HYS081 – Einfach Bücher

Die neue Podcastfolge:

Timo Leibig: Grenzgänger

©Timo Leibig
ISBN 978-3-9817076-6-3
ca. 280 Seiten

COVER:

Francis Maybach, Sohn wohlhabender Eltern, entgeht knapp einem Mordversuch. Daraufhin stellt man ihn unter Polizeischutz – dem er jedoch entflieht. Kommissar Walter Brandner und seine neue Kollegin Cahide Pfeiffer folgen seinen Spuren, die zunehmend blutiger werden. Ist Francis Maybach vielleicht gar kein Opfer, sondern Täter?
Viel Zeit bleibt den Kommissaren nicht, um Francis zu finden, denn auch andere sind hinter ihm her …

REZENSION:

Die Fälle um die beiden Ermittler Goldmann und Brandner sind meines Wissens die einzigen Fälle um ein Ermittlerteam, bei denen es mir gelungen ist, alle zu kennen.
Darüber hinaus scheint Timo Leibig auch der einzige Autor neben Stephen King zu sein, der bereits mehrere Bücher herausgebracht hat und ich ebenfalls alle bereits lesen durfte.
Das allein spricht ja schon mal für den Schriftsteller. Gleichzeitig hat man bei jedem Handgriff in Richtung eines weiteren Buches des Autors eine gewisse Erwartungshaltung, die nicht gerade auf einem geringen Niveau angesiedelt ist. Kurz gesagt: Es schwingt immer eine kleine Leserangst mit, ob auch ein weiteres Buch noch überzeugen kann.
Nun also GRENZGÄNGER, der bereits vierte Fall von Brandner und Goldmann…
Goldmann? Nun, hier wohl nur noch lapidar. Wie man aber als geneigter Leser der bisherigen Bücher weiß, hat sie sich ein wenig zurückziehen müssen. Somit hier nur eine Nebenrolle, die aber dennoch zu wichtigen Erkenntnissen führt.
Timo Leibig lässt aber nicht einfach den guten alten Brandner alleine weiter ermitteln, sondern gibt ihm zwei Kollegen an die Hand, die ebenfalls nicht ohne sind – und seine Ex-Kollegin wird sicherlich in Zukunft auch weiterhin eine Rolle zu spielen haben.
Ein klein wenig erinnert mich diese Vorgehensweise mittlerweile an die “Sonderdezernat Q”-Bücher von Jussi Adler-Olsen, der auch ein ganzes Team auf die Straße los lässt und dabei einem die Chefrolle zuspricht.
In GRENZGÄNGER erfährt man zum ersten Mal in dieser Reihe nicht bereits am Anfang, wer hier der Böse ist. Timo Leibig lässt uns nun etwas im Dunkeln tappen und baut einen klassischen Krimi mit ganz wenigen dezenten Thrillerelementen auf, führt diesen zielgerichtet zu seinem Ende und lässt dabei noch die ein oder andere Erkenntnis-Rakete los. Manchmal ist es doch anders, als man zuerst dachte.
Gleichzeitig ist der Plot aber nicht zu kompliziert konstruiert und lässt sich dementsprechend einfach konsumieren.
Mir persönlich hätte ein wenig mehr “Thriller” besser gefallen, da Timo Leibig nun mehr und mehr in die reine Krimiecke zu switchen scheint. Aber das ist natürlich Geschmackssache – manche mögen es einfach weniger blutig. Tja, damit meine ich nicht mich als Leser und ganz besonders die Darstellung von Psychopathen auf ihrem kranken Weg halte ich in typischen Thrillers für sehr interessant in der Betrachtung – dies fehlt hier leider, wird aber damit dem Krimi-Genre durchweg gerecht.
Kurzum: Erneut ein sehr guter Fall von einem ideenreichen und sehr gut und eingängig schreibenden Autor. Von mir gibt es trotzdem ein kleines “aber”, da ich es hiermit nicht vermissen möchte, den Autoren wieder etwas in die bösere Ecke zu schubsen – eben solche Fälle, denen sich die beiden Ermittler bereits in der Vergangenheit stellen mussten. – Timo Leibig, lass die Psychopathen wieder raus 🙂
Jürgen Seibold/18.03.2017
Grenzgänger: Thriller (Goldmann und Brandner, Band 4) – KAUFEN BEI AMAZON

 

P.S.: Wer wissen möchte, wie der Autor beim Sprechen klingt (er hat einen typischen Slang) und darüber hinaus, was er zu erzählen hat, kann auf dieser Webseite unter dem Reiter “Podcast” der Folge 80 folgen, in dem sich Timo Leibig meinen Fragen stellt.

Timothy Dawson: Eduschée – Erbarmungslose Welt

© Timo Leibig
ca. 315 Seiten

COVER:

Die junge Marla träumt von Abenteuern und der großen, weiten Welt. Als eines Abends das Gasthaus ihrer Eltern überfallen wird, werden die Träume zwar Realität, doch Marla verliert mehr, als ein Mensch zu geben hat. Sie schwört Rache und begibt sich zusammen mit dem mysteriösen Söldner Zacharias auf einen Rachefeldzug durch die Südmark.

Dabei kreuzen seltsame Gestalten ihren Weg, so geheimnisvoll wie das Land selbst: der Schattenjäger Bogdan, die blinde Hexe Misha, das Schubkarrengespann Wulff und Etzel, der beringte Ansgar, Wolly die Wildsau – und die Wächterin der Seelen höchstpersönlich.

Düster, bewegend und nichts für schwache Nerven – das faszinierende Fantasydebüt von Thriller-Bestsellerautor Timo Leibig alias Timothy Dawson.

REZENSION:

Es ist immer so eine Sache mit Pseudonymen. Sicher, heutzutage kann man es erheblich schneller herausfinden, wenn ein Autor einen anderen Namen verwendet. Aber gleichzeitig stellt sich mir die Frage, ob das wirklich notwendig ist. Würde es nicht ausreichen, wenn einfach das Genre genannt wird, damit die Thrillerfans des Timo Leibig nicht plötzlich mit einem Fantasyroman überrascht werden. Obwohl, vielleicht würde dann manch einer mal ein anderes Genre kennenlernen…
Na egal, in diesem Fall handelt es sich jedenfalls um das Fantasydebüt des bisher als Thriller/Krimi-Autor aufgetretenen Timo Leibig.
Da Timo Leibig als Timo Leibig immer sehr gut überzeugen konnte, stellt sich nun die Frage, ob das Timo Leibig auch als Timothy Dawson in einem gänzlich anderen Genre schaffen kann.
Eduschée geht dabei auch sogleich rasant los und man verfolgt eine detailliert beschriebene Folter bevor man in die eigentliche Geschichte eintauchen kann.
Die gezeichnete Welt wirkt dabei sehr realistisch, wenn man das Mittelalter als Bezugspunkt verwendet und dabei natürlich berücksichtigt, dass hierin natürlich eine erhebliche Anzahl an fantastischen Elementen eingefügt geworden ist.
Eduschée lässt sich sehr eingängig lesen und wirkt außerordentlich interessant. Teilweise bekommt man das Gefühl, ein wenig den Faden verloren zu haben – Dawson webt aber zum Ende hin wieder alles ordentlich zusammen.
Eduschée ist damit zwar ein Fantasyroman, der den Leser nicht mit seiner sagenhaften Story niederschmettert – wirkt dennoch als ein absolut gelungenes Debüt in einem doch recht schwierigen Genre.
Man kann sich somit diesem Werk uneingeschränkt widmen und vom Inhalt her stellt sich die Frage, ob da nicht noch weitere Bände folgen könnten oder werden.
Auf den Schreibstil bezogen bleibt sich Timo Leibig treu und versuchte hier keine besonderen Experimente. Dadurch ist der Roman – wie seine anderen Werke – sehr eingängig und flüssig zu lesen. Die Welt ist düster und brutal, die Ideen zahlreich. Den ein oder anderen Nebenhandlungsstrang hätte man eventuell noch nicht benötigt – oder aber, sie wären fester mit der grundsätzlichen Story verknüpft gewesen. Nichts desto trotz lassen sich diese sicher recht gut zur weiteren Verwendung heranziehen.
Grundsätzlich somit im Großen und Ganzen ein empfehlenswerter Fantasyroman.
Jürgen Seibold/18.03.2017
Eduschée – Erbarmungslose Welt: Roman – KAUFEN BEI AMAZON

HYS080 – Timo Leibig im Gespräch

Im Rahmen einer Blogtour zu Timo Leibigs neuem Buch “Grenzgänger” hatte ich die Gelegenheit zu einem Gespräch mit dem Autoren.

Hier ist die neue Podcastfolge:

 

Timo Leibig – demnächst auf diesem Kanal

Zum neuesten Werk Timo Leibigs mit dem Titel “Grenzgänger” steht nachfolgende Blogtour an. Ich freue mich dabei sein zu können und begrüße demnächst Timo als den ersten Autoren, der sich bereits zum zweiten Mal in meine Podcast-Leitung traut…

Timo Leibig-Gewinnspiel – Die Gewinner

Als erstes geht ein herzlicher Dank an alle Hörer des Podcasts, in dem wir uns mit Timo Leibig unterhalten durften. Darüber hinaus natürlich an alle Teilnehmer beim dazugehörigen Gewinnspiel.
Wie gesagt, gab es insgesamt drei Bücher des Autoren zu gewinnen und jeder durfte seinen Wunschgewinn angeben. Bei eventuellen Überschneidungen ergab ein separates Auslosen unter den gezogenen Gewinnern, welcher Gewinn zugestellt wird.
Die Glücksfee hat sich dem angenommen und wir gratulieren folgenden Gewinnern:

1 x HERZNOTE geht an Silvia P. aus Heilbronn
1 x FUßABSCHNEIDER geht an Anja B. aus Grettstadt
1x MÄDCHENDURST geht an Janette R. aus Rostock

Wir gratulieren den Gewinnern und danken allen, die daran teilgenommen haben. Vielleicht habt ihr beim nächsten Mal das Losglück auf Eurer Seite.

HYS063 – Im Gespräch mit Timo Leibig

die neue Podcast-Folge:

ACHTUNG: Gewinnspiel! Näheres im Podcast oder unter http://www.hysterika.de/hys-podcast/

Timo Leibig: Mamasohn – Fußabschneider

fussabschneider_timoleibig_web© Timo Leibig
www.timoleibig.de
ca. 298 Seiten

COVER:

Der zweite Fall für Goldmann und Brandner!

Eine übel zugerichtete Frauenleiche taucht in den Auen auf. Ihr fehlt ein Fuß, mit einer Handsäge abgeschnitten. Darüber hinaus gibt es weder verwertbare Spuren noch einen Hinweis auf ihre Identität.
Die Kommissare Leonore Goldmann und Walter Brandner stehen vor einer schier unlösbaren Aufgabe.
Dann verschwindet noch eine junge Frau, die Leonore bekannt ist. Inwieweit haben die beiden Fälle miteinander zu tun?
Goldmann und Brandner stürzen sich in die Ermittlungen – und müssen feststellen, dass die Welt ein sehr dunkler Ort ist.

REZENSION:

Timo Leibig lässt sein sehr interessantes und mit eigenen Problemen besticktes Ermittlerduo erneut auf einen Psychopathen los, der scheinbar wahllos Frauen auf qualvolle Weise ermordet und dabei auch nicht auf ein Souvenir für seine persönliche Sammlung verzichtet.
Goldmann und Brandner waren noch sichtlich geschockt von ihrem ersten Fall – nichts desto trotz nehmen sie die Jagd auf und werden auch persönlich mit hineingerissen.
Sehr geschickt schreibt Leibig nicht nur aus der Sicht des Ermittlerduos, sondern ebenfalls aus der Sicht des Täters. Hierdurch wird uns als Leser dieser ebenfalls sehr detailreich und plastisch vorgeführt und man ertappt sich dabei, wie man mit geweiteten Augen seinen Taten folgt. Spätestens nach dem der Täter seine eigene Familie mit in das Geschehen einbezieht, fragt man sich, in wie weit ein eigener Partner zu so etwas in der Lage wäre.
Das Ermittlerduo hat bereits im ersten Buch seinen Platz in meinem Protagonistenherzen gefunden und ich ertappte mich dabei, ein wenig enttäuscht zu sein, als das Buch zu Ende war, da ich noch sehr viel Lust auf weitere private Details dieser beiden habe. Wie ich aber Timo Leibig einschätze, wird es mit dem vorliegenden zweiten Fall glücklicherweise nicht gewesen sein.
Der Fußabschneider ist bereist der vierte Roman aus der Feder Leibigs. Sein Debüt gab er mit “Blut und Harz”, welches mir in einer sehr frühen und dadurch noch ein wenig mit Fehlern gespickten Fassung vorliegt (meines Wissens sind diese aber behoben). Darüber hinwegsehend, war aber bereits das Debüt ein sehr guter Thriller und ich freute mich, als ich erfuhr, dass Timo Leibig einen weiteren Roman auf die Welt los lies.
Interessanterweise deklarierte ich ihn als Geheimtipp in meiner Rezension zu seinem Debüt – jeder weitere Roman zeigte, dass ich damit Recht behalten sollte, denn die Qualität stieg immer weiter und somit kann man als Thrillerfan nun getrost einen Roman Timo Leibigs zur Hand nehmen.
Insbesondere die Fälle der beiden Ermittler zeigten mir, dass man Kriminalfälle auch problemlos mit Thrillerelementen füttern kann. Dadurch erhält dieses Genre (sofern man es dem Krimi zuordnen möchte) eine gelungene Aufwertung. Für mich sind es reinrassige Thriller und ich hoffe, dass der Autor auch weiterhin so unverblümt bleibt und nirgendwo den Schonungsbalken darüber legt. Wenn er exakt auf diesem Niveau weitermacht, mache ich mir jedenfalls absolut keinerlei Sorgen über die nächsten Wereke – im Gegenteil: Ich freue mich bereits jetzt darauf.
Jürgen Seibold/04.02.2016
Fußabschneider: Thriller (Goldmann und Brandner) KAUFEN BEI AMAZON

HYS061 – Tatortreinigung

die neue Podcast-Folge:

Timo Leibig: Mädchendurst

maedchendurst_timoleibig© Timo Leibig 2015
www.timoleibig.de

COVER:

Kurz vor den Sommerferien verschwindet eine Schulklasse bei einem Ausflug: acht Mädchen samt ihrer Klassenlehrerin.
Der Fall landet beim Ermittlerduo Leonore Goldmann und Walter Brandner. Walter meint, einen Zusammenhang mit einem früheren Fall zu erkennen: Vor vielen Jahren verschwanden nacheinander sechs Mädchen in einem ähnlichen Alter, immer während der Sommerferien. Sie alle tauchten nie wieder auf.
Haben die beiden es mit demselben Täter zu tun? Was hat er vor? Und warum erhalten die Eltern keine Lösegeldforderung?
Leonore und Walter bleiben nur Vermutungen, Ängste und eine grausige Gewissheit: Bei Kindesentführungen sterben die meisten Kinder innerhalb der ersten vierundzwanzig
Stunden …

REZENSION:

Wäre ich nicht bereits in den Genuss der ersten beiden Bücher Timo Leibigs gekommen, ich hätte wohl die Finger von Mädchendurst gelassen.
Dies liegt aber lediglich daran, dass mir dieses Buch als Krimi vermittelt worden ist – und jeder, der meine Präferenzen kennt, weiß, dass ich nicht unbedingt der große Krimifan bin. Bin ich in diesem Genre doch schon viel zu oft enttäuscht worden.
Nun ergab der Dialog mit dem Autor, dass es doch eher ein Thriller ist und somit wagte ich mich der Widmung dieses Buches.
In Mädchendurst wird beinahe nebenbei eine kleine Schulklasse von acht Mädchen an ihrem Wandertag entführt.
Wie die Ermittler wissen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Kinder das Zeitliche segnen werden.
Das Ermittlerduo – bestehend aus Leonore Goldmann und Walter Brandner – begibt sich sofort auf die Jagd nach dem Entführer.
Timo Leibig spielt jedoch nicht in erster Linie mit den dann üblicherweise kommenden Krimi-Elementen sondern führt uns Leser mehr und mehr in Richtung des Entführers. Hierdurch dreht sich der erste Krimifall der beiden Ermittler somit ganz stark in Richtung des Thrillergenres, welches üblicherweise erheblich spannender erzählt ist, als es Krimis von der Stange aufweisen.
Dementsprechend konnte mich Mädchendurst auch durchweg überzeugen, denn man erkennt nach und nach die krankhafte Intention des Entführers ebenso, wie das noch krankhaftere Vorhaben mit seinen Opfern. Gleichzeitig baut Leibig umfänglich das Psychogramm des Kindesentführers auf und man stellt fest, wie es so weit kommen konnte – wirkt er doch eigentlich recht sympathisch.
Im Gegensatz zu meiner ersten Information durch den Autor musste ich mit Freuden feststellen, dass er auf dem Cover nicht das Wort “Krimi” aufführt, sondern Mädchendurst nun als Thriller deklariert – absolut richtig, denn genau dieses Genre wird hierbei bedient und Leibig schafft es abermals außerordentlich gut seinen Leser auf eingängige, flüssig zu lesende und sehr spannende Weise zu unterhalten.
Wenn ich mich recht erinnere, nannte ich sein erstes Werk noch einen absoluten Geheimtipp – ich denke so langsam sollte er aus diesen geheimen Gefilden herauskommen, denn alle bisherigen drei Thriller Timo Leibigs sind durchweg zu empfehlen.
Bin schon ganz auf die nächsten Fälle der beiden – mit eigenen Problemen behafteten – Ermittler gespannt.
Jürgen Seibold/09.07.2015
Mädchendurst: Thriller (Goldmann und Brandner 1) KAUFEN BEI AMAZON

Timo Leibig: Herznote

Leibig_Herznote© Timo Leibig
1. Auflage, November 2014
www.timoleibig.de

COVER:

»Sie würden also alles für Romina tun?« Dr. Richters Stimme bebte ein wenig.
»Alles«, sagte ich entschieden.
Er strich mit Daumen und Zeigefinger den überschüssigen Speichel vom Rand seiner Unterlippe. Dann fragte er: »Auch einen Mord?«
»Ja«, sagte ich nach kurzem Zögern. »Auch einen Mord.«

Niklas trauert seiner Jugendliebe Romy nach – seit zwölf Jahren. Er kann nicht ertragen, dass sie sich von ihm trennte, und sucht nach professioneller Hilfe.
In der Therapie treffen der emotionale Niklas und der rationale Dr. Richter aufeinander – und es beginnt ein Spiel um die Frage: Wie weit geht Niklas für seine große Liebe?
Diese Frage muss er beantworten, als Romy von einem Unbekannten bedroht wird. Und Niklas erkennt, dass die Liebe zwar das Schönste für ihn ist, aber auch das Schlimmste aus ihm hervorlockt.

REZENSION:

Timo Leibig konnte bereits mit seinem Thriller “Blut und Harz” eine sehr hochwertige, rasante und spannende Geschichte vorlegen, die geschickt Elemente aus verschiedenen Genreabgrenzungen zu verweben wusste.
Nun legt er mit “Herznote” erneut einen Thriller vor – ohne jedoch seinen Blick in angrenzende Randbereiche unterschiedlicher Genres schweifen zu lassen. “Herznote” ist vielmehr ein Psychogramm eines abgrundtief verliebten Jungen, der sich durch die – nach kurzer Erfüllung während seiner Jugendtage – Nicht-Erlangung seiner Liebsten in Behandlung bei einem nicht minder interessanten Psychologen befindet.
Die Geschichte wechselt dabei geschickt zwischen den Erlebnissen von Niklas und Romy und den später stattfindenden Gesprächen zwischen Niklas und seinem ihn therapierenden Dr. Richter.
Allein durch eine ganz bestimmte Frage Dr. Richters wird einem als Leser klar, dass sich nach und nach etwas unausweichliches anbahnt und somit gelangt man immer mehr in den Sog eines irgendwie unüberlegt aber nachvollziehbar handelnden, verliebten Mann, der absolut alles für seine Jugendliebe zu tun bereit ist.
Im Gegenzug zu “Blut und Harz” ist “Herznote” nicht gespickt mit rasanter Action – nichts desto trotz zieht die Geschichte einen in den Bann und sobald man sich dieser interessant und eingängig erzählten Story hingibt, kann man auch nur noch schwer von ihr loslassen. Sicher, manch erzählte Handlung beziehungsweise Tat des Niklas lässt einen nur schwer daran glauben, dass man allein durch einen nichterfüllte Liebe auch in späteren Jahren so handeln könnte – aber: was wäre, wenn dem doch so ist?
Somit entsteht ein sehr interessanter Weg in Richtung Niedergang und man bleibt mit wechselhaften Gefühlen beim Schließen des Werkes zurück.
Erneut ein hochwertiger Thriller – mal ganz ohne mystischen Einwürfen – und abermals durchweg empfehlenswert. Ich denke, diesen Autor sollte man mindestens ein klein wenig im Auge behalten – hier wird man nach jetzigem Eindruck nur schwer enttäuscht werden.
Jürgen Seibold/26.12.2014
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Timo Leibig: Blut und Harz

leibig_blut© 2013 Timo Leibig
ca. 375 Seiten

COVER:

Ein verheerender Tornado fegt über die deutsche Hauptstadt, Großbritannien versinkt im Schneechaos und die spanische Küste wird von einem gewaltigen Tsunami überflutet.
Doch den Hotelbesitzer und Investor Erik Ritter plagen ganz andere Sorgen. Ein kleines Kloster in Mittelfranken stellt sich seinem neuesten Hotelprojekt in den Weg, ein alter Bekannter taucht nach Jahrzehnten plötzlich wieder auf und sein Sohn Elias wird bei einem Autounfall schwer verletzt und fällt ins Koma. Als dann auch noch ein osteuropäischer Auftragskiller nach seinem Leben trachtet, gerät die Welt aus den Fugen.

REZENSION:

Sehr oft ist es regelrecht erschreckend, wenn ein Autor den direkten Kontakt zu mir aufnimmt und mit einem von ihm geschriebenen Buch „wedelt“. Erschreckend, da der Inhalt von solchen vom Autor selbst als eBook verlegten Büchern doch oft zu wünschen übrig lässt und man dann das Problem hat, sich den Zorn besagten Autors zuzuziehen, wenn man versucht, sein Kritik ehrlich zu schreiben – oder noch besser: einfach gar nicht das Licht der Welt erblicken zu lassen.
Nun erreichte mich durch einen direkten Kontaktversuch das Buch „Blut und Harz“ und wieder einmal nahm ich das Risiko auf und rechnete schon mit unsinnigem Zeitverlust.
Fangen wir doch mal mit den Äußerlichkeiten an:
Das Cover ist ein wenig zu simpel gestrickt und hat mich inklusive dem Titel nicht gerade überzeugt. Da ich aber das Buch nicht anhand seiner Verpackung beurteilen möchte, lies ich mich auf die ersten Seiten ein.
Bereits im Prolog erkennt man, dass es sich bei Blut und Harz nicht um einen reinen Thriller der üblichen Machart handelt, sondern auch seitens des Autors versucht wird, mystische beziehungsweise gar übersinnliche Themen mit in seine Geschichte einzuweben. Immer noch zwiespältig ließ ich mich auf die Geschichte ein, da nun ein Interesse meinerseits geweckt wurde und ich wissen wollte, wie der Autor diese beiden vermeintlichen Welten verknüpft und dabei auch noch die richtige Kurve bekommt, um den Leser bei Laune zu halten.
Sehr interessant dabei ist: Timo Leibig hat es wahrlich geschafft! Er erschuf einen Thriller, dessen grundsätzliche Geschichte um den Investor Erik Ritter und dessen Probleme mit dem seinen Plänen entgegenstellenden Kloster bereits absolut funktioniert hätte. Wie sich aber herausstellt, handelt es sich bei den Klosterbrüdern um eine ganz bestimmte Sorte mit gewissen Fähigkeiten und Vorhaben, deren Detail ich hier nicht nennen möchte, da sonst die Gefahr des Spoilerns besteht.
Mehr und mehr entsteht ein spannender und durchweg unterhaltsamer Thriller, dessen Sog jeden Leser mit sich nimmt und man somit nur noch von Seite zu Seite hastet, um den Geschehnissen zu folgen.
Timo Leibig erzählt dabei sehr detailreich und bereits auf einem Niveau, welches Hoffnung auf eine neue Perle im deutschen Autorenmarkt macht.
Alles in allem ist dieser Thriller ein absoluter Geheimtipp und sollte weiter hinausposaunt werden, da hiermit sicher viele ihren Spaß haben werden.
Eine absolute Empfehlung meinerseits!
Nichts desto trotz möchte ich noch ein wenig Kritik üben, die aber nichts mit der Geschichte zu tun hat:
Das Cover gefällt mir persönlich nicht wirklich und passt meiner Meinung nach nicht wirklich zu dieser Geschichte. Dies trifft auch auf den Titel „Blut und Harz“ zu – mir ist klar, was der Autor damit aussagen möchte, finde jedoch, das ein etwas anders klingender Titel mit ein wenig mehr Zugang zur Geschichte besser funktionieren würde. Als letztes fiel mir noch auf, dass sich doch einige Rechtschreibfehler in diesem eBook befinden. Diese sind keine wirklichen Schreibfehler sondern wohl auch eine akute Problematik durch Programme, die solche Fehler korrigieren, denn es handelt sich zumeist um fehlende Buchstaben am Ende eines Wortes (etc.), was zu einem richtigen Wort führt, aber im Kontext nicht stimmig ist (Bsp.: aufbrausen statt aufbrausend):
Für ein selbst verlegtes Werk hält sich dies aber in akzeptierbaren Grenzen – da hatte ich bei „großen“ Verlagen schon schlimmeres gesehen.
Diese wenigen Negativpunkte führen in meinen Augen zu keinerlei Abwertung und somit kann ich dieses Buch erneut als Geheimtipp empfehlen und möchte auch einen Hinweis an Verlage geben, da der Autor wohl noch jemanden professionellen zur Vermarktung dieses Werkes sucht.
Jürgen Seibold/23.10.2013

 
Blut und Harz: Thriller KINDLE EDITION KAUFEN BEI AMAZON