Hallo Weiss, Michael E. Harter, Thomas Dietz: Das Achtsamkeitsbuch

©2010/2019 by J.G. Cotta’sche Buchhandlung Nachf. GmbH, gegr. 1659, Stuttgart
ISBN 978-3-608-96458–5
ca. 346 Seiten

COVER:

Achtsamkeit bereichert unser Leben durch mehr Balance, Erfüllung und das Glück der Zufriedenheit. Auf der Basis langjähriger Erfahrung zeigen die Autoren praxisnah, wie Achtsamkeit im täglichen Leben zu einem freundlicheren, mitfühlenden und fürsorglichen Umgang mit sich selbst beitragen kann. Die Neuausgabe enthält für beratende und heilende Berufe wertvolle neue Forschungsergebnisse und ein Kapitel über ethische Aspekte der Achtsamkeitspraxis.

REZENSION:

„Das Achtsamkeitsbuch“ der Autorengruppe Weiss, Harrer und Dietz zeigt sich als umfangreiches Standardwerk mit einer Vielzahl an Übungen und einem umfangreichen Einsatzspektrum. Das Buch ist geteilt in „Achtsamkeit im täglichen Leben“, „Achtsamkeit im Umgang mit der Innenwelt“ und „Achtsamkeit in Psychotherapie und Coaching“. Dementsprechend zeigt es sich beinahe als Werk für Studierende in diesem Bereich. Durch die geschickte Einfügung nachvollziehbarer und lebendiger Beispiele wird dies erfreulich geschickt aufgelockert. Der letztgenannte Bereich ist dabei für Personen ohne Bezug zur Psychotherapie eher als trocken zu betrachten, dennoch ergeben sich auch hier interessante Aspekte.
Als Einstiegswerk in diese Thematik würde ich das Buch nicht unbedingt empfehlen, da es dazu andere Werke gibt, die sich leichter herunterlesen lassen und somit geschickter als Einstiegsdroge in die Welt der Achtsamkeit sind. Ist man über diesen Status hinaus und man möchte stärker in die Tiefe der aktuellen Erkenntnisse zum Thema Achtsamkeit eintauchen, ist man hier genau richtig. Darüber hinaus sind sehr viele Übungen aufgeführt, wodurch das Buch auch nach dem Lesen weiterhin als Nachschlagewerk fungieren kann.
Alles in allem ein Buch für den Personenkreis, der sich im Detail mit diesem sehr wertvollen Thema befassen möchte. Insbesondere, wenn einem die westliche Sichtweise wichtig zu sein scheint. Diese ist zwar nicht allzu weit von den östlichen Ursprüngen entfernt, jedoch etwas weniger sinnstiftend aufgeladen und somit vielleicht für den ein oder anderen Leser besser greifbar als die Welt des mythologisch aufgeladenen Zen, welches mir wiederum besser gefällt.
hysterika.de / JMSeibold / 27.12.2021

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