BiomAlpha 2 – Der Aufbruch

Autoren und ©:
Uwe Post, Frank Lauenroth, Niklas Peinecke, Frederic Brake, Merlin Thomas, Uwe Hermann und Christian Weis

BoD – Books on Demand, Norderstedt
ISBN 978-3-7431-7866-34
ca. 350 Seiten / 9,99€

COVER:

Biom Alpha, der biologisch geprägte Alienschwarm, hat vielerorts Chaos gestiftet. In Afrika wurde von den Außerirdischen sogar eine Regierung gestürzt. Ein Spezialkommando der US-Marines erhält den Befehl, eines der auf der Erde gelandeten Raumschiffe unter seine Kontrolle zu bringen.

Die menschlichen Besucher des Schwarms müssen schmerzlich feststellen, dass ihre Mission nicht so friedlich und freundschaftlich verläuft wie erhofft. Nach dem Tod des Delegationsleiters soll April Reignar dessen Posten übernehmen, doch irgendjemand scheint gegen die Menschen zu intrigieren.
Gleichzeitig gerät Marten Karnau auf eine Art mit den Aliens in Berührung, die ihn nachhaltig verändern wird.

Dieser Band enthält die Episoden 4 – 6 der Serie.

REZENSION:

Als ich mich vor etwa einem halben Jahr dem ersten Band von BiomAlpha widmete, war ich sichtlich überrascht, welcher Ideenreichtum dieses Werk inne hat. Gleichzeitig hielt ich es für außerordentlich spannend, wie eine Geschichte trotz der Bearbeitung durch mehrere Autoren nahezu nahtlos zusammenfindet.
Dementsprechend freute ich mich auf die Fortsetzung und konnte es fast nicht erwarten, endlich BiomAlpha 2 in Händen zu halten.
Von Seite zu Seite hatte ich jedoch hierbei das Gefühl, einfach nicht mehr so richtig in die Story rein zu kommen. Erfreulicherweise hielt mich der Gedanke an den ersten Band als auch die immer noch herrschende Vielfalt an interessanten Ideen und Plots ein wenig bei der Stange. Ein Abbruch kam somit nicht in Frage.
Im Gegensatz zum ersten Band hatte ich bei “Der Aufbruch” das Gefühl, dass hier die einzelnen Kapitel bzw. Geschehnisse nicht mehr wie aus einem einzigen Guss wirken. Ich habe keinerlei Information, wie die Autoren vorgegangen sind, jedoch wechselte hier ab und an die Erzählweise und unter Umständen könnte das der Grund sein, warum ich trotz vieler mir gefallender Kapitel keinen astreinen Faden gefunden habe und dadurch nicht richtig in das Buch eintauchen konnte.
Bei manchen Themen wünschte ich mir etwas mehr Informationen, bei anderen ging die Geschichte zu sehr ins Detail – ein Autorenthema??
Dabei hätte mich im Besonderen sehr die weitere Vorgehensweise des sehr religiösen und autarken US-Präsidenten interessiert. Ich denke, hier lässt sich sicher noch vieles erzählen.
Manches wirkte etwas verfahren – gleichzeitig konnte mich die Protagonistin April Reignar immer wieder erneut bei der Hand nehmen und mich mit ihren Auftritten durch das Buch führen.
BiomAlpha ist aber dennoch ein sehr interessanter Plot, der von den üblichen Klischees abweicht und Science Fiction erfrischend anders erzählt. Ich würde mich sehr freuen, wenn man bei dieser interessanten Story wieder ein wenig mehr zusammenfindet und dem ganzen Plot mit dem nächsten Band eine Krone aufsetzt. Wünschen würde ich es jedem beteiligten Autor, da es an deren Qualität nach meinem bisherigen Kenntnisstand nicht viel auszusetzen gibt.
Jürgen Seibold/23.04.2017
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BiomAlpha 1 – Die Ankunft

biomalphaAutoren und ©:
Uwe Post, Frank Lauenroth, Niklas Peinecke, Frederic Brake, Merlin Thomas, Uwe Hermann und Christian Weis

BoD – Books on Demand, Norderstedt
ISBN 978-3-7412-3831-4
ca. 346 Seiten / 9,99€

COVER:

Im Jahr 2025 entdecken die gefeuerte NASA-Mitarbeiterin Dr. April Reignar und der Hobbyastronom Jimmy MacPeale, was Ufologen schon immer wussten: Wir sind nicht allein!

Ein riesiger Schwarm von Flugobjekten nähert sich der Erde. Fieberhaft versuchen sich Regierungsvertreter wie Ufo-Jünger auf den Erstkontakt vorzubereiten, während die Aliens bereits in verschiedenen Regionen der Erde landen.
Nicht alle kommen in Frieden!

Unabhängig voneinander fliegen zwei Menschengruppen auf Einladung der Besucher zu den Schwarm-Schiffen im Erdorbit. Vor ihnen tut sich eine biologische Wunderwelt auf.
Doch sehr schnell müssen sie erkennen, dass sie etwas Fremdem gegenüberstehen, dem sie kaum gewachsen sind. Schon bald gibt es erste Opfer…

Dieser Sammelband enthält die Episoden 1 bis 3 der Serie.

REZENSION:

Bei Biom Alpha handelt es sich um eine Gemeinschaftsarbeit unterschiedlicher SF-Autoren, die hiermit eine Serie erschaffen haben, deren erste drei Folgen sich in diesem Sammelband befinden.
Wir befinden uns relativ nah in der Zukunft – im Jahre 2025 – und entdecken plötzlich, dass sich Flugobjekte auf dem Weg zur Erde befinden. Verschiedene Gruppen versuchen sich fieberhaft auf den Erstkontakt vor zu bereiten. Gleichzeitig landen schon einige Außerirdische auf unserem Planeten. Wie sich dabei recht schnell herausstellt, haben sich nicht alle davon mit rein friedlichen Absichten auf den Weg zu uns gemacht.
Nichts desto trotz fliegen zwei Menschengruppen auf Einladung zu den Schiffen im Orbit und entdecken eine für sie unglaubliche und sagenhafte Welt. Gänzlich andersartige Lebensformen als sie auf unserem Planeten gewohnt sind.
Biom Alpha: Die Ankunft lässt uns teilhaben an den ersten drei Folgen dieser in mehreren Folgen ausgerichteten Science-Fiction-Reihe. Mir persönlich stellt sich bei einem Konglomerat verschiedener Autoren immer wieder die Frage, wie so eine Zusammenarbeit sauber und eingängig von statten geht, ohne dabei zu unterschiedlich in der Schreibweise zu klingen oder gar den Faden zu verlieren.
Nun, die beteiligten Herren haben es jedenfalls geschafft, denn der gesamte Band klingt wie aus einem Guss. Die Geschichte selbst beginnt sehr verwirrend und ich fragte mich bereits nach einigen Seiten, ob ich mir dieses Werk denn wirklich antun soll. Irgendwie befindet man sich am Anfang in etwas unverständlichem, mit noch nicht nachvollziehbaren Figuren. Erfreulicherweise blieb ich aber dran und sobald sich die Geschichte den Erdlingen zuwendet, schafft man es auch, den Faden aufzunehmen und die anfänglichen Verwirrungen lösen sich auf. Im Nachhinein bin ich mir aber immer noch nicht ganz sicher, ob der Einstieg glücklich gewählt war, da er sicher etwas abschreckend wirkt – andererseits wirkt es dann im Laufe des Buches stimmiger und jeglicher Nebel im eigenen Verstand löst sich in Wohlgefallen auf.
Biom Alpha ist irgendwie anders als übliche SF-Romane. Sicher, der grundsätzliche Plot ist relativ typisch aufgebaut. Der Ideenreichtum und die in meinen Augen komplett neu entwickelten Spezies auf rein biologisch aufgebauter Basis ist sehr interessant und lässt einen lediglich staunen.
Die Story macht wirklich Spaß beim Lesen durch die Zusammenfügung dreier Bände hat man nach jeweils einem Drittel einen Cliffhanger für die nächste Episode – leider auch am Ende, da mir die Folgebände noch nicht vorliegen, ich aber gerne wissen möchte, wie es denn nun weitergeht.
Alles in allem ein sehr erfrischender und außerordentlich interessanter SF-Roman der mich rundum sehr gut unterhalten konnte.
Jürgen Seibold/15.09.2016
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Frank Lauenroth: Black Ice

lauenroth_BlackIce© 2014 Begedia Verlag
© 2014 Frank Lauenroth
ISBN 978-3-95777-012-7
ca. 254 Seiten

COVER:

Seit Jahren ist Frankie mit seinem Raumfrachter Corona allein im Overstream unterwegs. Er arbeitet hart und achtet die allzu wandelbaren Gesetze der Planeten in den äußeren Systemen.

Als sich beim Anflug auf Clarion Prime jemand auf sein Raumschiff portiert, ahnt Frankie noch nicht, dass sich durch diesen Fremden sein gesamtes Leben ändern wird.

Vielleicht hätte er die Ladung BLACK ICE – eine perfekte, wunderbar nebenwirkungsfreie Droge – nicht stehlen sollen. Auf der Flucht vor Duistermach, dem weithin gefürchteten, psychopathischen Vollstrecker der mächtigen Handelsgesellschaft, gewährt er nach und nach mehreren Verfolgten auf seiner Corona Zuflucht.

Als sich Duistermach auch noch Kopfgeldjäger anschließen, versucht Frankie mit seiner stetig wachsenden Crew das Geheimnis des Black Ice zu lüften und so – vielleicht – ihr aller Leben zu retten.

REZENSION:

Frank Lauenroth war mir bisher lediglich durch seine beiden Thriller aus der Welt des Marathons ein Begriff. Umso überraschter war ich, als ich feststellte, dass er sich auch im Genre der Science Fiction zu bewegen versucht. Eine seiner früheren Geschichten erhielt dabei eine Nominierung für den Deutschen Science-Fiction-Preis als auch dem Deutschen Phantastik Preis.
Mit Black Ice legt er nun einen Roman vor, der mit Sicherheit das Genre nicht neu erfindet, da einiges darin sehr stark an bekannte Vorbilder erinnert: Frankie selbst mit seinem Frachter Corona wirkt ein wenig wie Han Solo. Die aus unterschiedlichen Rassen bestehenden und zusammengewürfelten Protagonisten erinnern stark an die Guardians Of The Galaxy. Nichts desto trotz sind das lediglich die Bilder, die man als Leser aufbaut. Frankie ist der typische Weltraumbummler, der in seinem Frachter unterwegs versucht, sich ein wenig Geld zu verdienen – ist er doch eher der chronisch klamme Typ. Absolut linientreu ist er nach Möglichkeit gegenüber den unterschiedlichen Gesetzen, da er prinzipiell lieber die Gefahr vermeidet. Wie es aber der Teufel so will, transportiert sich eines Tages jemand auf sein Schiff und das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Durch gewisse Umstände landet auch noch eine Unmenge des BLACK ICE in seinem Frachter und schon sieht er sich auf der Flucht vor Duistermach.
Wie gesagt, erfindet Lauenroth das Rad nicht neu – aber das muss ja auch nicht immer sein. Black Ice ist eine rasante Geschichte, die durchweg unterhaltsam und ironisch den Leser begeistern kann.
Spätestens, wenn man die gesamte neue Crew mit ihren Namen vor Augen hat, merkt man, dass der Autor selbst die Freude der Erzählung im Vordergrund hatte und nicht eine neue Space Opera begründen wollte. Wer tiefgründige und techniklastige SF sucht, ist hier definitiv beim falschen Buch – wer aber einfach eine schöne, rasante und ausreichend spannende Unterhaltungsgeschichte in den Weiten des Weltraums haben möchte, dem sei Black Ice sehr empfohlen.
Mir hat es absolut Freude gemacht und somit konnte ich das Buch wahrlich nur verschlingen – und wie gesagt: Als das Team gemeinsam auf der Flucht war, bleibt einem der etwas älteren Generation (und Leser, die auch ältere Bands kennen) nichts weiter übrig als ob dieser Hommage zu schmunzeln, heißen die vier doch in der richtigen Reihenfolge: Frankie Goesto Holly und Wood.
Im Nachwort erklärt der Autor diesen Umstand auch noch ein wenig und meine Gedanken drifteten dabei zu meiner Plattensammlung, da ich schwören konnte, LIVERPOOL von FGTH mein Eigen zu nennen. Tja, das Buch beendet, ab in den Hobbyraum und ja, ich hatte recht: Da stand sie und schon musste ich als nachträglichen Soundtrack die Nadel auf die schwarze Scheibe legen.
Alles in allem hat mir Black Ice außerordentlich gut gefallen – manchesmal ein klein wenig konstruiert, aber dabei keinesfalls störend. Sehr gute Unterhaltung mit sehr unterschiedlichen und dabei aberwitzigen Protagonisten.
Jürgen Seibold/11.03.2016
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Frank Lauenroth: New York Run

Lauenroth_NYRun© Sportwelt Verlag
www.sportwelt-verlag.de
ISBN 978-3-941297-20-3
ca. 280 Seiten

COVER:

Der skrupellose Oligarch Stalin zwingt Brian Harding und Christopher Johnson, mit Sprengstoff in den Schuhen den New York Marathon zu laufen – und zu gewinnen. Mit einem Dopingmittel im Blut sollen sie an der Spitze des Feldes für Aufmerksamkeit sorgen. Und da einer der Läufer auf den Fahndungslisten der Geheimdienste ganz oben steht, entwickelt sich schon kurz nach dem Start eine wilde Verfolgungsjagd. Brian Harding und Christopher Johnson bleiben nur zwei Stunden Zeit, um ihr Leben zu retten.

REZENSION:

Nachdem ich bereits vor einiger Zeit den ersten Marathon-Thriller namens Boston Run von Frank Lauenroth nicht nur gelesen, sondern auch für gut befunden habe, war es nahezu selbstverständlich, dass ich mich auch dem zweiten Thriller aus der Welt des Marathons widmen würde.
Wie sich bereits in Boston Run herausstellen sollte, muss man nicht unbedingt ein Freund dieser Veranstaltungen oder des Laufens sein, um mit diesen Werken etwas anfangen zu können. Sicherlich irritiert es ein wenig, diese Bücher im Dach eines Sportliteratur-Verlages zu finden – aber warum nicht einfach ein wenig Diversifikation betreiben und auch Thriller im Kosmos des Sports anbieten?
Boston Run zeigte sich als reinrassiger Geheimdienstthriller und ich fragte mich kurz, ob dem Autor überhaupt etwas neues einfallen wird, oder ob er einfach auf simple Weise lediglich die Örtlichkeit ändert.
Wie sich erfreulicherweise herausstellen sollte, schafft es Frank Lauenroth spielend, seine Protagonisten des ersten Buches durch einen erneut durchweg rasanten Thriller zu jagen.
Bereits die Idee mit der Erpressung ist sagenhaft: Tragen doch beide kleine Sprengsätze in ihren Schuhen, die losgehen, sobald mit dem Laufen aufgehört wird. Als ob das nicht ausreichend Motivation für die beiden Läufer wäre, wird auch der Geheimdienst auf sie aufmerksam und eröffnet die Jagd.
Würde ich die Geschehnisse aus Boston Run nicht kennen, hätte ich bei New York Run ein wenig zu bemängeln: Sind doch die Geheimdienste bereits durch bloßes sehen der Protagonisten auf sie aufmerksam geworden und starten unverzüglich ihre Maßnahmen. Dies geht fast ein wenig zu schnell und man fragt sich, wieso dieser Apparat ohne Vorwarnung loslegen kann.
Als Leser von Boston Run wiederum ist einem das absolut klar, da einer der beiden sehr wohl bekannt ist und darüber hinaus auf den Fahndungslisten steht.
New York Run lässt einem keinerlei Ruhe, denn es gibt so gut wie kein Kapitel, welches nicht auf spannende Weise die Geschichte antreibt. Man spürt förmlich jeden einzelnen Kilometer dieses Laufes – darüber hinaus fragt man sich pausenlos, wie die beiden mit der Situation klar kommen werden. Immerhin sollen sie nicht nur mitlaufen, sondern sogar gewinnen.
Ich persönlich kann jedem nur anraten, vorher auch den spannenden Boston Run zu genießen und erst dann New York Run in die Hand zu nehmen. Im Gesamten wirkt der zweite Lauf erheblich intensiver.
Zum Ende gibt es auch noch einen schönen Twist, mit dem man eigentlich nicht wirklich gerechnet hat – wiederum aber plausibel ist.
Alles in allem ein absolut rasanter und spannender Thriller aus der Welt der Geheimdienste mit einem interessanten Setting. Sehr zu empfehlen und sollte der Autor noch die ein oder andere weiterführende Idee haben: Schreiben, schreiben, schreiben…
Jürgen Seibold/02.02.2016
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die neue Podcast-Folge:

Frank Lauenroth: Boston Run – Der Marathon-Thriller

Lauenroth_Boston© 2010 Sportwelt Verlag, Betzenstein
www.sportwelt-verlag.de
ISBN 978-3-941297-05-0
ca. 218 Seiten / € 8,95

COVER:

Brian Harding war immer ein guter Sportler – aber niemals ein herausragender! Der Boston-Marathon ist erst sein zweiter Start über die 42-Kilometer-Distanz, doch Brian weiß, dass er heute gewinnen wird.
Ein neues Dopingmittel baut sich während des Laufs ab, so dass es nach dem Überqueren der Ziellinie nicht mehr nachweisbar sein wird. Ein scheinbar perfekter Plan.

Doch die Formel dieser neuen Substanz ist immens wertvoll, und so wartet außer der Siegprämie von 150.000 Dollar auch der Geheidienst NSA auf Brian. Einsatzleiterin Rachel Parker weiß, dass sie an Brians Blut gelangen muss, bevor er auf die Zielgerade einbiegt.
Die Jagd ist eröffnet.

REZENSION:

Als ich vor einigen Jahren ganz zaghaft zum Joggen begonnen hatte, gab es den ein oder anderen Bibliotheksbesuch, an dem ich auch durch die Regale der Sportbücher wandelte um ein klein wenig Wissen ob meiner neuen Sportart zu sammeln. Dabei stieß ich auch des öfteren auf BOSTON RUN von Frank Lauenroth, welches im Sportwelt Verlag veröffentlicht worden ist.
Nun, auf der Suche nach Fachbüchern ließ ich dieses Buch immer links liegen – im Gegenzug auf der Suche nach unterhaltsamen und zeitvertreibenden Thrillern ließ ich es ebenfalls links liegen. Viel zu sehr sorgte das Cover als auch die Platzierung bei einem Sportverlag für ein wenig Verwirrung und somit musste einige Zeit vergehen, bis dieses Buch dann doch seinen Weg zu mir fand.
Pflichtbewusst widmete ich mich der Lektüre zu und kann nun abermals nur noch sagen: Man soll sich einfach nicht von oberflächlichen Zuordnungen oder Covern beeinflussen lassen. Die Geschichte zählt und diese hat es in diesem Buch wahrlich in sich. Wie ich herausfinden sollte, gibt es viele echte Läufer, die dieses Buch nicht als sehr gut empfinden, da der Bostoner Marathon zu wenig beschrieben wird – andererseits gibt es einige Leser, die finden, es ist zuviel Beschreibung über den Bostoner Marathon enthalten. Ich persönlich halte beide Seiten für nicht ganz ausgegorren: Möchte ich ein Fachbuch über den Boston Marathon lesen, gibt es sicherlich andere Möglichkeiten dafür. Bei einem Thriller ist es andererseits aber auch wichtig, einigermaßen detailliert die Begebenheiten dar zu legen. Dies ist in meinen Augen Frank Lauenroth absolut eingängig gelungen! Sein Schreibstil ist unterhaltsam und seine prägnante Darstellung baut genügend Spannungsbögen auf, die dafür sorgen, dass der Leser nahezu festgefressen weiter von Seite zu Seite blättert.
Die Geschichte ist ein echter und doch beinahe klassisch zu nennender Thriller mit vermeintlichen Bösewichten und einer NSA die nicht gerade ruhmreich davon kommt. Sicher ist der ein oder andere Punkt ein wenig vorhersehbar – nichts desto trotz ist BOSTON RUN dicht genug erzählt, um für einige spannende Stunden zu sorgen.
Der sehr filmwürdige Plot sollte somit nicht nur von Absolventen eines Marathons gelesen werden – diese bekommen soweiso nicht genügend Hintergrundinformation – sonder von jedem, der ein Faible für einen gut erzählten Thriller hat, wie er üblicherweise auch gerne in filmischen Darstellungen erzählt wird.
Sehr empfehlenswert!
Jürgen Seibold/03.08.2013

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