Originaltitel: Pyörre
Aus dem Finnischen von Stefan Moster
Deutsche Erstausgabe Februar 2010
c 2008 Ilkka Remes
c 2010 der deutschsprachigen Ausgabe: Deutsche Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München
ca. 458 Seiten / € 14,90

COVER:

Der junge Roni Airas ist ein hoffnungsvolles Rennfahrertalent, sein Sprung in die Formel 1 greifbar nahe. Da wird seine Ex-Freundin tot im Wald aufgefunden. Roni hatte Streit mit ihr, er hatte sie sogar gewürgt, aber doch nicht ermordet! Ronis Vater Tero will die Karriere des Sohnes retten und täuscht die Polizei. Doch Julias Onkel Toomas erpresst die beiden. Sie sollen Geheimdokumente über den Untergang der Estonia aus einem Schweizer Schließfach beschaffen. Was wurde damals von den Behörden vertuscht? Und warum musste Julia sterben? Als Roni und sein Vater dem Geheimnis auf die Spur kommen, geraten sie in tödliche Gefahr.

REZENSION:

Ilkka Remes scheint sich immer mehr zu einem Phänomen zu entwickeln. Mit “Tödlicher Sog” wird er seinem Ruf als Spannungsgarant abermals gerecht und zeigt auch, dass er nicht nur Geschichten erzählen kann, sondern diese auch regelmäßig mit wahren Begebenheiten virtuos zu verknüpfen weiß. Dabei geht er sehr ins Detail und man erkennt, dass hier ein Autor seine Rechercheaufgaben ernst genommen hat.
In “Tödlicher Sog” verknüpft Remes eine Vielzahl an Erzählsträngen, die alle gemeinsam auf die Hauptakteure zulaufen und deren Leben immer schwieriger gestalten. Anfangs hielt ich das für überzogen und ich konnte mir nicht vorstellen, wie Remes damit noch glaubhaft die Kurve bekommen möchte. Immerhin handelt es sich hierbei um ein Handlungsnetz, dessen einzelne Fäden alleine für ganze Romane tauglich wären.
Erfreulicherweise hat er es geschafft und somit entstand ein absolut genialer Thriller, dessen Seiten man nur noch verschlingen kann. In meinen Augen gab es nicht einen einzigen Augenblick, der mich enttäuschen konnte und somit liegt mit diesem Buch ein wahrlich spannender und hochwertiger Thriller aus der Schmiede Remes vor. Kann nur empfohlen werden!
Jürgen Seibold/03.09.11

Tödlicher Sog: Thriller KAUFEN BEI AMAZON

Originaltitel: Kortsluiting
Aus dem Flämischen von Stefanie Schäfer
Deutsche Erstausgabe August 2011
(c) 2002 by Uitgeverij Manteau / Standaard Uitgeverij nv en Luc Deflo
(c) 2011 für die deutschsprachige Ausgabe bei Knaur Taschenbuch
ISBN 978-3-426-50235-8
ca. 304 Seiten / € 8,99

COVER:

Im belgischen Mechelen häufen sich grausame Todesfälle. Eine Schwangere begeht Selbstmord. Ein Psychopath tötet junge Frauen und entführt einen Säugling. Kommissar Dirk Deleu ahnt, dass der Tod der Schwangeren mit den Taten des Killers zusammenhängen muss. Wird er den Mörder finden, bevor dem Baby etwas passiert?
Todeswahn: Thriller KAUFEN BEI AMAZON

Originaltitel: The Rapture
Deutsch von Barbara Ostrop
Deutsche Erstausgabe 2011
(c) 2010 Elliott Hall
(c) 2011 der deutschsprachigen Ausgabe: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München
ISBN 978-3-423-24856-3
ca. 464 Seiten / € 14,90

COVER:

WAS GESCHAH MIT ISAAC TAYLOR?

Isaac taylor ist nicht verschwunden. Denn nach offiziellen Angaben hat er nie existiert. Doch das kann der Privatermittler Felix Strange nicht glauben – schließlich ist Isaac ein früherer Army-Kumpel gewesen, der Felix einst in Teheran das Leben gerettet hat, in einem der schlimmsten Abschnitte des Irankrieges. Was ist mit ihm geschehen? Sehr bald findet Felix heraus, dass Isaac nicht der Einzige ist. Im ganzen Land verschwinden Menschen – alte, junge, gute, böse – buchstäblich spurlos …

Düster und bildgewaltig: der zweite Band der Noir-Serie um den Privatermittler Felix Strange, der in einem von christlichen Fundamentalisten beherrschten Amerika agiert.

Böses mit Bösem: Thriller KAUFEN BEI AMAZON

Originaltitel: Fasandraeberne
Aus dem Dänischen von Hannes Thiess
Deutsche Erstausgabe 2010
(c) 2008 Jussi Adler-Olsen/J.P./Politikens Forlagshus A/S, Kopenhagen
(c) 2010 der deutschsprachigen Ausgabe: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München
ISBN 978-3-423-24787-0
ca. 460 Seiten / € 14,90

COVER:

Ein Leichenfund in einem Sommerhaus in Rorvig. Ein Geschwisterpaar ist brutal ermordet worden. Der Verdacht fällt auf eine Gruppe junger Schüler eines exklusiven Privatinternats, die für ihre Gewaltorgien bekannt sind. Erst Jahre nach dem Mord ist einer von ihnen geständig. – Zwanzig Jahre später.
Als Carl Morck vom Sonderdezernat Q für unaufgeklärte Fälle in Kopenhagen aus dem Urlaub zurückkommt, hält ihm sein Assistent Hafez el-Assad die alte Rorvig-Akte unter die Nase. Niemand weiß, warum sie wieder aufgetaucht ist. Der Fall war schließlich geklärt. Dennoch scheint jemand daran interessiert zu sein, die Geschichte noch einmal aufzurollen. Als den Ermittlern von oberster Stelle weitere Nachforschungen strikt verboten werden, ist ihnen sofort klar, dass hier etwas zum Himmel stinkt.
Die Spuren führen hinauf bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft, in die Welt der Aktienhändler, Reeder und Schönheitsschirurgen – und sie führen ganz weit nach unten, zu Kimmie, einer Obdachlosen: äußerlich hart wie Granit, doch mit einer blutenden Seele. Diese Frau scheint etwas zu wissen, das drei höchst einflussreichen Männern zum Verhängnis werden könnte. Die Treibjagd ist eröffnet …

REZENSION:

Bereits nach dem fulminanten Roman ERBARMEN war ich sehr darauf gespannt, wie Jussi Adler-Olsen mit seinem Erschaffung, dem Sonderdezernat Q, weiter Fälle darlegen möchte, die für den geneigten Leser mindestens genauso interessant zu sein scheinen.
Im ersten Fall konnte er sehr geschickt einen Bogen über mehrere Jahre spannen und trotzdem einen sehr gelungenen Lösungserfolg für Carl Morck vorweisen. So etwas funktioniert natürlich nicht ein zweites Mal und somit muss sich der Autor natürlich – das liegt in der Natur der Sache – etwas gänzlich anderes einfallen lassen. Zu einem sehr großen Teil ist ihm das in SCHÄNDUNG auch gelungen.
Diesmal wird ihm ein abgeschlossener Fall heimlich auf den Tisch gelegt – und Morck wäre nicht Morck, wenn allein dies nicht schon seine Neugierde wecken würde. In diesem fall sind seine Gegner weitaus stärker und selbst in eigenen Reihen zeigen sich Gegenspieler als auch Zweifler: Sollte sich doch das Sonderdezernat um ungelöste Fälle kümmern – im vorliegenden Fall ist der Täter ordnungsgemäß verurteilt…
Carl Morck nimmt sich dem jedoch unbeirrt an und forscht nach den Hintergründen – natürlich in treuer Zusammenarbeit mit seinem Assistenten Assad, dem der Autor schon fast ein eigenes Buch widmen müsste.
Um die etwas wirre Abteilung im Keller des Polizeidepartments noch zu verstärken legt der Autor einen weiteren sehr gut ausgebauten Protagonisten an die Seite Morcks: Rose – eine resolute Dame, die es mit dem knorrigen Morck mit links aufnehmen kann und dementsprechend schmunzelnd kann man den Internas dieser kleinen Abteilung folgen.
Allein dies ist schon eine absolute Empfehlung wert – der Fall toppt dies noch. Erneut ist dem Autor ein sehr interessanter Plot – von dem ich hier nichts verraten möchte – eingefallen und es scheint, als ob Adler-Olsen spätestens ab jetzt zur Creme-de-la-creme des Krimis gehört.
Die Spannungsschraube war in ERBARMEN etwas fester gezogen – nichts desto trotz macht auch SCHÄNDUNG durchweg einen grundsoligen und spannenden Eindruck. Das besondere dabei ist der Umstand, dass Jussi Adler-Olsen auf gelungene Weise einen dezenten Bogen zwischen Krimi und Thriller spannt und dadurch die Klientel um einen nicht unwesentlichen Faktor erhöht wird.
Somit erneut ein absolut gelungener Roman und ich bin wahrlich gespannt, wie der bereits auf dem Mark vorliegende dritte Band namens ERLÖSUNG hier noch eine eigene Schippe mit auflegen kann.
Sehr gut!
Jürgen Seibold/07.08.2011

Schändung: Thriller KAUFEN BEI AMAZON

Originaltitel: The Intruders
Aus dem Englischen von Reiner Pfleiderer
Deutsche Erstausgabe Juli 2011
(c) 2007 by Michael Marshall Smith
(c) 2011 für die deutschsprachige Ausgabe bei Knaur Taschenbuch.
ISBN 978-3-426-50117-7
ca. 506 Seiten / € 9,99

COVER:

Jack Whalen hat seinen Job als Polizist in Seattle hingeschmissen und versucht einen Neuanfang. Als ihn ein alter Freund um Hilfe bei einem mysteriösen Mordfall bittet und gleichzeitig seine Frau Amy mehrere Tage verschwindet, beginnt sein Leben aus dem Ruder zu laufen. Jack ist verunsichert. Manchmal überkommt ihn das unerklärliche Gefühl, nicht immer er selbst zu sein. Und warum benimmt sich Amy nach ihrer Rückkehr so eigenartig? Als Jack beginnt, Nachforschungen anzustellen, stößt er auf ein Geheimnis, das schwärzer ist als jeder Alptraum …

Rezension:

Die Coverbeschreibung des vorliegenden Buches von Michael Marshall klingt mit Sicherheit für jeden Thrillerfan mehr als interessant. Somit bleibt einem fast nichts anderes übrig als sich dem unverzüglichen Genuss hin zu geben.
Michael Marshall beginnt auch erneut ähnlich seinen früheren Büchern und legt vor des Lesers Augen unterschiedlichste Erzählstränge, deren Ebenen erst spät zueinander finden. Prinzipiell ist dieses Vorgehen auch als eine sehr interessante Alternative zu üblichen Vorgehensweisen zu sehen. Bei “Die Eindringlinge” konnte Michael Marshall aber leider nicht zu hundertprozent damit überzeugen. Die Erzählstränge um Jack Whalen bleiben durchweg spannend erzählt, die anderen Personen kommen erst langsam in das Herz des Lesers. Das Hauptproblem ist hierbei weniger eine Änderung des Autors im Aufbau seines Spannungsbogens – vielmehr sind die Sprünge zu schnell und dabei gleichzeitig unscheinbar vollzogen und man muss schon sehr konzentriert am Ball bleiben um innerhalb des ersten Satzes eines Personenwechsels diesen als solchen zu erkennen. Dadurch verliert man als Leser ein wenig die Übersicht und man ist mehr verwirrt als gefesselt.
Sicherlich wird Michael Marshall seinem Kenntnisstand gerecht und er verdichtet im Laufe der Geschichte seinen Thrill – es besteht aber bereits in der ersten Hälfte des Buches, dass einige Leser unbefriedigt abspringen und enttäuscht zurückbleiben müssen.
Somit ein Thriller, der nur schwer als “Nebenbei-Unterhaltungsroman” zu betrachten ist und bei dem dadurch eine reine Empfehlung eher nicht möglich ist. Hier ist der Scheideweg zu gering und somit kann es bei Genuss dieses Buches nur positive oder negative Erlebnisse geben. Ein “naja – ganz gut” wird im als Mittellösung nicht gerecht.
Jürgen Seibold/07.08.2011

Die Eindringlinge: Thriller KAUFEN BEI AMAZON

Originaltitel: Isku Ytimeen
Aus dem Finnischen von Stefan Moster
Deutsche Erstausgabe 2011
(c) 2010 Polaris Media
(c) 2011 der deutschsprachigen Ausgabe: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München
ISBN 978-3-423-24853-2
ca. 464 Seiten / € 14,90

COVER:

“Ihr seid doch nicht so wahnsinnig, dass ihr an den Atommüllbehälter ran wollt?”, sagte Patrik fassungslos zu Andrus. Der blieb vor ihm stehen und sah ihn an, die Augen kalt und vollkommen emotionslos. Erst in dem Moment begriff Patrik. Er war mit dabei, weil sie genau das vorhatten.

In Stockholm werden die hochrangigen Teilnehmer der Bilderberg-Konferenz entführt und auf einen Atommülltransporter gebracht. Als der Frachter die schwedische Küste verlässt, kommt ihm ein Schnellboot mit Umweltaktivisten entgegen, die auf der Ostsee gegen den Bau der russisch-deutschen Gaspipeline protestieren. Mit an Bord: der finnische Geologe Patrik, ein Spezialist für Fragen der Endlagerung von Atommüll. Zu spät erkennt Patrik, dass die Protestaktion fingiert ist und einzig dem Zweck dient, ihn, den Experten für Kernmaterial, den Geiselnehmern auszuliefern. Doch damit nicht genug: Unter den Geiseln befindet sich die belgische Ärztin Sandrine, die, davon ist Patrik überzeugt, seine Freundin Beate auf dem Gewissen hat. Patrik und Sandrine geraten zwischen die Fronten der Geheimdienste und in einen Strudel von lebensgefährlichen Ereignissen.
In den tiefen Schluchten Afghanistans werden sie Zeugen eines spektakulären Geiseltauschs …

Ein Schlag ins Herz: Thriller KAUFEN BEI AMAZON

Originaltitel: Cold Blooded
Übersetzung: Kristina Lake-Zapp
Deutsche Erstausgabe Juni 2011
(c) 2002 by Susan Lisa Jackson
(c) 2011 der deutschsprachigen Ausgabe bei Knaur Verlag.
ISBN 978-3-426-65259-6
ca. 560 Seiten / € 14,99

COVER:

Die Märtyrerinnen des katholischen Heiligenkalenders scheinen einen psychopathischen Serienkiller zu seinen grausamen Morden an jungen Frauen zu inspirieren. Die heilige Johanna von Orléans wurde auf einem Scheiterhaufen verbrannt, die heilige Cecilia mit drei Schwerthieben enthauptet, die heilige Philomena mit Pfeilen beschossen und dann in eine Grabkammer gesperrt, in der man die mysteriöse Inschrift Lumena / pax te / cum fi fand.
Genauso verfährt der Killer mit seinen Opfern, die er sich in der Nähe eines Colleges aussucht. Detective Rick Bentz und sein Partner Reuben D. Montoya stehen vor einem Rätsel. Ausgerechnet Olivia Benchett, die behauptet, die Morde in ihren Träumen und Visionen miterlebt zu haben, und von den beiden Detectives als Spinnerin abgewimmelt wurde, ist nun die Einzige, die der Polizei wertvolle Hinweise geben kann …

Ein fesselnder neuer Fall für das Erfolgsduo Detective Rick Bentz und Reuben D. Montoya vom New Orleans Police Department.

Danger: Das Gebot der Rache KAUFEN BEI AMAZON

Originaltitel: Bait
Aus dem Englischen von Wibke Kuhn
Deutsche Erstausgabe Mai 2009
c 2008 by Nick Brownlee
c 2009 für die deutschsprachige Ausgabe bei Knaur Taschenbuch
Ca. 395 Seiten / € 8,95

COVER:

Zwei verstümmelte Leichen und ein gesprengtes Boot rufen den kenianischen Ermittler Daniel Jouma und den englischen Ex-Elitepolizisten Jake Moore auf den Plan. Gemeinsam kommt das ungewöhnliche Duo einem Verbrecherring auf die Spur, dessen Netzwerk weit über die Unterwelt von Mombasa hinausreicht. Wer sich nicht an die Spielregeln hält, wird eiskalt ausgeschaltet…
REZENSION:

Als ich mir das Titelbild dieses Werks erstmals angesehen habe, war ich hin- und hergerissen zwischen dem Drang das Buch gleich wieder fallen zu lassen oder möglichst schnell die Füße vom Boden heben zu müssen.
Cover dieses Buches ist eine „wunderhübsche“ relativ große Vogelspinne, bei der man zu allem Übel auch noch jedes Haar einzeln sehen kann.
Mein Tipp an alle, denen es ähnlich geht: das Buch einfach aufs Gesicht legen, v.a. nachts… alles andere könnte unschön enden ;-)

Das Buch selbst war ein ganz anspruchsvoller Schmöker, bei dem das Lesen Spaß gemacht hat.
Einmal in die Unterwelt Mombasas abzutauchen ist durchaus eine Reise wert, wenn auch mit Sicherheit nur im phantastischen Sinne.
Hier werden unglaublich viele Handlungsstränge angefangen, sehr viele Personen vorgestellt, so dass man gar nicht anders kann als sich zu fragen ob der Autor alle bis zum Schluss noch „mitnimmt“. Aber es gelingt ihm, und das ganze sehr spannend, sehr schlüssig und zu meinem eigenen Erstaunen so gut, dass man keine einzige Person vergisst.
Alles in allem ein gutes Buch, das zwar keine schlaflosen Nächte bereitet, aber nichtsdestotrotz spannend und unterhaltsam ist.
Birgit Grunwald für Hysterika, 04.07.2011

Mord in Mombasa: Thriller KAUFEN BEI AMAZON

Originaltitel: Kvinden i buret
Aus dem Dänischen von Hannes Thiess
Ca. 417 Seiten / 14,90 €
Deutsche Erstausgabe Oktober 2009
ISBN 978-3-423-24751-1
c 2008 Jussi Adler-Olsen/J.P./Politikens Forlagshaus A/S, Kopenhagen
c 2009 der deutschsprachigen Ausgabe: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München

COVER:

Und dann kam die Angst … wie ein schleichendes Gift. Sie horchte auf die verzerrte Stimme, die aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen kam. „Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort. Warum halten wir dich fest?“

Wer sind die Entführer?
Was wollen sie von dieser Frau?
Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben?

Es ist der erste Fall für Carl Morck, Spezialermittler des neu eingerichteten Sonderdezernats Q in Kopenhagen, und seinen syrischen Assistenten Hafez el-Assad: ein atemloser Wettlauf um das Leben einer Frau, die längst als tot gilt.

REZENSION:

Jussi Adler-Olsen lässt einen Spezialermittler auf ungelöste Fälle los, wie er nicht geschickter aufgebaut sein könnte. Latent erinnert mich Carl Morck an den Übervater der Kriminologen: Columbo. Hinzu kommt jedoch noch ein weiterer persönlicher Aspekt, der dafür sorgt, dass dieser Vergleich etwas hinkt: Carl Morck hat irgendwie überhaupt keine Lust auf irgendwas.
Seine Kollegen jedenfalls haben keine Lust auf den knatschigen, unzufriedenen und psychisch angeschlagenen Morck – was dazu führt, dass sie die Gelegenheit ergreifen und Morck zum obersten Herrn eines neuen Departments machen: Dem Sonderdezernat Q, dass sich um ungelöste Fälle von besonderem Interesse kümmern soll.
Nun, wie gesagt hat Morck keine Lust und vertreibt sich in seinem Kellerbüro Anfangs vorwiegend die Zeit mit einigen Patiencen Spider Solitaire auf seinem Rechner.
Irgendwie bohrt sich jedoch mehr und mehr der Fall einer verschwundenen Politikern in seine Gehirnwindungen und er fängt somit unmotiviert das Ermitteln an. Teilweise durch den immensen Antrieb seines syrischen Assisten Assad angetrieben, teilweise durch das steigende Interesse, führt es die beiden immer näher an die Umstände dieses Verschwindens, die nun schon 5 Jahre auf dem Buckel hat.
Mehr soll über diese absolut spannende und überwiegend glaubhafte Geschichte auch nicht gesagt sein. Am Wichtigsten in Adler-Olsens Buch ist die Entstehung eines Ermittlerduos, das seinesgleichen sucht und durch und durch für eine neue Erfrischung im Genre sorgt.
Jussi Adler-Olsen erster Fall für Carl Morck ist zwar teilweise vorhersehbar – nichts desto trotz lässt es sich sehr gut lesen und strotzt vor spannenden und manch boshaften Elementen, die dafür sorgen, dass ein überwiegend als klassisch zu betrachtender Kriminalfall sehr geschickt in das Thrillergenre abdriftet. Dies ist sehr erfreulich im weiteren Verlauf und sorgt für das gewisse Kribbeln, das man als Leser sucht. Sehr schön auch die Gabe des Autors, die dafür sorgt, dass ERBARMEN nicht nur spannend sondern teils auch humorvoll erzählt ist. Dadurch entsteht nur noch mehr eine Glaubwürdigkeit und man ist auf jede weitere Seite erheblich mehr als nur gespannt.
Somit ein absoluter Höhepunkt im sonst so nachvollziehbaren Genre und der erste Grund, sich dem zweiten Band zu widmen.
Jürgen Seibold/26.06.2011

Erbarmen: Thriller KAUFEN BEI AMAZON

Originalausgabe Mai 2009
Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG
c Andreas Laudan
Ca. 254 Seiten / € 8,95

COVER:

Deutschland 2019: Der Sozialstaat steht kurz vor dem Zusammenbruch; mehr als zehn Millionen Menschen sind arbeitslos, und ein großer Teil der Bevölkerung ist verarmt. Vor dem Hintergrund horrender Steuern und Sozialabgaben hat eine inoffizielle Organisation begonnen, Sozialhilfeempfänger bei Krankenhausaufenthalten durch Verabreichung eines Giftes zu töten. Volker Kühn, ein ehemals erfolgreicher Kundenberater, ist zum Sozialfall geworden und wird im städtischen Krankenhaus Opfer dieser „Behandlung“. Durch einen Zimmergenossen erfährt er, dass er das Gift bereits erhalten und nur noch wenige Stunden zu leben hat. Er flieht aus der Klinik und versucht, verfolgt von den Agenten des mörderischen Systems, die ungeheuerliche Wahrheit publik zu machen. Ein schockierender Thriller, der hoffentlich niemals Wirklichkeit werden wird.

REZENSION:

Nach dem ich gerade mal das zweite Buch von Andreas Laudan namens “Das weisse Mädchen” voller Begeisterung geschlossen habe, wendete ich mich ob der hoch angesiedelten Qualität seines etwas dickeren Kriminalromans unverzüglich seinem ersten Roman “Pharmakos” zu. Sicherlich, da die Hoffnung bestand, auch hier nicht enttäuscht zu werden. Erfreulicherweise hat Andreas Laudan bereits in diesem Werk gezeigt, zu was er als Autor fähig ist. PHARMAKOS ist zwar erheblich dünner, jedoch nicht weniger spannend und aufreibend.
Laudan lässt den Leser mit diesem Thriller nahezu in Echtzeit mitfiebern und baut nebenbei eine leicht in der Zukunft angesiedelte, verstörende und leider durchweg glaubhafte, volkswirtschaftliche Möglichkeiten ein, die zum Nachdenken anregen und den Leser am Ende beinahe paralysiert alleine lassen.
Simpel gesagt, gibt es in der nahen Zukunft ein Medikament, mit dem unerwünschte Individuen auf leichteste Art und Weise das Zeitliche segnen müssen. Als unerwünschtes Individuum zählt man bereits, sobald man Arbeitslos wird und die Sozialkasse zu beanspruchen gezwungen ist. Bekommt man dann auch noch als vermeintlicher “Sozialschmarotzer” eine langwierige oder gar unheilbare Krankheit, die nur noch weitere gesellschaftliche und aus Sicht einer sehr radikalen Gruppierung zusätzlich unnütze Kosten zur Folge hätte, ist das eigene Leben mit ziemlicher Sicherheit besiegelt.
Dumm nur, wenn ein Patient dies spitz bekommt und aus der Klinik ausbricht. In einem rasanten Katz- und Maus-Spiel begleiten wir sogleich Volker Kühn auf der Suche nach Hilfe und Erlösung, da er bereits das Medikament in sich hat und nur noch einige Stunden zu leben haben wird.
Wie man bereits an dieser sehr kurzen Erklärung feststellen kann, handelt es sich um einen sehr sozialkritischen und starken Tobak, den uns dieser neue Autor kredenzt. Die Geschichte ist absolut spannend erzählt und man vergisst beinahe die Welt um sich herum, da man von der rasanten Geschichte ähnlich gefesselt ist, wie bei anderen Erzählungen, die ebenfalls in einer Art Echtzeit dargestellt werden und ohne jegliche Längen erzählt sind.
Ein absolut genialer und nachdenklich stimmender Thriller, der nicht nur innerhalb des Genres bekannt sein müsste – vielmehr besteht die Gefahr, dass PHARMAKOS etwas aufzeigt, was sich in der realen Welt langsam bereits ab zu zeichnen beginnt – somit kann es nicht schaden, wenn jeder des Lesens Mächtige sich einmal diesem kurzen aber knackigen Thriller zuwendet.
Jürgen Seibold/18.06.2011

Pharmakos: Roman: Thriller KAUFEN BEI AMAZON

(c) 2011 Periplaneta – Verlag und Mediengruppe
ISBN 978-3-940767-72-1
ca. 216 Seiten / € 13,–

COVER:

Hal Davidson will ein Vorbild sein,
Sit Hatlogg sinnt auf Rache,
Poe Network braucht die Quote.
Und die Welt will einen Star.

In einer nicht allzufernen Zukunft ist die mediale Macht fast vollständig in der Hand von Poe Network. Auf allen Kanälen liefern sich Sportler, von Werbepausen unterbrochen, brutale Kämpfe. Doch das Volk ist dem langsam überdrüssig.
Die Zuschauerzahlen sinken. Ein neues Format muss her.
Für dieses neue Spiel werden noch größere Geschütze aufgefahren. Und so findet sich eine handvoll Menschen in den unbarmherzigen Mühlen der Medienmaschinerie wieder.

ARMAGEDDON TV ist grandiose Social Fiction und eine bitterböse Mediensatire auf Big Brother, Popstars und den Krieg um die Quote.

REZENSION:

Christian von Aster schrieb bereits vor längerer Zeit das vorliegende Buch und konnte es vor nunmehr sieben Jahren schon einmal bei einem Verlag unterbringen. Leider ist es damals gänzlich an mir vorbei gegangen.
Nun, im Jahre 2011 unserer Zeitrechnung ergab sich erfreulicherweise der Umstand, dass der Periplaneta-Verlag aus irgendwelchen Gründen die Gelegenheit ergriff und diesem Werk eine erneute Chance auf dem hart umkämpften Buchmarkt zu geben versucht. Glücklicherweise führte dabei der Weg des Buches auch über meine bescheidene Schwelle und ich konnte mich daraufhin den darin enthaltenen Seiten in keinster Weise mehr entziehen.
Christian von Aster erzählt eine Geschichte über ein Medienimperium und deren Haupteinnahmequelle: einer Sportattraktion, dessen Einfachheit man sich nicht entziehen kann – wäre da nicht die damit verbundene Gewalt, die zum Erreichen des Zieles benötigt wird – sind doch ganze Waffenarsenale notwendig, um die gegnerische Fahne zu erobern und über eine Linie zu bringen. Dies natürlich ohne jegliche Rücksicht auf Verluste innerhalb der beteiligten Mannschaften: Wer will denn zimperlich sein? Der geneigte Zuschauer möchte ja unterhalten werden…
ARMAGEDDON TV lebt durch zwei sehr wichtige Mechanismen: Der Leser fühlt sich angewidert und gleichzeitig angezogen.
Dadurch ist man nicht nur auf die bloße Lesung einer Geschichte fixiert – nein, man lässt seinen Gedanken freien Lauf und muss dabei leider feststellen, dass eine nicht unerhebliche Zahl an Geschehnissen in diesem Buch ein Spiegelbild zur wirklichen Gegenwart ausserhalb des Buchumschlages zu haben scheint.
Viele werden ARMAGEDDON TV als Mediensatire abtun – aber ist das wirklich der Fall? Sind wir nicht schon in der Realität beinahe dort angekommen, wohin uns der Autor zu führen scheint?
Eine wahnsinnige Geschichte, die uns den Wahnsinn vor Augen hält und nicht nur von Wahnsinnigen gelesen werden sollte – Ich kann dieses Werk ohne Einschränkungen lediglich empfehlen!
Jürgen Seibold/27.05.2011

Armageddon TV: eine bösartige Mediensatire über Burger und Spiele KAUFEN BEI AMAZON

Originaltitel: Strindbergs Stjärna
Aus dem Schwedischen von Antje Rieck-Blankenburg
(c) 2010 Jan Wallentin
(c) 2011 S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main
ISBN 978-3-10-090514-7
ca. 510 Seiten / € 19,95

COVER:

EIN KREUZ. EIN STERN.
Seit hundert Jahren getrennt, an zwei entfernten, finsteren Orten versteckt. Zusammen sind sie der Schlüssel zum größten Geheimnis, von dem die Menschheit je gehört hat. Und plötzlich tauchen Kreuz und Stern wieder auf. Eine mörderische Jagd beginnt. Eine Jagd, bei der Don Titelman vom Jäger zum Gejagten wird.

REZENSION:

“Strindbergs Stern”, der erste Roman des Schweden Jan Wallentin handelt über die Jagd nach einem verschollenen Relikt. Diese Jagd wird vom Autor erfreulicherweise sehr Genre-übergreifend dargelegt. Diese Sprengung der Grenzen sollte innerhalb von Buchdeckeln erheblich öfter vorkommen – ich denke, dadurch entsteht ein extrem weiter Spielraum, in dem man sich als Autor mit allen aufkommenden Ideen viel weiter agieren kann, als die üblichen Darstellungen, die überwiegend durch selbst auferlegte Szenegrenzen begrenzt zu sein scheinen.
Leider ist die Erzählung (oder liegt es an der Übersetzung?) latent verwirrend dargestellt und man ist als Leser gezwungen,  mit höchster Konzentration den jeweiligen Geschehnissen und Ereignissen zu folgen. Dies betrifft auch die beteiligten Personen, die erst als zu dünn gemalt dargestellt werden und erst im Laufe der Zeit ein wenig Kontur bekommen. Die grundsätzliche Idee des Autoren bleibt aber unangetastet und lebt durch einen immensen Schaffensreichtum und einem immer wieder erscheinenden, historischen Faden, der sich durch unterschiedlichste Ereignisse zu legen scheint und diese vor des Lesers Augen offenbart.
Somit ein sehr zwiespältiger Thriller, bei dem man sich zum Einen nicht ganz sicher sein kann, zum Anderen ihn lieben kann oder eben auch eine Verweigerung offenbart werden kann. In diesem Falle sollte sich wohl der ein oder andere selbst ein Bild machen – ich denke aber, man kann einiges Entdecken und Erleben, wenn man sich dem Sog der Geschichte in voller Konzentration hingibt.
Jürgen Seibold/27.05.2011

Strindbergs Stern KAUFEN BEI AMAZON

Originaltitel: I Can See You
Aus dem Amerikanischen von Kerstin Winter
Deutsche Erstausgabe Mai 2011
(c) 2009 by Karen Rose Hafer
(c) 2011 der deutschsprachigen Ausgabe bei Knaur Verlag.
ISBN 978-3-426-66357-8
ca. 650 Seiten / € 14,99

COVER:

Auf den ersten Blick sieht alles nach Selbstmord aus. Doch die Augenlider der roten Martha Brisbane sind festgeklebt und ihre Schuhe auf seltsame Art und Weise arrangiert. Detective Noah Webster hat zunächst keine Erklärung für diese merkwürdigen Indizien. Eve Wilson, angehende Psychologin, arbeitet an einem virtuellen Forschungsprojekt: Shadowland. Martha Brisbane war eine ihrer Probanden und wirkte absolut nicht selbstmordgefährdet. Besorgt sucht Eve eine andere Teilnehmerin auf und findet deren Leiche. Ein schrecklicher Verdacht keimt in ihr auf. Hat der Killer es auf ihre Testpersonen abgesehen?
Eve berichtet Detective Webster von ihren Befürchtungen. Besondere Brisanz bekommt der Fall für sie, als sich herausstellt, dass die toten Frauen ihren schlimmsten Ängsten ausgesetzt waren, bevor der Psychopath sie tötete und sein Werk als Selbstmord inszenierte. Das erste Opfer litt an Klaustrophobie, Nummer zwei hatte Angst, lebendig begraben zu werden. Eve denkt voller Grauen an den furchtbarsten Moment ihres Lebens zurück, als ein Wahnsinniger einen Mordanschlag auf sie verübte. Muss sie erneut um ihr Leben fürchten?
Todesstoß: Thriller KAUFEN BEI AMAZON

Originaltitel: Dark Parties
Aus dem Englischen von Kerstin Winter
Deutsche Erstausgabe März 2011
(c) 2011 by Sara Grant
(c) 2011 der deutschsprachigen Ausgabe bei PAN-Verlag
ISBN 978-3-426-28348-6
ca. 350 Seiten / 16,99 €
COVER:
“Die Protektosphäre bringt uns um”, platzt Sanna heraus. Jemand schnappt hörbar nach Luft. Noch keiner hat es gewagt, so etwas laut auszusprechen. Wenn ich doch auch so mutig wäre!
Eigentlich sollen die mächtige Energiekuppel und die strengen Gesetze den Bürgern von Heimatland Schutz und Sicherheit garantieren – doch ihr Leben ist alles andere als idyllisch: Die Regierung überwacht jeden Schritt, der Einzelne hat kaum persönliche Entscheidungsfreiheit. Selbst äußerlich sind sich die Menschen nach Generationen der Isolation immer ähnlicher geworden. Viele Jugendliche legen sich darum Kenn-Zeichen wie Tätowierungen zu, um sich von den anderen zu unterscheiden. Neva reicht diese Form des stummen Protestes nicht mehr. Sie beginnt, mit einer Gruppe Gleichgesinnter zu rebellieren.
Dabei kommt Neva allerdings auch Braydon immer näher, der großen Liebe ihrer besten Freundin Sanna.
Als eine erste Protestaktion scheinbar unentdeckt gelingt, sind die Jugendlichen euphorisch. Doch schon am nächsten Tag beweist die Regierung, dass ihr nichts entgeht …
REZENSION:
Beim Genuss von NEVA muss man sich als Erwachsener natürlich ein klein wenig zurücknehmen – viel zu oft wünscht man sich, dass die geniale Idee und der Inhalt noch etwas stärker ausgebaut worden wäre. Würde dies jedoch der Fall sein, könnte das Buch nicht mehr als Jugendbuc durchgehen, da der Anspruch naturgemäß mit dem Alter steigt.
Somit bleibt für einen Erwachsenen ein sehr gelungenes Buch mit vielen Ausbaumöglichkeiten – Mit den Augen eines Jugendlichen betrachtet befindet sich zwischen den Buchdeckeln eine unwahrscheinlich gelungene und umgesetzte Idee, die so gut wie nichts zu missen scheint. Es ist alles vorhanden, was der Leser zur Unterhaltung benötigt und man wünscht sich so schnell wie möglich ein weiteres Buch dieser Autorin – und ich denke, dieser Wunsch ist Aussage genug…
Jürgen Seibold/07.05.2011
Originaltitel: Scream for Me
Aus dem Amerikanischen von Kerstin Winter
c 2008 by Karen Rose Hafer
c 2009 der deutschsprachigen Ausgabe bei Knaur Verlag
Ca. 650 Seiten / € 14,95

COVER:
In Arcadia wird eine junge Frau kaltblütig ermordet. Der Killer hat ihr das Gesicht zertrümmert, sie nackt in eine braune Decke eingewickelt und in einen Graben geworfen. Special Agent Daniel Vartanian übernimmt die Ermittlungen, und schnell stellt sich heraus, dass vor dreizehn Jahren Alicia Tremaine auf dieselbe bestialische Art getötet wurde. Ist der Mörder von Alicia zurückgekehrt, oder handelt es sich um einen perfiden Nachahmungstäter? Bevor Vartanian weitere Spuren verfolgen kann, taucht Alexandra Fallon, die Zwillingsschwester der toten Alicia, in seinem Büro auf, um eine Vermisstenanzeige aufzugeben. Kurz darauf wird die nächste Tote gefunden, und ehe Alexandra es sich versieht, gerät sie ins Visier dieses überaus cleveren Serienmörders…

REZENSION:

Die amerikanische Autorin Karen Rose entwickelt sich mehr und mehr zu einer der renommiertesten und erfolgreichsten Schriftsteller der neu entwickelten Genreabgrenzung “Romantic Suspense”. In diesem Genre schafft sie es virtuos, spannende Handlungen sowie zusätzlich einige Thrillerelemente mit einer Brise Erotik zu würzen. Die von ihr vorgelegte Kontinuität sorgt für eine Verbundenheit zu ihrer Leseklientel – jeder freut sich auf die kommende Fortsetzung.
Todesbräute ist dabei erst der zweite Band einer Trilogie um Special Agent Daniel Vartanian. Dieser durfte bereits im Erstlingsband “Todesschrei” seine Fähigkeiten darlegen. Todesbräute setzt fast nahtlos an den ersten Band an und lässt somit keine zeitlichen oder handlungsrelevante Lücken auftreten.
Erneut ist das Buch hochwertig und ansprechend verarbeitet – was jedoch vom spannenden Inhalt nicht ablenken soll.
Ohne auf den Inhalt eingehen zu wollen – hier soll sich bitte jeder wirklich selbst ein Bild machen – zeigt Karen Rose, dass auch Folgebände ein gewisses Anschlussniveau halten können; sicherlich: Todesbräute ist nicht ganz so gut wie der erste Band – der Abstand zwischen den Beiden ist jedoch eher als marginal zu betrachten.
Somit ein durch und durch passender Anschluss, den kein Kenner übersehen sollte.
Jürgen Seibold/07.05.2011

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