C.K. McDonnell: The Stranger Times

Originaltitel: The Stranger Times
Übersetzung aus dem Englischen von André Mumot
©2021 by C.K. McDonnell
Für die deutschsprachige Ausgabe:
©2021 by Bastei Lübbe AG, Köln
ISBN 978-3-8479-0090–0
ca. 462 Seiten

COVER:

Dunkle Kräfte sind am Werk – und The Stranger Times geht ihnen auf den Grund. Die Wochenzeitung ist Großbritanniens erste Adresse für Unerklärtes und Unerklärliches. Zumindest behauptet sie das …
Gleich in Hannahs erster Arbeitswoche bei der Zeitung kommt es zu einer skurrilen Tragödie, und The Stranger Times muss tatsächlich investigativen Journalismus betreiben. Hannah und ihre Kollegen sind schockiert: Einige der Geschichte, die sie zuvor selbst als Unsinn abgetan hatten, sind furchtbar real.

The Stranger Times ist der Auftakt zu einer furiosen Trilogie. Feinster britischer Humor gepaart mit einer mysteriösen Spurensuche, angeführt von einer jungen Frau, die ihr altes Leben hinter sich lassen will.

REZENSION:

The Stranger Times ist eine Wochenzeitung, die sich mit den Unerklärlichen Dingen befasst. Somit kann man hierin etwas über die kuriosesten Erlebnisse lesen. Dabei schreckt die Zeitung weder von einem in einen Menschen hineingefahrenen David Bowie ab, um ein neues Album aufzunehmen, noch von irgendwelchen Außerirdischen oder eine um die Häuser ziehende Nessie. Eine Wochenzeitung also, die sicherlich viel Spaß beim Lesen bereitet, es aber bestimmt mit der tief gehenden Recherche nicht ganz so ernst nimmt.
Hannah – in Trennung lebende Frau, die sich nun selbst um ihren Unterhalt kümmern möchte – bewirbt sich dort und wird am Ende eines sehr irritierenden Einstellungsgesprächs prompt genommen. Sie ist nun stellvertretende Chefredakteurin und muss sich gemeinsam mit dem verrückt wirkenden Vorgesetzten namens Banecroft um die Zukunft der Zeitung kümmern.
Eines Tages wird ein ihnen bekannter Journalistenanwärter tot aufgefunden. Die Polizei geht von Selbstmord aus – die Kollegen der Stranger Times sehen das anders. Somit sind sie nun auf ernsthafte Journalistentätigkeit angewiesen, um den ihrer Meinung nach vorherrschenden Mord aufzuklären. Interessanterweise scheinen die Umstände des Mordes jedoch uneingeschränkt in die Welt der Geschichten der Stranger Times zu passen …
Man erkennt sehr deutlich, dass The Stranger Times von einem Stand-up-Comedian geschrieben worden ist. Die Geschichte macht von Anfang an Spaß, konnte bereits den ersten Pflock im Prolog einsetzen und spätestens nach dem ersten Kapitel war es um mich geschehen. Sämtliche Mitarbeiter der Stranger Times sprechen für sich und stellen sich als rundum kuriose Geschöpfe dar, die man aufgrund deren individualistischen Auftretens einfach nur ins Herz schließen kann. Ganz vorne dabei natürlich die Hauptdarstellerin Hannah, die sich gegenüber dem verrückt wirkenden Banecroft behaupten muss und dies auch recht schnell zu schaffen scheint. Banecroft selbst zeigt sich als Chef, den man sicher nicht haben möchte – im Laufe der Story zeigt sich dennoch, dass er auch ein Herz zu haben scheint.
McDonnell’s The Stranger Times ist ein Buch vollgepackt mit Ironie, kuriosen Gegebenheiten und einem durchgehenden Augenzwinkern. Ein Buch, welches von Anfang an schlicht und einfach Freude bereitet und sich selbst dabei nicht allzu ernst nimmt.
In meinen Augen ein wahrer Pageturner mit einer rasanten Geschichte, eingängig erzählt und voller sympathischer Teilnehmer, deren Auftreten sehr ungewöhnlich ist. The Stranger Times ist ein Buch, welches mich erfreulicherweise überraschen konnte. Insbesondere zu Anfang glänzt es ganz deutlich und ich kann mir nur schwer vorstellen, wie McDonnell in den beiden noch folgenden Bänden dieses Niveau aufrechterhalten möchte. Insbesondere, da nun der anfängliche Überraschungseffekt abgehakt ist und die Personen ihre Rollen eingenommen haben. Ich lasse mich jedoch gerne davon erneut überraschen und freue ich dementsprechend auf die nächsten beiden Bücher dieser sehr kuriosen und humorvollen Trilogie.
hysterika.de / JMSeibold / 01.01.2022

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