HYS082 – Michael Peinkofer im Gespräch

Im Rahmen der Veröffentlichung von Michael Peinkofers neuestem Fantasyepos “TOTE HELDEN”, durfte ich freundlicherweise wieder an einer sehr interessanten Blogtour teilnehmen.
Hierbei lohnt es sich auch wirklich, alle vorangegangen Artikel in aller Ruhe durch zu gehen.
Als (leider) Abschluß hatte ich die Gelegenheit, gemeinsam mit Michael Peinkofer ein Gespräch zu führen.
Ich stellte mir früher bei Schriftstellern immer den bornierten und knochigen, alten Mann vor, der einsam in seinem Kämmerchen sitzt und seine Geschichten zu Papier bringt. Dabei aber am liebsten keinerlei Kontakt zur Außenwelt bekommt – falls doch: Eher schwierig im Gespräch.
Wie ich jedoch nicht nur in den bereits vergangenen Autoreninterviews, sondern auch im aktuellen Interview mit Michael Peinkofer feststellen durfte, passt diese irrige Meinung meinerseits jedenfalls keineswegs auf die Autoren des Science-Fiction-, Thriller-, Horror- und Fantasygenres. Denn alle waren bisher ausgesprochen sympathisch und man fühlte sich bei jedem Interview sogleich wohl – ich denke, auf beiden Seiten des Gesprächs.
Michael Peinkofer reiht sich hierbei gekonnt ein und nun könnt ihr einem doch hoffentlich interessanten und trotzdem lockeren Gespräch folgen:

Auch diesmal mit einem Gewinnspiel:

Im Rahmen dieser Tour verlose ich ein Taschenbuch von Tote Helden.
Ich stelle diesmal jedoch keine Frage. Somit benötigt Ihr zur Teilnahme lediglich einen Mailaccount 🙂
Kurz gesagt:

Du schickst mir eine Mail an podcast@hysterika.de mit dem Betreff “TOTE HELDEN” und Deiner Adresse. Schon bist Du im Lostopf.
Deine Adresse wird sofort nach diesem Gewinnspiel wieder vernichtet und findet keine weitere Verwendung – Hysterika ist ja keine kommerzielle Seite.

Teilnahmebedingungen

Teilnahme ab 18 Jahren, Versand nur nach Deutschland. Mehrfache Teilnahme auf einem Blog geht nicht. Ein doppelter Gewinn (also hier und auf einem weitern Blog, der bei der Tour mitmacht) ist ausgeschlossen.
Auch der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung ist nicht möglich.

Ab dem 07.04. erfolgt die Auslosung der Gewinner/innen, die per Mail benachrichtigt und auf den teilnehmenden Blogs bekannt gegeben werden.

Gerne könnt Ihr auch noch bei den anderen Teilnehmern vorbeischauen:

Blogtour zu Michael Peinkofer: Tote Helden

Für die einen waren sie Helden. Für andere Legenden. Für wiederum andere waren sie nur dämliche Arschlöcher. Doch niemand ahnt, dass sie wieder zurück sind … Im Jahr 37 nach dem Fall des tyrannischen Kaiserreichs sind die Helden von einst vergessen. Der Abyss, ein tiefer Abgrund, durchzieht den Kontinent Astray seit jener letzten erbitterten Schlacht und hat die Völker gespalten. Könige, Herzöge und fanatische Sektierer ringen um die Macht. Nur der Sänger Rayan erhält die Erinnerung an die Legenden der Vergangenheit am Leben – denn seine Visionen sagen ihm, dass in den Tiefen des Abyss eine Bedrohung lauert. Und dass nur die alten Legenden ihr die Stirn bieten können …

 

Der Autor Michael Peinkofer

Michael Peinkofer, 1969 geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und arbeitete als Redakteur bei der Filmzeitschrift »Moviestar«. Mit seiner Serie um die »Orks« avancierte er zu einem der erfolgreichsten Fantasyautoren Deutschlands. Seine Romane um »Die Zauberer« wurden ebenso zu Bestsellern wie seine neue Trilogie um »Die Könige«.

Webseite: http://www.michael-peinkofer.de/

Was gibt es zu gewinnnen?

Verlost werden in jedem Blog unter allen Kommentator/-innen je eine Ausgabe von “Tote Helden”. Ihr werdet direkt von den Bloggern benachrichtigt. Die Regeln zur Teilnahme findet ihr immer bei den einzelnen Artikeln. Doppelte Gewinne und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Ablauf der Blogtour

29.03. Eva-Maria schreibt über das Motiv des Fremden auf Schreibtrieb
30.03. Mareike erforscht auf Bücherkrähe die Hintergründe der Religion in Astray
31.03. Cindy widmet sich auf Piranhapudel den Themen Schicksal, Bestimmung, Zukunft & Vorhersehung
01.04. Vanessa von Biblometasia löchert Lektor Carsten Polzin in einem Interview
02.04. Susanne berichtet auf Literaturschock von der Lesung auf der Leipziger Buchmesse

03.04. Jürgen unterhält sich hier auf Hysterika in einem Podcast mit Michael Peinkofer.
Vielen Dank an Michael Peinkofer und den Piper-Verlag für die Unterstützung und natürlich auch ein herzliches Dankeschön an alle teilnehmenden Blogs.

Viel Spaß mit der Buchtournee!

Michael Peinkofer: Tote Helden – Die Legenden von Astray 1

©Piper Verlag GmbH, München/Berlin 2017
ISBN 978-3-492-70342-0
ca.528 Seiten

COVER:

Nach einer gewaltigen Schlacht ist das Reich Astray zerrissen. Getrennt durch einen schier unüberwindlichen Abgrund, haben sich die Völker des Kontinents entzweit. Auf beiden Seiten setzen zwielichtige Herrscher und religiöse Fanatiker alles daran, ihre Macht zu festigen. Der Sänger Rayan gerät auf seinen Reisen durch das unsichere Reich zwischen die Fronten: denn seine Lieder künden von Visionen über das künftige Schicksal Astrays, und allzu oft werden die dunklen Vorhersagen von Leid und Tod Wirklichkeit. Als der finstere Ordensmann Thorgon-Syn, Großexekutor von Morwa, auf seinen Missionen eine Spur des Schreckens hinterlässt, ahnt Rayan, dass ganz Astray dem Untergang geweiht ist. Nur eines könnte noch helfen: die Macht der Legenden, der sieben mythischen Helden von einst, die nach Meinung vieler nie existierten und nach Ansicht anderer zumindest längst tot sind. Aber was ist Wahrheit und was Erfindung? Besteht noch Hoffnung für Astray?

REZENSION:

TOTE HELDEN ist der erste Wurf von Michael Peinkofer in seiner neuen Fantasywelt Astray. Somit erst der Start der Legenden von Astray. Wenn man dies bereits auf dem Cover erkennt, stellt man sich schon vorab die Frage, ob man erneut etwas anfangen möchte, was zum heutigen Zeitpunkt noch nicht einmal ansatzweise beendet worden ist. Durch solche Reihen werden die eigenen Stapel ungelesener Bücher definitiv nicht dünner, denn sollte einem der erste Band gefallen, dann kann man sich dem oder den nächsten mit Sicherheit nicht mehr entziehen.
Nun, egal. Peinkofer konnte mich schon mit seinen Orks außerordentlich gut unterhalten. Dementsprechend war es nur ein sehr kurz aufflammender widerstreitender Gedanke entgegen seinem neuesten Werk.
Ehrlich gesagt hatte mich Peinkofer dann bereits im Prolog und noch mehr im ersten Kapitel, als Rayan zu singen begann.
TOTE HELDEN ist dabei nicht so humorvoll wie besagte Werke über die Orks – dennoch kann man sich dem Inhalt von Seite zu Seite nur noch schlecht entziehen. Sehr interessant dabei ist der Gedanke des Autors, einen anderen Ansatz zu fahren: In TOTE HELDEN sind die großen Schlachten schon längst geschlagen und Vergangenheit. Teilweise vergessene Vergangenheit und nur noch für die Erzählung von Legenden relevant. Was aber, wenn die besagten und totgeglaubten Helden der einzige Schlüssel sind, die aufkommenden Machtkämpfe und Unruhen in Astray wieder gerade zu biegen?
Selbstverständlich gibt es hier im ersten Band noch keine finale Antwort dazu – meines Wissens wird aber der Zeitraum zum Folgeband nicht zu lange sein und somit besteht Hoffnung für Astray.
Erneut hat mir der Schreibstil von Michael Peinkofer sehr gut gefallen – gleiches gilt auch für die außerordentlich gut durchdachte Geschichte in einer fast real wirkenden Welt.
Ich bin immer wieder erstaunt, welche Perlen es immer noch zu entdecken gibt – gleichzeitig freut es mich auch, dass es wohl noch genug Einfallsreichtum bei den Schriftstellern gibt, um dem geneigten Leser ausreichend Futter zur Hand reichen zu können.
Ergo: Mir hat TOTE HELDEN außerordentlich gut gefallen und ich nutze die Wartezeit auf Band 2, um dieses jedem zu empfehlen.
Jürgen Seibold/18.03.2017
Tote Helden: Die Legenden von Astray 1 – KAUFEN BEI AMAZON

P.S.: Anfang April 2017 wird es hier einen Podcast geben, in dem mir Michael Peinkofer Rede und Antwort steht.

HYS064 – Urlaub und Bücher

die neue Podcast-Folge:

Michael Peinkofer: Die Ehre der Orks

peinkofer_ehreorks© Piper Verlag GmbH, München/Berlin 2016
ISBN 978-3-492-97356-4
ca. 448 Seiten

COVER:

Endlich kehrt Michael Peinkofer zu seiner erfolgreichsten Saga zurück: Sie gewannen Kriege. Sie wurden zu Königen ihres Volkes. Sie beleidigten ihre Gegner. Und manchmal auch ihre Verbündeten … Die rauflustigen Brüder Balbok und Rammar haben alles erreicht, was man sich als Ork aus echtem Tod und Horn erträumen kann. Doch sie haben noch eine Rechnung offen – mit ihrer Vergangenheit. Und der unmöglichen ersten Mission, mit der all ihre Abenteuer begannen. Mit »Die Ehre der Orks« führt Michael Peinkofer erstmals in die Jugendzeit der mutigsten Krieger, die Erdwelt je gesehen hat. Balbok und Rammar waren nämlich nicht immer die, hüstl, glorreichen Helden, als die man sie auf Erdwelt kennt. Im Gegenteil, gleich bei ihrem ersten Auftrag stellen sich die Orks so ungeschickt an, dass aus einer eigentlichen kinderleichten Mission ein welterschütterndes Abenteuer wird.

REZENSION:

Michael Peinkofers Reihe um die beiden Ork-Brüder Balbok und Rammar geht nun in eine neue Runde. Nachdem scheinbar in der Gegenwart nun alles erzählt zu sein scheint, dringt der Autor in die Jugendzeit der beiden – an Stan Laurel und Oliver Hardy erinnernden – Brüder ein.
Seine ersten Romane konnten mich rundum als glücklichen Leser zurück lassen und somit stürzte ich mich auch sehr euphorisch an DIE EHRE DER ORKS.
Balbok und Rammar bleiben sich treu und sind weiterhin rauflustig, oft dilettantisch in ihrem Vorgehen und streiten weiterhin, was nur so geht.
Dies ist aber auch gleichzeitig das Problem der Geschichte, denn es findet sich kein wirklich neuer Ansatz darin. Wir befinden uns zwar in einer früheren Erzählung und ihre Mutter wurde mit eingebaut – nichts desto trotz folgt ihre Aufgabe dem gleichen Schema wie in anderen Werken. Somit findet man als Fan der beiden Brüder zwar erneut einiges zum Schmunzeln, gleichzeitig wird man aber das Gefühl nicht los, nichts neues zu lesen.
Vielleicht ist auch langsam die Luft raus oder aber man ist bereits durch die letzten Bände ausreichend gesättigt. Interessanterweise habe ich das Buch trotzdem regelrecht verschlungen – kann daran liegen, dass mir die Jungs einfach nur Spaß machen. Gleichzeitig war ich aber auch enttäuscht über den Plot.
Als Einstieg in die Welt der beiden ungleichen Brüder kann DIE EHRE DER ORKS sicherlich funktionieren. Man ist dann ja noch nicht abgelenkt durch bereits erlebtes der Beiden. Wenn man dann am Ball bleibt und mit den ursprünglichen ersten Bänden fortfährt, wird man sicherlich die Steigerung erkennen und Balbok und Rammar ins Herz schließen.
Jürgen Seibold/31.03.2016
Die Ehre der Orks: Roman KAUFEN BEI AMAZON

Michael Peinkofer: ORKS – Die komplette Saga

Sonderausgabe
ISBN 978-3-492-70239-3
(c) Piper Verlag GmbH, München
(c) der Einzelbände Piper Verlag GmbH, München 2006, 2007, 2008
ca. 1.592 Seiten / € 20,–

COVER:

Erdwelt scheint dem Untergang geweiht – das einst friedliche Reich der Orks, Elfen und Menschen ist entzweit, und ein uralter Feind wartet nur auf den richtigen Moment, um seine grausamen Truppen zu vereinen und die Macht über Erdwelt an sich zu reißen. Wenn nicht … ja, wenn nicht Balbok und Rammar wären, die faulsten Orks des ganzen Stammes, die eigentlich nichts im Sinn haben, als bei Blutbier und Gnomengulasch in den Tag hineinzuleben. Ausgerechnet sie müssen die Welt retten – und das gleich drei Mal! Denn dieser Band vereint alle drei Romane um Balbok und Rammar erstmals komplett zum absoluten Bestpreis. Ein Feuerwerk für alle Ork-Fans!

REZENSION:

Kurz nach dem glorreichen Versuch, die “Herr der Ringe”-Saga auf Leinwand zu bringen, stampften plötzlich alle möglichen Gestalten dieser sagenumwobenen Welt auf den geneigten Käufer zu und gingen hinterrücks davon aus, dass sich jeder nun auf dem Markt befindliche Artikel zu kaufen lohnt. Das dem so ist, dies konnten nur wenige “Trittbrettfahrer” dieser Post-Film-Ära zeigen. Nichts desto trotz gab es einige Produkte – insbesondere in schriftlicher Form – die sich definitiv nicht hinter irgendeinem Film verstecken mussten – geschweige denn dem fulminanten Ursprung, der erst für die Ausarbeitung eines millionenschweren Blockbusters geschrieben werden musste.
Nun gab es also Bücher über Elben, über Zwerge und so weiter und so weiter…
Nur ganz wenige schnappten sich die übelsten Gestalten und versuchten ihnen ein neues Gesicht zu geben – ohne dabei ihrer ureigenen Art untreu zu werden. Einer davon ist Michael Peinkofer, der sich bereits vor einiger Zeit den Orks annahm und am Ende eine sehr erfolgreiche Trilogie mit zwei sehr interessanten Gestalten aufweisen konnte.
Es handelt sich hierbei um Rammar und Balbok, zwei Orks aus Tod und Horn, die unterschiedlicher nicht sein können und dabei dummerweise auch noch Brüder sind.
Peinkofer machte es sich jedenfalls nicht allzu einfach und ließ die beiden nicht nur von Kampf zu Kampf jagen – dies würde zwar ihrer Bestimmung entsprechen, aber als Leser lässt man dann schnell von der Lektüre ab…
In seinen drei Werken ist erfreulicherweise genau das Gegenteil geschehen: Hier macht jede Seite ob des Ideenreichtums Spaß! Peinkofer erzählt mit unglaublich viel Witz und führt uns durch eine fantastische Welt in der plötzlich alle möglichen Feinde zueinander finden und für den Frieden kämpfen. Die beiden Orks sind dabei eher auf der Jagd nach Schätzen und können ihre dabei entstehende Rolle beinahe selbst nicht glauben.
Nebenbei erwähnt ähneln seine beiden Protagonisten nicht nur der Gestalt wegen einem absolut genialen Traumpaar: Stan Laurel und Oliver Hardy! Ich weiß nicht ob es Absicht war, aber in seinen Büchern ist so ganz nebenbei eine nicht zu verachtende Hommage an diese beiden Künstler aus der S/W-Ära entstanden.
Ich bin jedenfalls sehr froh, diese 1.600 Seiten in einem Schwung gelesen zu haben. Endlich mal wieder ein durchweg überzeugendes Epos, dass sich selbst nicht zu ernst nimmt und dadurch den Leser ohne Einschränkungen zu unterhalten weiß. Bei mir ist jedenfalls dieser Sammelband ganz nach oben in meine gedankliche Riege der Lieblingsbücher gestiegen!
Herr Peinkofer: Weiter so!
Jürgen Seibold/30.10.2011

Orks: Die komplette Saga KAUFEN BEI AMAZON