Thomas Thiemeyer: Babylon

thiemeyer_babylon©2016 Knaur Verlag
ISBN 978-3-426-65363-0
ca. 524 Seiten

COVER:

Um nach aufreibenden Abenteuern zur Ruhe zu kommen, erholt sich Hannah Peters mit Mann und Tochter an einem idyllischen Ausgrabungsort auf dem Peloponnes. Doch als ihr schwerreicher Mäzen Stromberg mit einem neuen Auftrag eintrifft, ist es vorbei mit dem Frieden:
Inmitten der irakischen Wüste, jener Gegend, die niemals zur Ruhe zu kommen scheint, sind Forscher auf ein rätselhaftes Bauwerk gestoßen. Sein Zweck ist noch nicht ersichtlich – doch es entsendet bedrohliche elektromagnetische Wellen.
Was Hannahs Team entdeckt, übertrifft die kühnsten Erwartungen aller: eine pyramidenartige Konstruktion, die sich, anstatt in den Himmel, in immer engeren Spiralen hinunter in die Erde schraubt. Ein Höllenschlund, der fatal an Dantes Unterwelt erinnert. Und was immer in der tiefsten seiner Kammern erwacht ist – ein vorzeitlicher Mechanismus oder eine uralte rachsüchtige Gottheit -, es hat das Ende der Menschheit eingeläutet.
Für Hannah gibt es nur eine Möglichkeit, dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten: Sie muss die Reise in die Tiefe antreten – und dabei ihre Familie mitnehmen.

REZENSION:

Bereits seit dem ersten Roman Thomas Thiemeyers verfolge und lese ich alle Bücher von ihm. Dies liegt daran, dass er mich bis zu seinem Thriller namens “Devil’s River” durchweg sehr gut unterhalten und überzeugen konnte. Als Leser ist man aber scheinbar doch auf Dauer recht anspruchsvoll, denn nachdem mich “Devil’s River” leider nicht überzeugen konnte, verlor sich ein wenig die Hoffnung nach weiteren Werken Thiemeyers.
Nun erreichte mich BABYLON, welchem ich mich dadurch ein wenig skeptisch annäherte. Laut Coverbeschreibung handelt es sich dabei um ein weiteres Abenteuer von Hannah Peters und die Reihe um diese Archäologin konnte mich bisher immer sehr gut unterhalten – hatte sie doch immer einen kleinen Touch Indiana Jones an sich.
Wie sich beim Lesen erfreulicherweise herausstellte, konnte mich Thiemeyer nun wieder von sich bzw. seinem Werk überzeugen. In BABYLON verwebt der Autor die Mythen um das sagenumwobene Babel mit der Erzählung Dantes. Dies alles mit einer sehr aktuellen Brise an politischen Begebenheiten gewürzt entwickelt sich ein wirklich schöner und ausreichend spannender Abenteuerroman, dessen man sich über die doch erkleckliche Anzahl an Seiten nicht mehr entziehen kann.
Theimeyers Recherchen scheinen durchweg stimmig zu sein und sind somit plausibel dargelegt. Die Unruhen in der Wüste durch den IS als auch weiteren politischen Einflüssen geben dem Werk eine Aktualität, die dafür sorgt, dass man sich ungebremst im heutigen Irak wieder findet.
Hannah Peters selbst wirkt nicht mehr so taff wie in den vorherigen Bänden – dies ist aber dem Umstand geschuldet, dass sie sich nun auch noch um ihr Kind kümmern muss. Ich denke, keine Mutter kann ihre bisherige Rolle einfach mal so weiter spielen, somit ist auch dieser Umstand gut inszeniert.
Das Buch wird sicherlich nicht jedem gefallen, da Thiemeyer seinen Abenteuerroman auch mit mystischen wenn nicht gar fantastischen Elementen bereichert. Somit entsteht ein Genremix, wie es auch im bisher letzten Indiana Jones Film (Abenteuer meets Science Fiction) der Fall war. Mir persönlich macht so etwas überhaupt nichts aus – im Gegenteil, ich finde solche Vermischungen zumeist auch erheblich interessanter als reine Genreerzählungen.
Wer also kein Problem mit einer Archäologiegeschichte, angereichert mit fantastischen Elementen hat, der kann hier problemlos zuschlagen, sich einige Stunden zurück lehnen und einfach gut unterhalten lassen.
Mir hat BABYLON jedenfalls sehr gut gefallen und ich würde mich freuen, demnächst wieder etwas über Hannah Peters lesen zu können.
Jürgen Seibold/23.03.2016
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Thomas Thiemeyer: Devil`s River

thimeyer_Devil(c) 2015 Knaur Verlag, München
ISBN 978-3-426-51715-4
ca. 512 Seiten

COVER:

Es bedarf eines Ungeheuers, um ein Ungeheuer zu töten…
Kanada 1878. River, eine junge Frau vom Stamm der Ojibwe, muss miterleben, wie ihr Dorf von etwas heimgesucht wird, das kein Mensch sein kann. Die Hütten von einer gewaltigen Kraft zerstört, Männer und Frauen grausam ermordet, scheint eine uralte Legende zum Leben erwacht zu sein. River schwört Rache – und verbündet sich mit einem gesuchten Mörder.
England 2015. Durch den Tod ihrer Großmutter aufgerüttelt, begibt sich die Studentin Eve auf die Spur eines Familiengeheimnisses, das in der kanadischen Wildnis wurzelt …

REZENSION:

Thomas Thiemeyer ist ja spätestens seit seinen spannenden Abenteuerromane ein absoluter Garant für gute Unterhaltung. Dementsprechend euphorisch widmete ich mich seinem neuesten Werk mit dem spannend klingenden Titel DEVIL`S RIVER.
Seine Geschichte geht auch recht interessant los – insbesondere die unterschiedlichen und auch in unterschiedlichen Zeiten stattfindenden Erzählstränge sind genau das richtige für mich.
Man kommt dadurch auch ziemlich schnell in die Geschichte rein. Mehr und mehr hatte ich aber das Gefühl, dass Thiemeyer in diesem Fall mich als Zielgruppe wohl ausgeschlossen hat – ich erwartete mir einen spannungsgeladenen Roman voll mit mystischen Elementen. Leider kamen diese nicht in der ersten Hälfte des Buches und somit folgte ich einer angenehm erzählten Westerngeschichte, die durch die geschickte Erzählweise des Autors gut zu lesen ist, jedoch aus meiner Sicht keine besonderen Höhepunkte zu Stande bringt.
Ob sich das alles noch dreht, beziehungsweise spannender wird, entzieht sich meiner Kenntnis, da ich das Buch dann doch abgebrochen habe, da mir schlichtweg was fehlte.
Hierbei hatte Thiemeyer auch noch einen persönlichen Bonus, da er mich schon des öfteren sehr positiv unterhalten konnte und somit schloss ich dieses Werk nicht bereits nach einhundert Seiten, sondern gab ich noch weitere einhundert eine Chance.
Schade eigentlich, denn allein von der Beschreibung des Buches hielt ich die Idee per se schon einmal für Klasse – alles in allem scheint sich aber hinter DEVIL`S RIVER ein Western für eine Klientel zu befinden, die eher auf hohe Spannungslevel verzichten kann.
Nichts desto trotz werde ich Thomas Thiemeyer im Auge behalten und hoffe ernsthaft auf einen neuen und spannungsgeladenen, abenteuerlichen Forschungsroman.
Jürgen Seibold/22.06.2015
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Thomas Thiemeyer: Valhalla

Thiemeyer_Valhalla© 2014 Knaur Verlag
ISBN 978-3-426-65265-7
ca. 512 Seiten

COVER:

Archäologin Hannah Peters ist wütend. Aus dem tropisch warmen Angkor Wat abberufen, soll sie ausgerechnet in Spitzbergen am Polarkreis einer seltsamen Entdeckung nachgehen: Das Forschungsteam um ihren milliardenschweren Auftraggeber hat mit Hilfe von Wärmekameras ungewöhnliche Strukturen unter dem arktischen Eis ausfindig gemacht – Fundamente einer versunkenen Stadt, vielleicht sogar das sagenumwobene Nordreich Hyperborea?
Jahrhundertelang verborgen, treten die Ruinen nun durch das Abschmelzen der Gletscher zutage. Hannah verlässt Mann und Team, um sich allein und unvorbereitet einer fremden Expedition anzuschließen. Doch was ein sensationeller Erfolg für die Wissenschaft sein sollte, erweist sich als Katastrophe. Eine tödliche Macht fordert ihren Tribut. Hannah gelingt es mit knapper Not, der kalten Hölle zu entrinnen – und das auch nur, weil sie einen Schutzengel besitzt.
Die Spur führt zurück in die Vergangenheit, zu einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Während die Welt sich von den Wunden des Zweiten Weltkriegs erholt, schlummert unter dem Eis die größte Gefahr, mit der die Menschheit je konfrontiert wurde: Ein Projekt namens VALHALLA. Hannah kann nicht anders, sie muss ein zweites Mal ins Reich der Kälte. Doch diesmal ist sie nicht allein …

REZENSION:

Thomas Thiemeyer konnte schon durch seine bisherigen Wissenschaftsthriller um die Archäologin Hannah Peters uneingeschränkt überzeugen. Nun legt er mit VALHALLA einen dritten Band mit seiner sympathischen Protagonistin nach.
In VALHALLA begleiten wir Hannah Peters nach Spitzbergen, wo sich im Eis eine verschollene Stadt befinden soll – scheinbar handelt es sich dabei um das sagenumwobene Hyperborea, eine Stadt, genauso mythenbehaftet wie das versunkene Atlantis.
Kurz nach Öffnung der ersten Durchgänge befällt das Team eine tödliche Krankheit, wovon lediglich Hannah durch ihren Schutzengel mit dem Leben davon kommt.
Ziemlich schnell stellt sich heraus, das die Nazis diese Stadt nutzten, um geheime Forschungen an Viren durchzuführen, um zu einer, dem Gesamtsieg dienenden, Waffe zu kommen. Erstaunlich schnell sind weitere Mächte auf dem Plan und versuchen den Stammerreger in dieser Stadt zu  lokalisieren und zu isolieren.
Hannah Peters aktiviert ihr eigenes Team und versucht dem entgegen zu wirken.
Thomas Thiemeyer verwebt in VALHALLA nicht nur wissenschaftliche Themen, sondern legt seinen Schirm sogleich über politische und machtvolle Einflüsse, genauso wie über interessante archäologische Erkenntnisse.
Jeder einzelne Aspekt in diesem Roman würde genug Stoff für eine eigene Geschichte liefern – dadurch ist man ein klein wenig enttäuscht über fehlende Informationen über den Forschungsdrang der Nazis als auch über archäologische Erkenntnisse über Hyperborea.
Dies scheint aber auch nicht Intention des Autors gewesen zu sein. Somit verwob er diese Themen zu einem Thriller, der bereits zu Beginn den Spannungslevel nach oben legt. Leider kann diese Spannung nicht durchweg aufrechterhalten bleiben und lässt zum Ende hin sogar ein gutes Stück nach.
VALHALLA macht aber trotzdem genug Spaß, um als guter Wissenschaftsthriller zu wirken – kommt aber nicht ganz an die beiden Hannah-Peters-Vorgänger hin, die geschickter konstruiert und spannungsgeladener wirkten.
Alles in allem aber trotzdem ein Buch, welches man nicht weglegt, da die Begebenheiten den Leser problemlos bei der Stange halten. Ein Touch mehr Spannung hätte genauso wenig nicht geschadet, wie auch das detailliertere Auszeichnen der “bösen” Personen und der historischen Hintergründe. Unter Umständen hätte das Material dabei aber auch den Rahmen dieses Buches sprengen können. Vielleicht kann Thiemeyer ja in weiteren Büchern um Hannah Peters die versunkene Stadt weiter erforschen…
Jürgen Seibold/16.04.2014
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Thomas Thiemeyer: Korona

c 2010 Knaur Verlag
ca. 512 Seiten

COVER:

Gletscher unter der Äquatorsonne, Kaskaden von Rauhreif, Wälder in ewigem Nebel und turmhohe Blumen – das Ruwenzori-Gebirge in Ostafrika ist seit jeher ein besonderer Ort. Hier, so sagt man, liegen die Quellen des Nils und das versunkene Reich Kitara. Und hier leben Gorillaherden in einzigartiger Ursprünglichkeit. Ihr Dasein möglichst naturnah zu erforschen, hat sich die Biologin Amy Walker vorgenommen – doch bald machen dramatische Ereignisse das Idyll zunichte: Amys Kollege Dr. William Burke verschwindet spurlos während einer Expedition ins Gebirge. Und ausgerechnet der Ex-Sträfling Ray Cox soll Amy nun im Team zur Seite stehen. Amy ist mehr als skeptisch, wenngleich Rays Intelligenz und sein kompetenter Umgang mit den Gorillas bald unstrittig sind. Was sie nicht weiß: Seine Haft verbüßte Ray als Unschuldiger. Und dem wahren Schuldigen ist er – hier und jetzt – dicht auf den Fersen …
Mittlerweile kann das Team die Suche nach William Burke nicht länger aufschieben, obwohl eine extrem hohe Sonnenaktivität nie gekannte Wetterkatastrophen befürchten lässt. Der ganze Urwald scheint erwartungsvoll zu beben, als Amy das Signal zum Aufbruch gibt – und als zwischen den Felsen des Ruwenzori das erste Schneegewitter über den Suchtrupp hereinbricht, beginnt ein Horrortrip mitten in das letzte Geheimnis Afrikas …

REZENSION:

Stellen sie sich vor, ein Autor wendet seinen Blick nach Afrika und erkennt, dass sich die Lebenssituation der Berggorillas in den letzten Jahren nicht unbedingt zum Besseren gewandt hat. Des weiteren erkennt dieser Autor, dass seit der weltberühmten Dian Fossey und insbesondere seit dem Hollywood-Film mit Sigourney Weaver der Blick der Weltbevölkerung sich wieder anderen Dingen zugewandt hat.
Nichts desto trotz gibt es weiterhin hilfsbereite Menschen, die ihr Leben dem Erhalt dieser Gorillas widmen.
Mit diesen Erkenntnissen wird sich der Autor an seinen Schreibtisch setzen und einen Roman über das Leben der Berggorillas schreiben. Handelt es sich dabei um einen Sachbuchautor, bleibt er bei seinen Leisten und versucht uns als Leser (wahrscheinlich in sehr trockener Ausdrucksweise) die Notwendigkeit dieser Schutzmaßnahmen zu erklären; handelt es sich um einen Kriminalromanautor, wird mit Sicherheit jemand aus der Forschungsgruppe tot aufgefunden und wir werden als Leser auf die Jagd nach dem Mörder geschickt.
Nun gibt es auch noch einen Thrillerautor, der die Geschichte um die Berggorillas weiter webt und die Forschungsgruppe in allen Facetten leiden lässt – lediglich ein Toter, wie bei dem Krimiautor reicht ihm natürlich nicht, bei ihm kommt noch ein Psychopath ums Eck und wir werden feststellen, wie viel Folter sich zwischen zwei Buchdeckeln befinden kann.
Es gibt aber auch noch einen Thomas Thiemeyer, der mit den teilweisen Eigenschaften des Thrillerautors spielt, dem dies aber wie in seinen bisherigen Werken  nicht genug zu sein scheint.
Thiemeyer ist seit jeher ein Garant für gelungene Mysterythriller und somit muss da noch erheblich mehr geschehen – am Besten, wenn die Natur selbst noch eine Rolle spielt – von mystischen Elementen ganz abgesehen.
Daraus ist dann sein neuestes Werk KORONA entstanden und es lässt hierbei abermals nichts vermissen.
Erneut verknüpft Thiemeyer Thriller mit Umwelt mit Mystik mit Freundschaft mit Spannung mit mit mit…, hält uns Menschen dabei geschickt einen Spiegel vor Augen – und zeigt, dass er diese Summe an Elementen weiterhin ohne jegliche Verschleißerscheinung zu beherrschen scheint.
Meines Wissens kenne ich jeden Mysterythriller, den Thiemeyer bisher veröffentlichte und ich konnte fast ausnahmslos jeden davon in alle Höhen loben. Lediglich mit seinem letzten Werk war ich nicht vollumfänglich zufrieden und ich hatte schon ein Fünkchen Sorge, ob Thiemeyer seinen davor veröffentlichten Blockbustern je wieder gerecht werden kann.
Nun, mit KORONA hat er es erneut geschafft und ich bin mehr als überzeugt, dass dieser Autor noch für viele spannende Stunden sorgen kann. Für mich ist KORONA jedenfalls eine absolute Empfehlung die nichts vermissen lässt und den Leser bereits beim Schließen des Buches nach weiteren Werken des Autors schielen lässt.
Jürgen Seibold/06.01.2011

Thomas Thiemeyer: Magma

c 2007 by Knaur Verlag
ca. 525 Seiten

COVER:

Dr. Ella Jordan, frischgebackene Professorin für Seismologie in Washington, arbeitet gerade an ihrer ersten Vorlesung, als sie eine merkwürdige Nachricht erhält: Aus dem zehntausend Meter tiefen Marianengraben im Pazifik dringen Schwingungssignale – viel zu regelmäßig, um natürlichen Ursprungs zu sein. Mit einem Forscherteam, dem auch der zwielichtige Schweizer Professor Konrad Martin angehört, taucht Ella zum tiefsten Punkt der Erde und entgeht nur knapp einer Katastrophe: Die gigantische Steinkugel, die sie dort unten finden, reagiert auf Manipulationsversuche empfindlich wie ein lebendes Wesen…
Plötzlich werden neue Signale empfangen, zuerst vom Nordkap, dann aus Russland, Australien bis hinunter zur Antarktis. Ella und Konrad Martin reisen um die ganze Welt und stoßen überall auf dieselben Gebilde aus Stein; doch niemand kann sagen, woher sie einst gekommen sind. Als die Kugeln mit einem Mal beginnen, einen gemeinsamen Takt zu schlagen, treten alle Fragen in den Hintergrund. Verheerend starke seismische Wellen führen überall zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Ella erkennt als Erste die katastrophalen Folgen: Bald wird die Erde für Menschen unbewohnbar sein.
In einem unterirdischen Labor tief in den Schweizer Bergen kommen alle zusammen, die sich des tödlichen Countdowns bewusst sind. Fieberhaft arbeiten sie an einer rettenden Lösung – doch Professor Martin beharrt darauf, dass in Ella allein der Schlüssel liegt. Was weiß er, das die anderen nicht wissen? In einem letzten Kraftakt wirft Ella alles wissenschaftliche über Bord, um tief in sich selbst die Antwort zu finden.

Thomas Thiemeyer, geboren 1963, studierte Geografie und Geologie in Köln. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Stuttgart und arbeitet als selbständiger Illustrator und Umschlagdesigner. Seine beiden Romane MEDUSA und REPTILIA sind Bestseller.

REZENSION:

Thomas Thiemeyer befindet sich mit Magma perfekt auf der Höhe der Zeit.  Er vermischt in seinem aktuellen Thriller geschickt die Thematik  der Klimakatastrophe mit wissenschaftlichen Elementen aus den  Bereichen Geologie, Meereskunde und Astronomie – baut aber einen  Science-Fiction-Plot mit ein, der diese ganzen Vorgehensweisen auf eine gänzlich andere Ebene stellt.
Er führt seine Protagonisten spielerisch ein  und baut nach und nach die einzelnen Charaktere weiter aus. Dies erfolgt  absolut glaubwürdig und nachvollziehbar. Sämtliche Darsteller behalten im  Laufe der Geschichte auch ihre Eigenheiten und müssen sich nicht zu Gunsten  einer Wendung verbiegen.
Seine wissenschaftlichen Details sind detailliert  gezeichnet und dargelegt. Sehr interessant ist dabei auch, dass diese in  ihrem Detailreichtum normalerweise für manch einen Leser langweilig werden würden – Thiemeyer schafft es jedoch, diese “Abhandlungen” klar und perfekt eingebaut in Situationen darzulegen und somit den Spannungsbogen trotz dieser wissenschaftlichen Erklärungen aufrecht zu erhalten.
Der Spannungsbogen bleibt während der Lektüre durchweg auf hohem Niveau und es  macht sichtlich Spaß dieses Buch zu lesen.
Durch die allumfassende Einfügung unterschiedlichster Bereiche kann dieses Werk mit Sicherheit Leser der  verschiedensten Genre begeistern.
Lediglich der Schluß zerfällt meiner Meinung nach ein klein wenig – was aber glücklicherweise keine Auswirkungen mehr auf die Geschichte an  sich hat.
Wenn man somit seine beiden ersten Romane Medusa und Reptilia als Lehrstück betrachtet, hat Thomas Thiemeyer nun mit Magma seine  Diplomarbeit abgeliefert.
Jürgen Seibold/09.08.2007

Thomas Thiemeyer: Nebra

c 2009 by Knaur Verlag
ca. 509 Seiten / € 19,95

COVER:

Mitten in Deutschland steht ein Berg, um den sich seit Urzeiten Mythen und Legenden ranken: der Brocken im Harz. In der Bronzezeit bekannt als heiliger Berg des Nordens, galt er im Mittelalter als Heimstatt des Teufels, als Versammlungsort von Hexen und Zauberwesen. Heute scheint die Walpurgisnacht auf dem Brocken nicht mehr als ein folkloristisches Spektakel…

…das sich auch die Archäologin Hannah Peters nicht entgehen lassen wird. Zuvor noch im Herzen der Sahara dem gefährlichen “Auge der Medusa” auf der Spur, ist sie nun mit einem neuen Auftrag zurück in Deutschland: Sie soll der Himmelsscheibe von Nebra, die als die erste astronomische Darstellung der Menschheit gilt, ihr faszinierendes Geheimnis entreißen. Und kommt dabei keinen Schritt weiter. Als Hannah einem Mann begegnet, der den Harz wie seine Westentasche kennt, scheint sie ihrem Ziel ein gutes Stück näher. Doch dann ist die Scheibe plötzlich unauffindbar. Seltsame Himmelserscheinungen verwirren die Menschen, Schneestürme verwüsten das frühlingsgrüne Land. Unwiderruflich wird Hannah hineingezogen in die Machenschaften eines dunklen Zirkels, dessen Ziele ihr völlig unklar sind. Doch sie ahnt: Alles läuft auf Walpurgis zu – eine Walpurgisnacht, die niemals enden wird, wenn Hannah nicht das Undenkbare wagt…

REZENSION:

Als ich das neueste Werk Thomas Thiemeyer-Werk namens „Nebra“ erhielt, war ich einerseits erfreut – konnte mich doch der Autor bisher mehr als überzeugen – andererseits hatte ich noch im Hinterkopf, bereits vor einiger Zeit einen Wälzer über die sagenumwobene Himmelsscheibe von Nebra gelesen zu haben. Meine Gehirnwindungen hatten auch recht und es handelte sich dabei um einen sehr dicken Roman eines sehr namhaften deutschen Autors, dessen Lektüre ich jedoch unbefriedigt nach der Hälfte zur Seite legen musste. Zu sehr verstrickte sich dieser in seiner Erzählung, ohne den Leser dabei an der Hand zu nehmen.
Nun wollen wir aber nicht über Vergangenes reden und es besteht ja die Hoffnung, dass Thomas Thiemeyer dieses Thema gänzlich anders anzugehen versteht.
Meine Hoffnung trügte auch nicht – im Gegensatz zu dem besagten Buch bleibt Thiemeyer in der heutigen Zeit und lässt den Leser an einer abenteuerlichen Jagd teilhaben, die auch unzählige mystische Anleihen in sich trägt.
Es spitzt sich alles während der Walpurgisnacht auf dem Brocken im Harz zu und man ist schier überwältigt von dem Ideenreichtum des Autors.
Im Gegensatz zu seinen bisherigen Werken konnte mich „Nebra“ jedoch nur zu zwei Drittel überzeugen (gemessen an den Seitenzahlen) – viel zu sehr werden zum Ende hin mystische Themen eingebaut, deren Überzeugungskraft ein klein wenig gefehlt haben.
Nichts desto trotz ist Thiemeyer erneut ein sehr spannender, gut zu lesender Abenteuerroman gelungen, der sich zwar nicht auf der Höhe seiner bisherigen Werke befindet, aber trotzdem als gelungener Zeitvertreib zu verstehen ist.
Für mich persönlich bleiben vorerst seine drei bisherigen Werke (Medusa / Reptilia / Magma) noch unerreichbar und ich schlage jedem Leser vor, mit einem dieser Bücher zu beginnen – dann kann man auch getrost mal ein Auge zudrücken, wenn man vom vorliegenden Buch nicht ganz so überzeugt sein sollte, da in Thiemeyer ungeheures Potenzial steckt und er sicherlich noch vieles vor seinen Lesern ausbreiten möchte.
Jürgen Seibold / 04.09.2009

Thomas Thiemeyer: Reptilia

c 2005 by Knaur Verlag
ca. 385 Seiten

COVER:

Mitten im afrikanischen Dschungel, auf dem Grunde eines Sees, verbirgt er sich: Mokéle M’Bembé, der sagenumwobene letzte Saurier. Emily Palmbridge war auf der Jagd nach ihm – und ist seither verschwunden. Aber wo verliert sich ihre Spur?
Der junge Londoner Genetiker David Astbury geht am liebsten in Ruhe seinen Forschungen nach. Doch als ihn Emilys verzweifelte Mutter um Hilfe bittet, kann er sich nicht entziehen: Emily war seine erste große Liebe.
So wird David Teil eines hochgerüsteten Expeditionsteams, dem außerdem ein skrupelloser australischer Großwildjäger, dessen Assistent und eine afrikanische Biologin angehören. Angekommen am Lac Télé, einem Urwaldsee im undurchdringlichsten Teil des Kongo, stößt das Team bald auf Spuren grausamer Kämpfe. Die erste Konfrontation mit dem monströsen Reptil ist nahe – und fordert ein Todesopfer.
Von da an eskaliert alles. Widerwillig begreift David, dass Mokéle ein ganz besonderer Gegner ist – dass er Fähigkeiten besitzen muss, die von unschätzbarem Wert für die Menschheit sind. Emily scheint alles darangesetzt zu haben, die Bestie vor Entdeckung zu bewahren. Da beschließt David gegen alle Vernunft, das Tier vor seinem rachedurstigen Team zu schützen. Er wird dabei der Verlierer sein. Wenn nicht ein Wunder geschieht…

Thomas Thiemeyer, geboren 1963, studierte Geografie und Geologie in Köln. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Stuttgart und arbeitet als selbständiger Illustrator und Umschlagdesigner. Reptilia ist sein zweiter Wissenschaftsthriller nach dem Bestseller Medusa.

REZENSION:

Thomas Thiemeyer hat bereits mit seinem Erstlingswerk “Medusa” ein totgeglaubtes Genre – den klassischen Abenteuerroman – erfolgreich wiederbelebt.
Was er nun jedoch mit seinem zweiten Werk “Reptilia” dem Leser vorlegt, setzt dem Ganzen noch die Krone auf!
Es handelt sich hierbei doch tatsächlich um ein Buch, in dem sich ein Expeditionsteam im tiefsten Afrika auf die Suche nach einem sagenumwobenen Saurier (!) macht.
Mein erster Gedanke: “Thomas Thiemeyer – ist das dein Ernst?” – Selbst Nessie ist mittlerweile mehr als Tod.
Aber: Thomas Thiemeyer hat es geschafft!
Das Buch fängt sichtlich dezent und ruhig an. Solange sich die Protagonisten nicht auf den Weg in den Dschungel machen, passiert eigentlich gar nichts. Interessanterweise ist man als Leser trotzdem bereits gefesselt. Dies verstärkt sich auf dem Weg zur Konfrontation mit dem Urgetier ins beinahe Unermessliche.
Grundsätzlich wäre die Geschichte ja ganz simpel gestrickt, wäre da nicht – wie bereits bei “Medusa” – die glaubhafte, bildreiche, interessante und hochspannende Erzählweise Thiemeyers.
Meine Grundgedanken, wie z.B. “Wer glaubt noch an Saurier?”, wischt Thomas Thiemeyer mit einer spielerischen Leichtigkeit beiseite und führt nachvollziehbar und glaubhaft einen Überlebenden aus längst vergangenen Zeiten ins Feld. Den Leser nimmt er dabei an die Hand und geht mit ihm am Ende in beinahe philosophische Bereiche, die das leider oft verschüttete Gute wieder zum Leben erwecken.
Somit ein erneuter Meilenstein eines neuen, unverbrauchten Autors, der ein fast totes Genre für sich wiederentdeckte und pionierreich zu neuem Leben erweckt.
Man kann nur noch auf weitere Perlen dieser Art hoffen…
Jürgen Seibold/14.08.05

Thomas Thiemeyer: Medusa

c 2004 bei Knaur Verlag

COVER:

Tief im Herzen der Sahara liegt völlig isoliert vom Rest der Welt das Tassili’n-Ajjer, ein Sandsteinplateau, das tausendjährige, geheimnisumwobene Felsmalereien birgt. Hannah Peters, eine erfahrene Archäologin, begibt sich auf ihre Spur und macht eine seltsame Entdeckung: Eine Medusen-Skulptur, verziert mit Landkarten und Symbolen, kündet von einem Kultgegenstand von sagenhafter Schönheit und dunkler Kraft. Und das Volk, das ihn schuf, scheint sich selbst ausgelöscht zu haben…
Ein Team der National Geographic Society erhält den Auftrag, sich mit Hannah auf Schatzsuche zu begeben, und man macht sich auf zu einer gefahrvollen, immer wieder von Rebellen bedrohten Reise zu den Gebirgshöhlen des Niger. Im letzten Moment findet Hannah zusammen mit Chris, dem Klimatologen der Gruppe, in achthundert Metern Tiefe den lang gesuchten Medusentempel – und in seinem Innersten einen höchst eigenartigen Gesteinsbrocken.
Der Lohn der Strapazen scheint in greifbare Nähe gerückt, da beschleicht Hannah starker Widerwille. Ein Alptraum beginnt: Was das steinerne Auge der medusa vermag, ist mit menschlichen Sinnen nicht zu greifen. Es ist nicht bestimmt für die Lebenden…

Thomas Thiemeyer entführt den Leser in seinem spektakulären Mystery-Thriller zu einem der geheimnisvollsten Flecken der Erde – mitten hinein in die uralten Rätsel der menschlichen Kultur.
Thomas Thiemeyer, geboren 1963, studierte Geografie und Geologie in Köln. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Stuttgart und arbeitet als selbständiger Illustrator und Umschlagdesigner. Medusa ist seine erste große Romanveröffentlichung.

REZENSION:

Mit Thomas Thiemeyers Debütroman MEDUSA erreichte mich ein sehr ansprechend gestaltetes Buch, das von einer archäologischen Gruppe auf der Suche nach dem Fund des Jahrtausends handelt. MEDUSA ist vordergründig ein klassischer Archäologen-Abenteuer-Thriller, der jedoch durch die Hinzufügung von mystischen Elementen zu einem extrem spannenden und überzeugenden Roman geworden ist.
Diese interessante Verknüpfung zwingt den Leser förmlich zum Umblättern. Was durch die gute und eingängige Darstellung der „Nebenschauplätze“ des Romans, wie z.B. die Hintergründe über das Wüstenvolk, den Rebellen, den rivalisierenden Personen innerhalb der Archäologengruppe und deren Hintermänner, usw., noch verstärkt wird. Sämtliche wissenschaftlichen Hintergründe sind eingängig dargelegt und werden einschließlich der gesamten Rahmenhandlung vom Leser gerne als „wahre“ Geschichte akzeptiert – man ist geneigt, sich ebenfalls auf die Suche zu machen.
Thomas Thiemeyer hat somit mit einer scheinbaren Leichtigkeit einen ca. 350seitigen Plot entstehen lassen, der  mit einer sehr atmosphärischen Dichte, hoher Spannung und trotzdem extrem glaubwürdig erzählt ist.
Ich bin sehr auf weitere Geschichten des Autors gespannt und hoffe nicht allzu lange warten zu müssen.
Jürgen Seibold/30.08.04