Cecilia Ahern: P.S. Ich liebe Dich

Originaltitel: P.S. I love you
Übersetzung: Christine Strüh
c 2005 der deutschsprachigen Ausgabe: Krüger Verlag
ca. 416 Seiten

COVER:

Der Plan war einfach: zusammenbleiben, ein Leben lang. Doch nun ist Gerry tot. Gehirntumor. Und Holly, erst 29, bleibt alleine zurück. Wie soll sie nun weitermachen? Alles scheint zu Ende. Da taucht ein Paket mit Briefen auf: von Gerry, geschrieben in seinen letzten Lebenstagen, für Holly, für die nächsten Monate. „Werde Karaoke-Queen, Holly! Suche Dir endlich einen interessanten Job, Holly! Greif nach den Sternen, Holly! Und P.S: Ich liebe Dich!“. Holly lacht, weint, und tut, was Gerry schreibt: sie lernt, wer ihre wahren Freunde sind. Sie lernt, sich ein wenig neu zu verlieben und macht mit jedem Brief eine Schritt in ein neues Leben und ein neues Glück.

Die Autorin:

Cecilia Ahern, geboren 1981, ist die Tochter des irischen Ministerpräsidenten. Sie studierte in Dublin Film, Journalismus und Medienkommunikation. Ihr erster Roman „P.S. Ich liebe Dich“ erschien 2004 und führte in der irischen sowie in der britischen Sunday Times die Bestsellerlisten an. Der Roman wurde in 50 Länder verkauft und erschien in 15 Sprachen. Die Filmrechte wurden von Warner Brothers erworben. Bisher erschienen von Cecilia Ahern außerdem die Romane „Für immer vielleicht“ (2005) und „Zwischen Himmel und Liebe“ (2006).

REZENSION:

Cecilia Ahern nimmt den Leser mit auf eine Reise in der Achterbahn der Gefühle ihrer Hauptfigur Holly. Das Leben scheint für die junge Frau zu Ende zu sein, noch bevor es richtig angefangen hat, zumindestens bis sie die Briefe in den Händen hält, die Gerry ihr noch vor seinem Tod geschrieben hat: zwölf Stück, für jeden Monat einen. Begleitet von ihrer Familie und ihren Freunden macht sich Holly auf den Weg zurück ins Leben, zuerst an der Hand von Gerry und seinen Briefen, bis sie dann ganz allmählich lernt, ihren Weg alleine zu gehen. Man kann eigentlich gar nicht anders als mit ihr zu weinen und zu lachen, manchmal zwei Schritte vor und wieder einen zurück zu machen, gespannt zu sein auf den nächsten Monat, den nächsten Brief, ihre nächste Aufgabe und darauf, ob und wie sie sie meistern wird. Der Leser taucht mit Holly ein in den bunten Kosmos von Hollys Familie und Freunden, mit all seinen unterschiedlichen Persönlichkeiten und Geschichten. Man ist beinahe ebenso überrascht wie Holly, wenn man erfährt, dass das Leben der Anderen weiter geht, wo ihres doch stehen geblieben zu sein scheint. Man möchte Holly manchmal in den Arm nehmen und manchmal aufrütteln. Cecilia Ahern spielt auf der Klaviatur der Emotionen und reizt mit dieser Geschichte das gesamte Spektrum komplett aus.
Fazit:  „P.S: Ich liebe Dich“ verdanke ich ein paar ebenso intensive wie kurzweilige Lesestunden. Es ist eine Lektüre, bei der man schon mal alles andere um sich herum vergessen kann.
Susanne Mayer für Hysterika, 26.Juni 2006