Paranoid Android: No Way Out

Nach ihrem Debutalbum “Papergod” veröffentlichten Paranoid Android dieser Tage über Echozone ihr mit “No Way Out” betiteltes, neues Werk.
Abermals sind sie recht interessant und dabei bei genauerem Zuhören trotzdem recht schwer zu greifen. Dies ist jedoch in keinster Weise negativ behaftet, da sie es auch in diesem Fall erneut schaffen, einen Klangteppich zu kreieren, der über Einflüssen unterschiedlichster Art zu schweben scheint. Es fällt einem somit recht schwer, andere Bands als Vorbild zu nehmen – teilweise klingen sie – wie zum Beispiel bei einigen gesampelten Sounds auf “Heaven” – ein wenig nach den Übervätern Depeche Mode, bekommen aber immer wieder rechtzeitig die Kurve, um dem Boxenoutput ihren eigenen Stempel aufzudrücken, um somit nicht platt nach irgendjemanden oder irgendetwas zu klingen.
Die von ihnen bereits im Erstlingswerk integrierten Gitarrenklänge könnten meiner Meinung nach auf “No Way Out” noch etwas dominanter in den Vordergrund gebracht werden – aber unter Umständen kann dies als netter Live-Effekt wirkungsvoll eingesetzt werden.
Wenn die Gitarre (In Trance) in den Vordergrund tritt, ergeben sich sogleich weitere Aha-Effekte, was die verwendeten Einflüsse betrifft – nun verlässt man jedoch Gedankensprünge an Bands wie Depeche  Mode um plötzlich eher bei Nirvana, Cure und anderen Streitern dieser Klientel anzukommen.
Somit ist erneut eine Art Crossover-Album entstanden, das sich geschickt zwischen Elektronik, Wave, Gitarren und allem was den Jungs hinter den Sonnenbrillen in die Finger kam austobt. Aus diesem Grund nennen sie ihre Musik wohl auch “Future-New-Wave” und dem Begriff “New Wave” können sie sich auch definitiv nicht entziehen.
Abermals ein funktionierendes Werk.
Jürgen Seibold/24.4.2012

 

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