Frank Lauenroth: Chicago Run

1. Auflage 2019
© Frank Lauenroth
Herstellung und Verlag:
BoD – Books on Demand, Norderstedt
ISBN 978-3-750409-78-1
ca. 308 Seiten

COVER:

Endspurt im Wahlkampf um die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten von Amerika. Der amtierende Präsident Langdon liegt hinter seinem republikanischen Herausforderer zurück. Doch Langdon hat einen Plan. Als erster Präsident will er am Chicago Marathon teilnehmen, um medienwirksam Bürgernähe, Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen zu demonstrieren.

Eine riskante Entscheidung, die den Secret Service vor eine enorme Herausforderung stellt. Denn Stalin, russischer Oligarch und erklärter Gegner Amerikas, war mit seinem Masterplan beim New Yorker Marathon nur knapp gescheitert. Nun ist er frei und sinnt auf Rache.

An der Seite des Präsidenten sollen Christopher Johnson und Brian Harding, gemeinsam mit einem Spezialisten-Team, Stalins Pläne vereiteln. Im Hintergrund versuchen Elisabeth Bancroft und Rachel Parker alles, um den Präsidenten und ihre Männer zu retten.
Doch Stalin ist ihnen längst einige Schritte voraus.

Der fulminante Abschluss der Marathon-Thriller-Trilogie!

REZENSION:

Chicago Run ist bereits der dritte Thriller des Autors Frank Lauenroth, dessen Geschehen sich mitten im Setting einer berühmten Marathon-Veranstaltung befindet. Nach Boston und New York befinden wir uns nun in Chicago und kein geringerer als der amtierende Präsident der Vereinigten Staaten möchte daran teilnehmen, um sich auf diesem Wege seine Wiederwahl zu sichern. Die Entscheidung fiel sehr kurzfristig und dementsprechend flexibel und kreativ müssen die beteiligten Personen agieren, um den Präsidenten auf seinem Weg durch die Stadt zu schützen, denn der uns bereits bekannte Widersacher Stalin wittert seine Chance.
Nachdem ich die ersten beiden Marathon-Thriller bereits kennen lernen durfte und dabei auch noch als wirklich gute Thriller in Erinnerung habe, war es natürlich nur ein kurzer Weg zur Entscheidung, mich auch diesem Werk zu widmen. Gleichzeitig hatte ich aber auch die Befürchtung, dass lediglich eine Kopie der bisherigen Romane unter Verwendung des gleichen Settings und lediglich einer anderen Stadt entstanden sein könnte.
Weit gefehlt, denn Frank Lauenroth scheint weiterhin genug Ideen gehabt zu haben, um trotz der ähnlichen Umstände einen hochrasanten Thriller vorzulegen, den man sich auch ganz gut auf der Leinwand vorstellen könnte. Die Leinwand ist auch das richtige Stichwort, denn seine drei Werke entsprechen auch in etwa der Vorgehensweise einen typischen Secret-Service-Action-Thrillers, was keinesfalls negativ klingen soll. CHICAGO RUN trifft dies erneut zu einhundert Prozent und dementsprechend rasant spult sich die Handlung ab. Durch die kurzen Absätze spürt man fast die in Filmen verwendeten Schnitte, um Bewegung in die Handlung zu bekommen.
Erneut ist der Einfallsreichtum Lauenroths grandios, was dazu führt, dass man auch als Leser einige Zeit ein klein wenig an der Nase herumgeführt wird.
Ich persönlich halte es für wirklich interessant, feststellen zu können, dass sich der Autor einerseits zu kopieren scheint, ohne sich dabei zu kopieren – das klingt ein wenig verworren, aber trifft es genau: Setting ist gleich, Gegner ist gleich, Hauptdarsteller sind gleich – nichts desto trotz macht es erneut viel Spaß und man fühlt sich hier perfekt aufgehoben. Noch eine Tüte Popcorn dazu und man fühlt sich wie im Kino.
Alles in allem erneut ein wahrlich gelungener Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite actionreich für perfekte Unterhaltung sorgt.
Jürgen Seibold/10.04.2020