich beim gesprochenen Wort etwas. Bei Podcasts wiederum war mir das egal, da ich hauptsächlich „Laber“-Podcasts anhöre und somit einige fehlende Sätze absolut nichts ausmachen. In Büchern halte ich schlicht jeden Satz für wichtig.
Interessant war ein neuer Blick auf bekannte Werke: Eines meiner liebsten Bücher ist bekanntermaßen Stephen Kings ES – dieses hörte ich mir auf diese Art zum ersten Mal in meinem Leben auf Englisch an. Das Buch kannte ich und wenn ich bei dieser Interpretation mal was nicht mitbekommen hatte, war es mir egal. Hier konnte mir das Hörbuch wahrlich einen Mehrwert bieten. Diese Art des Sprachenlernens vollführte ich dann noch mehrmals – leider ist dabei auch das Phänomen der Konzentration aufgetreten, wenn ich mich einer mir unbekannten Geschichte widmete.
Eines Tages versuchte ich mich einem sehr dicken Science-Fiction-Roman zu widmen. Dieser war sehr kompliziert, wodurch ich keinen richtigen Zugang bekam, da ich nicht ausreichend lange in einem Stück zuhören konnte, um den jeweiligen Faden aufzugreifen. Auch in Büchern ist es sinnvoll, gerade am Anfang mit einer ganzen Stunde zu beginnen. In Hörbüchern hat man durch die eher langsame Vorlesegeschwindigkeit im gleichen Zeitraum natürlich noch weniger Seiten aufgenommen.
Vielleicht lag das aber auch an den Vor-Lesern, denn meine dreimaligen Ausflüge in die Hörspielwelt hielt ich für außerordentlich interessant und ich erinnerte mich stark an frühere Kassettenzeiten. Gut gemachte Hörspiele sind eine sehr gelungene Darbietung, um einer Geschichte eine neue Darbietungsform zu geben. Ich hörte da zum Beispiel „Das Kind“ von Fitzek (sehr gelungene Umsetzung) und die erste Staffel von Monster 1983. Diese könnte aus meiner Sicht etwas spannender sein, war dennoch interessant erzählt.
Eine kleine aktuelle Übersicht über das Hörspielangebot findet sich unter www.audible.de/ep/hoerspiele.
Last but not least widmete ich mich einigen Sachbüchern der lockeren Art. Hier konnte ein Mehrwert generiert werden, da man sich mit dem darin befindlichen Wissen einfach berieseln lassen konnte. Würde ich jeden Monat meine Nase in solche Bücher stecken müssen, wäre das wohl meine bevorzugte Wahl.
Wie man herauslesen kann, schaffte es diese zusätzliche Variante für Geschichten nicht rundherum, mich zu überzeugen – im Gegensatz dazu steht meine Frau: Sie fährt recht lange mit dem Auto und erweiterte den Versuch um eine interessante Option: Neben dem ausschließlichen Hören eines Buches legte sie sich zu aktuell von ihr gelesenen Werken das jeweilige Hörbuch zu. Somit las sie zu Hause im gedruckten Buch, merkte sich das Kapitel und lies sich ab dort beginnend das Buch bis zu ihrer Arbeitsstelle vorlesen.
Diese Möglichkeit führte sie durch die “Onleihfunktion” der Bibliothek durch – ob Audible ähnliches anbietet, müsstet ihr bitte den dortigen Bedingungen entnehmen. Interessant genug klingt diese Variante ja.
Alles in allem können Hörbücher sicher eine Option für den Freund geschriebener Worte sein. Gleichzeitig lässt sich keine Zufriedenheit nach dem Jedermannsprinzip aussprechen und somit kann ich euch nur zum Selbstversuch raten. Prinzipiell aufgefallen ist mir die notwendige Zeit. Fährt man länger Auto als ich mit gerade mal 15 bis 20 Minuten, dann sind Hörbücher eine echte Alternative.

Das phantastische Genre ist schon mal sehr gut vertreten bei genanntem Anbieter. Einfach mal schmökern schadet und kostet nichts.
Ich persönlich halte nahezu sämtliche von David Nathan gelesenen Stephen-King-Editionen erwähnenswert. Darüber hinaus schafften es bei meinem Test folgende Werke mich für sich einzunehmen: Der Schwarm von Frank Schätzing (gelesen von Stefan Kaminski), Eine Billion Dollar von Andreas Eschbach (gelesen von Volker Niederfahrenhorst), Ready Player One von Ernest Cline (Martin Brose), Hell House von Richard Matheson (Ray Porter), Stephen Kings IT (Steven Weber), The Talisman und The Green Mile beide ebenfalls von Stephen King (Frank Muller).
Wie ich gerade merke, waren es doch einige, die ich ganz gut fand. Gleichzeitig merkt man auch deutlich, das in dieser Art der Darbietung die Geschichte alleine nicht für sich stehen kann – hier ist auch der Mensch hinter dem Mikrofon außerordentlich wichtig, da er Blockbuster-Geschichten durch langweiliges Vorlesen zu Rohrkrepierern machen kann.

Der gute Ordnung halber noch die Information, dass dieser Artikel mit freundlicher Unterstützung von Audible entstand (was keinen Einfluss auf meinen Text, Meinung und Einschätzung hatte).

Phantastik-Bestenliste Dezember 2019

Natürlich gibt es auch für den Dezember eine phantastische Liste.
Beinahe hätte ich hier die notwendige Veröffentlichung verpennt – glücklicherweise ist der Monat noch aktuell und somit nichts schlimmes passiert.

Wie immer ein wahres Potpourri an sagenhaften Werken.

Eine Übersicht dazu findet Ihr HIER.

Der direkte Download eines PDFs zum Weiterreichen, Verteilen, etc. kann HIER vorgenommen werden.

Viel Spaß beim Schmökern.

Phantastik-Bestenliste August 2019

Nichts liegt einem Büchernarr ferner als ein Sommerloch – ist es doch die Zeit, in der viele erst richtig zum Lesen kommen. Damit der Nachschub nicht ausgeht und der Wahl etwas geholfen wird, gibt es selbstverständlich auch im August eine erlesene Auswahl der besten Bücher der letzten 12 Monate.
Ich bin mir sicher, auch diesen Monat ist für jeden Freund der phantastischen Literatur wieder etwas dabei.

Phantastik-Bestenliste Juli 2019

Und schon wieder ist ein Monat rum. Auf Hysterika.de gibt es zwar seit der letzten Bestenliste keine weitere Rezension, dies liegt aber nur an dem Umstand, dass ich einige klassische Werke lesen wollte. Nichts desto trotz war es auch mir möglich, hier nominierend tätig zu sein.
Ich bin mir auch in diesem Monat absolut sicher, dass sich hier eine sagenhafte Vielfalt an interessanten Geschichten befindet. Einige davon kenne ich und somit habe ich nicht wirklich Sorge, dass auch die anderen den Lesern mit ihrem Inhalt erfolgreich unterhalten können.
Lasst Euch einfach erneut von einer sehr abwechslungsreichen und interessanten Liste inspirieren:

Phantastik-Bestenliste Juni 2019

Schon wieder ist ein Monat rum. Wie jeden Monat lässt sich auch im aktuelle Monat Juni eine kleine Erkundungsreise durch 10 phantastische Werke vornehmen.

Nachdem es sich nicht nur lohnt, die aktuelle Liste zu betrachten, sondern auch ein Verweilen auf den bisherigen immer interessante Werke zu Tage fördert, führt Euch ein Klick auf den hier gezeigten Schriftzug direkt auf die Hauptseite der Phantastik-Bestenliste.

Der Klick auf das nachfolgende Bildchen der aktuellen Monatsliste führt Euch direkt zu den im Detail dargelegten 10 Werken des aktuellen Monats:

Phantastik-Bestenliste Mai 2019

Erneut ist ein Monat vergangen und schon ist die neueste Phantastik-Bestenliste bereit zum erkunden.
Nachdem es sich nicht nur lohnt, die aktuelle Liste zu betrachten, sondern auch ein Verweilen auf den bisherigen immer interessante Werke zu Tage fördert, führt Euch ein Klick auf den hier gezeigten Schriftzug direkt auf die Hauptseite der Phantastik-Bestenliste.

Der Klick auf das nachfolgende Bildchen der aktuellen Monatsliste führt Euch direkt zu den im Detail dargelegten 10 Werken des aktuellen Monats:

Wells, Dan: Die Formel

Originaltitel: Extreme Makeover
Aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski
Tor Books, New York 2016
© Piper Verlag GmbH, München 2018
ISBN 978-3-492-70469-4
ca. 524 Seiten

COVER:

Lyle Fontanelle, Chefwissenschaftler bei der Kosmetikfirma NewYew, macht die Entwicklung schlechthin: ReBirth – eine Creme, die Hautzellen nachhaltig regenerieren kann. NewYew sieht in der Lotion das größte Beautyprodukt, das je erfunden wurde. Doch während der Entwicklungsphase treten bei einigen Testpersonen seltsame Symptome auf und Lyle kommt einer verstörenden Wahrheit auf die Spur: Statt die Nutzer wie geplant zu verjüngen, überschreibt die Creme deren DANN und sie werden zu Klonen anderer Personen! Als die Lotion trotz aller Warnungen auf den Markt kommt, nimmt die Katastrophe ihren Lauf, denn jeder will ReBirth für seine Zwecke nutzen. Nicht zuletzt könnte die Creme als gefährliche Waffe missbraucht werden …

REZENSION:

Stellen sie sich vor, sie könnten durch eine ganz simple Hautcreme ihr gesamtes Aussehen ändern. Sie könnten durch eine simple, einfach anzuwendende Hautcreme problemlos ihren Krebs heilen. Sie könnten das Aussehen einer wunderschönen Frau, eines attraktiven Mannes annehmen. Sie könnten dabei sogar das Geschlecht wechseln. Sie möchten aussehen wie ein berühmter Schauspieler/Schauspielerin/Model/Sportler/…?
Alles kein Problem mit der sagenhaften Lotion mit dem Namen „ReBirth“.
Diese Lotion greift aus nicht nachvollziehbaren Gründen direkt in die DANN eines Menschen ein und baut diese um. Innerhalb von vier Wochen sind sie ein komplett anderer Mensch?
Würden sie so eine Lotion für teures Geld kaufen?
Oberflächlich betrachtet, sagt man sicherlich „nein“ – dennoch geben Menschen Milliardenbeträge für Kosmetikartikel aus. Aus diesem Grund nehme ich es Dan Wells auch in seinem Roman problemlos ab, dass „ReBirth“ seinen Erschaffern aus den Händen gerissen wird – unabhängig davon, wieviel dafür finanziell zu entrichten ist.
Dan Wells beginnt glaubwürdig und lässt in seinem geschickten Mix aus verschiedenen Genres – SF, Dystopie, Thriller – absolut nichts missen. Die Spannung hält er bereits durch seine Kapitelmarker hoch: Er zählt die Tage herab bis zum Weltuntergang.
Sein Stil ist eingängig und rundum flüssig. Die Idee atemberaubend – allein deswegen bleibt man den jeweiligen Seiten bis zum Ende treu.
Der Autor versucht in seinem Werk einen sozialkritischen Abgesang auf unsere Menschheit zu kreieren. Dabei verstärkt sich im Laufe des Buches der sarkastische Unterton – gleichzeitig scheint er sich dadurch aber ein klein wenig zu verlieren. Ich würde fast behaupten, dass die erste Hälfte dieses Wissenschaftsthrillers wahrlich mit zum Besten Output des Autors gehört. Die zweite Hälfte ist zwar weiterhin rasant und spannend – jedoch fehlt irgendwie das gewisse Extra. Dan Wells hätte meiner Meinung nach noch erheblich mehr in die Gegebenheiten und Hochnäsigkeiten der Kosmetikbranche einschlagen können. Darüber hinaus hätte er auch noch erheblich mehr in die allgemeine, schönheitsideal-nachlaufende Menschheit einschlagen können. All dies war vorhanden, leider verläuft es sich nach und nach und degeneriert „Die Formel“ zu einem grandios beginnenden, aber im Durchschnitt beendenden Thriller.
Schlussendlich bleibt eine filmreife und sehr unterhaltsame Geschichte, die für ausreichend interessante Lesestunden sorgen kann. Etwas nachdrücklicheres entsteht leider trotz des starken Beginns nicht mehr, was aus meiner Sicht absolut schade ist. Trotzdem ein gut unterhaltender Roman, der aber durch den Abfall in der zweiten Hälfte lediglich Durchschnitt bleibt. Zwar spannend, unterhaltsam und gut, gleichzeitig jedoch nichts darüber hinaus.
Jürgen Seibold/05.04.2019

Phantastik-Bestenliste April 2019

Erneut ist ein Monat vergangen und schon ist die neueste Phantastik-Bestenliste bereit zum erkunden.
Nachdem es sich nicht nur lohnt, die aktuelle Liste zu betrachten, sondern auch ein Verweilen auf den bisherigen immer interessante Werke zu Tage fördert, führt Euch ein Klick auf den hier gezeigten Schriftzug direkt auf die Hauptseite der Phantastik-Bestenliste.

Im April wieder ein schöner und abwechslungsreicher Reigen an wundervollen Werken vertreten.
Hier ein kleines Bildchen mit den aktuell platzierten Werken. Ein Klick darauf führt Euch direkt zur detaillierten Monatsliste:

Phantastik Bestenliste Januar 2019

Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Schon wieder ist ein Monat vergangen und somit gibt es eine neue phantastische Bestenliste.
Ein Klick auf das Bild führt Euch direkt zur offiziellen Webseite. Ich bin mir sicher, es gibt wieder viele spannende Informationen für alle Lesebegeisterten.

Einige der genannten Bücher liegen bereits neben meinem Nachtkästchen. Ich freue mich schon darauf.

Phantastik-Bestenliste November 2018

Es ist erstaunlich, wie schnell Monate vergehen können. Gerade eben noch interessante Bücher auf der Oktober-Liste entdeckt, schon kommt der November ums Eck.
Als Jurymitglied kennt man den Inhalt ja schon einige Tage vorher – nichts desto trotz sind mir alle Plätze erst so richtig bei Veröffentlichung bewusst. Wie jeden Monat, finde ich immer wieder Werke in dieser Liste, die ich auf meiner Jagd nach den besten Neuheiten nicht auf dem Radar hatte. Somit möchte man diese natürlich nachholen – und schon wächst der SuB immer weiter – dies alles vor dem Hintergrund, dass der nächste Monat mit der nächsten Liste schon zaghaft anklopft.
Egal, weniger meckern: Mehr Zeit zum Lesen…
Ich freue mich weiterhin über die tollen Ergebnisse in der Phantastik-Bestenliste und möchte Sie Euch natürlich nicht vorenthalten.
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