Feb 072011
 

c 2007 bei Knaur Verlag
ca. 428 Seiten / 18,90 €

COVER:

1798. Napoleon hat Kairo erobert. In seiner Begleitung befinden sich Künstler und Wissenschaftler, die die Geheimnisse des fremden Landes ergründen sollen – unter ihnen auch der junge Zeichner Bastien Topart. Bald bricht er mit einer Eskorte zu einem Wüstentempel auf, vor dem die Einheimischen panische Angst haben.
Die Franzosen werden dort Zeugen einer grausigen Zeremonie: Auf einem Altar wollen Männer im Kostüm mittelalterlicher Kreuzritter eine junge Frau opfern. Mit Müh und Not gelingt es den Forschern, die falschen Ritter zurückzuschlagen und das Leben der geheimnisvollen Fremden namens Ourida zu retten – von der sich Bastien magisch angezogen fühlt.
Im Kampf erbeutet Bastiens Onkel ein mysteriöses Schwert. Es scheint im Nahen Osten gefertigt worden zu sein, trägt jedoch Zeichen der abendländischen Kultur – auf dem Griff sind Kreuze eingraviert. Was verbirgt sich hinter diesen Symbolen?
Die Franzosen nehmen Ourida mit nach Kairo, wo überall Gefahr zu lauern scheint: Seltsame Gestalten schleichen um das Haus, ein Mord geschieht. Und vor allem wird Bastien von intensiven Träumen heimgesucht, in denen er ein mittelalterlicher Ritter ist und gegen eine Übermacht von Arabern kämpft; Träumen, die um eine mächtige Reliquie kreisen – ein Kreuz und seine Rettung.
Bastien wird klar, dass er durch ein geheimnisvolles Band aus der Vergangenheit mit den Ereignissen im Tempel verbunden ist. Auf ihn wartet die fast unlösbare Aufgabe, an diese Vergangenheit anzuknüpfen, sich den tödlichen Bedrohungen der Gegenwart zu stellen – und seine große Liebe zu retten…

Jörg Kastner, geboren 1962 in Minden an der Weser, hat nach erfolgreichem Jurastudium aus der Liebe zum Schreiben einen Beruf gemacht. Genaue Recherche und die Kunst, unwiderstehlich spannend zu erzählen, zeichnen seine Romane aus. Zu seinen größten Erfolgen bei Knaur zählen seine Trilogie von Vatikanthrillern – Engelspapst, Engelsfluch und Engelsfürst – sowie der historische Rembrandt-Roman “Die Farbe Blau”.
Jörg Kastner lebt mit seiner Frau in Hannover.

REZENSION:

Jörg Kastner führt uns ins seinem historischen Roman “Das wahre Kreuz” in die Zeit Napoleons – eine Epoche vor den Toren Ägyptens, die sich nicht allzu oft in historische Romane verirrt.
Demzufolge interessant ist der vorliegende Band und man taucht ein in vergangene Zeiten voller Mystic und orientalischen Besonderheiten – voll mit Glauben, Kriegen – und der unvermeidlichen großen Liebe des Bastien.
Jörg Kastner versteht es hierin fehlerfrei, erneut den Leser an den abenteuerlichen Erlebnissen seiner Darsteller teilhaben zu lassen und lässt einen förmlich den Wüstensand vor den erhabenen Pyramiden spüren.
Wie bereits in seinem Buch “Die Farbe Blau” spinnt Kastner historische Fakten zu einem spannungsvollen Plot zusammen und lässt den Leser – ähnlich einem Archäologen – längst vergangene und doch neue Welten entdecken. Die Flüssigkeit und Spannung seiner “Farbe Blau” erreicht er zwar mit dem vorliegendem Buch nicht so ganz – nimmt den Leser aber trotzdem an der Hand und führt von Seite zu Seite tiefer in die Mysterien einer Reliquie und einer ebenso mysteriösen Schönheit – was beim Leser ein Wohlgefühl sowie ein Interesse auslöst, das über das nicht ganz so hoe Spannungsniveau hinweg täuscht.
Sehr empfehlenswert für alle historischen Fans.
Jürgen Seibold/05.02.2008

Feb 072011
 

Ca. 426 Seiten / 8,95 €
Originalausgabe Januar 2010
c 2010 by Knaur Taschenbuch

COVER:

Der ehemalige Jesuit Paul Kadrell muss befürchten, ein Nachfahre Satans zu sein. Er ist kurz davor, seinem Leben ein Ende zu setzen, da erfährt er, dass Claudia Bianchi, Kommissarin in Rom, ein Kind von ihm erwartet. Was eigentlich ein Grund zur Freude sein sollte, wird für Paul und Claudia zum Alptraum: Trägt auch ihr Kind die Saat des Bösen in sich? In Rom stoßen die beiden auf eine uralte Prophezeiung, die die Wiederkehr eines dunklen Gottes vorhersagt …

Feb 072011
 

c 2005 bei Knaur Verlag

COVER:

Amsterdam im 17. Jahrhundert. Der junge Maler Cornelis Suythof, ein großer Bewunderer des Meisters Rembrandt, arbeitet als Aufseher in einer Besserungsanstalt, um seine bislang brotlose Kunst zu finanzieren. Da geschieht etwas, das sein ruhiges Leben von Grund auf verändern wird: Ein angesehener Kaufmann wird eingeliefert, weil er heimtückisch seine ganze Familie ermordet hat. Schlimmer noch für Cornelis: Gleich darauf wird sein bester Freund Ossel in die Nachbarzelle geworfen. Auch er hat gemordet, auch er war bislang die Gutmütigkeit selbst. Beide Täter sind vollkommen verwirrt – und Cornelis schwört, der Sache auf den Grund zu gehen.
Er findet heraus, daß ein und dasselbe Ölgemälde sich zur Zeit der Tat in der Nähe der Männer befand; ein harmloses Porträt wie von Rembrandts Hand, farblich jedoch von einem intensiven Blau, das Rembrandt nie benutzte.
Als das “Todesbild” auf rätselhafte Weise verschwindet, weiß sich Cornelis keinen anderen Rat, als bei dem alten, verbitterten Meister als Schüler anzuheuern. Er knüpft zarte Bande zu Rembrandts Tochter Cornelia und verdient sein Geld damit, von Bürgermädchen Porträts zu malen – die, wie er entsetzt feststellen muß, in einem Freudenhaus Verwendung finden. Ganz Amsterdam ist aus den Fugen, so scheint es Cornelis, denn die Mordserie reißt nicht ab. Während er Schritt für Schritt beängstigenden Machenschaften auf die Spur kommt, bemächtigt sich etwas Ungreifbares der Stadt und ihrer Menschen, verwirrt ihre Sinne – und die Farbe des Dämons ist Blau…

Jörg Kastner hat einen hochspannenden historischen Roman um die Geheimnisse der Kunst geschrieben, der die Welt der alten Niederländer in einem dunklen Licht erstrahlen lässt.

Jörg Kastner, geboren 1962 in Minden an der Weser, hat nach erfolgreichem Jurastudium aus der Liebe zum Schreiben einen Beruf gemacht. Genaue Recherche und die Kunst, unwiderstehlich spannend zu erzählen, zeichnen seine Romane aus. Bei Knaur erschienen mit großem Erfolg “Im Schatten von Notre Dame”, “Der Sonnenkreis”, “Engelspapst” und “Engelsfluch”. Jörg Kastner lebt mit seiner Frau in Hannover.

REZENSION:

Jörg Kastner führt uns in seinem Roman “Die Farbe Blau” in das Amsterdam des 17.Jahrhunderts.
Der Autor erschuf hiermit einen ausgewachsenen Kriminalroman, der von mythischen Elementen genauso lebt, wie durch die geschickt eingebrachte Verknüpfung zur real vorhandenen Person Rembrandts.
Jörg Kastner verbindet scheinbar locker und leicht Wahrheit und Fiktion zu einem malerischen Gesamtkunstwerk in dem die Farbe Blau Dreh- und Angelpunkt des Kriminalfalles darstellt.
Seine historisch sehr brillant recherchierte Darstellung des alten Amsterdam und dem Leben und Treiben der Bürger dieser Stadt, sowie die erfolgreiche Hinzufügung der Kunst eines Rembrandt und vielen weiteren Exkursionen in die Malerei führen zu einem spannungsgeladenen historischen Kriminalroman mit sympathischen, glaubhaften Hauptdarstellern und dem Drang nach Abschließen eines Kapitels sofort das Nächste zu beginnen.
Somit ein Gesmatkunstwerk, welches geschickt eine Brücke zwischen historischem Roman und Kriminalroman schlägt und dadurch jeden Leser dieser Genres bestens unterhalten kann.
Jürgen Seibold/21.6.2005

Feb 072011
 

COVER:

Amsterdam, Mitte des 17. Jahrhunderts. Bis vor kurzem hielt das „Tulpenfieber“ die Niederlande in Atem – hochriskante Spekulationen mit wertvollen Tulpenzwiebeln kosteten nicht wenige Bürger die Existenz. Doch noch immer treffen sich wöchentlich die „Verehrer der Tulpe“, eine exklusive Gesellschaft wichtiger Bürger der Stadt.
Als sich eines Abends ein ehrenwertes Mitglied, Bankier de Koning, auf den Heimweg macht, wird er von einer fremden Frau angehalten – und brutal niedergestochen. Amsterdam ist in Aufruhr. Er ist der zweite Ermordete, der ein seltenes Blütenblatt in der Hand hält…
Inspektor Jeremias Katoen führt die Ermittlungen, und ihm eröffnet sich eine rätselhafte Welt. Fanatische Tulpenliebhaber und ebenso fanatische Tulpenhasser bringen ihn auf die Spur eines extrem raren und gefährlichen Exemplars, das einst im Osmanischen Reich gestohlen wurde – ein dämonisches Gewächs von schillernder Farbe, dem sich noch niemand ungestraft genähert hat.
Nun scheint die Tulpe des Bösen in falsche Hände geraten zu sein. Und wären da nicht ein kleiner, ihm blind ergebener Betteljunge und eine fechtkundige junge Frau, Jeremias Katoens Leben hinge bald schon am seidenen Faden…
Jörg Kastner, geboren 1962 in Minden an der Weser, hat nach erfolgreichem Jurastudium aus der Liebe zum Schreiben einen Beruf gemacht. Genaue Recherche und die Kunst, unwiderstehlich spannend zu erzählen, zeichnen seine Romane aus. Bislang in zwölf Sprachen übersetzt, sind seine Bücher auch im Ausland sehr erfolgreich. Jörg Kastner lebt mit seiner Frau, der Schriftstellerin Corinna Kastner, in Hannover.

REZENSION:

Ein historischer Roman aus den Niederlanden des 17. Jahrhunderts:
In der Welthandelsstadt Amsterdam hat bis vor kurzem das „Tulpenfieber“ die Geschäfte bestimmt. Der Handel mit der Tulpe entschied über Aufstieg und Niedergang der Kaufleute.
Noch immer treffen sich die „Verehrer der Tulpe“ wöchentlich in einem Gasthaus. Doch plötzlich werden zwei Mitglieder der hochrangigen Vereinigung ermordet aufgefunden. In ihrer rechten Hand findet sich jeweils das gleiche merkwürdige Zeichen: Ein Tulpenblatt der legendären „Tulpe des Bösen“, einer äußerst seltenen Pflanze, die schwarze Blätter mit blutroten Tupfern aufweist.
Um die intelligenten Morde aufzudecken, wird Inspektor Jeremias Katoen auf den Plan gerufen. Er ist einer der fähigsten Männer in Amsterdam und verfolgt schon bald eine heiße Spur. Katoens  eifriger Gerechtigkeitssinn lässt ihm keine Ruhe, und bald ist er auch privat in die Tulpengeschichten verwickelt. Doch auch die Gegenseite versucht mit aller Macht, den fähigen Inspektor aus dem Weg zu schaffen, und ohne die Hilfe eines Betteljungens und einer kampferfahrenen Frau würde auch er sich schon bald in einem Netz aus Intrigen und Verrat verfangen. Zu diesen Schwierigkeiten kommen seine privaten Sorgen und Nöte, wenn er sich zwischen zwei attraktiven Frauen entscheiden muss, ihm ein Waisenkind zuläuft oder er gegen seinen Willen in die schwierige Politik jener Tage hineingezogen wird.

Historische Kriminalromane bilden mittlerweile zu recht ein eigenes Genre und „Die Tulpe des Bösen“ ist einer ihrer typischen Vertreter. Die Story ist solide erzählt; es kommt an keiner Stelle Langeweile auf. Viele verschiedene Dimensionen des Problems, das mit den Morden eigentlich nur seinen Anfang nimmt, kommen im Verlauf der Geschichte ans Licht. Historisch Belegtes wird dabei gekonnt mit schriftstellerischer Fiktion zu einer Geschichte für Leser von heute verwoben.
Leider fehlt es der Erzählung dabei jedoch an Tiefe. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen. Der Leser verliert im Dschungel der Personen schon mal den Überblick, und auch der Inspektor hetzt von einem Ereignis zum nächsten.
Das frühneuzeitliche Amsterdam hätte noch weitaus atmosphärischer in Szene gesetzt werden können. Die Charaktere sind an jeder Stelle des Romans absolut vorhersagbar und bergen keine Überraschungen. Selbst die Hauptfigur Katoen ist ein Langeweiler ohne Ecken und Kanten. Auch ist die plakative „Tulpe des Bösen“ keine überzeugende Erfindung des Autors. Sie hätte eher in einen Fantasy- als in einen Historienroman gepasst.
Positiv hervorzuheben ist allerdings die Ausstattung des Hardcovers: Hier gibt es gewissermaßen als „Bonus“  nicht nur eine kleine geschichtliche Abhandlung über den Tulpenhandel in den Niederlanden, sondern auch eine historische Karte von Amsterdam. Eine Übersicht beteiligter Personen hilft, zwischendurch die Orientierung zu bewahren, und die wichtigsten Maße und die Währung werden ebenfalls kurz erläutert. Am Ende des Textes erwartet die Leser außerdem eine Auflistung der historisch belegten Ereignisse, um die herum Jörg Kastner seine Geschichte gesponnen hat. Er selbst erklärt im Nachwort, was erfunden ist und was nicht.
Wer leichte Unterhaltung will, greife bedenkenlos zu diesem Roman, intelligente Krimis jedoch finden sich woanders.
Katja Angenent für Hysterika / 19.01.2009

Feb 072011
 

Originalausgabe April 2008
c 2008 by Knaur Taschenbuch
ca. 441 Seiten / 7,95 €

COVER:

Hals über Kopf begibt sich der junge Jesuitenbruder Paul Kadrell nach Rom. Ein Alptraum hat sich bewahrheitet: Sein alter Lehrer, Pater Sorelli, wurde ermordet und grausam zugerichtet. Auf seiner Stirn prangt die blutig eingeritzte Zahl des Teufels – 666. Als noch weitere Opfer mit dem Zeichen des Bösen gefunden werden, nimmt Kadrell zusammen mit der römischen Kommissarin Claudia Bianchi die Ermittlungen auf. Die beiden stoßen auf ein Manuskript, das den Tod nach sich zieht. Auf ein uraltes, von den Jesuiten gehütetes Geheimnis. Und auf Pauls wahre Identität…

REZENSION:

Die Zahl des Teufels wird in der Bibel mit 666 angegeben. Sie ist seither zum Symbol des Bösen schlechthin geworden. So auch in diesem Mystery-Thriller, in dem die Hauptfigur, der Jesuitenpater Paul Kadrell, eines nachts träumt, dass sein Ziehvater grausam ermordet wurde. In dem Traum wird der alte Mann nicht nur brutal erdolcht, sondern auch mit der Teufelszahl gebrandmarkt.
Am nächsten Morgen erhält Kadrell einen Anruf – sein Traum ist Wahrheit geworden! Überstürzt begibt er sich nach Rom, zum Ort des Geschehens, und wird dort nicht nur mit seiner eigenen Trauer konfrontiert, sondern auch mit einer attraktiven Polizistin und den Erwartungen der Ordensleitung und des Vatikans.
Schon bald ist klar, dass es hier um mehr geht als um einen bösen Scherz. Nicht nur die anstehenden Wahlen zur Ordensleitung sorgen für mögliche Mordmotive, auch scheint Kadrell einem jahrtausendealten Geheimnis auf der Spur und einer ebenso alten und mächtigen Verschwörung. Wer sagt hier noch die Wahrheit? Der motivierte Jesuitenpater beginnt, mit der Polizei zusammenzuarbeiten – doch dann träumt er erneut…

Was etwas schleichend beginnt, entwickelt sich schon bald zum Pageturner. Die Ereignisse überschlagen sich, und nur eins ist sicher: Nichts ist so, wie es scheint.
Jörg Kastner hat hier trotz einiger Detailschwäche einen insgesamt überzeugenden Thriller zu Papier gebracht. Die Figuren scheinen leider erneut (wie bei seinen anderen Romanen auch) ein wenig austauschbar, aber die farbenfrohe römische Kulisse und viele Informationen über die Geschichte Roms, der Christenheit und des Jesuitenordens sorgen für den nötigen Bildreichtum. Die Fantasyelemente sind hervorragend an der Grenze zwischen Zufall und Aberglauben eingesetzt, so dass es den Lesern überlassen bleibt, ihre Schlüsse zu ziehen. Nett sind auch die kleinen Details, wie die Tatsache, dass das Buch an 6 Tagen spielt und genau 66 Kapitel umfasst.
Der Schluss der Geschichte überrascht dann noch einmal mit einer unvorhergesehenen Pointe – aber auch er ist nicht eindeutig, denn Gerüchte lassen verlauten, dass „Teufelszahl“ der Einstieg in eine Trilogie sei. Wir dürfen gespannt sein!
Katja Angenent für Hysterika / 08.02.2009

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