Dem Bandnamen gerecht werdend erschien am 16. März das Debütalbum der brachialen, deutschsprachigen Band MAERZFELD.
Sie selbst dürften schon dem ein oder anderen unter dem Begriff “Stahlzeit” bekannt sein – hierbei traten sie als Rammstein-Tributband auf und genau diesem Vorbild möchten sie sich auch auf ihrem Erstlingswerk nicht entziehen.
Üblicherweise sollte man ja keine Vergleiche ziehen – in diesem Fall bleibt einem aber absolut nichts anderes übrig, spiegeln sie doch exakt das wieder, für das Rammstein stand und zu einem großen Teil auch noch steht.
TIEF könnte erneut als Tribut zu der genannten Überband stehen – würden MAERZFELD hierin nicht ihren eigenen Stempel aufdrücken.
Somit ist ein wahrlich hartes Debüt entstanden, das schonungslos erzählt und für eine weitere musikalische Erfahrung im Rammsteinschen Kosmos sorgt.
Stellt sich somit die Frage, ob man mit Rammstein alleine nicht leben kann – ich würde sagen, natürlich – aber warum nicht auch den Horizont erweitern und einer frischen Band die Chance zur Entfaltung geben. Des weiteren gibt es genug Augen, die etwas vorwurfsvoll in Richtung Rammstein blicken und genau diese Klientel findet bei MAERZFELD eine gelungene Alternative, die noch nicht in Richtung Charts schielt.
Somit wirken beide Bands problemlos ohne sich gegenseitig weh zu tun. Unbedarfte bzw. oberflächliche Hörer würden keinen Unterschied zwischen beiden Gruppen erkennen – aber selbst dann wird der Horizont lediglich erweitert und es stellt sich vielmehr die Frage, warum die einen in die Charts springen und MAERZFELD dort noch nicht zu sehen ist.
Verdienen würden sie es definitiv.
Jürgen Seibold/02.04.2012
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