GOTHMINISTER: Utopia

gothminister_450Als ich das erste Mal mit GOTHMINISTER in Berührung kam, trat er als Vorgruppe zu einem Lacrimosa-Konzert auf. Dies ist nun schon einige Jahre Vergangenheit – trotzdem blieb mir dieser kurze Auftritt in zwiespältiger Erinnerung: Zum Einen versuchte er anhand einer mit einem Tuch abgedeckte Stehleiter eine Art Podest zu erschaffen, wodurch er einige Stufen weiter oben und somit dominanter wirkend seine Darbietung bringen konnte. Zum Anderen war dies aber auch gleichzeitig ein wenig lächerlich wirkend – vor allem, wenn man merkt, dass es sich um eine handelsübliche Stehleiter handelt und diese auch ein wenig wackelig wirkte. Nichts desto trotz waren das noch die Anfangszeiten GOTHMINISTERS und ich bin trotz der zwiespältigen Darbietung sofort von der Musik überzeugt worden und kaufte mir bereits am nächsten Tag seine bis dahin vorhandenen Veröffentlichungen.
Nun ist GOTHMINISTER bereits ein fester Name innerhalb der Szene und wartet nun mit seinem fünften Studioalbum UTOPIA auf. Abermals handelt es sich um ein mit allen möglichen Klischees spielendes Werk – dieses mal sehr konzeptionell aufgebaut und verarbeitet. Diese von ihm verwendeten Klischees sind jedoch als positiver Umstand zu betrachten und somit ist erneut ein Album entstanden, dass spielerisch mit dem gruseligen Wahnsinn der Welt umgeht und dabei einen druckvollen Soundtrack liefert.
GOTHMINISTER bleibt sich erfreulicherweise durchweg treu und liefert qualitativ hochwertige dunkle und druckvolle Werke ab, die in keiner Sammlung des Liebhabers von düsterer Rock- bis gar Metal-Sounds fehlen dürfte.
Man merkt einfach immer noch GOTHMINISTERs „Happiness in Darkness“
Gelungen!
Jürgen Seibold/27.04.2013

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Paranoid Android: No Way Out

Die noch relativ neu im Musikbusiness aktiven PARANOID ANDROID haben nun ihr erstes Musikvideo erstellt.
Selbstverständlich soll Euch dieses hier nicht vorenthalten werden:

 

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Depeche Mode: Delta Machine

DM_DMAngefangen hat alles vor über 30 Jahren (du meine Güte!), als ein paar Jungs sich dazu entschieden, eine Synthie-Pop-Band zu gründen. Sie bastelten ein paar Songs und traten in überwiegend örtlichen Locations auf. Dabei wurde jemand auf sie aufmerksam und sprach sie wohl kurz nach einem Auftritt an. So zumindest meine dunkle Erinnerung an gelesene Berichte. Man kann sich sehr schön vorstellen, wie sich Daniel Miller – selbst wohl ein recht frischer Produzent – gemeinsam mit den vier Jungs aus Basildon ein Bier gönnte und die Idee auf den Tisch legte, mit ihnen eine Single zu produzieren. Sollte diese Single von Misserfolg gekrönt sein, lassen sie es bleiben. Falls nicht, besteht die Chance einfach weiter zu machen. Nach meinem Kenntnisstand besiegelten keine streng formulierten Verträge diese Vereinbarung – es reichte ein einfacher Handschlag. Ob so etwas heute noch funktionieren würde?
Kurz danach veröffentlichte eine nach einer französischen Modezeitung benannte Band (übrigens für alle, die es interessiert: Sie hießen vorher auch kurze Zeit „Composition Of Sound“) eine Single mit dem Titel „Dreaming Of Me“ und schafften es damit doch tatsächlich in die Charts der britischen Insel (irgendwas um die 50).
 Damit war die kleine Saat aufgegangen und man entschied sich zur gemeinsamen Fortführung dieser Kollaboration.
 Zu dieser Zeit weinten viele noch dem sinkenden Punk-Stern nach und die ersten wave-igen, melancholischen Töne machten sich nach und nach in der Musiklandschaft breit. Depeche Mode veröffentlichten während dieser musikalischen Umbruchszeit ihr erstes Album „Speak & Spell“.
 Die Kritiken der englischen Presselandschaft waren sehr durchwachsen und nach meinem Kenntnisstand überwiegend negativ – vielleicht waren die Kritiker einfach noch nicht so weit wie die Hörer, welche scheinbar auf so eine Band sehnsüchtigst warteten, da der Charterfolg definitiv eine andere Sprache sprach. 
Auf diesem Album befanden sich bereits einige Perlen, die noch heute gerne von jeglicher Couleur gespielt werden und auf so gut wie jedem 80er-Jahre-Sampler vertreten sind. Insbesondere „Just Can’t Get Enough“ ist mit Sicherheit ein Titel, den auf diesem Globus wohl so ziemlich jeder kennt. In meinen Augen ist dies auch zugegeben ein schönes, poppiges, eingängiges Stück – für mich ist aber eher „Photographic“ der Knaller dieses Werks und lässt auch in folgenden Jahren Sänger Dave Gahan auf der Bühne das ein oder andere Mal wahrlich ausflippen. 
Vor Veröffentlichung des zweiten Album „A Broken Frame“ entschied sich Mastermind Vince Clarke dazu, die Band zu verlassen und gründete recht fix zusammen mit Alison Moyet die Gruppe Yazoo. 
Depeche Mode wiederum machte unbeirrt zu dritt weiter und Martin Gore übernahm das Zepter. Anfangs scheinte Vince Clarke ihnen den Rang abzulaufen – war doch Yazoo eine sichere Bank, während „A Broken Frame“ eher zwiespältig aufgenommen worden ist, änderten sich doch in erheblichem Maße die elektronischen Klänge der Band in zumeist ruhigere Gefilde. Nichts desto trotz gab es auch auf diesem Album einige Perlen, die auch heute noch einwandfrei zu überzeugen wissen. Nennen möchte ich hier zum Beispiel „The Sun and The Rainfall“ vor dem ich mich bis heute uneingeschränkt verneige.
Bereits ein Jahr später schoben sie „Construction Time Again“ nach, auf dem sich eine weitere, zeitenüberdauernde Hymne befindet: „Everything Counts“.
 Zu diesem Zeitpunkt wurde ich auf diese Band während eines heimlichen, spätabendlichen Radiogenusses aufmerksam und ich nahm noch an gleichem Abend dieses Lied auf eine Musikkassette (die damals einzige Möglichkeit zur privaten Konservierung von Radiomusik) auf. 
Dies ist auch das erste Album, in dem die Band wieder als Quartett arbeitete, da Alan Wilder nun als Bandmitglied beteiligt war. Alan Wilder steuerte auch als Komponent „Two Minute Warning“ und „The Landscape is Changing“ bei – kurze Nebeninfo: Im Gegensatz zu landläufiger Meinung, bzw. Informationen im Web, singt er hier auch mit!
„Construction Time Again“ war bereits als textlich sehr kritisch eingestelltes Album zu betrachten und hebte DM auf eine weitere Stufe. Sie prangern auf diesem Album eine ganze Latte an heiklen Themen an – dies bereits im Jahre 1983!; Dummerweise hat wohl keiner zugehört, da sich im Laufe von 30 Jahren nur wenig geändert hat.
 Na egal, weiter im Text.
 Ich selbst war 1983 erst zarte 12 Jahre alt, konnte mich aber nichts desto trotz dieser Band nicht mehr entziehen. Es sollte aber noch 1 Jahr vergehen, bis dann auch endlich mal das Taschengeld bereit war, alles zur Unterstützung dieser vier Jungs zu unternehmen – aber kurz gesagt: Sie bekamen echt fast jede Kohle von mir! 
Zu dieser Zeit gab es noch jährlich ein neues DM-Album und somit legten sie bereits 1984 das eher industriell angehauchte „Some Great Reward“ nach, welches dafür sorgte, DM wirklich überall bekannt zu machen – zumindest auf dem europäischen Kontinent.
 Auf „Some Great Reward“ befindet sich absolut kein Song, der mir nicht gefallen hätte, noch heute nicht mehr gefällt! Hierauf ist absolut jedes Stück eine Perle in sich und somit sollte es keinen „Ich-bin-erst-vor-kurzem-auf-diese-Band-aufmerksam-geworden-Fan“ geben, der sich nicht im Nachhinein dieses Album zulegt.
„Blasphemous Rumours“ ist immer noch eines der textlich traurigsten Songs die ich kenne – und glaubt mir: Als Dark-Wave und Gothic-Fanatiker kennt man viele traurige in Musik verpackte Geschichten.
 „People Are People“ als auch „Master & Servant“ wurden natürlich herauf- und heruntergenudelt und das von Martin gesungene Liebeslied „Somebody“ lässt bestimmt bei manch Verliebtem eine Träne herunterlaufen. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich zu dieser Zeit von einem Mädel „negiert“ worden bin und tags darauf voll Melancholie „Somebody“ in meinem Zimmer rauf- und runterlief. Heutzutage postet man sich wohl zu Tode und motzt in weltweiten Fazebuk-Foren über das Ars…, der oder die nicht wollte  – damals rettete einen bereits die Musik… (Man begegnet Melancholie mit Melancholie und nach etwa 100x anhören stellt man fest, dass auch andere Mütter hübsche Töchter haben – und schon ist man bei „It Doesn’t Matter“ haha..)
Nach diesem erfolgreichen Album waren die Jungs wohl erst einmal schwer unterwegs, da das Nachfolgealbum „Black Celebration“ nun 2 Jahre auf sich warten ließ. (Zur Versüßung natürlich schnell noch ein Best-of reingeschoben)
 Über dieses Album möchte ich gar nicht allzu viel sagen – außer erneut darauf aufmerksam machen, dass meine Kohle weiterhin und uneingeschränkt für den Aufstieg dieser Band mit sorgte. Was für ein geniales Werk mit einer sagenhaften und konzeptionellen, dunkel angehauchten Stimmung.
 Für alle Neu-Fans sei noch gesagt: Zu dieser Zeit waren auch die B-Seiten der Auskopplungen nicht zu verachten und deshalb kennt man diese Band in keinster Weise, wenn man nur die Album sein eigen nennt. Wer „But Not Tonight“ (damals noch nicht auf der Platte) kennt, weiß, was ich meine! 
Tja, 1987 kam dann das Rundum-Wohlfül-Album namens „Music For The Masses“, welches sicherlich bei keinem Freund/Fan dieser Band einen negativen Kritikpunkt zur Folge hat. Dieses Werk ist aber auch gleichzeitig als Wendepunkt zu betrachten, denn nach diesem Album war DM weltweit als absoluter Blockbuster anerkannt und spiegelte sich auch in dem sagenhaften Konzert in Pasadena, USA wieder, auf dem erstmalig eine „Synthie“-Band ein so großes Stadion füllte (Mitschnitt: „101“).
 Drei Jahre und sicherlich viele Parties später veröffentlichten DM „Violater“ – ein Album voll Widersprüche für einen alten DM-Hasen. 
Widersprüche? 
Ist es nicht weiterhin der typische Synthiesound, der diese Band prägte? 
Ja – irgendwie schon, aber irgendwie auch nicht. In meinen Augen ist DM (zu damaliger Zeit) auf diesem Album besonders in „Clean“ vertreten. Sicher, „Personal Jesus“ ist ein Kracher und führte so langsam die Gitarren mit in den DM-Kosmos ein (okay: „Pleasure, Little Treasure“ war auch mit Gitarre, ich weiß, ich weiß…) – „Sweetest Perfection“ gefällt, ebenso wie „Halo“, „Waiting For The Night“ und so weiter und so weiter. Aber irgendwas passt nicht so ganz – dies versuche ich nun ein wenig zu vermitteln, man muss aber gedanklich in diese Zeit eintauchen:
 1990 war das Ende der ach so geliebten 80er. Ich selbst nun schon fast 20 und somit ganz oben auf der Coolness-Leiter. Weiterhin absoluter DM-Fanatiker und dadurch ein wenig befangen und in der DM-Vergangenheit „gefangen“. Gleichzeitig Inhaber eines DM-Fanklubs und Kenner der Herausgeber manch anderer – auch offizieller – Clubs (damals war noch nix mit Internet und so, Clubzeitungen etc. gabs auf Papier und man musste überall dabei sein, um sich und sein Pamphlet bekannt zu machen…).
 Als ich zu dieser Zeit die ersten Töne der Violater hörte, durchzog mich eine tiefe Enttäuschung – ging das Album doch eher mit Techno-lastigen bzw. Hip-Hop-angehauchten Klängen an. Und wenn ich was hasste, dann war es genau diese Mucke. Die 90er gleichzeitig Beginn dieser Art von Musik (im Mainstream) und somit mein erster Gedanke: „Will sich meine Lieblingsband nun dem Mainstream bzw. modischen Vorgaben andienen?“
 Diesen Gedanken hatten übrigens viele zu dieser Zeit und jemand aus dem persönlichen Bekanntenkreis der Band erzählte mir damals, dass die Jungs zu der Zeit abends in der Disko rumhingen (HipHop, etc), um dann tagsüber an diesem Album zu basteln und er ebenso von diesem Ergebnis enttäuscht war.
Nun, ganz so schlimm wird es nicht gewesen sein – sind doch die anderen Stücke wieder DM pur; wobei: ein wenig Sorgen hat es mir schon bereitet, das selbst ein konservativer Radiosender wie Bayern 3 plötzlich „Enjoy The Silence“ rauf- und runterspielt – was ja ein Zeichen für Mainstream pur ist.
 Egal, ab zum Konzert – Mist, hier hat sich leider der Eindruck verstärkt: Vor diesem Album begann ein Konzert mit einer verdunkelten und abgehängten Bühne, die ersten Klänge eines Intros ertönen, wir Fans freuen uns, die ersten Töne des ersten Songs ertönen, wir Fans freuen uns noch mehr, Dave fängt zu singen an, was soll ich sagen: wir freuen uns noch einmal mehr, Vorhang öffnet sich, Dave und die Band steht da, wir flippen fast aus. 
So war das damals – und nun bei Violator: Bühne verhüllt? Nein!, Intro? Ja – aber die Band kam sichtbar rein, kurze Freude, erste Klänge von „World In My Eyes“ und dann tanzt da plötzlich einer hiphoppelig auf die Bühne! Tststs… das kann doch nicht sein! Wo ist das „Darkness“? Wo die dezent dunkle Stimmung? Fragen über Fragen…
Mittlerweile kann ich dieses Lied auch anhören, man wird ja älter – aber glaubt mir: Ich habe „World In My Eyes“ jahrelang boykottiert.
Drei Jahre später kommt „Songs Of Faith And Devotion“ auf den Markt und plötzlich steht ein langhaariger Rocker vor einem und singt „I Feel You“. Was soll man dazu sagen? Ehrlich gesagt wenig, denn dieses Album ist ein langsam reifendes Album – ich habe ein paar Jahre gebraucht und nun liebe ich es – klingt komisch, ist aber so (Man was hab ich anfangs darüber geflucht…).
 Über den Absturz Daves schreibe ich hier nichts, bin aber natürlich froh, dass er zum Einen Glück hatte und zum Anderen die Kurve bekommen hat.
Somit zum nächsten Werk: „Ultra“
„Ultra“ ließ nach dem letzten Studioalbum ganze vier Jahre auf sich warten und manch schlecht informierter Journalist sprach von einem Comeback (was übrigens, da DM sich mittlerweile gerne mindestens drei Jahre Zeit lässt, regelmäßig von irgendwelchen Boulevard-Schreiberlingen herausposaunt wird).
 Nun, immerhin hat sich Dave wieder die Haare geschnitten und somit sah er wieder etwas mehr nach dem alten 80er-Jahre-Dave aus…
Schon mal ein Pluspunkt – „Ultra“ selbst musste jedoch ebenfalls in meinen Gehörgängen erst reifen und wird mittlerweile aber gerne von mir gespielt und gehört.
Vier Jahre und ein „Comeback“ (J) später kommt „Exciter“, nun wieder erheblich elektronischer aber auch sehr sehr ruhig gehalten. Zwiespältiges Werk, dessen Songs ich nur immer vereinzelt in meine Playlist einstreue. „Exciter“ ist auch das erste Depeche Mode Album, dessen Titel ich einfach nicht aufzählen kann – stellt sich die Frage, ob das an meinem Alter liegt, oder ob dieses Album einfach ein wenig nichtssagender ist.
Soll sich jeder seine Meinung bilden – über qualitative Aspekte brauchen wir aber nicht fachsimpeln, denn Musik machen können die Jungs. (Ach ja: Mittlerweile zu dritt, da sich Alan Wilder 1995 dazu entschlossen hat, die Band zu verlassen – was in meinen Augen sehr traurig war, hielt ich ihn doch als den begnadeten Soundbastler, der die genialen Zwischentöne einbaute und somit viel zum ursprünglichen DM-Sound beigetragen hat)
So, 2005 erblickt „Playing The Angel“ das Licht der Welt und klingt irgendwie tatsächlich nach den frühen Depeche Mode. Sicher, auf einem neuen Niveau aber ich denke, mit diesem Album beglückten sie wirklich wieder jeden – egal ob alter Hase oder neues Häschen.
By the way: Ich liebe „John The Revelator“, macht irgendwie Laune dieses Lied.
Viere Jahre später das nächste „Comeback“: „Sounds Of The Universe“ und man hat mehr und mehr das Gefühl, dass nun DM zu ihrem alten Spaß zurückgefunden haben und auch live wie eine fest eingeschworene Band voll Spielfreude wirken. Was will man mehr: Das Album wirkt, das Konzert machte Spaß …
Wer glaubt, ich sei nun am Ende, hat sich geschnitten – steht doch erneut ein „Comeback“ (haha!) vor der Tür, bzw. liegt neben mir. Denn heute ist der 22.03.2013 und das neueste Werk DMs ist offiziell hörbar: „Delta Machine“!
 Bevor ich hier reinhöre, noch einige wenige Gedanken zur heutigen Zeit:
 In den 80er-Jahren musste man sich unter erschwerten Bedingungen informieren – kein Internet, kein Fazebuk, kein Handy, nur der persönliche Kontakt. Somit entstanden anhand von Fanclubs bzw. anderen schwer findbaren Veröffentlichungen die ersten sozialen Netzwerke und es sprach sich herum, wann denn die nächste Veröffentlichung von DM im Laden steht. Download war noch nicht – man musste das Werk in körperlicher Ausstattung besorgen. Als Schüler war man angewiesen auf das immer zu geringe Taschengeld und neben dem Kauf der Single/Maxi/Limited Maxi/LimitedLimited Maxi/Special-nummeriert-und-selten-Maxi/Best-Of-Album/Bootleg/Studioalbum/… musste man auch noch Asche für die S-Bahn-Fahrkarte ausgeben, da sonst der Weg in das damalige „WOM – World Of Music“ oder zum Saturn (die hatten da noch Platten) schlicht unmöglich war. Gut: Man hätte auch Schwarz fahren können – aber glaubt mir: die Strafe von damals (ich denke) 60,– Deutschen Mark (also DM!) wurde noch am Automaten in die andere DM-Währung umgerechnet. Das heisst, wäre man erwischt worden, hätte man die Strafe von seinem Taschengeld bezahlen müssen und somit hätte man erneut auf eine gewisse Anzahl an Single/Maxi/Limited-Maxi/LimitedLimited-Maxi/Special-nummeriert-und-selten-Maxi/Best-Of-Album/Bootleg/Studioalbum/… verzichten müssen. Und jeder der Depeche Mode kennt, weiß, dass die für diese Vielfalt an Veröffentlichungen bekannt waren. Eine absolute Sammlerband eben…
Warum ich das erzähle?
Weil früher alles besser war?
Weil früher alles schlechter war?
Nein, nein, nein – keine Sorge, von solchen Sprüchen halte ich nichts. Nichts desto trotz bin ich auch Teilnehmer der digitalen Welt und somit nicht stehengeblieben – aus diesem Grund versuchte ich in den letzten paar Wochen einschlägige Netzwerke, Foren, etc. zu beobachten um ein wenig die zeitlichen Unterschiede kennen- oder verstehen zu lernen.
1.

Das Konzert:
Erstaunlich was für ein Hype bereits vor der Veröffentlichung der Konzertdaten durch das Web ging. Alles überschlägt sich und schon ist man dazu gezwungen, das Spiel mit zu machen um exakt an besagtem Verkaufstag um 10 Uhr online zu sein, damit man wenigstens noch eine kleine Chance auf eine Karte hat. Halloooo? In den 80ern stiegen wir abermals in die S-Bahn, ab zur offiziellen Verkaufsstelle, Karten kaufen, fertig. Trotz Mehraufwand erheblich stressfreier – vor allem durfte man da noch in der S-Bahn ein Bier trinken und somit war jede Bewegung unsererseits ein Happening J
Mist, bin schon fast bei früher-war-alles-besser und will aber nicht meckern – obwohl: hat mich geärgert, manch einer muss ja doch tagsüber arbeiten und hat somit zeitliche Probleme bei 10 Uhr ab ins Web und dann auch noch Serverabsturz zwecks zu hohem Zugriff.
Nochmal egal: Karten liegen vor uns, somit geht’s auch in diesem Jahr zum Konzert (erneut… – früher waren die übrigens billiger *duck*)
 Man kauft sich besagte Karten, obwohl man noch keinen Ton gehört hat? Was, wenn DM jetzt einen auf Volksmusik macht (Vorgruppe Heino)??
Gut, diese Gefahr ist gering – das Risiko kann man eingehen.

Die Musik
Was ist weiter passiert in den Tiefen des Webs: Diskussionen, Mutmaßungen, Diskussionen, Mutmaßungen, Gehässigkeiten pro DM, Gehässigkeiten kontra DM, bla bla bla… und dann kommt die erste Single raus.
Die einen finden sie genial (ich auch), die anderen gut, die dritten sch… – eigentlich kann man über Geschmack nicht streiten, aber im Netz geht das natürlich schon und somit erneut Diskussionen, Mutmaßungen, Diskussionen, Mutmaßungen, Gehässigkeiten pro DM, Gehässigkeiten kontra DM, bla bla bla…
Was mich aber vielmehr erstaunt ist der künstliche Hype des digitalen Zeitalters: Jeder möchte der erste sein, der dieses Album in der Hand hält.
Und schon sind einige auf der Jagd nach einem geleakten Album und die Foren sind voll von Diskussionen, Mutmaßungen, Diskussionen, Mutmaßungen, Gehässigkeiten pro DM, Gehässigkeiten kontra DM, bla bla bla…
Das alles ganze 4 ! Tage vor der echten Veröffentlichung!!! Okay, ich versteh das nicht – ich versteh auch nicht, warum man sich einem Unternehmen anbiedert und bereits zwei Tage vor einem Veröffentlichungstermin vor dessen Laden ausharrt. Kapier ich nicht – In unserer marktwirtschaftlich geprägten Welt gibt’s das neue Produkt auch zwei Tage nach dem VÖ-Tag noch – 
Was soll‘s, ich  kapier es halt nicht… 
Nachdem ein geleaktes Album ja illegal ist, schiebt die Marketingabteilung von DM erfreulicherweise bereits einen Tag später eine offizielle Seite nach und man kann sich das Album schon mal anhören. 
Man Leute: Ist Euch dabei aufgefallen, dass man vor JEDEM Lied erst mal eine Werbung von einer Handyfirma beginnend mit „O“ anschauen muss?
 Das nervt doch – oder etwa nicht? Mich jedenfalls hat es genervt und somit hab ich es bei zwei Songs bleiben lassen und nehme mir die Zeit, wartete also auf den heutigen Tag, um das Album dann werbefrei zu konsumieren – läuft mir ja nicht weg…
 Davon abgesehen: Ihr lieben Marketingleute der Firma, deren Werbung vor jedem Lied gezeigt wird – glaubt ihr denn wirklich, dass ich auf Euer Produkt weiterhin scharf bin, wenn ich mir für das Anhören eines Albums meiner Lieblingsband vor JEDEM Song den gleichen Spot anschauen soll? Bei mir jedenfalls funktioniert das nicht – ich verspüre dann einen gewissen Hass auf Euer Unternehmen und gehe mit Absicht zur Konkurrenz – oder lass es bleiben, brauch grad kein Handy, hab euch aber in negativer Erinnerung. 
Ach ja, nach dem gelakten Album bzw. der offiziellen Möglichkeit aus dem Hause DM im Web erneut: Diskussionen, Mutmaßungen, Diskussionen, Mutmaßungen, Gehässigkeiten pro DM, Gehässigkeiten kontra DM, bla bla bla…
Irre, man lässt sich nun global aus. Früher stand ich mit meiner Pro-DM-Meinung eh fast ganz alleine auf dem Schulhof – hab somit zwar auch viele Diskussionen, Mutmaßungen, Diskussionen, Mutmaßungen, Gehässigkeiten pro DM, Gehässigkeiten kontra DM, bla bla bla… losgelassen oder anhören müssen – komisch, irgendwie dasselbe, nur im kleineren Rahmen – Mist aber auch.
Ist wohl so und somit kann ich dieser Generation auch keinen Vorwurf machen – außer: Das Leben findet manchmal auch neben dem Digitalen statt! „Please do not forget!“
Jetzt aber zu „Delta Machine“ und wie für mich das ersta Mal war:
Nun, die Post war da und das Album ebenso – was für ein Glück! Gleich mal auspacken und betrachten. Es handelt sich dabei übrigens um die Deluxe Edition (war ja klar) und somit sind zwei CDs drin. Ob das Cover schön ist, bleibt jedem selbst vorbehalten – mir ist das Egal, wenn der Sound passt, könnte auch ein schwarzer Punkt auf dem Umschlag sein, komplett nebensächlich. Innendrin ein kleines Büchlein mit einigen Fotos – Martin recht oft mit einer Mütze auf dem Kopf (naja…) und glücklicherweise auch den Texten.
Texte? Klar, wichtig – hab zwar gerade eben in einem anderen Bericht gelesen, dass für 80% der allgemeinen Musikkonsumenten der Text absolut uninteressant ist, bei mir ist es jedenfalls wichtig, was die Personen in der von mir konsumierten Musik so von sich geben. Bei DM war ich bisher jedenfalls noch nie enttäuscht ob des Inhalts. Ein kurzes Überfliegens des Inhalts bestätigt diese Meinung auch bei Delta Machine.
So, drücken wir halt dann endlich mal auf Play.
Die ersten Töne von „Welcome To My World“ erklingen und schon wird mir bewusst, dieses Album braucht Dezibel – also nochmal Play und vorher aufdrehen – Rrrrummms, jetzt wirkts. Gitarrentechnisch etwas reduziert – dafür der Synthie mal wieder verstärkt im Fokus. Was will man mehr? Nun, „Welcome To My World“ ist außerordentlich gut und entwickelt sich immer mehr im Laufe des Stückes. Was DM ein klein wenig vermissen lassen, sind die in früheren Zeiten geschickt eingebauten Melodiebögen, die irgendwie jedes Lied in sich selbst erkennbar machten. Nichts desto trotz stört das nicht und plötzlich beginnt schon „Angel“ und ich bin überrascht und enttäuscht, dass Lied Nummer 1 so schnell vorbei war – wenn dieses Gefühl kein gutes Zeichen ist…
„Angel“ ist druckvoll, irgendwie rockig und doch elektronisch genug, um DM in ihrer aktuell Art gerecht zu werden. Sehr viele Stimmungswechsel und ein druckvoller Dave, der diese Nivellierungen geschickt umsetzt.
„Heaven“ ist die aktuelle Single und müsste somit mittlerweile jedem bekannt sein . Darüber wurde viel geschrieben, viel gelobt aber auch viel gemeckert. Mir hat es bereits beim ersten Hören gefallen und ich finde es auch geschickt von DM ein sehr (für den Otto-Normal-Hörer) untypisches Lied in die Mainstreamwelt hinauszujagen. Es hat funktioniert und wirkt – nur leise anhören sollte man sich hier irgendwie gar nichts, sonst klingts nach Fahrstuhl – nebenbei erwähnt: Das steht auch auf der CD – „Produced by Ben Hiller for 140dB“ – also nichts für ohrenkranke Stillhörer.
Mir gefällt „Heaven“ und ich möchte auch auf die Single verweisen, da die vermeintliche „B-Seite“ auch nicht von schlechten Eltern ist. (Heißt das noch B-Seite? Man muss ja nichts mehr drehen?)
Depeche Mode haben sich sicherlich nicht in erheblichem Maße neu erfunden, gleichzeitig aber auch nicht einfach nur einen Status Quo nachgebaut. Es steckt immer noch mehr Kreativität in dieser Band als in manch anderen, als Blockbuster verkauften Bands jeglicher Couleur.
Während ich dies schreibe beginnt „Secret To The End“ und ich vermisse zwar so ein klein wenig das Hineinschweben in den nächsten Song a’la Black Celebration – aber was solls, man hört heutzutage ja eh meist Zusammenstellungen quer durchgemischt auf dem iPod oder wer was wo sonst noch an. „Secret To The End“ entwickelt sich so gegen Mitte zu DM aus früheren Zeiten – zumindest ein klein wenig – und wirkt dadurch wie ein Hommage. Ich denke bereits jetzt, das Delta Machine sowohl alte DM-hasen wie mich überzeugt und wieder einmal den ein oder anderen Jungfuchs zu dieser Gruppe bringt. Immer mehr schraubt sich der Gedanke in meine Gehirnwindungen, dass hier Dave und Martin mehr denn je zusammen- denn nebeneinander singen; hier ist in den letzten Jahren eine sehr dichte und wohl auch spaßhabende Band entstanden.
„My little universe“ ist ein rein elektronisches Stück in dem Dave in ruhigere Gefilde abdriftet und Martin ihm im Refrain (sehr kurz gehaltener Refrain) virtuos zur Seite springt. Auch schön, aber schön wäre auch, wenn DM mal wieder Noten auspackt und Melodien in die Welt hinausposaunt. Man denke nur an Erkennungsmelodien wie bei Strangelove, A Question Of Time, uswuswusw…
Warum aber beschweren? Ist die Zeit des Wave nicht schon längst vorbei? Ich finde nicht – DM hätte genug Fans um dem treu zu bleiben – irgendwie schaffen sie es aber gleichzeitig bei diesem Album Blues mit dem Wavegedanken ein wenig zu verheiraten.
Schwupps, schon bin ich bei „Slow“ und das Tempo bleibt abermals eher ruhig. „Slow“ wirkt nun sehr bluesig und man fühlt sich in eine dunkle Kellerbar versetzt, den Whiskey in der Hand und einer Drei-Mann-Kombo lauschend, die man mehr hört als sieht, da in dieser Kneipe dezenter Tabakrauch durch die Luft wabert und man die Umgebung nur schemenhaft wahrzunehmen in der Lage ist. Ein, zwei, drei Gläser Whiskey und dann dieses Lied – das kann keine Droge! Also Vorsicht.
Um Gottes Willen: HIER SIND SIE! „Broken“ ist DEPECHE MODE wie eh und je. Wer das Gegenteil behauptet gehört standrechtlich erschossen! Ich muss kurz innehalten und dieses Lied nochmal durchlaufen lassen.
Das Geld hat sich bereits gelohnt – kann ja nun nur noch schlechter werden?
Irgendwo hatte ich eine negative Kritik über dieses Lied gelesen – wer war das denn? Wohl noch nie DM gehört? Mann, plötzlich bin ich zwanzig Jahre jünger, wippe wie früher herum und sauge jedes Wort und jeden Ton in mich auf. Danke DM! – Kurzer Blick ins Heftchen: Oh Mann, das hat ja der Dave geschrieben! Ich verneige und bedanke mich.
So, habe es nun dreimal anhören müssen – nun aber weiter im Text:
Nach diesem Sounderlebnis wird es bestimmt für „The Child Inside“ schwer, mich nicht zu sehr abstürzen zu lassen. Ah, schön, ein von Martin gesungenes Stück. Martin, Garant großer Werke wie „Question Of Lust“ und manch andere, hat aus meiner Sicht mit „Jezebel“ selbst Zehennägel zum Einschlafen gebracht. Hat mich trotz mehrmaligem Versuch nicht überzeugen können – dies, obwohl ich ein absoluter Martin-Lied-Liebhaber war. Nun also „The Child Inside“: Super gesungen (war klar), musikalisch ruhig (war klar), gefühlt erheblich besser als besagtes Jezebel“ aber noch kein Blockbuster. Egal, höre ich mir halt nochmal „Question Of Lust“ an.
Upps, laut wird es – gerade noch ruhig und schon folgt der Schlag mit „Soft Touch/Raw Nerve“. Wirkt simpel produziert, könnte sich aber zu einem Live-Erlebnis mausern: Sehr druckvoll und nach vorne treibend. Passt, bin schon glücklich – CD könnte nun zu Ende sein. Oh, da kommt noch was…
„Should Be Higher“ ertönt und so langsam gehen mir die Wörter aus. Ob ihr es glaubt oder nicht, ich wollte absolut kritisch sein und beim leisesten Misston eine böse Kritik schreiben, die sich gewaschen hat. Dummerweise find ich nichts – klar, DM klingt anders als sie schon mal geklungen haben – dennoch: DM klingen genauso, wie DM schon immer geklungen haben und darüber hinaus klingen DM wie sie einfach klingen sollen. Wäre ja schlimm, wenn die Jungs noch immer nach „Just Can’t Get Enough“ klingen würden – obwohl: ein bisschen „Photographic“ oder „Stories Of Old“ würde ihnen nicht schaden.
Nun was solls, „Should Be Higher“ ist ein ziemlich gutes Stück das zu überzeugen weiß, aber leider oder aus nachvollziehbaren Gründen nicht mehr ganz an das Niveau eines der vorher genannten Blockbuster hinkommt. Aber das hat nichts mehr mit Qualität sondern nur noch mit geschmacklichem und somit persönlichem Empfinden zu tun. Jedenfalls kein Lied, bei dem man auf „nächsten Song abspielen“ drückt.
Und schon sind wir bei „Alone“ und Dave schmachtet uns in einem Midtempo-Song etwas vor. Klingt negativ – ist aber nicht so gemeint, da dieser Song immer wieder vom Schmachten in die druckvolle Richtung schwenkt und somit wieder ein Treppchen nach oben steigt.
Gut, dass ich mich 1983 für diese Band entschieden habe – von einem One-Hit-Wonder kann ja mal keine Rede sein 🙂
Vier Minuten dreißig später erklingen die ersten Töne der nächsten Singleauskopplung: „Soothe My Soul“ und nun zeigt sich, dass DM sich keinen Deut ob den üblichen Schemen der Musikbranche scheren. War „Heaven“ den meisten zu seicht, legen sie nun nach und erhöhen das Tempo – ist okay, gleichzeitig bleiben sie sich treu und veröffentlichen nicht einen „wir-möchten-unbedingt-im-Radio-gespielt-werden“-Song. Nichts desto trotz erhält man beim Kauf des Albums manch stärkeren Song und somit sei jeder gewarnt, der DM nicht kennt und plötzlich „Soothe My Soul“ aufschnappt: Das ist „nur“ die Single – Delta Machine ist das Album!
Ich pflege ja nebenbei auch noch meine elektronischen-Files und somit ein kleiner Zwischenbericht zur Sternchen-Wertung: „The Child Inside“ 4 Sternchen, der Rest eine glatte 5!
Oh, ein Blick auf die CD zeigt: Jetzt wird es traurig, denn es kommt „Goodbye“. Geht schon los, Martin hat sein 6-Saiten-Instrument ausgepackt und bluest schon mal los. Dave legt stimmlich nach und Andrew darf auch ab und an aufs Knöpfchen drücken. In meinen Augen ein stimmiger Abschluss eines gelungenen Albums einer sehr großen Band.
Ich ärgere mich ein wenig, hier nicht „böser“ aufgetretenen zu sein – aber, sorry, es ging nicht.
Eigentlich ging ich davon aus, dass dieses Album erst nach mehrmaligen Hören seine Wirkung entfaltet – war dem aber nicht so…
ABER: UNBEDINGT NOTWENDIG! PLAY IT LOUD!
Nun noch schnell zur Bonus-CD:
„Long Time Lie“ ist ein gelungenes Bonus-Lied – würde aber gleichzeitig das Album etwas von seiner Wertigkeit runterdrücken, dadurch passt es perfekt als Bonus. „Happens All The Time“ wiederum wirkt ein wenig poppiger und winkt dezent den früheren Depechies entgegen, dreht sich aber immer wieder in Richtung Gegenwart. Gleichzeitig werde ich das Gefühl nicht los, dass dies eines der Lieder ist, die sich erst nach und nach entwickeln. Somit scheint sich das Potenzial hier erst noch zu entfalten. Wirkt beim ersten Hören noch ein wenig „verpuppt“. „Always“ kämpft sich nun eher auf psychopathische Art und Weise in das Gehirn und ist ein Martin-Lied!!! Mal was ganz anderes und diesmal wirkt es – hätt ich gleich (auch um das Tempo zu halten) auf Delta Machine mit „The Child Inside“ getauscht.
Mann Martin Gore – geht doch!
Zum Abschluß noch ein von Dave Gahan geschriebener Song (der übrigens diesmal 5 Songs beisteuerte und einen gemeinsam mit Martin schrieb), mit dem Titel „All That’s Mine“. Dieser Song war bereits auf der Single „Heaven“ mit drauf und wäre beinahe die bessere A-Seite und klingt stark nach den Depeche Mode, die ich lieben gelernt habe – natürlich, mit den heutzutage üblichen Tönen, aber von der Art der Präsentation schon sehr nah an die ausgehenden 80er bzw. den ersten Jahren der 90er angelehnt.
Alles in allem nicht das absolute Lieblingsalbum, dafür fehlt der jugendliche Wahnsinn und auch noch die dazugehörigen Erlebnisse (Musik wächst ja erst wirklich, in dem es seiner Funktion als Soundtrack gerecht wird und dies wäre bei Delta Machine am Veröffentlichungstag doch ein wenig zu viel verlangt), es ist aber durch und durch ein stimmiges Werk, welches nichts zu wünschen übrig lässt und den Kosmos um diese Band kongenial erweitert. Ich bin mir jedenfalls – wie damals – sicher, dieses Album nun wochenlang auf mich wirken zu lassen. Ich denke, dies ist Lob genug, denn DM haben abermals geschafft, was sie als Band schaffen sollen: den Hörer/Fan zu überzeugen.
Ich hör mir jetzt nochmal schnell „Broken“ an und wünsch Euch was!
Jürgen Seibold/22.03.2013

 

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HYSTERIKA – Der Podcast Episode 2

Die zweite Episode des Podcasts der Hysterika ist online abrufbar.

Entweder über iTunes – einfach nach Hysterika suchen – oder direkt über den Link hier im Blogroll!!

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A Life Divided: The Great Escape

alifedivided_escapeA Life Divided ist in meinen Augen eine typische Zufallsentdeckung, deren erstes Präsent, das sich durch meine Ohrgänge fräste dafür sorgte, dass ich sogleich das „Passenger“-Album besorgen musste.
Wenn mich meine Gedanken nicht trügen, verschenkte A Life Divided vor einiger Zeit online ihren genialen Song mit dem Titel „Heart On Fire“. Ab diesem Augenblick war es recht schnell um mich geschehen und ich merkte, dass auch München mit hoher Qualität für genialen Sound sorgen kann.
A LIfe Divided vermischen sehr geschickt elektronische Elemente mit typischem Rock und sorgen somit für spannende Symbiosen voll Energie und Abwechslungsreichtum.
Nun werden die Münchner ElectroRocker am 18.01.2013 ihr neues Werk veröffentlichen!
Hierin befinden sich dreizehn Tracks, die sich hinter dem Vorgängeralbum in keinster Weise verstecken müssen.
In THE GREAT ESCAPE geht es vorwiegend um Flucht als Thema in all seinen Facetten und abermals sorgen A LIFE DIVIDED für ein unwahrscheinlich stimmungsvolles, abwechslungsreiches und energiegeladenes Werk, dessen Weiterentwicklung erkennbar und ehrlich klingt.
Es wird heutzutage immer schwieriger, neue Bands zu entdecken, die nicht einfach nur Musik machen wollen, sondern auch die notwendigen qualitativen Grundlagen dafür haben – und genau dies ist bei A LIFE DIVIDED der Fall und ich bin außerordentlich froh, das sich diese Jungs im eher ruhigen Geretsried im Keller trafen, um diese Band zu gründen.
Ich ziehe meinen Hut und lausche ihren Klängen.
Macht einfach so weiter!
Jürgen Seibold/03.01.2013

TRACKLIST:

LOST
It Ain’t Good
Clouds Of Glass
The Last Dance
Game Over
Feel
Perfect Day
Foreign Rain
Wait For Me
Goodbye
On The Edge
Space
If You Want To
(The Last Dance (Eisbrecher Mix) – Bonustrack auf Erstauflage Digipak)

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Viza: Carnivalia

Man stellt sich schon die Frage, warum überall – und insbesondere in den Medien – nur Einheitsbrei läuft. Liegt es wirklich daran, das es nichts innovatives auf dem Markt gibt oder sind die Verantwortlichen nicht mutig genug, einfach mal den ein oder anderen Geheimtipp zu entdecken? Man könnte auch meinen, die Hörer sind nicht innovativ genug und lasen sich einfach sinnlos berauschen. An den Bands kann es ja nicht unbedingt liegen – hier gibt es genug innovativen Output, der problemlos funktionieren kann und für simplen Spaß sorgt.
Ganz oben hierbei steht ein erneuter Insidertipp aus Amerika mit dem Namen VIZA.
Simpel gesagt machen die sieben Jungs nichts anderes als traditionellen Rock – sie heben sich aber geschickt durch die Verwendung von unterschiedlichsten Instrumenten und Stilrichtungen ab: Wer benutzt schon exotische Klänge, verschiedenste Percussioninstrumente und kreiert damit einen multikulturellen Stil, der zusätzlich durch energiegeladene Live-Performances getoppt bzw. unterstrichen wird?
VIZA schaffen es problemlos und somit entsteht eine rockige Melange, die man absolut problemlos an jedem Ort verwenden kann – selbst beim Griechen um die Ecke nach dem Genuss von 5 Ouzos lässt sich mit deren Output locker eine Runde durch das Restaurant tanzen. Durch ihre Mischung aus Rock, Dance und ganz viel Folklore fängt jeder Hörer unvermittelt zum zucken an und kann sich diesen Klängen nicht mehr entziehen.
Rockmusik, die einfach Spaß macht und sich allein schon durch ihre Einzigartigkeit einen Weg aus den geheimnisvollen Tiefen bahnen sollte, um die Masse zu beglücken.
Jürgen Seibold/02.10.12

Tracklist:
Carnivalia
A Magic Ladder
Viktor’s Sister
Hourglass
Illumination
Shall We Reign Dance?
Everybody Wants Money
Sparring
Things Are Awkward
Tricky Tricky
Poor Pete
Meet Me At The Troubadour

 

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A Banquet: Breath

Eher durch Zufall erreichte mich das neue Album von „A Banquet“ und es stellte sich sofort wer die Frage: Wer ist das denn?
Wie sich durch ein wenig Recherche herausstellte, handelt es sich hierbei um eine Band aus Prag, die sich Ende 2009 gründete.
Nun treten sie mit ihrem neuen Album „Breath“ an und zeigen, dass sich Genregrenzen immer noch problemlos durchbrechen lassen und hierdurch ein sehr wohlgefallender Sound entstehen kann. A BANQUETs Stil vermischt geschickt klassisch zu benennende Alternative-Musik mit Anleihen aus der guten alten New-Wave-Zeit.  Hierdurch sind 11 wunderschöne Perlen entstanden, die zeigen, dass auch weiterhin diese Musik funktionieren kann und man sich nicht irgendwelchen Modethemen anbiedern muss.
Sämtliche Songs klingen wie aus einer vergangenen Zeit – schaffen es aber immer wieder die Türen in die heutige Welt zu öffnen. Die Mischung von Gitarren und Synthies sorgt für stimmungsvolle Lieder die eingängig einen Klangteppich weben, der auch zumeist sehr gut in Diskotheken jeglicher Couleur  für eine gelungene Abwechslung sorgen kann.
Es lässt sich hier nun auch nicht einzelne Lieder in den Vordergrund zu bringen, da sich jedes einzelne als vollintegriert darstellt und somit nicht fehlen darf.
Alle Stücke zeigen sehr schön, dass man die Freude am Spielen immer noch durch gelungenen Output erkennen kann – mehr kann man gar nicht verlangen.
BREATH ist somit ein wahrlich gelungenes Werk einer relativ neuen Band, die man unbedingt im Auge behalten sollte. Somit ein absoluter „Geheimtipp“.
Hoffentlich wird es in naher Zukunft noch erheblich mehr von den Jungs zu hören geben.
Jürgen Seibold/01.10.12

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Joachim Witt: DOM

Dieser Tage erschien das neue Album des Urgesteins Joachim Witt, der irriger Weise in den Gedanken der meisten Menschen immer noch der Goldene Reiter und sonst nichts ist. Diesen Fehler erkennt man auch oft an diversen Radiomeldungen, die immer noch kurz vorm Spielen von besagtem Lied von einem One-Hit-Wonder reden.
Komisch, wenn man sich ein wenig mit Witt beschäftigt hat und nicht nur auf vermeintliche Charts schielt, findet man sehr schnell heraus, dass dieser Virtuose noch niemals wirklich weg war.
Sicher, Mainstream-Charterfolge kann man an einer Hand abzählen – aber ist das wirklich ein Maßstab? Mitnichten – in meinen Augen spielt sich die musikalische Qualität in ganz anderen Abteilungen ab, und genau hier finden wir besagten Witt, dessen neues Werk DOM – wie gesagt – diese Tage das Licht der Welt erblicken durfte.
Witt bleibt sich dabei auch durchweg treu und zeigt bereits mit der vorab veröffentlichten Single GLORIA und dem dazugehörenden Video, dass er immer noch auf Qualität achtet und dabei perfekt genreübergeifend seine Fäden ausbreitet.
GLORIA hat das absolute Potenzial in die Fußstapfen von der sehr erfolgreichen Zusammenarbeit mit Heppner und dem dazugehörigen DIE FLUT zu treten. Es ist ein ruhiges, sehr nachdenklich machendes Stück, dessen Sinngewalt durch gleichzeitiges Betrachten des überall im Web zu sehendes Video unermesslich steigt.
Teilweise könnte man bei DOM gewisse Schlageranleihen entdecken – doch dies ist definitiv zu kurz betrachtet. Die Texte und die Stimme Witts passen nun doch so gar nicht in diese Richtung – genauso wie manche Parallelen zu Unheilig ins Boot bringen: Wenn ich mir das Album so anhöre, klingt Witt nach Witt und hat es nun so gar nicht nötig, irgendwelchen vermeintlichen – im Augenblick latent „berühmten“ – Personen nach zu eifern. Sicher, seine Bayreuth-Reihe war etwas härter in der Darbietung – nichts desto trotz halte ich DOM für ein absolut gelungenes Werk eines immer noch kreativen Geistes, dessen langjährige Erfahrung für sich selbst spricht.
Wenn Witt nun weiterhin vermeidet, sich offensichtlich „verkaufen zu lassen“ (die Gefahr besteht ja heutzutage leider in dieser Medienlandschaft), kann dieses Werk einfach für sich sprechen. Und das kann es wahrlich einwandfrei!
Jürgen Seibold/28.09.2012

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The Birthday Massacre: HIDE AND SEEK

Dieser Tage veröffentlichen THE BIRTHDAY MASSACRE ihr neues Album namens HIDE AND SEEK. Bereits mit ihrem letzten Werk PINS AND NEEDLES konnten die Kanadier problemlos den geneigten Hörer überzeugen. Mit HIDE AND SEEK versuchen sie nun, hier noch eine Schippe drauf zu legen und zeigen erneut, dass sie geschickt Genregrenzen überschreiten und damit nicht nur die Wave-Gothic-Szene überzeugen wollen.
Hierbei bleiben sie sich aber durchweg treu und biedern sich in keinster Weise anderen, weit kommerzielleren Ecken der Musikbranche an.
Die auf HIDE AND SEEK dargebotenen Songs sind sehr abwechslungsreich gehalten und stecken voller Überraschungen, da es jederzeit sein kann, das ein ruhig anklingender Song sich plötzlich zu einem Tanzflächenfüller entwickelt. Teilweise klingen sie latent poppig, schwenken aber rechtzeitig in die von ihnen erfolgreich beackerten Felder und verlieren dabei niemals ihre ureigensten Anhänger, denen ein zu großer Schwenk in kommerzielle Gefilde nur sehr schwer zu verkaufen wäre.
Durch diese Vorgehensweise entstand aber glücklicherweise ein Album, das qualitativ auf der oberen Ebene mitspielt und unterschiedlichste Ohren zu beglücken weiß.
Teilweise wünscht man sich ein wenig mehr Härte und „Geschrammel“ – aber durch ihren Mix aus New Wave, Gothic und Pop bekommen ihre Songs genug Ecken und Kanten um diesen dezenten Wunsch schlicht beiseite zu schieben.
Nach PINS AND NEEDLES eine gelungene Fortsetzung die nichts zu wünschen übrig lässt.

Track List:
Leaving Tonight
Down
Play With Fire
Need
Calling
Alibis
One Promise
In This Moment
Cover My Eyes
The Long Way Home

Veröffentlichung: 28. September
Label: Out Of Line/Rough Trade

 
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Eisbrecher – Tour 2012

Hier die aktuellen Tourdaten von EISBRECHER:

02.10.12 Rostock | Stadthalle
03.10.12 Bremen | Aladin
04.10.12 Bielefeld | Ringlokschuppen
05.10.12 Leipzig | Haus Auensee
06.10.12 Augsburg | Schwabenhalle @ Masters of ROCK ANTENNE 2012
10.10.12 Geiselwind | Music Hall
11.10.12 Oberhausen | Turbinenhalle
12.10.12 Memmingen | Kaminwerk
25.12.12 Köln | Theater am Tanzbrunnen _ Christmas Ball Festival 2012
26.12.12 Hannover | Capitol / Christmas Ball Festival 2012
27.12.12 Berlin | C-Halle / Christmas Ball Festival 2012
28.12.12 Dresden | Alter Schlachthof / Jahresabschlusskonzert 2012
29.12.12 München | Zenith / Jahresabschlusskonzert 2012

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Joachim Witt: Gloria

Eine kleine Kurzmeldung: Nachdem die neue Single von Joachim Witt nicht nur gut klingt, sondern auch noch ein gutes, stimmungsvolles und passendes Video aufweisen kann, sei dies hier nicht vorenthalten.
Endlich mal wieder ein Video mit einer passenden Geschichte – so sollten Musikvideos mit Niveau einfach sein.

Enjoy it:

 

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Paranoid Android: No Way Out

Nach ihrem Debutalbum „Papergod“ veröffentlichten Paranoid Android dieser Tage über Echozone ihr mit „No Way Out“ betiteltes, neues Werk.
Abermals sind sie recht interessant und dabei bei genauerem Zuhören trotzdem recht schwer zu greifen. Dies ist jedoch in keinster Weise negativ behaftet, da sie es auch in diesem Fall erneut schaffen, einen Klangteppich zu kreieren, der über Einflüssen unterschiedlichster Art zu schweben scheint. Es fällt einem somit recht schwer, andere Bands als Vorbild zu nehmen – teilweise klingen sie – wie zum Beispiel bei einigen gesampelten Sounds auf „Heaven“ – ein wenig nach den Übervätern Depeche Mode, bekommen aber immer wieder rechtzeitig die Kurve, um dem Boxenoutput ihren eigenen Stempel aufzudrücken, um somit nicht platt nach irgendjemanden oder irgendetwas zu klingen.
Die von ihnen bereits im Erstlingswerk integrierten Gitarrenklänge könnten meiner Meinung nach auf „No Way Out“ noch etwas dominanter in den Vordergrund gebracht werden – aber unter Umständen kann dies als netter Live-Effekt wirkungsvoll eingesetzt werden.
Wenn die Gitarre (In Trance) in den Vordergrund tritt, ergeben sich sogleich weitere Aha-Effekte, was die verwendeten Einflüsse betrifft – nun verlässt man jedoch Gedankensprünge an Bands wie Depeche  Mode um plötzlich eher bei Nirvana, Cure und anderen Streitern dieser Klientel anzukommen.
Somit ist erneut eine Art Crossover-Album entstanden, das sich geschickt zwischen Elektronik, Wave, Gitarren und allem was den Jungs hinter den Sonnenbrillen in die Finger kam austobt. Aus diesem Grund nennen sie ihre Musik wohl auch „Future-New-Wave“ und dem Begriff „New Wave“ können sie sich auch definitiv nicht entziehen.
Abermals ein funktionierendes Werk.
Jürgen Seibold/24.4.2012

 

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EKLIPSE: A Night In Strings

Wenn sich vier schön anzusehende Damen zu einem Streichquartett zusammentun und auf dem Cover ihres Debütalbums ein sehr erotisch wirkendes Bild veröffentlichen, denkt man zuerst in üblichen Klischees: Die können sicherlich nicht allzu viel, da sie geschickt mit ihren Reizen spielen müssen.
Sobald man jedoch die ersten Klänge ihres Albums vernimmt, befindet man sich in einer ganz eigenen Welt und man ist hingerissen von dieser wunderschönen Darbietung und der in diesem Genre vorausgesetzten und hier auch erklingenden Qualität.
EKLIPSE nennt sich die Gruppe um vier sagenhafte Virtuosinnen und man ist überrascht, warum sie noch als Geheimtipp fungieren.
Auf A NIGHT IN STRANGS befinden sich Coverversionen namhafter Bands, die durch die geschickte Auswahl einen Bogen über verschiedenste Szenen spannen und dadurch nur noch attraktiver werden und sich nicht auf eine Ecke beschränken.
Man findet das allseits bekannte Wonderful World von Hurte genauso wie Depeche Modes Home, Lady Gagas Paparazzi, Kate Bushs Blockbuster Cloudbusting als auch Songs von Justin Timberlake, Coldplay, Linkin Park und einige Soundtrack-Stücke.
Alle sind perfekt arrangiert und sorgen für einen schönen Schauer und lassen den Hörer zweifellos das Träumen beginnen.
Man schwebt von Song zu Song und ist erfreut, dass Klassik abermals in Verbindung zu – von Klassikfans belächelter – „normaler“ Musik vorbehaltlos funktioniert.
Ob das an der Qualität der Klassik oder an der Qualität der Vorlage liegt, sei jedem selbst überlassen.
EKLIPSE ist jedenfalls eine neue sagenhafte Band, deren weitere Veröffentlichungen gar nicht schnell genug erwartet werden können.
Ein perfekter Genuss!
Jürgen Seibold/02.04.2012

 

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MAERZFELD: Tief

Dem Bandnamen gerecht werdend erschien am 16. März das Debütalbum der brachialen, deutschsprachigen Band MAERZFELD.
Sie selbst dürften schon dem ein oder anderen unter dem Begriff „Stahlzeit“ bekannt sein – hierbei traten sie als Rammstein-Tributband auf und genau diesem Vorbild möchten sie sich auch auf ihrem Erstlingswerk nicht entziehen.
Üblicherweise sollte man ja keine Vergleiche ziehen – in diesem Fall bleibt einem aber absolut nichts anderes übrig, spiegeln sie doch exakt das wieder, für das Rammstein stand und zu einem großen Teil auch noch steht.
TIEF könnte erneut als Tribut zu der genannten Überband stehen – würden MAERZFELD hierin nicht ihren eigenen Stempel aufdrücken.
Somit ist ein wahrlich hartes Debüt entstanden, das schonungslos erzählt und für eine weitere musikalische Erfahrung im Rammsteinschen Kosmos sorgt.
Stellt sich somit die Frage, ob man mit Rammstein alleine nicht leben kann – ich würde sagen, natürlich – aber warum nicht auch den Horizont erweitern und einer frischen Band die Chance zur Entfaltung geben. Des weiteren gibt es genug Augen, die etwas vorwurfsvoll in Richtung Rammstein blicken und genau diese Klientel findet bei MAERZFELD eine gelungene Alternative, die noch nicht in Richtung Charts schielt.
Somit wirken beide Bands problemlos ohne sich gegenseitig weh zu tun. Unbedarfte bzw. oberflächliche Hörer würden keinen Unterschied zwischen beiden Gruppen erkennen – aber selbst dann wird der Horizont lediglich erweitert und es stellt sich vielmehr die Frage, warum die einen in die Charts springen und MAERZFELD dort noch nicht zu sehen ist.
Verdienen würden sie es definitiv.
Jürgen Seibold/02.04.2012

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TRILLIUM feat AMANDA SOMERVILLE Tour angekündigt!

Amanda Somerville wird zusammen mit ihrer Band TRILLIUM im Frühling einige Dates im Vorprogramm von DELAIN spielen.

Hier die Daten:
26-04-2012 Gruenspan Hamburg – GERMANY
27-04-2012 Lido Berlin – GERMANY
28-04-2012 Progresja Warsaw – POLAND
29-04-2012 Masters of Rock Cafe Zlin – CZECH REP.
02-05-2012 Club 202 Budapest – HUNGARY
03-05-2012 Arena Wien – AUSTRIA
04-05-2012 Backstage Munich – GERMANY
05-05-2012 Rock ’n‘ Roll Arena Romagnano Sesia – ITALY
06-05-2012 Z7 Pratteln – SWITZERLAND
08-05-2012 Gloria Koln – GERMANY
09-05-2012 Biebob Vosselaar – BELGIUM
10-05-2012 Substage Karlsruhe – GERMANY
11-05-2012 Alhambra Paris – FRANCE
12-05-2012 HMV Institute Birmingham – UK
13-05-2012 Corporation Sheffield – UK
15-05-2012 Academy 2 Manchester – UK
16-05-2012 Koko London – UK
25-05-2012 P60 Amstelveen – NETHERLANDS
26-05-2012 Het Bolwerk Sneek – NETHERLANDS
21-10-2012 Metal Female Voices Fest Wieze – BELGIUM

Vor allem bekannt durch ihre zahlreichen musikalischen Unternehmungen als Studio- und Backgroundsängerin aber auch Hauptakteurin in Bands wie AVANTASIA, KAMELOT, EPICA, KISKE SOMERVILLE (mit Metallegende Michael Kiske) oder die von Mat Sinner gegründete ROCK MEETS CLASSIC Tournee in Kollaboration mit Künstlern u.a. wie Ian Gillan (Deep Purple), Robin Beck, Steve Lukather, oder Bobby Kimball (Toto), sowie nicht zu vergessen ihre Solowerke; konnte sich die symphatische Amerikanerin (mit Wohnsitz in Europa) über die Jahre einen Platz in der internationalen Hard Rock Community erarbeiten und ist aus der Szene nicht mehr wegzudenken.

TRILLIUM nennt sich das neueste kreative „Kind“ von Amanda wie sie selbst beschreibt: „it’s more like an expedition with my musical family to explore and celebrate the metamorphosis I’ve gone through as an artist over the past several years. Quite simply, it’s my new baby”.

touring line-up:
Amanda Somerville – Lead vox / keys
Paul Owsinski – Guitar
Mark Burnash – Bass / vox
Simon Oberender – Keys / vox
Philip Krause – Drums / vox

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