BiomAlpha 1 – Die Ankunft

biomalphaAutoren und ©:
Uwe Post, Frank Lauenroth, Niklas Peinecke, Frederic Brake, Merlin Thomas, Uwe Hermann und Christian Weis

BoD – Books on Demand, Norderstedt
ISBN 978-3-7412-3831-4
ca. 346 Seiten / 9,99€

COVER:

Im Jahr 2025 entdecken die gefeuerte NASA-Mitarbeiterin Dr. April Reignar und der Hobbyastronom Jimmy MacPeale, was Ufologen schon immer wussten: Wir sind nicht allein!

Ein riesiger Schwarm von Flugobjekten nähert sich der Erde. Fieberhaft versuchen sich Regierungsvertreter wie Ufo-Jünger auf den Erstkontakt vorzubereiten, während die Aliens bereits in verschiedenen Regionen der Erde landen.
Nicht alle kommen in Frieden!

Unabhängig voneinander fliegen zwei Menschengruppen auf Einladung der Besucher zu den Schwarm-Schiffen im Erdorbit. Vor ihnen tut sich eine biologische Wunderwelt auf.
Doch sehr schnell müssen sie erkennen, dass sie etwas Fremdem gegenüberstehen, dem sie kaum gewachsen sind. Schon bald gibt es erste Opfer…

Dieser Sammelband enthält die Episoden 1 bis 3 der Serie.

REZENSION:

Bei Biom Alpha handelt es sich um eine Gemeinschaftsarbeit unterschiedlicher SF-Autoren, die hiermit eine Serie erschaffen haben, deren erste drei Folgen sich in diesem Sammelband befinden.
Wir befinden uns relativ nah in der Zukunft – im Jahre 2025 – und entdecken plötzlich, dass sich Flugobjekte auf dem Weg zur Erde befinden. Verschiedene Gruppen versuchen sich fieberhaft auf den Erstkontakt vor zu bereiten. Gleichzeitig landen schon einige Außerirdische auf unserem Planeten. Wie sich dabei recht schnell herausstellt, haben sich nicht alle davon mit rein friedlichen Absichten auf den Weg zu uns gemacht.
Nichts desto trotz fliegen zwei Menschengruppen auf Einladung zu den Schiffen im Orbit und entdecken eine für sie unglaubliche und sagenhafte Welt. Gänzlich andersartige Lebensformen als sie auf unserem Planeten gewohnt sind.
Biom Alpha: Die Ankunft lässt uns teilhaben an den ersten drei Folgen dieser in mehreren Folgen ausgerichteten Science-Fiction-Reihe. Mir persönlich stellt sich bei einem Konglomerat verschiedener Autoren immer wieder die Frage, wie so eine Zusammenarbeit sauber und eingängig von statten geht, ohne dabei zu unterschiedlich in der Schreibweise zu klingen oder gar den Faden zu verlieren.
Nun, die beteiligten Herren haben es jedenfalls geschafft, denn der gesamte Band klingt wie aus einem Guss. Die Geschichte selbst beginnt sehr verwirrend und ich fragte mich bereits nach einigen Seiten, ob ich mir dieses Werk denn wirklich antun soll. Irgendwie befindet man sich am Anfang in etwas unverständlichem, mit noch nicht nachvollziehbaren Figuren. Erfreulicherweise blieb ich aber dran und sobald sich die Geschichte den Erdlingen zuwendet, schafft man es auch, den Faden aufzunehmen und die anfänglichen Verwirrungen lösen sich auf. Im Nachhinein bin ich mir aber immer noch nicht ganz sicher, ob der Einstieg glücklich gewählt war, da er sicher etwas abschreckend wirkt – andererseits wirkt es dann im Laufe des Buches stimmiger und jeglicher Nebel im eigenen Verstand löst sich in Wohlgefallen auf.
Biom Alpha ist irgendwie anders als übliche SF-Romane. Sicher, der grundsätzliche Plot ist relativ typisch aufgebaut. Der Ideenreichtum und die in meinen Augen komplett neu entwickelten Spezies auf rein biologisch aufgebauter Basis ist sehr interessant und lässt einen lediglich staunen.
Die Story macht wirklich Spaß beim Lesen durch die Zusammenfügung dreier Bände hat man nach jeweils einem Drittel einen Cliffhanger für die nächste Episode – leider auch am Ende, da mir die Folgebände noch nicht vorliegen, ich aber gerne wissen möchte, wie es denn nun weitergeht.
Alles in allem ein sehr erfrischender und außerordentlich interessanter SF-Roman der mich rundum sehr gut unterhalten konnte.
Jürgen Seibold/15.09.2016
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Andreas Eschbach: Eine Billion Dollar

billion© 2003 Bastei Lübbe
ca. 896 Seiten

COVER:

John Salvatore Fontanelli ist ein armer Schlucker, bis er eine unglaubliche Erbschaft macht: ein Vermögen, das ein entfernter Vorfahr im 16. Jahrhundert hinterlassen hat und das durch Zins und Zinseszins in fast 500 Jahren auf über eine Billion Dollar angewachsen ist. Der Erbe dieses Vermögens, so heißt es im Testament, werde einst der Menschheit die verlorene Zukunft wiedergeben. John tritt das Erbe an. Er legt sich Leibwächter zu, verhandelt mit Ministern und Kardinälen. Die schönsten Frauen liegen ihm zu Füßen. Aber kann er noch jemandem trauen? Und dann erhält er einen Anruf von einem geheimnisvollen Fremden, der zu wissen behauptet, was es mit dem Erbe auf sich hat …

REZENSION:

Vor langer langer Zeit widmete ich mich dem Jesus-Video von Andreas Eschbach. Irgendwie habe ich den Autor danach aber aus den Augen verloren oder einfach nur am Rande beachtet.
Vor kurzem entscheid ich mich dann dem Genuss von “Eine Billion Dollar” als Hörbuch und war sichtlich überrascht.
Zum Einen ist der Erzähler absolut passend und leitet eingängig durch die nicht gerade als kurz zu bezeichnende Geschichte – zum Anderen ist die Geschichte wirklich klasse:
John Fontanelli erbt von heute auf morgen den sagenhaften Betrag von einer Billion Dollar – einfach nur, weil jemand vor 500 Jahren Geld hinterlegte und in seinem Testament als letzten Willen wünschte, dass zu einem bestimmten Datum im Jahre 1996 der jüngste noch lebende Fontanelli die dann durch Zinseszins erreichte Summe erben sollte.
500 Jahre sind eine lange Zeit und nachdem sich auch noch zuverlässige Verwalter dem Vermächtnis
angenommen, wuchs dieses auf die immense Summe an.
Während dem anhören oder lesen kommt man genauso wie John Fontanelli ins Grübeln, Planen, Schwärmen, Geldausgeben – bis man dann doch irgendwann merkt, wie verdammt viel das ist. Ein schönes Beispiel ist der Kauf eines Ferraris, der auch im Buch auftaucht: Auf den Kommentar Fontanellis hin, was sie denn machen würden, wenn er sein ganzes Geld einfach für Ferraris ausgibt, bekam der die lapidare Antwort, dass es soviele Ferraris auf diesem Planeten überhaupt nicht gibt.
So nach und nach dämmert einem, welche Macht man somit plötzlich in Händen hält.
Ein Roman wäre natürlich nichts besonders, wenn sich dadurch nicht noch weitere Begebenheiten aufbauen würden. Somit kommt plötzlich der Unbekannte ums Eck und hilft John Fontanelli beim Aufbau eines weltumspannenden Unternehmens, mit dem Ziel der Menschheit die verlorenen Zukunft zurück zu geben. Doch recht schnell stellt man sich die Frage, ob da nicht noch mehr dahinter steckt.
Andreas Eschbach baut seine Geschichte recht harmlos auf, schwelgt lange in wirtschaftlichen Themen, schafft es dabei aber trotzdem diese so geschickt zu erzählen, dass er einen eventuell wirtschaftlich unbedarften Leser nicht verliert sondern ihm höchstens auf geschickte Weise etwas beibringt.
Alles ist in meinen Ohren durchweg plausibel und absolut eingängig erzählt. Sicher dachte ich mir manches mal schon, wie es weitergeht – aber nicht so nachhaltig, das irgendetwas schon großartig vorhersehbar wäre. Bis zum Schluss dachte ich mir, dass noch eine Frage offen ist (ich musste nämlich immer daran denken und habe geistig schon eine Frage an den Autor formuliert) – diese wurde aber am Ende beantwortet und ist auch der schlußendliche Schlüssel.
Ich wundere mich wirklich, warum ich so oft an diesem Buch vorbeigegangen bin – gut, dass ich nun denn Inhalt kenne. Ein absolut gelungener Wirtschaftsthriller, der nebenbei dafür sorgt, dass sein Leser zum Träumen beginnt und geistig sein virtuelles Geld in die Welt trägt.
Jürgen Seibold/12.11.2015

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