Lucy Hounsom: Naris – Die Legenden von Mond und Sonne

narisOriginaltitel: Starborn. The Worldmaker Trilogy: Book One
© 2015 Lucy Hounsom
Copyright der deutschsprachigen Ausgabe: © Piper Verlag GmbH, München/Berlin 2015
ISBN 978-3-492-70348-2
Ca. 528 Seiten

COVER:

Niemand kann seinem Schicksal entfliehen.

Bei der Zeremonie zum Eintritt in die Gesellschaft der Erwachsenen geschieht etwas Unvorstellbares: Ein heiliges Artefakt zerbricht unter der Berührung der jungen Kyndra. Kurz darauf verwüstet ein Sturm ihr Dorf und die Bewohner geben dem Mädchen die Schuld an all dem Unglück. Die Situation droht zu eskalieren – bis zwei Fremde auftauchen und Kyndra mit Kräften, die seit Jahrhunderten nicht mehr gewirkt worden waren, in Sicherheit bringen. Gemeinsam fliehen sie zu der versunkenen Festung Naris, doch hier erwarten sie Intrigen, Fanatiker und Rebellen. In den unterirdischen Hallen findet Kyndra aber auch ihr wahres Ziel, und sie muss Verrat und Wahnsinn bekämpfen, um sich letztlich ihrem Schicksal zu stellen.

REZENSION:

Bei „Naris – Die Legenden von Mond und Sonne“ handelt es sich um den ersten Band einer abgeschlossenen, neuen Fantasy-Trilogie der wohl doch recht unbekannten Autorin Lucy Hounsom.
Fantasyromane gibt es ja wie Sand am Meer und somit stellte ich mir sogleich die Frage, ob es der Autorin gelingt, dem Genre etwas einigermaßen neues zu offerieren. Gleichzeitig hoffte ich auch, dass hier nicht zusätzlich eine Liebesgeschichte eingeflochten wird, wozu Autorinnen nach meiner Erfahrung doch recht oft neigen.
Lucy Hounsom wollte aber scheinbar einfach einen gelungenen Fantasyroman schreiben und dies ist ihr auch durchweg gelungen. Sie erschafft eine sehr interessante Welt, die ein wenig verschiedene Elemente aus unterschiedlichsten Zeiten und Genre vermischt. Somit findet man dezente Anleihen des Steampunk und manch andere Darstellungen könnten beinahe eine Hommage an Fantasyromane der 80er-Jahre sein. Somit ist die Umgebung schon einmal sehr eingängig und schön dargelegt. Die Geschichte selbst geht durch den Initiierungsritus auch gleich ans Eingemachte und schon begleitet man die Protagonistin mit zwei dubiosen und mystischen Personen auf ihrer Flucht aus dem kleinen Dorf in die große weite Welt voll von unsagbaren und unglaublichen Städten und Personen. Für Kyndra – die bisher nur ihr Dorf kannte – ein absoluter Kulturschock.
Gleichzeitig findet sie sich in einer Welt von Intrigen wieder und muss sich plötzlich einer lebensgefährlichen Prüfung unterziehen, die man nur mit besonderen Fähigkeiten überleben kann.
NARIS ist sehr schön und eingängig erzählt und man wundert sich, dass es sich hierbei um ein Debut handelt. Sicher, die Story könnte für einen Freund der etwas dunkleren High-Fantasy etwas mehr Power und Spannung vertragen – nichts desto trotz bleibt man dem Buch treu, da es sehr schön erzählt worden ist.
Alles in allem ein wirklich gelungener Fantasyroman und gleichzeitig ein sehr guter Ausgangspunkt für die noch kommenden zwei Bände.
Jürgen Seibold/22.06.2015
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