Star Trek: Discovery

Normalerweise spielen Bücher die wichtigste Rolle auf diesem Kanal. Nun möchte ich dennoch einige Worte zu einer Serie verlieren, der ich mich kürzlich gewidmet hatte: Star Trek – Discovery.

Das gesamte Star Trek Imperium wird nun schon seit Jahrzehnten weitererzählt. Interessanterweise versuchen dabei einige Autoren und Filmemacher dabei ab und an, die Geschehnisse in die Vergangenheit der ursprünglichen Serie aus den 1960er Jahren zu platzieren. Allein aus dem technischen Aspekt sehe ich solche Versuche für ambitioniert, dennoch recht zweifelhaft.
Bei Star Trek wurde schon manche Serie in der Vergangenheit der „alten“ Enterprise angesiedelt. Teils mit Vorgängern des bekanntesten Captains namens James T. Kirk – teils unter Verwendung seines eigenen Weges vom Kadetten zum Captain.

Für mich war das gesamte Star Trek Universum von Höhen und Tiefen begleitet:

Aufgewachsen mit James T. Kirk, Scotty, Pille und Spock konnten mich nur wenige Serien aus den unendlichen Weiten des Weltalls begeistern. Einige Seitenableger waren sicher nett, konnten mir aber den Charme beziehungsweise das Gefühl nicht mehr wiedergeben, dass ich als Jugendlicher begeistert vor dem flimmernden Kasten sitzend hatte.
Einzig die Serie um Captain Picard hielt ich noch für ausgesprochen interessant – ich könnte mir vorstellen, dass dies daran lag, da sie die Geschichte ähnlich zu erzählen wusste und dabei technische Aspekte glaubhaft weiterentwickelte.
Nun jedoch erneut eine Geschichte aus der Vergangenheit der Enterprise, erzählt auf Netflix in zwei Staffeln.
Star Trek: Discovery möchte dabei von eigenen Abenteuern auf der Discovery erzählen und nahtlos an die Enterprise übergeben. Zeitlich somit einige Jahre vor der ursprünglichen Serie angesiedelt. Laut meinen kleinen Recherchen (Links am Ende dieses Artikels) spielt Discovery in der Hauptzeitlinie des Serien-Universums 9 Jahre vor der Serie „Raumschiff Enterprise“ und dockt dort am Ende direkt an.
Während ich mich diesen beiden Staffeln widmete, stellte ich dabei – unterstützt durch Diskussionen mit Personen meiner Generation – sehr deutlich fest, dass es abermals eine Serie mit Potenzial zum Begeistern war. Gleichzeitig scheint dies aber bei jüngeren Personen nicht der Fall gewesen zu sein. Dies ist natürlich nicht wissenschaftlich erforscht – dennoch scheint Star Trek: Discovery zu polarisieren.

Star Trek: Discovery beginnt sehr anstrengend und ich war wirklich nahe dran, die Serie nach zwei, drei Folgen einfach links liegen zu lassen. In diesen ersten Folgen hörte ich gefühlt nur Klingonisch mit Untertiteln. Da ich gleichzeitig die Rolle der Burnham für außerordentlich interessant fand, folgte ich doch den weiteren Geschehnissen und konnte es plötzlich nicht mehr erwarten, die nächste Folge sehen zu können.
Gut, die Serie hat auch ihre Schwächen – insbesondere, wenn man es gewohnt ist, sämtliche auf der Brücke arbeitende Crewmitglieder fast persönlich kennen und lieben zu lernen. Auf der Discovery halten diese kraft ihres Arbeitsgebietes gut zusammen und agieren als Team. Man wird aber das Gefühl nicht los, dass dies nur auf Basis des eigenen Berufes vorgenommen wird – ein emotionaler und tiefgehender Teamgeist kommt nicht an die Oberfläche. Darüber hinaus sind die Nebenrollen sehr dünn gezeichnet und bekommen erst im Laufe der zweiten Staffeln ein wenig Form.
Demgegenüber steht die erstmalige Idee, die Hauptrolle nicht einem Kapitän zu überlassen, wodurch die übliche Erzählweise mit anderen Aspekten neu sortiert werden konnte.
Erzählt wird die gesamte Geschichte erneut auf horizontale Weise und es fällt einem somit nicht schwer, der Geschichte tiefenentspannt folgen zu können. Dieses Vorgehen entspricht dem ursprünglichen Plotaufbau und ist wohl auch mit ein Grund, warum man wieder ein wenig Begeisterung aufkommen lassen kann.
Die in der zweiten Staffel vorgenommenen Zeitsprünge schwächen das ein wenig ab, da die Geschichte hier sehr krude konstruiert wirkt und man für ein Unterhaltungsformat doch recht konzentriert angespannt folgen muss.
Die Hauptrolle und auch der Anteil an weiblichen Darstellern war absolut erfrischend und ich finde, hier sollte noch viel mehr dafür getan werden. Mir persönlich kamen die Anzahl als auch die Handlungen durchweg sehr gleichberechtigt vor. Sehr interessant bei einer Serie, die VOR der Welt des J.T. Kirk spielt, die doch noch sehr männlich dominierend war.
Die Integration von gleichgeschlechtlicher Liebe ohne großes Aufheben darüber kommt ebenfalls in dieser und auch in mehreren aktuellen Serien vor. Auch diesen Aspekt halte ich für außerordentlich wichtig, damit diese Art des Zusammenlebens endlich einmal zur Normalität wird und auch der letzte Hinterbänkler erkennt, dass daran nichts Verwerfliches ist.
Star Trek: Discovery macht ausreichend Spaß und ich war sichtlich erstaunt, wie geschickt sie den Schwenk von der Discovery zur Enterprise hinbekommen. Allein dafür sollten die Autoren bereits einen Preis bekommen. An manchen Ecken ein wenig konstruiert, dennoch auseichend geschickt erzählt, um mir einige spannende Science-Fiction-Stunden mit ein wenig Reminiszenz an vergangene Zeiten zu bieten. Dies haben sie geschafft und somit scheint die Serie für einen Nicht-Hardcore-Star-Trek-Fan gut zu funktionieren.
Ich bin überzeugt, dass in den nächsten Jahrzehnten in diesem Universum noch einige weitere Ableger zur wohl bekanntesten Serie der 60er Jahre hinzukommen.
Jürgen Seibold/23.07.2019

Ein klein wenig hatte ich mir bei diesem unüblichen Artikel die Mühe zu etwas Recherche gemacht. Somit hier einige wenige Linktipps, die mir dabei aufgefallen sind:
Wikipedia zu den beiden Staffeln von Star Trek Discovery

In einem interessanten Artikel im Audible Magazin fand ich eine Abhandlung über die Star Trek-Zeitschiene

Selbstverständlich entwickelten sich im Star Trek-Universum auch eine Vielzahl an literarischen Werken. Diese aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Einige namhafte SF-Autoren befinden sich darunter. Wikipedia ist dabei erneut eine geeignete Quelle, um sich ein Bild über das gesamte Spektrum machen zu können. Hier gehts lang…

Weitere Verlinkungen lasse ich nun außen vor – für Interessierte ist Wikipedia jedenfalls eine gute Ausgangsposition, um weitere Informationen in dieser groß angelegten Welt zu ergründen.
Sicherlich gibt es noch tiefergehende Seiten – wenn diese jemand bekannt machen möchte, dann einfach einen Kommentar hinterlassen.

Shadow Of The Vampire

ShadowsOfTheVampireFriedrich Wilhelm Murnau war während der Stummfilmära ein begnadeter Regisseur mit einer ganzen Reihe an Produktionen, die ihn zu einem der bedeutendsten deutschen Regisseure dieser Zeit machten.
Ein Film davon ist “Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens”, in der er das Buch von Bram Stoker “Dracula” verfilmt – jedoch aufgrund von Lizenzproblemen (gab es wohl schon damals) die Rollen umbenannt hatte.
Somit handelt es sich in dem Film um einen Vampir namens Graf Orlok.
“Shadows Of The Vampire” ist eine durchgängige Hommage an F.W.Murnau, den Film Nosferatu und auch an den Hauptdarsteller des Originals “Max Schreck”, der die Rolle des Vampirs übernahm.
Somit handelt “Shadow Of The Vampire” von den Dreharbeiten zu diesem Film – jedoch ist F.W. Murnau als absolut besessener Regisseur dargestellt und legt sehr viel Wert auf Authentizität. Bauern sind echte Bauern, etc. etc. und somit handelt es sich bei Graf Orlok auch um einen echten und leibhaftigen Vampir, mit dem der Regisseur Murnau einen Handel abgeschlossen hat, um am Ende zu einem authentisch und perfekt dargestellten Film zu gelangen.
“Shadow Of The Vampire” gelingt es ohne Mühe, die damaligen Dreharbeiten dar zu legen und gleichzeitig wirkt auch die Implementierung eines echten Vampirs schlüssig, nachvollziehbar und verstärkt sogleich das Schattenspiel und die Dramatik des Originals, vor dem sich dieser Film sichtlich verneigt.
Das einzige Problem bei “Shadow Of The Vampire” ist der Umstand, dass dieser Film ausschließlich wirkt, wenn man Ahnung von Dracula als auch – insbesondere – von dem Stummfilm “Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens” hat. Ohne diese Werke als Hintergrundinformation handelt es sich bei diesem Film lediglich um einen ganz netten Film ohne jegliche Spannung und greifbare Elemente – ist man jedoch befleckt von genanntem Hintergrundwissen, entsteht plötzlich eine erneute Symphonie, die durchweg glaubwürdig den Vampir, die Dreharbeiten und den Wahnsinn des Regisseurs darstellt.
Somit eine perfekte Hommage an die beiden Hauptwerke und ein gelungenes Bühnenstück für Kenner des Genres.
Die Schauspielerriege braucht sich übrigens nicht zu verstecken, spielt doch John Malkovich (F.W. Murnau) als auch Willem Dafoe (Max Schreck) bei diesem interessanten Film mit – bei der Produktion beteiligte sich Nicholas Cage. Hier gab es wohl einige hochwertige Namen, die sich einfach mal diesem Thema zuwenden wollten – als Blockbuster würde dieser Film durch die notwendige Kenntnis der Zuschauer nicht funktionieren.

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DVD: Die Mondverschwörung

„Die Mondverschwörung“ – ein Film von Thomas Frickel mit Dennis R. D. Mascarenas, dem Chefreporter des deutschsprachigen US-Senders DDC-TV.

Diese Informationen kann man ziemlich auf einen Blick dem Cover dieser DVD entnehmen. Per Zufall hat mich dieser Film mit dem lapidaren Kommentar „Schau Dir doch mal den an…“ erreicht.

Nun, bevor ich ihn wieder zurückgeben muss, möchte ich nun doch herausbekommen, was dahinter steckt und sehr schnell bemerkte ich, dies wäre doch mal ein Thema für meinen Blog. Es handelt sich zwar nicht um ein Buch, aber diese DVD beinhaltet viel Mystik, Kultpotenzial und was weiß ich noch…
Hier der Livebericht, entstanden während der Filmbetrachtung:

Los gehts bei einem Amerikaner, der ganz selbstverständlich Teile des Mondes an Kunden jeglicher Art verkauft – im Gegenzug gibt es aber auch einen Deutschen, der darauf scheinbar besteht, dass der Mond eigentlich ihm gehört, da seine Vorfahren von Friedrich dem Großen den Mond geschenkt bekamen.
Klingt komisch? Ja – und ab diesem Augenblick befindet man sich in einer absolut absurden Dokumentation in der die interviewten Personen ganz bereitwillig Auskunft geben, da Dennis durchweg seriös und interessiert wirkt und somit keiner was Negatives dahinter vermutet.
Nun erfährt man von Mondgymnastiken, speziellen Cremes, die nur zu bestimmten Mondphasen produziert worden sind, einem Mondwasser, Glücksgläser und vieles mehr.
Interessanterweise befinde ich mich erst bei Minute 20 und hoffe bereits, dass diese ganzen Personen einfach nur harmlos sind.
So langsam denkt Dennis an ein umfangreiches Geheimprogramm – immerhin wollte Westerwelle auf seine Fragen nicht antworten und wenn Politiker nicht antworten, scheint was erheblich Größeres dahinter zu stecken.
Nun kommen wir langsam in die Verschwörung um den Mond und man kann sich schon nicht mehr entscheiden, ob man mitleidig über die Interviewten den Kopf schütteln soll oder schlicht und einfach lächelnd dem Irrsinn weiter folgen.
Ich folge mal und lande mehr und mehr in esoterischen Gedankenwelten und dazu gehörigen Erklärungsversuchen. Wir sind durchsetzt von dämonischen Kräften und bei allem spielt der Mond eine nicht unerhebliche Rolle.
Selbst das böse Internet kommt aus dieser Nummer nicht heraus – ist doch 666 die Zahl Satans und ein Apokryph dieser Zahl ist WWW; also das World Wide Web und davon abgesehen: Wenn ihr euch mal den deutschen Personalausweis näher anschaut, werdet ihr den Teufel darauf erkennen und des weiteren ein Symbol des Teufels inklusive einer Vagina! Wenn das keine Pornographie im großen Sinne ist – aber selbst Anfragen bei der Bundesdruckerei führten bei diesem Mitbürger leider zu keinem Ergebnis.
Oh mann oh mann, wir sind durchsetzt vom Bösen und werden gelenkt von üblen Mächten. Natürlich sind alle Sachen beweisbar und somit stellt sich mir die Frage, ob ich den satanischen und obszönen Personalausweis noch in meinem Geldbeutel behalten soll, denn die negativen Schwingungen des Ausweises färben auf den Träger ab und wir werden ja von unserem Staat dazu gezwungen.
Doch was steckt dahinter?
Irgendwie verstärkt sich bei mir das Gefühl, dass es mir langsam egal ist, denn dieser Irrsinn ist einfach nur haarsträubend, aber eben auch dermaßen interessant, dass man sich dem leider nicht mehr entziehen kann.
Der Wahnsinn geht selbstverständliche ungebremst weiter: Geldscheine sind vergiftet um das Bevölkerungswachstum einzudämmen. Das ist ein gigantisches, organisiertes Verbrechen und der Interviewte hat natürlich auch Klage eingereicht – aber: der frühere Finanzminister Eichel läuft immer noch ungeschoren herum und die Staatsanwalt hat die Klage einfach nur abgelehnt. Dies ist natürlich nur ein weiterer Beweis zur allumfassenden Verschwörung.
Ich lausche gespannt weiter…
Ach ja, die USA dämpft durch eine – natürlich dokumentierte – Vernebelungsaktion das Sonnenlicht, um die Erderwärmung zu reduzieren. Durch diese Aktion braucht die USA bei der CO2-Reduzierung nicht mitmachen. So kann man seine innenpolitischen Probleme lösen…
In den folgenden Minuten kommt mir mehr und mehr die Erkenntnis: Scheinbar ist in unserem schönen Land alles ein wahrer Sumpf voll von uns steuernden Mächten – oder aber: wir sind durchsetzt von Spinnern? Haben diese Personen unter Umständen recht? Wie erschreckend wäre das denn? Soll ich weiterhin Geldscheine anfassen? Wie werde ich die satanische Spezies los, die bereits vor 12.600 Jahren Atlantis vernichtete? Aber ist das nicht egal, da die Nachfahren der Atlanten wir selbst – die Deutschen – sind? Soll ich weiterhin im Internet surfen? Werde ich auch mal von einem Raumschiff abgeholt, um meine direkten Vorfahren, die Aldebaraner aus den Tiefen des Alls, kennen zu lernen?
Die lediglich 85-minütige Mondverschwörung würde dem Autor von Akte-X Material für 30 Staffeln geben – hier wäre selbst das Traumteam Scully und Mulder schlichtweg überfordert.
Diese Dokumentation ist wahrlich interessant, wirkt witzig, komisch aber gleichzeitig durch und durch erschreckend, denn die befragten Personen meinen das ja wohl scheinbar absolut ernst.

Die Stärke dieser Dokumentation liegt natürlich am Reporter, der auf großartige Weise Interesse an den Aussagen zeigt und jeweils nur ganz dezent nachfragt, ohne hierbei eigene Bewertungen vorzunehmen. Somit hat keiner das Gefühl, von ihm nicht ernst genommen zu werden.
Man muss diese DVD wirklich anschauen, um das glauben zu können. Darüber hinaus gibt es zwischen Flensburg und Garmisch Dinge von denen wir scheinbar keine Ahnung haben. Diese Dokumentation deckt diese essentiellen Geheimnisse unseres Landes auf…
Wer mal gepflegt mit dem Kopf schütteln möchte, sollte sich diese 85 Minuten gönnen. – Aber niemals aus dem Auge verlieren: Vielleicht haben die ja auch alle Recht…

Ich schließe jetzt hiermit meinen etwas anderen Bericht und lausche den letzten Minuten, in denen wir mehr und mehr in Richtung Außerirdische in Bezug auf den Führer kommen – nicht zu vergessen, dass Deutsch die Sprache des Weltraums ist und von den deutschen Militärbasen auf dem Mond und den deutschen UFOs möchte ich gar nicht sprechen.

Mal sehen, was hier noch so aufgeklärt wird…

DIE MONDVERSCHWÖRUNG ist direkt über die eigens dafür eingerichtete Mondverschwörungshomepage zu beziehen:
www.mondverschwoerung.de