EXKLUSIV: Markus Heitz – Der Triumph der Zwerge

Blogger Banner Zwerge5Mit freundlicher Genehmigung des Piper-Verlags gibt es HIER eine exklusive Vorab-Leseprobe zu dem neuesten Band aus der Welt der Zwerge von Markus Heitz.
Am 16.02.2015 erscheint das Buch mit dem Titel “DER TRIUMPH DER ZWERGE”.
Viel Spaß mit der Leseprobe.

Zusätzlich auch noch vorab eine Lesung von Markus Heitz:

Sowie die Übersicht, wie die unterschiedlichen Bänder der Albae und Zwerge zusammenhängen:

Übersicht Albae_Zwerge mit E-Book Kopie

Thomas Finn: Aquarius

Finn_Aquarius© Piper Verlag GmbH, München 2014
ISBN 978-3-492-70337-6
ca. 416 Seiten

Cover:

Bei den Bergungsarbeiten an einem gesunkenen Schiff geschieht ein Unglück: Eine Seemine explodiert. Als Berufstaucher Jens Ahrens wieder zu sich kommt, findet er sich mit anderen Männern in einem Keller wieder, gefesselt, unter Drogen gesetzt und wehrlos gemacht. Nur mit Mühe kann er sich befreien und landet in Egirsholm, einer kleinen, wohlhabenden Küstensiedlung. Diese aber wird zum Schauplatz rätselhafter Todesfälle. Menschen ertrinken – in Telefonzellen, in ihren Autos oder im eigenen Wohnzimmer. Etwas stört die ruhige Idylle des Nordseedörfchens. Etwas, in das Jens so schnell und tief hinab gesogen wird, dass er sich nicht mehr entziehen kann. Mythen und Legenden um geheimnisvolle Wesen aus den Tiefen der Meere scheinen lebendig geworden zu sein. Sie enthüllen Geheimnisse, die für alle Zeiten unter der Wasseroberfläche hätten verborgen sein sollen.

Rezension:

Thomas Finn ist sicherlich so gut wie jedem Leser der phantastisch angehauchten Welt der Literatur ein Begriff. Ist er doch bereits durch manch andere Romane ein Garant für angenehme und spannende Unterhaltung. Gleichzeitig steht er für detaillierte Recherchearbeit, um den Leser möglichst umfänglich in seine Geschichten eintauchen zu lassen.
Mit „Der Funke des Chronos“ legte er einen historischen Roman mit Zeitreiseelementen vor, um dann bei „Weißer Schrecken“ einen reinrassigen Horrorthriller unter Verwendung alter Sagen und Mythen um den Begleiter des Nikolaus (Knecht Ruprecht, Krampus, …) zu erzählen und schwenkte sogleich wieder in „Schwarze Tränen“ in die abgrundtiefe Landschaft der Hölle und erzählte eine Faust‘sche Geschichte mit dem Teufel höchstselbst als Hauptdarsteller.
Nun liegt mit „Aquarius“ ein neues Werk dieses sehr abwechslungsreichen Autors vor. In diesem Roman schnappt er sich alte Sagen, die teilweise sehr weit zurückliegen und bereits zu Homers Zeiten thematisiert worden sind: Die Meerjungfrauen bzw. Sirenen.
Diese holt er auf sehr interessante Art und Weise in unsere Gegenwart an die nördliche Küste Deutschlands.
Während seiner Recherchen entdeckte er dabei weitere Mythen – wie z.B. das sagenumwobene Rungholt, auch Atlantis des Nordens genannt – und wob diese geschickt in seine „Meerjungfrauen-Geschichte“ ein.
Wer aber nun denkt, Meerjungfrauen sind grazile Gestalten ohne besonderen Mehrwert und werden nur für Kindergeschichten verwendet, liegt gänzlich falsch. Thomas Finn zeigt uns in seinem rasanten Thriller, dass diese Sagengestalten nicht unbedingt freundlich sein müssen und für manches Unheil Verantwortung zeigen.
„Aquarius“ entwickelt sich dabei mit steigender Seitenzahl immer stärker und es entsteht ein spannungsgeladener Thriller mit mystischen Elementen, der aus meiner Sicht kurzzeitig ein wenig holprig begonnen hat, urplötzlich aber die Kurve bekommt und den Leser dann förmlich an die Seiten fesselt und somit nicht mehr verlieren kann.

Durch die detailverliebte Vorgehensweise des Autors würde man am liebsten die Orte des Geschehens sofort besuchen, um sich selbst ein Bild davon zu machen. Wer weiß, vielleicht kann man dabei auch ein Auge auf eine dieser sagenhaften Gestalten werfen – ob das jedoch für einen gut ausgehen würde, steht auf einem anderen Blatt.
Mit „Aquarius“ zeigt Thomas Finn jedenfalls erneut, das er sich durch seinen Ideenreichtum und die dabei entstehende Verknüpfung von realen und mystischen Elementen zwar innerhalb der Phantastik befindet, hierin aber in keinster Weise festnageln lässt.
Interessant finde ich auch, dass auf dem Cover ganz lapidar das Genre mit „Thriller“ dargelegt wird und nicht irgendwelche unverständliche Schubladen bedient werden – besteht doch hierbei die große Chance, auch „klassische“ Thrillerleser in das Genre der phantastischen Literatur eintauchen zu lassen.
Man kann somit nur noch hoffen, dass dem Autor die Ideen nicht ausgehen werden und er seinen Lesern noch viele unterhaltsame und spannende Stunden liefern kann.
Jürgen Seibold/24.10.2014

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HYS023 – gewichtelt, nicht gerührt

Podcast Folge 22: Wahnsinn

Jussi Adler-Olsen: ERWARTUNG

Olsen_erwartungDer Marco-Effekt
Der fünfte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q
Aus dem Dänischen von Hannes Thiess
Originaltitel: Marco effekten
Deutsche Erstausgabe 2013
© 2012 Jussi Adler-Olsen
© 2013 der deutschsprachigen Ausgabe: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München
ISBN 978-3-423-28020-4
ca. 568 Seiten

Cover:

Marco ist fünfzehn und hasst sein Leben in einem Clan, dessen Mitglieder von ihrem teuflischen Anführer Zola in die Kriminalität gezwungen werden. Als Marco es eines Tages nicht mehr aushält, fasst er einen folgenreichen Entschluss.
Auf seiner Flucht vor Zolas Männern stößt er in einem Erdloch im Wald auf eine stark verweste Männerleiche – und setzt damit eine Spirale von Ereignissen in Gang, die ihn immer wieder in Lebensgefahr bringen …

Die Suche nach dem Mörder des Mannes im Wald führt Carl, Assad, Rose und Gordon, den Neuen im Sonderdezernat Q, tief hinein in das Netzwerk der Kopenhagener Unterwelt, in den Sumpf von Korruption und schweren Verbrechen in Politik und Finanzwelt – und zieht Kreise bis in den afrikanischen Dschungel.

REZENSION:

Im bereits fünften Fall des sehr sympathisch und erfolgreich agierenden Sonderdezernats breitet Jussi Adler-Olsen seine schriftstellerischen Schwingen sehr weit aus und somit befindet man sich nicht nur in Kopenhagen, bei der Jagd nach einem kleinen Jungen sondern man reist ebenso nach Afrika, um feststellen zu müssen, dass bei einem von der Regierung finanzierten Hilfsprojekt nicht wirklich alles wasserdicht und ordnungsgemäß abzulaufen scheint.
Jussi Adler-Olsen vermischt in ERWARTUNG geschickt mehrere Ebenen, die zum Ende hin glaubhaft zusammengefügt werden. Verstrickungen von der Unterwelt bis hinein in das Finanzwesen und Betrügereien mit Aktien sowie finanzielle Abzweigungen in den höchsten politischen Kreisen lassen einen atemlos von Seite zu Seite huschen und man ist erneut erstaunt, wie virtuos weiterhin die Geschehnisse um das Sonderdezernat Q zu funktionieren scheinen.
ERWARTUNG ist im Ganzen betrachtet nicht mit der gleichen Spannung aufgeladen, wie die vorhergehenden Fälle – nichts desto trotz lässt auch Fall 5 nichts zu wünschen übrig, da wir einem Jungen folgen, der versucht, seinem Leben als Taschendieb zu entfliehen.
Dieser in vielen Städten vorherrschenden Kleinkriminalität, die überwiegend organisiert ist und durch Bedrohung der Beteiligten funktioniert stellt der Autor eine Art Denkmal entgegen und weist darauf hin, dass man auch aus diesem Sumpf entweichen kann – teils mit, teils ohne fremde Hilfe. Das Denkmal breitet geschickt seine Arme über Marco aus und somit öffnen sich beim Leser die Augen ein wenig über die Hintergründe dieser sonst im verborgenen arbeitenden Banden, deren einziges Ziel der Geldbeutel des Passanten ist.
Schlussendlich hat es Jussi Adler-Olsen abermals geschafft, den Leser zu fesseln – auch oder obwohl er etwas weniger an der Spannungsschraube drehte. ERWARTUNG funktioniert aber durch die darin verstärkten Emotionen ohne jegliche Einschränkung und man fühlt sich bereits beim Schließen des Buches verlassen und hofft auf einen bald erscheinenden, weiteren Fall dieses nicht üblich agierenden Ermittlerteams.
Jürgen Seibold/03.11.2013
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Markus Kastenholz: Lichterfest (Breisgauer Geschichten)

Kastenholz_Lichterfest© Markus Kastenholz
Bezug: Markus Kastenholz, St. Ulrich-Str. 33, 79189 Bad Krozingen
ca. 146 Seiten / € 9,90

COVER:

Bad Krozingen, Heitersheim, Staufen und Freiburg – das sind nur einige Schauplätze dieses Bandes der Breisgauer Geschichten.
Geschichten aus der Region voller Charme, Spannung und Humor.

REZENSION:

Nun der zweite Streich: Nachdem mich bereits – entgegen des für mich etwas abschreckenden, regionalen Covers – das ähnlich aufgebaute Kastenholz-Buch MALTESERBLUT durchweg überzeugen konnte, war es mir ein Leichtes, mich diesem LICHTERFEST zuzuwenden.
LICHTERFEST beinhaltet abermals ein Potpourri an verschiedenen Kurzgeschichten, die spielerisch den Abwechslungsreichtum eines Markus Kastenholz widerspiegeln.
Erhalten sind erneut 8 Geschichte – wobei ich sowohl das Vorwort als auch das Schlusswort als Geschichte bezeichnen möchte.
Sämtliche Geschichten lassen sich mit einem dezenten Schmunzeln lesen – gleichwohl Markus Kastenholz in diesem Band ein klein wenig melancholischer wirkt als im MALTESERBLUT. Nichts desto trotz sind hier wieder einige Perlen vertreten, die insbesondere hervortreten, wenn Kastenholz dezent mystische Elemente hineinrieseln lässt. Sehr schön finde ich VILLA GERMANICA, AUF DIE HARTE TOUR und ganz besonders das Lovecraftsche DIE BÜCHER DER TOTEN – in dieser Geschichte wäre ich gerne noch einige hundert Seiten versunken. Kastenholz spielt jedoch auch ab und an mit seinem Leser und somit bleibt einem manches Mal nichts übrig als am Ende einer Geschichte noch ein wenig die eigene Fantasie walten zu lassen, bevor man sich der nächsten Geschichte zuwendet.
Wie bereits MALTESERBLUT ein kleiner Kurzgeschichtenband, der die Grenzen des Breisgaus überwinden sollte, da hier fast jeder Leser regionsunabhängig eintauchen kann.
Jürgen Seibold/02.08.2013

 

LICHTERFEST … und weitere phantastisch-amüsante Geschichten aus dem Breisgau KINDLE EDITION KAUFEN BEI AMAZON

HYSTERIKA – der Podcast

Episode 3 ist ab sofort über die üblichen Kanäle abrufbar:

Entweder über iTunes – einfach suchen nach dem Podcast “Hysterika – der Podcast” oder direkt über die eingerichtete Page http://hysterika.podcaster.de

Diesmal:
Wir sprachen mit Steffen Janssen, Gründer, Eigentümer, Inhaber, Chef vom Luzifer-Verlag – www.luzifer-verlag.de – über den Weg vom Autor bis zum Buch und allem, was dazu gehört. Was macht ein Verlag? Was macht einen Verlag aus? Was macht überhaupt ein Autor? Für was gibt es ein Urheberrecht? Hilft die Buchpreisbindung? … und natürlich noch vielem mehr!! Abermals länger als beim letzten Mal und somit viel interessanter.

Wir danken Steffen und wünschen Euch viel Spaß.

DVD: Die Mondverschwörung

„Die Mondverschwörung“ – ein Film von Thomas Frickel mit Dennis R. D. Mascarenas, dem Chefreporter des deutschsprachigen US-Senders DDC-TV.

Diese Informationen kann man ziemlich auf einen Blick dem Cover dieser DVD entnehmen. Per Zufall hat mich dieser Film mit dem lapidaren Kommentar „Schau Dir doch mal den an…“ erreicht.

Nun, bevor ich ihn wieder zurückgeben muss, möchte ich nun doch herausbekommen, was dahinter steckt und sehr schnell bemerkte ich, dies wäre doch mal ein Thema für meinen Blog. Es handelt sich zwar nicht um ein Buch, aber diese DVD beinhaltet viel Mystik, Kultpotenzial und was weiß ich noch…
Hier der Livebericht, entstanden während der Filmbetrachtung:

Los gehts bei einem Amerikaner, der ganz selbstverständlich Teile des Mondes an Kunden jeglicher Art verkauft – im Gegenzug gibt es aber auch einen Deutschen, der darauf scheinbar besteht, dass der Mond eigentlich ihm gehört, da seine Vorfahren von Friedrich dem Großen den Mond geschenkt bekamen.
Klingt komisch? Ja – und ab diesem Augenblick befindet man sich in einer absolut absurden Dokumentation in der die interviewten Personen ganz bereitwillig Auskunft geben, da Dennis durchweg seriös und interessiert wirkt und somit keiner was Negatives dahinter vermutet.
Nun erfährt man von Mondgymnastiken, speziellen Cremes, die nur zu bestimmten Mondphasen produziert worden sind, einem Mondwasser, Glücksgläser und vieles mehr.
Interessanterweise befinde ich mich erst bei Minute 20 und hoffe bereits, dass diese ganzen Personen einfach nur harmlos sind.
So langsam denkt Dennis an ein umfangreiches Geheimprogramm – immerhin wollte Westerwelle auf seine Fragen nicht antworten und wenn Politiker nicht antworten, scheint was erheblich Größeres dahinter zu stecken.
Nun kommen wir langsam in die Verschwörung um den Mond und man kann sich schon nicht mehr entscheiden, ob man mitleidig über die Interviewten den Kopf schütteln soll oder schlicht und einfach lächelnd dem Irrsinn weiter folgen.
Ich folge mal und lande mehr und mehr in esoterischen Gedankenwelten und dazu gehörigen Erklärungsversuchen. Wir sind durchsetzt von dämonischen Kräften und bei allem spielt der Mond eine nicht unerhebliche Rolle.
Selbst das böse Internet kommt aus dieser Nummer nicht heraus – ist doch 666 die Zahl Satans und ein Apokryph dieser Zahl ist WWW; also das World Wide Web und davon abgesehen: Wenn ihr euch mal den deutschen Personalausweis näher anschaut, werdet ihr den Teufel darauf erkennen und des weiteren ein Symbol des Teufels inklusive einer Vagina! Wenn das keine Pornographie im großen Sinne ist – aber selbst Anfragen bei der Bundesdruckerei führten bei diesem Mitbürger leider zu keinem Ergebnis.
Oh mann oh mann, wir sind durchsetzt vom Bösen und werden gelenkt von üblen Mächten. Natürlich sind alle Sachen beweisbar und somit stellt sich mir die Frage, ob ich den satanischen und obszönen Personalausweis noch in meinem Geldbeutel behalten soll, denn die negativen Schwingungen des Ausweises färben auf den Träger ab und wir werden ja von unserem Staat dazu gezwungen.
Doch was steckt dahinter?
Irgendwie verstärkt sich bei mir das Gefühl, dass es mir langsam egal ist, denn dieser Irrsinn ist einfach nur haarsträubend, aber eben auch dermaßen interessant, dass man sich dem leider nicht mehr entziehen kann.
Der Wahnsinn geht selbstverständliche ungebremst weiter: Geldscheine sind vergiftet um das Bevölkerungswachstum einzudämmen. Das ist ein gigantisches, organisiertes Verbrechen und der Interviewte hat natürlich auch Klage eingereicht – aber: der frühere Finanzminister Eichel läuft immer noch ungeschoren herum und die Staatsanwalt hat die Klage einfach nur abgelehnt. Dies ist natürlich nur ein weiterer Beweis zur allumfassenden Verschwörung.
Ich lausche gespannt weiter…
Ach ja, die USA dämpft durch eine – natürlich dokumentierte – Vernebelungsaktion das Sonnenlicht, um die Erderwärmung zu reduzieren. Durch diese Aktion braucht die USA bei der CO2-Reduzierung nicht mitmachen. So kann man seine innenpolitischen Probleme lösen…
In den folgenden Minuten kommt mir mehr und mehr die Erkenntnis: Scheinbar ist in unserem schönen Land alles ein wahrer Sumpf voll von uns steuernden Mächten – oder aber: wir sind durchsetzt von Spinnern? Haben diese Personen unter Umständen recht? Wie erschreckend wäre das denn? Soll ich weiterhin Geldscheine anfassen? Wie werde ich die satanische Spezies los, die bereits vor 12.600 Jahren Atlantis vernichtete? Aber ist das nicht egal, da die Nachfahren der Atlanten wir selbst – die Deutschen – sind? Soll ich weiterhin im Internet surfen? Werde ich auch mal von einem Raumschiff abgeholt, um meine direkten Vorfahren, die Aldebaraner aus den Tiefen des Alls, kennen zu lernen?
Die lediglich 85-minütige Mondverschwörung würde dem Autor von Akte-X Material für 30 Staffeln geben – hier wäre selbst das Traumteam Scully und Mulder schlichtweg überfordert.
Diese Dokumentation ist wahrlich interessant, wirkt witzig, komisch aber gleichzeitig durch und durch erschreckend, denn die befragten Personen meinen das ja wohl scheinbar absolut ernst.

Die Stärke dieser Dokumentation liegt natürlich am Reporter, der auf großartige Weise Interesse an den Aussagen zeigt und jeweils nur ganz dezent nachfragt, ohne hierbei eigene Bewertungen vorzunehmen. Somit hat keiner das Gefühl, von ihm nicht ernst genommen zu werden.
Man muss diese DVD wirklich anschauen, um das glauben zu können. Darüber hinaus gibt es zwischen Flensburg und Garmisch Dinge von denen wir scheinbar keine Ahnung haben. Diese Dokumentation deckt diese essentiellen Geheimnisse unseres Landes auf…
Wer mal gepflegt mit dem Kopf schütteln möchte, sollte sich diese 85 Minuten gönnen. – Aber niemals aus dem Auge verlieren: Vielleicht haben die ja auch alle Recht…

Ich schließe jetzt hiermit meinen etwas anderen Bericht und lausche den letzten Minuten, in denen wir mehr und mehr in Richtung Außerirdische in Bezug auf den Führer kommen – nicht zu vergessen, dass Deutsch die Sprache des Weltraums ist und von den deutschen Militärbasen auf dem Mond und den deutschen UFOs möchte ich gar nicht sprechen.

Mal sehen, was hier noch so aufgeklärt wird…

DIE MONDVERSCHWÖRUNG ist direkt über die eigens dafür eingerichtete Mondverschwörungshomepage zu beziehen:
www.mondverschwoerung.de

Rita Falk: Schweinskopf Al Dente

Originalausgabe 2011
(c) 2011 Deutsche Taschenbuch Verlag GmbH & Co. Kg, München
ISBN 978-3-423-24892-1
ca. 240 Seiten / € 14,90

COVER:

Anruf von der PI Landshut beim Eberhofer Franz. Dr. Küster, zu fünfzehn Jahren Haft wegen Mordes verurteilt, ist aus dem Gefängnis entflohen und muss rasch wieder eingesammelt werden. Doch obwohl der Franz dem Küster quasi schon auf der Spur ist, geschehen merkwürdige Dinge in Niederkaltenkirchen: Das halbe Dorf wird nach dem Verzehr von Omas Rotweinkuchen im Krankenhaus eingeliefert, Termiten belagern das Büro vom Franz, und wer ist bitte dieser “Cousin”, mit dem die Gattin des Richters in Bad Wörishofen gesehen wurde? Dem Franz wird der ganze Stress zu bunt, und so macht er sich auf an den Gardasee. Währenddessen läuft Dr. Küster noch immer frei herum …

REZENSION:

Wissens, ich bin ein reinrassiger Oberbayer und hab so meine eigenen Erfahrungen mit den dramatischen Geschehnissen in den Käffern dieser Welt. Nun wunder ich mich natürlich schon ein bissal, warum so viele Kritiker die Bücher von der Rita Falk so hinstellen, als ob sie uns Bayern damit was antun möchte. Ehrlich gsagt, versteh ich des net, weil, ich überleg schon andauernd, ob des jetzt nun eine Situationskomik ist oder ob des einfach nur die Wahrheit ist – Wissts Leut: genauso geht’s zu in den Dörfern des Südens! Hier is einfach die Welt noch a bissal anders aber trotzdem schwer in Ordnung!
Somit kann auch der dritte Band um den kriminaltechnischen Oberspezialisten Franz Eberhofer uneingeschränkt empfohlen werden. Der Witz ist zwar nicht mehr ganz so reinfliegend, wie im zweiten Band – aber es gibt noch genug Momente, auf die man aufmerksam machen sollte: z.B., wie der Pfarrer vom Franz rausgeschmissen wird, weil die Oma zum Ersten nicht stirbt und außerdem dann ausgstopft auf’d Couch kommt oder gar der Italien-Trip, die Wallfahrt, der … und die.. und noch … außerdem … ach ja… und dann auch noch ….
Aber: Lass’ma des einfach, lests des Buach und ich verweis hiermit auf eine Co-Autorin, die direkt aus dem tiefsten Niederbayern kommt, das Buch glesn hat und mir eine kurze Kritik dazu geschickt hat:

Einwandfreies Buch, da gibt’s nix zu deuteln. Fast so gut wie der Kartoffelsalat von der Oma.Die Handlung? Ja mei, ein niederbayerischer Provinzkrimi halt, aber auf die Handlung kommt’s ja eigentlich auch gar nicht an. Vom Witz her ist es eher ein bisserl schwächer wie die zwei Vorgänger, aber immer noch einwandfrei und ein echter Schenkelklopfer. Da würd ich sogar den Schweinsbraten von der Oma dafür stehenlassen….. Oder das Rahmgulasch…. Oder die Leberkäs-Semmeln vom Simmerl.
Jürgen Seibold feat. Andrea Dalle Molle / 16.12.2011

 

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Laurence Gonzales: Lucy

Originaltitel: Lucy
Deutsch von Britta Mümmler
Deutsche Erstausgabe 2011
(c) 2010 Laurence Gonzales
(c) 2011 der deutschsprachigen Ausgabe: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. Kg, München
ISBN 978-3-423-24890-7
ca. 430 Seiten / € 14,90

COVER:

Das Mädchen Lucy wächst im afrikanischen Dschungel bei ihrem Vater, einem englischen Naturforscher, in völliger Abgeschiedenheit auf. Als er stirbt, bleibt sie allein zurück.
Durch Zufall findet die amerikanische Wissenschaftlerin Jenny sie und nimmt sie mit nach Amerika. Lucy ist hübsch und sehr begabt. Was niemand ahnt: Sie ist das Ergebnis eines unglaublichen Experiments, ihr Erbgut eine Kreuzung zwischen dem von Mensch und Menschenaffe. Irgendwann lässt sich das nicht mehr geheimhalten – und Medien, Militär und Wissenschaftler beginnen eine erbarmungslose Jagd auf Lucy …

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Thomas Manegold: Ich war ein Grufti – Ein Pamphlet für Eltern und missratene Kinder

(c) 2008 periplaneta.com
(c) der 1. Auflage: 2006 bei Thomas Manegold
ISBN 978-3-940767-05-9

COVER:

Thomas Manegold nimmt Dich mit auf einen Trip durch die Hölle des Normalen aus der Sicht eines Freaks. Dabei tritt er zuweilen wütend auf das gaspedal. Er streift den Glauben, kollidiert mit der Religion, stößt mit der Wiedervereinigung zusammen und beleuchtet die Jugendszenarien unserer Zeit. Egal ob sorgende Mutter, rebellierender Teenager oder sinnsuchender Endzwanziger, hier kommt jeder auf seine Kosten und hier bekommt jeder seinen Denkzettel:
“Unsere Kinder haben keine Selbstachtung mehr und keine Tradition, sie beginnen kurz nachdem sie im Auto vorn sitzen dürfen, verzweifelt herumzuvögeln und suchen, bis sie selbst Eltern werden, nach irgendeinem Kick, der weder christlich noch zivilisiert ist. Sie suchen in den importierten Popkulturen mit digitalen Daumenkinos vergeblich nach irgendeiner Identität. Und sie greifen nach jedem noch so dünnen Strohhalm, egal ob das ein Rapper, eine Tittenmaus, ein Prediger oder eine neue Droge ist. ihr treibt sie dorthin. Ihr seid der Feind! Nicht irgendein Rockmusiker, kein Ballerspiel und auch kein Horrorfilm und schon gar nicht irgendein gehörnter Gott. Ihr seid der Feind!”

REZENSION:

Bei Thomas Manegold’s ICH WAR EIN GRUFTI handelt es sich keineswegs um einen Insider-Roman über eine vermeintlich “böse” Szene, in die sich alle verwirrten Gestalten verirren, um todessehnsüchtig das aktuelle Leben zu bedauern und das Ende der Welt herbei zu sehnen.
Bevor nun alle “Gruftis” – und ja, damals durfte man das noch sagen – nun aufschreien: Ich darf alles nun folgende sagen, war ich doch selbst Teil dieser Szene und versuche es noch immer zu sein, da ich vom ehrlichen Grundgedanken immer noch überzeugt bin und nebenbei auch bis dato trotz meines fortgeschrittenen Alters noch immer von den musikalischen Inhalten dieser Szene uneingeschränkt überzeugt bin und lautstark genieße.
Die Szene hat sich jedoch natürlich auch in den letzten 20 Jahren sehr verändert – hat doch der Mainstream im Laufe dieser Zeit auch diesen kleinen aber feinen Lebensbereich entdeckt, und versucht diesen nun durch diverse Aktivitäten auszuschlachten. Ich persönlich finde es schade, möchte aber nun in keinster Weise ein weiteres Pamphlet beginnen, da wir uns ja um das vorliegende von Thomas Manegold kümmern möchten.
ICH WAR EIN GRUFTI ist ein kleines Buch von gerade mal 124 Seiten in dem sich ein Bürger in leider lediglich 76 Seiten über die Gesellschaft im Allgemeinen echauffiert. Dieser Bürger – Thomas Manegold – bewegte sich erst in der Metal-, dann in der Gothicszene, womit der Zusammenhang zum Titel hergestellt wäre. Sein Pamphlet möchte aber nicht auf diese Szene reduziert werden – Thomas Manegold erstellt vielmehr eine Abrechnung mit dem Spießertum und dem Mainstream als auch der Vermarktung der heutigen Zeit. Wie kleine Kinder folgen wir dem Rattenfänger blind, da er ja nur unser Bestes möchte – überwiegend handelt es sich dabei um den schnöden Mammon – nichts desto trotz werden wir vom Rattenfänger dezent geimpft, um Personen, die dem entfliehen möchten und damit eigene Szenen erschaffen, diesen Halt zu nehmen versuchen.
Es gibt in diesem Werk sicherlich einige Themen, mit denen nicht jeder Leser konform gehen kann – aber einige Sachen sind auch absolut nachvollziehbar und regen zum Denken an. Andere sind in ihrer Einfachheit plausibel und gültig; als Beispiel sei nur der Verweis auf die Bibel genannt: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst – jedoch: wie soll man den Nächsten lieben können, wenn man mit sich selbst nicht im Reinen ist (von Liebe gar nicht zu sprechen).
Diese Gedanken tragen im Fazit überwiegend nur einen Wunsch: Seit euch selbst treu!
Somit bleibt der Titel weiterhin irreführend, da hierbei überwiegend Gruftis zugreifen, um etwas über sich selbst zu lernen(?) – Vielmehr ist im Gegenteil dazu dieses kurz gehaltene Pamphlet jedoch für absolut jedem des Lesens Mächtigen geeignet, der ein klein wenig über den Tellerrand schauen möchte und nicht nur als Lemming über die Klippe springen möchte – auf der Jagd nach etwas, was er nie auf diesem Weg finden wird.
Durch diverse, eingestreute Bandinformationen und einem sehr ehrlichen Nachruf an den verstorbenen Sänger Layne Staley erhält ICH WAR EIN GRUFTIE natürlich doch noch etwas mehr Nähe an die benannte Szene – nichts desto trotz ist der Inhalt allgemein betrachtet für jeden Leser dieses Landes (dieser Welt?) geeignet und vielleicht gar notwendig. Die Gedanken würden zumindest angeregt werden. Ob es demjenigen hilft, steht auf einem anderen Blatt.
Jürgen Seibold/07.08.2011

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