Manfred Koch: Totgelacht

Koch_totgelacht© 2015 by Styria Krimi in der Verlagsgruppe Styria GmbH & Co KG
ISBN 978-3-222-13506-4
ca. 186 Seiten

COVER:

KrimiKillerKrimis sind Krimis, die Krimis killen.
Kriminell schräge Geschichten für hartnäckige Krimifans, Krimi-Overkill-Geschädigte und Immer-schon-Krimi-Verächter.
Ein mordsmäßiges Lesevergnügen, böser, satirscher, schwärzer, witziger, frecher und intelligenter, als es die Kriminalpolizei erlaubt.

REZENSION:

Mit “Totgelacht” legt Manfred Koch einen Kurzgeschichtenband mit 20 Geschichten vor, wie ich sie bisher wahrlich noch nie gelesen habe.
Bereits die jeweiligen Titel und insbesondere die Untertitel jeder Geschichte sorgen für ein dezentes Schmunzeln, fügt Manfred Koch doch hier ganz witzig in die jeweilige Story ein. Einige Beispiele seien hier sogleich genannt:
“Zu späte Reue – Ein Imageselfiemordpostingkürzestkrimi”, “Mordssauerei – Ein Letztekrimispurenentferungskurzkrimi”, “Eine halbe Million und keine Polizei – Ein Entführungshappyenddummgelaufenkurzkrimi”, usw.
Manfred Kochs Geschichten sind dabei durchweg vollgespickt mit einem gelungenen Wortwitz, Sarkasmus, Ironie und einer Vielzahl an Leichen.
Jede Geschichte steht für sich selbst und sorgt für ein durchdringendes Grinsen auf des Lesers Gesicht.
Durchweg sehr kurzweilig und oft recht schräg erzählt. Manchesmal erkennt man deutlich einen dezenten österreichischen Schmäh, was die Geschichten nur noch lebendiger gestaltet.
Wenn man sich auf die Geschichten einlässt, erwartet einen nicht nur gelungene Unterhaltung, sondern auch ausreichend Wahrheit und Tiefgründigkeit, um im Anschluss an eine Geschichte noch einige Minuten darüber nach zu denken – relativ schnell beginnt man aber sogleich mit der nächsten, um dort ebenfalls wieder mit einer irrsinnigen, witzigen, schwarzhumorigen und trotzdem beinahe realistisch anmutenden Geschichte konfrontiert zu werden.
Ein wirklich gelungener Kurzgeschichtenband, der zwar theoretisch Krimis beinhaltet, aber eben auch für den Krimi-Verächter eine absolute Notwendigkeit darstellt.
Jürgen Seibold/17.07.2015
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Sven Koch: Purpurdrache

Originalausgabe Januar 2011
(c) 2011 Sven Koch
(c) 2011 Knaur Taschenbuch
ISBN 978-3-426-50662-2
ca. 463 Seiten / € 8,99

COVER:

“DER DRACHE IST ERWACHT!”
Diese anonyme Botschaft versetzt Polizeireporter Marlon Kraft in höchste Alarmbereitschaft.
Der “Purpurdrache”, der vor drei Jahren für ein schreckliches Geiseldrama verantwortlich war, hat das Leben des Journalisten immer noch fest im Griff. Als mehrere Frauen aus Krafts Umfeld bestialisch ermordet werden, übernehmen Kommissar Scheffler und Polizeipsychologin Alexandra von Stietencron die Ermittlungen – und stoßen auf ungeheuerliche Verwicklungen im Zeichen des Drachen. Sind die Morde das Werk eines Wahnsinnigen? Das eines eiskalten Killers? Oder könnte es sein, dass Marlon Kraft selbst zum unberechenbaren Psychopathen mutiert?

REZENSION:

“Wer ist Sven Koch?”
Diese Frage stellte sich mir nach Erhalt dieses Buches. Erneut scheint es sich um ein Debut zu handeln – und da ich jedesmal erfreut bin, wenn ein großer Verlag sich nicht nur in fernen Ländern bei bereits erfolgreichen Autoren bedient, sondern auch heimischen Schreiberlingen eine Chance zur Veröffentlichung gibt. Immerhin besteht hier ein erheblich größeres Risiko als bei etablierten Blockbustern anderer Länder.
Nun, widmen wir uns diesem als Thriller deklarierten Buch und somit einem neuen Autor:
Ab der ersten Seite bin ich gefesselt – natürlich arbeitet Sven Koch mit sehr vielen Klischees im Thrillergenre; nur, man kann diese auch durchweg als Verneigungen darstellen und ich denke, genau so war es gedacht. Dadurch entstehen viele Verknüpfungen bei “etablierten” Thrillerlesern zu anderen Werken der Szene. Dies erniedrigt aber den Purpurdrachen keineswegs! Vielmehr erkennt man hier sehr schön, dass ein Autor auch mit “alten” Mitteln überzeugen kann und dies auch bereits sehr hochwertig zu vollziehen weiß.
Der Purpurdrache ist durchweg spannend erzählt – ein sehr gelungener Unterhaltungsroman und ebenfalls für ein Debut absolut glaubwürdig, flüssig und eingängig erzählt. Sicherlich gibt es noch seitens des Autors genügend Potenzial für weitere Bücher. Man erkennt aber bereits jetzt sehr deutlich, dass hier jemand auf dem besten Wege ist.
Somit bleibt nur die Beantwortung der Eingangsfrage:
Sven Koch ist ein Autor, dessen Namen man sich merken sollte…
Jürgen Seibold/03.09.2011

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