Danny King: Das Haus der Monster

Originaltitel: The Monster Man of Horror House
Übersetzung: Heike Schrapper
©2017 LUZIFER-Verlag
ISBN 978-3-95835-184-4
ca. 328 Seiten

COVER:

Es gibt ihn in jeder Kleinstadt: Den verrückten alten Sonderling, der allein in einem unheimlichen Haus lebt, das fast so heruntergekommen ist wie er selbst.
In dem englischen Städtchen Thetford ist sein Name John Coal. Aber als die Jungen aus der Nachbarschaft anfangen, dem eigenbrötlerischen Alten immer dreistere Streiche zu spielen, müssen sie feststellen, dass sie sich mit dem Falschen angelegt haben. Denn John Coal hat mehr als eine Leiche im Keller. Zu den dunklen Geheimnissen, die er bewahrt, zählen seine Abenteuer mit Serienmördern, Werwölfen, Dämonen, Geistern und manisch-depressiven Vampiren. Und es wäre ein Fehler, einen Mann zu unterschätzen, der all dies überlebt hat …

REZENSION:

Danny King ist nach meinem Kenntnisstand mittlerweile ein recht bekannter Autor aus UK. Dennoch hat sich noch kein deutscher Verlag seinem Werk angenommen und in unseren Gefilden angeboten.
Erfreulicherweise nahm sich der Luzifer-Verlag dem an, und bringt mit “Das Haus der Monster” ein Buch Danny Kings auf den deutschen Markt. Wie sich dabei herausstellen sollte: Es wird sicherlich weder Danny Kings noch des Verlags Schaden sein – im Gegenteil: Nehmt euch doch bitte auch noch die anderen Bücher Kings zur Brust und bringt diese über den kleinen Teich.
Doch worum geht es eigentlich?
Nun, Danny King entführt uns in ein kleines Nest, in dem ein verschrobener Alter lebt. Wie so oft, wird dieser nicht nur schräg angesehen, sondern auch zum Opfer der örtlichen Möchtegern-Halbstarken.
Eines Tages dreht John Coal jedoch den Spieß herum und stellt den Jugendlichen eine Falle. Natürlich tappen diese nahezu ungebremst hinein und finden sich plötzlich im Keller Johns auf einer Couch wieder.
Eher vor Angst zitternd lauschen sie den Worten John Coals – der die Jugendlichen anhand einiger Erzählungen seines Lebens bekehren möchte.
Danny King macht es sich beinahe ein wenig einfach, denn er nimmt sich vier Kurzgeschichten, baut eine Rahmenhandlung darüber und schwupps, schon hat er einen handfesten Roman entwickelt. Siehe da: Dabei funktioniert das Ganze auch noch.
Die Geschichte mit den Kids, die den Worten John Coals lauschen müssen bleibt dabei eher nebensächlich und leider auch dementsprechend oberflächlich. Hier hätte ich wirklich noch viel mehr Liebe zum Detail erwartet. Insbesondere der Umstand, dass John Coal längere Zeit drangsaliert wird und nun zum letzten Mittel greift, wird in einigen wenigen Seiten abgehandelt.
Zwischen seinen Geschichten ist die jeweilige “Kellersequenz” lediglich Mittel zum Zweck und dient nur als schmale Brücke zur nächsten Erzählung.
Die Erzählungen selbst machen ausreichend Spaß und treffen verschiedene Genre. Über deren Inhalt möchte ich nicht wirklich etwas erzählen – aber mit einem Serienmörder, einem Monster, einem Werwolf und einem Vampir ist doch zumindest ein sehr breites Spektrum abgedeckt.
DAS HAUS DER MONSTER ist somit ein sehr abwechslungsreich gestalteter Roman – oder besser: Kurzgeschichtenband, als Roman verkleidet – der einfach Spaß beim Lesen bereitet. Ein Blockbuster wäre es geworden, wenn Danny King sich noch sehr viel detaillierter dem aktuellen Leben John Coals gewidmet hätte. Ein klein wenig blitzt es wie ein zarter Lichtstrahl durch (insbesondere am Ende), aber das Leben Coals hätte da sicherlich mehr Detail verdient.
Aber wollen wir nicht auf einem hohen Niveau meckern, denn DAS HAUS DER MONSTER sorgt für eine perfekte Unterhaltung und lässt auf weitere Veröffentlichungen auf dem deutschen Markt hoffen.
Jürgen Seibold/22.10.2017

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Arthur Gordon Wolf: Kalliope

kalliope-webDeutsche Erstausgabe
© 2016 Luzifer-Verlag
ISBN eBook: 978-3-95835-177-6
ca. 387 Seiten

COVER:

Markus Reuther, ein Wuppertaler Krimi-Autor, hat Probleme mit seinem aktuellen Roman. Seine Protagonistin weigert sich plötzlich, mit ihm zu »sprechen«. Hilflos muss er mit ansehen, wie sie von einer Katastrophe in die nächste stolpert. Dabei hat er keine Ahnung, was als nächstes geschieht. Liegt es vielleicht daran, dass es niemanden gibt, der ihn zum Schreiben drängt? Würde die Kommunikation mit seinen fiktiven Charakteren besser laufen, wenn von außen ein wenig mehr Druck auf ihn ausgeübt würde?

Dummerweise erzählt er einer Zufallsbekanntschaft in einem Klub von seinen Nöten. Von diesem Zeitpunkt an nimmt sein beschaulicher Alltag eine radikale Wendung. Es beginnt alles ganz harmlos. Reuther erhält mysteriöse Emails von einem Fan, der sich selbst nur als ›K‹ bezeichnet. »Schreibe immer! Tag und Nacht. Und fürchte den Zorn der Götter!« lautet die sich immer wiederholende Botschaft. Nur das Gefasel eines verrückten Lesers oder doch eine ernst zu nehmende Drohung? Für Reuther ist alles nur ein alberner Scherz. Seine selbsternannte Muse hat jedoch gerade erst damit begonnen, ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Alle Freunde und Bekannten des Autors schweben plötzlich in tödlicher Gefahr.

REZENSION:

Markus Reuther ist ein Wuppertaler Krimi-Autor, der sich als eher lustlosen Schriftsteller darstellt. Finanziell ausgesorgt, scheint ihn nichts wirklich an die Erstellung weiterer Seiten in seinem neuesten Werk zu drängen. Dementsprechend lustlos verschiebt er seine schreiberischen Ambitionen von einem Tag zum anderen.
Urplötzlich nimmt jedoch sein Leben eine Wendung, denn er erhält Mails von einem vermeintlichen Fan, der anfängt, Markus zu seinem schreiberischen Glück zu zwingen.
Anfangs noch von einem Scherz ausgehend, lässt sich Markus erst einmal nicht wirklich auf diese fordernden Mails ein. Als jedoch diese Drohungen ihren Weg in die Wirklichkeit finden und nun nahezu jeder im Umkreis des Autors sich in Todesgefahr befindet, wird dem Schriftsteller klar, dass er nur noch mit seinem schreiberischen Talent dem Einhalt gebieten könnte…
Arthur Gordon Wolf legte mit seiner KATZENDÄMMERUNG seine eigene schriftstellerische Leistung bereits auf eine sehr hohe Ebene und somit stellt sich die Frage, ob Wolf sein Talent auch im vorliegenden Buch vor des Lesers Augen ausbreiten kann. Wie sich bereits nach kurzer Zeit herausstellt, gelingt dies Arthur Gordon Wolf nahezu problemlos.
Kalliope ist dabei jedoch ein recht »normaler« Thriller, wodurch er gefühlt nicht ganz an die Klasse der KATZENDÄMMERUNG herankommt. Hierbei soll dies aber keineswegs herabwertend klingen, denn ich bin mir sicher, dass KATZENDÄMMERUNG mit Sicherheit nicht jedermanns Fall ist – Kalliope dabei jedoch eine etwas leichtere und eingängigere Kost darstellt.
Dies ist dabei auch sogleich der Grund, warum Kalliope so außerordentlich gut funktioniert – hat man dabei doch ab und an das Gefühl, ähnliche Thematiken schon in irgendeiner Form irgendwo mitbekommen zu haben. Ich könnte mir dabei sehr gut vorstellen, dass der Autor sich sehr geschickt bei eigenen Interessen oder gar Vorbildern bedient hat. Mir persönlich schwebte des öfteren ein Stephen King (u.a. Stark) ebenso vor, wie ein hoher Anteil an Hitchcocks Psycho – ohne dabei Markus Reuther mit Norman Bates vergleichen zu wollen – nichts desto trotz schwebte in meinen Gedanken Bates doch ein wenig hin und her; insbesondere das ausgeklügelte Finale sorgte für diesen Gedanken.
Alles in allem ist Kalliope jedenfalls ein absolut gelungener Thriller, der glaubwürdig und eingängig erzählt worden ist und dabei sicher von jedem Thrillerfan problemlos ins Herz geschlossen wird. Sehr empfehlenswert und ich freue mich bereits auf weitere Veröffentlichungen dieses hochwertigen Autors.
Jürgen Seibold/14.12.2016
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HYSTERIKA – der Podcast

Episode 3 ist ab sofort über die üblichen Kanäle abrufbar:

Entweder über iTunes – einfach suchen nach dem Podcast “Hysterika – der Podcast” oder direkt über die eingerichtete Page http://hysterika.podcaster.de

Diesmal:
Wir sprachen mit Steffen Janssen, Gründer, Eigentümer, Inhaber, Chef vom Luzifer-Verlag – www.luzifer-verlag.de – über den Weg vom Autor bis zum Buch und allem, was dazu gehört. Was macht ein Verlag? Was macht einen Verlag aus? Was macht überhaupt ein Autor? Für was gibt es ein Urheberrecht? Hilft die Buchpreisbindung? … und natürlich noch vielem mehr!! Abermals länger als beim letzten Mal und somit viel interessanter.

Wir danken Steffen und wünschen Euch viel Spaß.