Markus Kastenholz: Rotjäckchen und der perverse Wolf

© 2016 Eldur Verlag, Aachen
ISBN 978-3-937419-22-0
ca. 192 Seiten

COVER:

Sechs Geschichten, von denen die titelgebende den größten Raum einnimmt.

Aber handelt es sich dabei nun um Fantasy, Horror, eine blutig-eklige Märchenparodie oder vielleicht irgendwie alles zusammen …? Wir können es auch nicht sagen, und das gilt für die meisten der anderen Geschichten ebenfalls.

Aufgrund der düsteren Stimmungslage und der vielen Hektoliter Kunstblut, die eine Verfilmung erfordern würde, haben wir diese Sammlung letztlich unter Horror eingeordnet, wohlwissend, dass sie eigentlich in keine Schublade passt. Außer in die eine große Hauptschublade unseres Verlags:

Bloß nicht langweilen.

REZENSION:

Die Geschichten von Markus Kastenholz verfolgen mich schon viele Jahre. Wenn ich mich nicht täusche, waren Kastenholz’ Werke mit die ersten auf dieser Homepage. Zumindest die ersten eines aufstrebenden Autors, die ich erhalten hatte.
Interessanterweise konnte er mich mit jedem seiner Bücher außerordentlich gut unterhalten. Mir fällt heute noch ein sehr lokal angehauchtes Werk namens “Breisgauer Geschichten” ein, bei dem zwar das Cover so gar nicht nach interessantem Inhalt aussah, jedoch der Inhalt genau das Gegenteil darstellen sollte.
Darüber hinaus gab es immer wieder einige Kurzgeschichten des Autors in verschiedensten Büchern, die immer für sehr gute Leser-Unterhaltung sorgten.
Nun also ein weiterer Band – diesmal veröffentlicht beim Eldur-Verlag, der ebenfalls schon seit Jahren von mir besprochen und somit gelesen wird. Auch hier gab es noch nie etwas Negatives zu verzeichnen.
Nun also ein Buch mit dem doch recht irritierenden Titel.
Wie sich aber herausstellen sollte, macht die Titelgeschichte einfach nur Spaß – man könnte zwar locker sagen, es ist einfach eine Neuinterpretation des netten Märchens; dies würde dem aber nicht gerecht werden. Ist die Idee doch außerordentlich interessant und irgendwie auch witzig in ihrer Ausführung.
Schon einmal ein sehr gelungener Start in diesen Kurzgeschichtenband.
Es gibt dann noch fünf weitere Geschichten, die durchweg die Qualität dieses Autors aufzeigen. Ein durchweg gelungener und ideenreicher Kurzgeschichtenband, der wirklich zu hundert Prozent überzeugt und für gelungene Unterhaltung sorgt. Ich kann somit dieses Werk wirklich nur empfehlen und ich bin jetzt schon gespannt, welche Werke Kastenholz noch so auf das Papier bringen wird.
Ach ja: Die letzte Geschichte “Der letzte Gast” kommt mir irgendwie sehr sehr bekannt vor. Ich werde bei dieser das Gefühl nicht los, sie bereits irgendwann schon einmal gelesen zu haben.
Sollte das wirklich der Fall sein, ist es aber auch egal, denn ich halte diese Story für einen absoluten Höhepunkt und mochte sie sicher bereits beim ersten Mal. Allein für die gelungene Idee ziehe ich bereits meinen Hut. Einwandfrei umgesetzt.
Schlussendlich ist dieser Kurzgeschichtenband simple gesagt einfach nur zu empfehlen.
Jürgen Seibold/18.02.2017
Rotjäckchen und der perverse Wolf – KAUFEN BEI AMAZON

Anthologie: Fleisch 4

© Eldur Verlag 2016
ISBN: 978-3-937419-23-7
ca. 208 Seiten

COVER:

Warnung! Bevor Sie dieses Buch in die Hand nehmen, sollten Sie sicher sein, dass Sie einiges verkraften können.
Sie halten das für einen sinnfreien Gag, heh? Nun, das taten schon viele.
Zum vierten Mal servieren Ihnen handverlesene Horror-Autoren ein extremes Menu aus Fleisch, Blut, Sex und Tod.
FLEISCH – die Königin der deutschsprachigen Horror-Anthologien. Oft kopiert, nie erreicht.

REZENSION:

Nun befinden wir uns doch tatsächlich schon beim vierten Band einer Horror-Anthologie, die ihrem Namen durchweg gerecht wird. Ich weiß überhaupt nicht, wieviele Werke auf dem deutschen Buchmarkt die Genrezuordnung “Horror” auf dem Cover tragen, dem jedoch eher nicht gerecht werden. Sicher, in Fleisch kommt eher selten ein subtiler Horror ums Eck – hier wird geklotzt und nicht gekleckert.
Erneut befinden sich in diesem kleinen Büchlein 17 verschiedene Autoren mit 17 durchweg verschiedenen Geschichten und wer die Zukunft des deutschen Horrors kennenlernen möchte, kommt an den noch Independent-Autoren dieser Reihe einfach nicht vorbei. Somit kann man sich getrost mit der Fleisch-Reihe ein Bild dementsprechend machen.
Im Vergleich zum etwas anspruchsvolleren dritten Band, wird im vorliegenden die Daumenschraube wieder etwas stärker angedreht. Nichts desto trotz befinden sich auch hier erneut einige wahre Perlen, die recht boshaft wirken aber eben genau deswegen ihren eigenen Reiz entfalten.
Einige Geschichten bleiben einem in guter Erinnerung, einige geraten schneller in Vergessenheit – dies ist aber prinzipiell bei jeder Anthologie so. Aber selbst die etwas schneller in Vergessenheit geratenen Geschichten machen richtig Spaß beim Lesen.
Bei manchen Stories verneige ich mich vor dem Ideenreichtum der Autoren. Auf die jeweiligen Stories möchte ich gar nicht im Einzelnen eingehen, da man einfach das gesamte Werk genießen sollte. Ich kann aber sagen, dass ich bei einer Story immer ein klein wenig in Richtung meiner Katze geschielt habe – nur um auf eventuelle Unregelmäßigkeiten in ihrer Handlung aufmerksam zu werden. Nun, sie ist glücklicherweise weiterhin so wie sie immer war und ich hoffe sehr, das bleibt auch so…
Bei einer anderen Story fragte ich mich, was eigentlich schlimmer ist: Blutrünstiger Horror und ein durch die Geschichte in den Kopf gesetzter Ohrwurm, den man hasst, aber dummerweise erst wieder nach einiger Zeit los wird. So etwas macht einen schier “Atemlos”
Als einzigen Knackpunkt in dieser aktuellen Ausgabe stellte sich mir der hohe Sexfaktor da. Dieser ist prinzipiell kein Problem, dennoch ist es ab und an etwas störend, wenn mehrere Geschichten hintereinander dieses Thema verwenden. Das Problem taucht natürlich nur auf, wenn man sogleich die Zeit nutzt und mehrere Stories hintereinander liest. Vielleicht kann man da durch die Mischung im Buch etwas geschickter vorgehen – schwer zu sagen, ob das dann auch wirklich aufgeht.
Schlussendlich bleibt Fleisch auch weiterhin die momentan beste Reihe um dieses Genre ohne jegliche Vorschriften kennen zu lernen. Kurzum: der Spruch “Die Königin der deutschsprachigen Horror-Anthologien” ist nicht zu viel versprochen.
Vielleicht schaffe ich eines Tages eine glorreiche Idee zu Papier zu bringen, denn ich würde wirklich sehr gerne auch in dieser Anthologie vertreten sein – was besseres kann einem aufstrebenden Autor ja wirklich nicht passieren. Chapeau!
Jürgen Seibold/28.01.2017
Fleisch 4 – KAUFEN BEI AMAZON

HYS077 – Scheisse in 4K

die neue Podcastfolge:

Inka Mareila: Gladium 2 – Schattenlicht

Gladium2(c) 2015 Amrun Verlag
ca. 32 Seiten

Cover:

Stell’ dir vor, du wärst der reichste Mann der Welt …
Die erste Mondlandung, 1968, war der Verdienst deines Vaters.
Seine Gamma-Zellen haben das Energieproblem gelöst.
Seine fünf Türme beherrschen die Skyline von Manhattan
Und du als sein Erbe weißt, eine außerirdische Macht lässt Menschen ermorden und infiltriert die Erde, um sie zu erobern.
Sie schickt die “Purples”: Androiden, die jede Gestalt annehmen können.
Perfekte Mörder. Perfekte Infiltratoren.
Alexander Xandom II. hat einen Plan.
Er sammelt Personen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten um sich.
Eine unsterbliche Ritterin.
Einen japanischen Oni-Dämon.
Den tödlichsten Killer.
Die Gemahlin eines Dschinns.
Und einige mehr.
Er vereint sie unter dem Projekt GLADIUM.
Kein Schwert, das unterwirft, sondern verteidigt.
Nur mit dem einen Ziel: Die drohende Invasion abzuwenden.
Denn Alexander Xandom II. weiß, sie würde das Ende der Menschen bedeuten.
Er hat sie schon einmal erlebt …

“Schattenlicht” ist der zweite Band zu einer fantastischen Serie über Superhelden, Aliens und apokalyptische Zukunftvisionen. Die Einstiegsbände 1 und 2 sind kostenlos!
Die erste Staffel von Gladium erscheint monatlich.

Rezension:

Selbstverständlich musste ich nach dem gelungenen Einstand auch sogleich im Anschluss Gladium 2 lesen, um heraus zu finden, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Wie sich dabei herausstellte, ist Gladium 2 auch noch ein gutes Stück kürzer als das bereits sehr kurze Anfangshäppchen. Gleichzeitig fungiert Markus Kastenholz lediglich als Herausgeber und die Geschichte wurde von Inka Mareila geschrieben. Diese Idee der wechselnden Autoren führt erneut meine Gedanken zur größten SF-Reihe, die es auf dem deutschen Markt gibt. Nur die Länge enttäuscht etwas. Schattenlicht ist im Gegenzug zum ersten Band auch erheblich „trashiger“, was die Geschichte recht sympathisch macht. Nichts desto trotz hinkt sie ein gutes Stück hinter der ersten nach.
Ich bin mir nun nicht ganz sicher, ob es an der Thematik mit dem Wrestler liegt oder dem Umstand, dass hier nur eine begrenzte Seitenzahl verwendet worden ist.
Prinzipiell versprüht sie einen gewissen Charme, konnte mich aber leider nicht fesseln beziehungsweise überzeugen. Nichts desto trotz möchte ich dieser neuen Serie eine Chance geben und betrachte die beiden kostenlos erhältlichen Geschichten als kleine Appetithappen, denn beim dritten Band nähern wir uns schon langsam der Länge eines Kurzromans von etwa 140 Seiten. wollen wir mal hoffen, dass man hier noch die Kurve bekommt.
Ich gebe Xandom jedenfalls weiterhin eine Chance…
Jürgen Seibold/16.06.2015
Schattenlicht (Gladium 2) – KAUFEN BEI AMAZON

Markus Kastenholz: Gladium 1 – Als Alexander Xandom zu den Sternen aufbrach

Gladium(c) 2015 Amrún Verlag
ca. 50 Seiten

Cover:

Stell’ dir vor, du wärst der reichste Mann der Welt …
Die erste Mondlandung, 1968, war der Verdienst deines Vaters.
Seine Gamma-Zellen haben das Energieproblem gelöst.
Seine fünf Türme beherrschen die Skyline von Manhattan
Und du als sein Erbe weißt, eine außerirdische Macht lässt Menschen ermorden und infiltriert die Erde, um sie zu erobern.
Sie schickt die “Purples“: Androiden, die jede Gestalt annehmen können.
Perfekte Mörder. Perfekte Infiltratoren.
Alexander Xandom II. hat einen Plan.
Er sammelt Personen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten um sich.
Eine unsterbliche Ritterin.
Einen japanischen Oni-Dämon.
Den tödlichsten Killer.
Die Gemahlin eines Dschinns.
Und einige mehr.
Er vereint sie unter dem Projekt GLADIUM.
Kein Schwert, das unterwirft, sondern verteidigt.
Nur mit dem einen Ziel: Die drohende Invasion abzuwenden.
Denn Alexander Xandom II. weiß, sie würde das Ende der Menschen bedeuten.
Er hat sie schon einmal erlebt …

“Als Alexander Xandom zu den Sternen aufbrach” ist der Auftakt zu einer fantastischen Serie über Superhelden, Aliens und apokalyptische Zukunftvisionen. Die Einstiegsbände 1 und 2 sind kostenlos!
Die erste Staffel von Gladium erscheint monatlich.

Rezension:

Mal vorweg gesprochen: Der Untertitel „Als Alexander Xandom zu den Sternen aufbrach“ klingt für mich eher nach billiger Lektüre – doch auf dem Cover steht auch Markus Kastenholz als Autor. Dieser wiederum konnte mich schon mehrmals problemlos unterhalten.
Ergo: Wäre es nicht Kastenholz, hätte ich den kostenlosen Download sicher nicht angestoßen. Somit Glück gehabt, Herr Kastenholz.
Erfreulicherweise sollte es mein Schaden nicht sein. Gladium begann ich während eines Fluges von München nach Köln und es schaffte mich dabei sogleich zu fesseln, dass die sowieso schon recht kurze Flugzeit sich gefühlt in Luft auflöste. Als erstes schossen mir dabei Begriffe wie die seit Jahrzehnten laufende Reihe um Perry Rhodan in den Kopf und ich könnte mir gut vorstellen, dass Herr Kastenholz mit dieser Reihe ein klein wenig in dessen Fußstapfen treten möchte. Wie bereits kurz erwähnt ist Band 1 kostenlos. Dies trifft auch auf Band 2 zu, der natürlich sogleich ebenfalls seinen Weg auf mein Lesegerät finden sollte.
Die Geschichte dieses ersten Serienhappens möchte ich nicht unbedingt groß erwähnen, da sonst bei einem doch recht kurzen Büchlein leicht zu viel verraten wird. Nichts desto trotz fand ich es schon ausreichend klasse, das Markus Kastenholz über geschichtliche Eigenheiten hinweg geht und das Kennedy-Attentat als nicht erfolgreich beschreibt. Somit treffen wir auf einen noch lebendigen Präsidenten und folgen seinem Gespräch im Oval Office.
Alle weiteren Seiten verfliegen regelrecht und man beendet viel zu schnell einen einwandfrei gelungenen Einstieg in eine neue Serie.
Hoffentlich bleibt diese Qualität noch lange auf diesem Niveau.
Jürgen Seibold/16.06.2015

 
Als Alexander Xandom zu den Sternen aufbrach (Gladium 1) – KAUFEN BEI AMAZON

Markus Kastenholz: Lichterfest (Breisgauer Geschichten)

Kastenholz_Lichterfest© Markus Kastenholz
Bezug: Markus Kastenholz, St. Ulrich-Str. 33, 79189 Bad Krozingen
ca. 146 Seiten / € 9,90

COVER:

Bad Krozingen, Heitersheim, Staufen und Freiburg – das sind nur einige Schauplätze dieses Bandes der Breisgauer Geschichten.
Geschichten aus der Region voller Charme, Spannung und Humor.

REZENSION:

Nun der zweite Streich: Nachdem mich bereits – entgegen des für mich etwas abschreckenden, regionalen Covers – das ähnlich aufgebaute Kastenholz-Buch MALTESERBLUT durchweg überzeugen konnte, war es mir ein Leichtes, mich diesem LICHTERFEST zuzuwenden.
LICHTERFEST beinhaltet abermals ein Potpourri an verschiedenen Kurzgeschichten, die spielerisch den Abwechslungsreichtum eines Markus Kastenholz widerspiegeln.
Erhalten sind erneut 8 Geschichte – wobei ich sowohl das Vorwort als auch das Schlusswort als Geschichte bezeichnen möchte.
Sämtliche Geschichten lassen sich mit einem dezenten Schmunzeln lesen – gleichwohl Markus Kastenholz in diesem Band ein klein wenig melancholischer wirkt als im MALTESERBLUT. Nichts desto trotz sind hier wieder einige Perlen vertreten, die insbesondere hervortreten, wenn Kastenholz dezent mystische Elemente hineinrieseln lässt. Sehr schön finde ich VILLA GERMANICA, AUF DIE HARTE TOUR und ganz besonders das Lovecraftsche DIE BÜCHER DER TOTEN – in dieser Geschichte wäre ich gerne noch einige hundert Seiten versunken. Kastenholz spielt jedoch auch ab und an mit seinem Leser und somit bleibt einem manches Mal nichts übrig als am Ende einer Geschichte noch ein wenig die eigene Fantasie walten zu lassen, bevor man sich der nächsten Geschichte zuwendet.
Wie bereits MALTESERBLUT ein kleiner Kurzgeschichtenband, der die Grenzen des Breisgaus überwinden sollte, da hier fast jeder Leser regionsunabhängig eintauchen kann.
Jürgen Seibold/02.08.2013

 

LICHTERFEST … und weitere phantastisch-amüsante Geschichten aus dem Breisgau KINDLE EDITION KAUFEN BEI AMAZON

Markus Kastenholz: Malteserblut (Breisgauer Geschichten)

Kastenholz_Malteserblut© Markus Kastenholz
Edition Nocturno
Bezug: Markus Kastenholz, St. Ulrich-Str. 33, 79189 Bad Krozingen
ca. 142 Seiten / € 9,90 (Paperback)

COVER:

Heitersheim, Bad Krozingen Staufen, der Altrhein und Freiburg – das sind nur einige Schauplätze dieses Bandes der Breisgauer Geschichten.
Geschichten aus der Region voller Charme, Spannung und Humor.

REZENSION:

Prinzipiell bin ich ja der Meinung, dass man ein Buch niemals nach dessen Cover beurteilen sollte – viel zu oft hatten sich vor meinen Augen Geschichten entfaltet, die sich zwischen Buchdeckeln befanden, die nicht schlechter gewählt sein konnten.
Bei MALTESERBLUT ist es für jemanden, der nicht aus der Breisgauer Region kommt sicherlich ähnlich. Sicherlich wirkt der Titel bei Urlaubern, die gerade einige schöne Wochen im Breisgau erlebt hatten und noch schnell eine Kleinigkeit als Erinnerung mitnehmen möchten. Wenn ich aber an den typischen Käufer denke, der einfach durch den Buchladen streift und nach ein wenig Unterhaltung sucht – nun, dann hat es dieses Cover nicht wirklich einfach.
Andererseits: Ein anderes Cover zur ordnungsgemäßen Betitelung dieses Buches würde mir jetzt auf Anhieb auch nicht einfallen – viel zu unterschiedlich sind die darin enthaltenen Kurzgeschichten.
Ich bin natürlich ein klein wenig im Vorteil, da ich bereits das ein oder andere Werk von Markus Kastenholz lesen durfte und bis dato noch niemals enttäuscht werden sollte.
MALTESERBLUT setzt dem nur noch ein Krönchen auf: Die Geschichten sind durchweg interessant und absolut abwechslungsreich. Ihr Inhalt pendelt zwischen Melancholie, Humor, Mystik, Spannung und Fantasy. Somit ist für absolut jeden etwas in diesem leider viel zu dünnen Büchlein enthalten.
Man trifft auf die letzte Nymphe, auf Mephisto höchstpersönlich, auf einen explodierten Ehegatten und einer angehenden Archäologin, deren Erfolg ich gerne miterlebt hätte. Gerade eben befindet man sich im Erleben eines interessanten sexuellan Aktes ohne jegliche Vorwarnung, um bereits einige Zeilen weiter eine Hommage an Michael Endes Unendliche Geschichte zu entdecken.
Die in diesem Büchlein enthaltenen 8 einhalb Geschichten (die letzte “halbe” ist eher ein Schlusswort des Autors) lassen absolut nichts missen und konnten mich durchweg überzeugen – obwohl ich prinzipiell eher Spannungsliteratur bevorzuge; Markus Kastenholz hat es aber erneut spielerisch geschafft, hier Grenzen einzureissen und über Tellerränder hinausgehende Geschichten zu kreieren, deren (ich muss es einfach nochmal sagen) Cover ihnen nicht gerecht wird.
Vielleicht sollte man Bücher einfach prinzipiell neutral gestallten, dann hätten solche Perlen sicherlich mehr Chancen auf dem Markt. Lasst Euch somit nicht von der Darstellung beeinflussen, sondern geniesst einfach jeden einzelnen Buchstaben.
Jürgen Seibold/16.07.2013

 

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Markus Kastenholz: TIAMAT – Das Auge des Drachen 1 (Asche zu Asche)

Erstauflage: Mai 2005
c Markus Kastenholz
c Edition Nocturno im VirPriV Verlag
ca. 156 Seiten

INHALT:

2016:
Immer wieder kommt es in Argentinien zu Massakern an Viehherden. Die Täter sind Dämonen – und bald begnügen sie sich nicht nur mit Rindern!

Die weltweiten Vorboten für die Apokalypse verdichten sich, und nur wenige wissen die Zeichen zu deuten.

Zwei von ihnen sind der letzte “reine” Vampir Charon sowie Rebecca, eine Ritterin vom Orden des Heiligen Michael. Ohne voneinander zu wissen versuchen sie die drohende Katastrophe zu verhindern.

Bald stellt sich für beide heraus, das Böse hat einen Namen:

TIAMAT

REZENSION:

“Tiamat – Das Auge des Drachen” war eine auf das Heftformat konzipierte Serie, die durch Probleme mit dem damaligen Verlag leider unglaublicherweise nie richtig zum Leben erweckt wurde.
Durch die Neuauflage in Buchform und unter einem neuen Dach soll nun dieser vorzeitige Tod rückgängig gemacht werden.
Mit “Asche zu Asche” liegt nun also der erste Band der neu auferstandenen Tiamat-Serie vor.
Markus Kastenholz spielt hierin sehr geschickt mit unwahrscheinlich vielen Klischees, Prophezeiungen, Figuren und Anspielungen aus der historischen Vergangenheit sowie der Horrorliteratur und braucht sich somit mit seinem ersten Band nicht hinter kultigen Serien wie z.B. Hohlbeins “Der Hexer” zu verstecken.
Er baut sehr geschickt und beinahe spielerisch die für Heftromane notwendigen Spannungsbögen auf und vergisst dabei nicht dies am Ende durch noch offene Fragen und einem jeweils fulminanten Lindenstraßen-Effekt zu verstärken. Man ist beinahe sauer, den nächsten Band nicht zur Hand zu haben.
Alles in allem ein Start zu einer Serie, die Kultstatus erreichen könnte, wenn die vorgelegte Qualität erhalten bleibt.
Neben der Hoffnung auf den nächsten Band wünsche ich dieser Serie auf jeden Fall viel Erfolg, ein sehr langes Leben und eine große Fangemeinde, die eigentlich nicht auf sich warten lassen dürfte!
Jürgen Seibold/14.08.05

Markus Kastenholz: Schwarzdunkel

1. Auflage 4/06
c Markus Kastenholz
Eloy Edictions
ca. 196 Seiten / €12,–

COVER:

SCHWARZDUNKEL…
… sind die Herrscharen des Namenlosen.

SCHWARZDUNKEL…
… schlägt auch so manches Herz.
Wie etwa von Gottes zweitem Sohn …
Der beiden Hexenhammer-Inquisitoren …
Eines von tiefer Schuld geplagten Kaplans …
Und das von Horst Kolck,
der ein neues Leben sucht und es findet
– wenn auch nicht so, wie er sich vorstellt …

SCHWARZDUNKEL
sind ihre Geschichten …

REZENSION:

Schwarzdunkel ist ein 200-Seiten starkes Taschenbuch mit sieben Kurzgeschichten von Markus Kastenholz – auch bekannt als Mit-Herausgeber des wirklich herausragenden Fanzines NOCTURNO.
Seine in diesem Band enthaltenen Geschichten sind sehr breit gefächert, ohne glücklicherweise die Grenzen des Genres zu verlassen.
Dadurch ist definitiv gewährleistet, dass jeder Leser die ein oder andere Perle in diesem Buch vorfindet.
Sehr gerne nimmt sich Markus Kastenholz der Kirche und ihren Institutionen an – was natürlich aufgrund der Vielfalt an Vorschriften und den dann unvermeidlichen Verfehlungen ein sehr dankbares und schier unerschöpfliches Thema ist.
Um niemanden in seiner Meinung zu beeinflussen möchte ich eigentlich keine Geschichte besonders hervorheben – zu sehr befinden sich die vorliegenden sieben Erzählungen auf einem gleichbleibend hohen Niveau und zu unterschiedlich sind die persönlichen Empfindungen verschiedener Leser.
Gänzlich einhalten kann ich dieses Vorsatz aber leider trotzdem nicht, da mir nichts anderes übrig bleibt, als noch zu vermerken, daß die Story “Blackout” ein wahrlich furioses Ende eines Kurzgeschichtenbandes darstellt! Besser lässt sich ein Buch fast nicht beschließen um den Leser mit offenem Mund – lechzend nach mehr – zurück zu lassen.
Jürgen Seibold/01.11.2006

Markus Kastenholz: Dämonium

c Monika Wunderlich – VirPriV Verlag
c Markus Kastenholz
ca. 130 Seiten

COVER:

Lieben Sie auch die Nacht?

Wegen ihrer Ruhe, ihrer Stille, ihrem Charme und ihrer Eleganz? Genießen Sie es auch, wenn der Tag sich schlafen legt und die Nacht ihren samtdunklen Mantel über das Land wirft?

Doch Vorsicht!

Sie birgt auch Gefahren!
Bestien in Menschengestalt und
Menschen in Bestiengestalt
Geschöpfe, die es tagsüber nicht wagen, ihre Verstecke zu verlassen und die Nacht zu ihrem Jagdrevier machen.

Von einigen dieser Kreaturen berichtet dieses Buch in neun höllisch-makabren Geschichten.

REZENSION:

Neben seiner Tätigkeit als Herausgeber des genialen Literatur-Zines NOCTURNO, sowie als Autor der Serie TIAMAT-Das Auge des Drachen, zeigt sich Markus Kastenholz auch immer wieder als Autor diverser Kurzgeschichten.
Im vorliegenden Band namens “Dämonium” gibt es abermals neun weitere Geschichten in denen Kastenholz seine Fähigkeiten als Autor morbider, düsterer, intelligenter und/oder makabrer Stories offenbart.
Ich möchte hier beileibe nicht auf die einzelnen Geschichten eingehen, da fast jeder Kurzgeschichtenband durch seine unterschiedlichen Inhalte den Leser von Geschichte zu Geschichte unterschiedlichst anspricht.
Nichts desto trotz hatte ich im vorliegenden Band das Gefühl, daß die Qualität der Stories überwiegend konstant hoch bleibt und dementsprechend genußvoll das Lesen vonstatten ging.
Somit ein erneuter uneingeschränkt zu empfehlender Kurzgeschichtenband eines Autoren, der durch seine bisherigen Veröffentlichungen absolut zu überzeugen weiß und den man unbedingt im Auge behalten sollte.
Seine weiteren Veröffentlichungen werden dies sicherlich beweisen und jeden weiteren Leser zu überzeugen wissen.
Jürgen Seibold/02.06.2007