HYS053 – Im Gespräch mit Carsten Polzin

Die Blogtour zu Andreas Brandhorsts neuem Roman DAS SCHIFF findet so langsam zu ihrem Ende.
Nach den sehr interessanten Beiträgen auf teilzeithelden.de, seitenwinde.wordpress.com, piranhapudel.de, literaturschock.de nachfolgend nun der letzte Beitrag von Hysterika.de:

Dieser Podcast kann nicht nur über die Homepage angehört, sondern auch über iTunes abonniert werden.
Hier noch ein direkter Link zum mp3.

In diesem Podcast findet ihr auch den letzten Hinweis zu dem Gewinnspiel.
Zu gewinnen gibt es:
1. bis 3. Preis: je eine Science-Fiction-Tasse & ein Exemplar von “Das Schiff”
4 & 5. Preis: je ein Exemplar von “Das Schiff”

Ihr müsst dazu lediglich jede Frage beantworten, die ihr bei jedem Beitrag im Rahmen dieser Blogtour findet. Ihr erhaltet dadurch einen Satz, den ihr einfach bis spätestens Dienstag, den 13.10.2015 an info@literaturschock.de sendet. Die Verlosung findet am Mittwoch (14.10.2015) abends statt.
Kleiner Tipp: Der Hinweissatz findet sich auch in einer ähnlichen Variante an anderer Stelle in einem früheren Beitrag der Blogtour.

Hier nun die heutige und letzte Frage:
Von welchem Autor ist Carsten Polzin „Fan“?
1. Dean Koontz (Science-Fiction-Welt)
2. Lee Child (Science-Fiction-Kulisse)
3. J.R.R. Tolkien (Weltraumoper)

Viel Spaß beim Anhören!

Katja Tamara Spreckelsen: Ro’ha: Teil 1 – Vernichtung

roha1© 2013 Katja Tamara Spreckelsen
ca. 384 Seiten

COVER:

Nach einem vernichtenden Angriff auf ihre Heimat schließen sich zahlreiche Überlebende der Verteidigungsstreitmacht der plötzlich aufgetauchten Verbündeten an, um zu bewahren, was von der Erde noch übrig ist. Unter ihnen ist auch Lillja Winter, die sich unversehens inmitten eines grauenvollen Krieges wiederfindet, in dem die Grenzen zwischen Freund und Feind zusehends verschwimmen.

REZENSION:

Nachdem wir in unserem Podcast immer wieder auch Bücher besprechen, stellte sich plötzlich heraus, das mein Kompagnon beinahe jedesmal von Ro’ha zu sprechen begann. Er selbst hat sich den ersten Band über Amazon ausgeliehen und scheinbar hat es ihn dabei so gefesselt, dass er sich unverzüglich nach den 4 Folgebänden umgesehen hat. Ganz nervös ist er geworden, als er mit Band 4 fertig war, jedoch Band 5 noch nicht auf dem Markt erhältlich.
Nun gut, unsere Geschmäcker sind oft genug sehr verschieden – aber durch dieses regelmäßige Anpreisen entschied ich mich ebenfalls mit dem ersten Band zu beginnen.
Wie sich dabei erfreulicherweise herausstellen sollte: Frau Spreckelsen hat einen absolut interessanten Sience-Fiction-Roman vom Stapel gelassen und diesen auch noch in absolut hohem Niveau selbst verlegt.
Bei Ro’ha handelt es sich um das Raumschiff der Xhar. Diese wiederum sind eine fremde Rasse, die unserem Planeten bereits in den ersten Seiten des Buches mal so ganz nebenbei zu Hilfe eilen und ein anderes Raumschiff zerstören, welches gerade Frankfurt dem Erdboden gleich gemacht hat.
Doch das eher nebensächlich, denn nun kommt Lillja Winter ins Spiel, die sich bereit erklärt, auf dem Raumschiff Ro’ha anzuheuern.
Als Mensch ist man dabei eher eine Rasse zweiter Klasse, was Lillja jedoch nicht davon abhält, dafür zu sorgen, dass sich das zu ihren Gunsten ändert.
Ab diesem Augenblick folgen wir einer hochinteressanten Geschichte, in der nicht nur Lillya mit den Xhar mehr und mehr zum Team zusammen wächst, sondern auch viele spannende Begebenheiten zu verfolgen sind. Erfreulicherweise schreibt die Autorin dabei nicht die oft unvermeidliche Liebesgeschichte und somit folgen wir eben nicht einer “Mensch-verliebt-sich-in-Alien”-Story, sondern wir befinden uns in einem hochwertigen Sience-Fiction-Roman, der sich sicherlich nicht vor anderen hochkarätigen Autoren dieses Genres verstecken muss.
Alles in allem ein sehr spannender Roman mit interessanten Figuren, deren detaillierte Zeichnung auch nichts missen lässt.
Absolut zu empfehlendes Werk einer bis dorthin doch unbekannten Autorin.
Ich jedenfalls widme mich bereits dem zweiten Band.
Jürgen Seibold/03.09.2015

Ro’ha: Teil 1 – Vernichtung KINDLE-EDITION KAUFEN BEI AMAZON

Isaac Asimov: Die Foundation-Trilogie

asimov_FoundationTitel der amerikanischen Originalausgaben:
Foundation
Foundation And Empire
Second Foundation
Deutsche Übersetzung von Rosemarie Hundertmarck
© 1951, 1952, 1953 by Isaac Asimov
© 2012 der deutschsprachigen Ausgabe und der Übersetzung by Wilhelm Heyne Verlag, München
eISBN 978-3-641-05736-7
ca. 881 Seiten

COVER:

Mittels der sogenannten Psychohistorik gelingt es einem einzigen Wissenschaftler, die Zukunft der Menschheit für Jahrtausende vorauszuberechnen. Was in den Anfängen der Science Fiction noch oft belächelt wurde – galaktische Imperien, Raumschlachten und kühne Zukunftsprognosen –, bekam mit Isaac Asimovs großartigem Foundation-Zyklus erstmals ein ernstzunehmendes Gewand.

REZENSION:

Wenn man sich auf der Recherche innerhalb des Science-Fiction-Genres befindet, dauert es gefühlt nur wenige Sekunden, bis der Name Isaav Asimov auftaucht.
Der als Urvater des Genres betitelte Autor wurde sogar als Berater für SF-Serien wie etwa Star Trek herangezogen. Dies allein ist schon sehr interessant zu benennen, da es sich dabei ja um Fiktion handelt und somit klingt es doch recht ironisch, wenn man einen fiktiven Autor heranzieht, um fiktive Begebenheiten auf ihre Plausibilität zu prüfen…
Nun, egal – jedenfalls handelt es sich bei der in diesem Buch befindlichen Foundation-Trilogie um das Frühwerk der epochalen Foundation-Geschichte.
Diese wiederum handelt von einem riesigen Imperium, dessen Untergang mittels der sehr interessant klingenden Psychohistorik vorausgesagt wird.
Sehr stark erkennt man dabei die Verwandtschaft zum römischen Reich – dieses wurde von Asimov in seinem Werk umgewandelt in die Jahre größer 12.000 verlegt.
Sehr stark erkennt man der Geschichte natürlich an, dass sie ursprünglich in einem Magazin veröffentlicht worden ist. Dies ist aber nicht wirklich ein Problem – lediglich durch die höhere Anzahl an Cliffhangern kann man dies ein wenig bemerken.
Abermals interessant ist natürlich auch die Schwierigkeit des “Loslassens” von in seiner Zeit vorhandenen technischen Errungenschaften. Dies sorgt bei mir immer für ein kleines aber wohlwollendes Schmunzeln, da SF-Autoren scheinbar absolut kein Problem haben, irgendwelche Raumschiffe durch die Weiten des Universums zu jagen – im Gegenzug aber der Antrieb zum Beispiel weiterhin Atomkraft ist. Solche Vergleiche gibt es immer wieder und sind deshalb kein Vorwurf – ich halte diese jedoch für außerordentlich interessant, da man dadurch unser Denken sehr gut erkennen kann. Liest man heutige SF-Autoren, wird das sicher ebenso sein, jedoch kann man es dann durch den fehlenden zeitlichen Abstand natürlich selbst nicht wirklich erkennen.
Die Geschichte selbst konnte mich jedoch nicht durchweg überzeugen. Sicher, sein Universum ist interessant und ebenso der Fall und Aufbau der neuen Welt auf Basis bzw. Vorhersagen der Psychohistorik. Nichts desto trotz sind die Personen durchweg recht blass dargestellt und dienen wohl nur als Mittel zum Zweck, um ein wenig die Story voran zu treiben.
Selbstverständlich erkennt man, dass es sich um die tiefgehenden Anfänge der SF handelt und somit ist man trotzdem genötigt, sich vor diesem Autor zu verneigen. Nichts desto trotz hatte ich des Öfteren den Wunsch, das Buch abzubrechen, habe dann aber doch bis zum Ende durchgehalten. Ob ich weitere Bücher Asimovs lesen werde, steht aber vorerst noch in den Sternen. Da wende ich mich wohl doch erst einmal den spannenderen Autoren dieses sehr umfangreichen Genres zu.
Jürgen Seibold/03.09.2015
Die Foundation-Trilogie: Foundation / Foundation und Imperium / Zweite Foundation (Roboter und Foundation – der Zyklus, Band 11) KAUFEN BEI AMAZON

EXKLUSIV: Markus Heitz – Der Triumph der Zwerge

Blogger Banner Zwerge5Mit freundlicher Genehmigung des Piper-Verlags gibt es HIER eine exklusive Vorab-Leseprobe zu dem neuesten Band aus der Welt der Zwerge von Markus Heitz.
Am 16.02.2015 erscheint das Buch mit dem Titel “DER TRIUMPH DER ZWERGE”.
Viel Spaß mit der Leseprobe.

Zusätzlich auch noch vorab eine Lesung von Markus Heitz:

Sowie die Übersicht, wie die unterschiedlichen Bänder der Albae und Zwerge zusammenhängen:

Übersicht Albae_Zwerge mit E-Book Kopie

Thomas Finn: Aquarius

Finn_Aquarius© Piper Verlag GmbH, München 2014
ISBN 978-3-492-70337-6
ca. 416 Seiten

Cover:

Bei den Bergungsarbeiten an einem gesunkenen Schiff geschieht ein Unglück: Eine Seemine explodiert. Als Berufstaucher Jens Ahrens wieder zu sich kommt, findet er sich mit anderen Männern in einem Keller wieder, gefesselt, unter Drogen gesetzt und wehrlos gemacht. Nur mit Mühe kann er sich befreien und landet in Egirsholm, einer kleinen, wohlhabenden Küstensiedlung. Diese aber wird zum Schauplatz rätselhafter Todesfälle. Menschen ertrinken – in Telefonzellen, in ihren Autos oder im eigenen Wohnzimmer. Etwas stört die ruhige Idylle des Nordseedörfchens. Etwas, in das Jens so schnell und tief hinab gesogen wird, dass er sich nicht mehr entziehen kann. Mythen und Legenden um geheimnisvolle Wesen aus den Tiefen der Meere scheinen lebendig geworden zu sein. Sie enthüllen Geheimnisse, die für alle Zeiten unter der Wasseroberfläche hätten verborgen sein sollen.

Rezension:

Thomas Finn ist sicherlich so gut wie jedem Leser der phantastisch angehauchten Welt der Literatur ein Begriff. Ist er doch bereits durch manch andere Romane ein Garant für angenehme und spannende Unterhaltung. Gleichzeitig steht er für detaillierte Recherchearbeit, um den Leser möglichst umfänglich in seine Geschichten eintauchen zu lassen.
Mit „Der Funke des Chronos“ legte er einen historischen Roman mit Zeitreiseelementen vor, um dann bei „Weißer Schrecken“ einen reinrassigen Horrorthriller unter Verwendung alter Sagen und Mythen um den Begleiter des Nikolaus (Knecht Ruprecht, Krampus, …) zu erzählen und schwenkte sogleich wieder in „Schwarze Tränen“ in die abgrundtiefe Landschaft der Hölle und erzählte eine Faust‘sche Geschichte mit dem Teufel höchstselbst als Hauptdarsteller.
Nun liegt mit „Aquarius“ ein neues Werk dieses sehr abwechslungsreichen Autors vor. In diesem Roman schnappt er sich alte Sagen, die teilweise sehr weit zurückliegen und bereits zu Homers Zeiten thematisiert worden sind: Die Meerjungfrauen bzw. Sirenen.
Diese holt er auf sehr interessante Art und Weise in unsere Gegenwart an die nördliche Küste Deutschlands.
Während seiner Recherchen entdeckte er dabei weitere Mythen – wie z.B. das sagenumwobene Rungholt, auch Atlantis des Nordens genannt – und wob diese geschickt in seine „Meerjungfrauen-Geschichte“ ein.
Wer aber nun denkt, Meerjungfrauen sind grazile Gestalten ohne besonderen Mehrwert und werden nur für Kindergeschichten verwendet, liegt gänzlich falsch. Thomas Finn zeigt uns in seinem rasanten Thriller, dass diese Sagengestalten nicht unbedingt freundlich sein müssen und für manches Unheil Verantwortung zeigen.
„Aquarius“ entwickelt sich dabei mit steigender Seitenzahl immer stärker und es entsteht ein spannungsgeladener Thriller mit mystischen Elementen, der aus meiner Sicht kurzzeitig ein wenig holprig begonnen hat, urplötzlich aber die Kurve bekommt und den Leser dann förmlich an die Seiten fesselt und somit nicht mehr verlieren kann.

Durch die detailverliebte Vorgehensweise des Autors würde man am liebsten die Orte des Geschehens sofort besuchen, um sich selbst ein Bild davon zu machen. Wer weiß, vielleicht kann man dabei auch ein Auge auf eine dieser sagenhaften Gestalten werfen – ob das jedoch für einen gut ausgehen würde, steht auf einem anderen Blatt.
Mit „Aquarius“ zeigt Thomas Finn jedenfalls erneut, das er sich durch seinen Ideenreichtum und die dabei entstehende Verknüpfung von realen und mystischen Elementen zwar innerhalb der Phantastik befindet, hierin aber in keinster Weise festnageln lässt.
Interessant finde ich auch, dass auf dem Cover ganz lapidar das Genre mit „Thriller“ dargelegt wird und nicht irgendwelche unverständliche Schubladen bedient werden – besteht doch hierbei die große Chance, auch „klassische“ Thrillerleser in das Genre der phantastischen Literatur eintauchen zu lassen.
Man kann somit nur noch hoffen, dass dem Autor die Ideen nicht ausgehen werden und er seinen Lesern noch viele unterhaltsame und spannende Stunden liefern kann.
Jürgen Seibold/24.10.2014

BITTE BEACHTET DABEI AUCH DIE HIER GENANNTE BLOGTOUR ZU DIESEM BUCH UND ZU THOMAS FINN!

Aquarius: Thriller – KAUFEN BEI AMAZON

HYS023 – gewichtelt, nicht gerührt

Podcast Folge 22: Wahnsinn

Jussi Adler-Olsen: ERWARTUNG

Olsen_erwartungDer Marco-Effekt
Der fünfte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q
Aus dem Dänischen von Hannes Thiess
Originaltitel: Marco effekten
Deutsche Erstausgabe 2013
© 2012 Jussi Adler-Olsen
© 2013 der deutschsprachigen Ausgabe: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München
ISBN 978-3-423-28020-4
ca. 568 Seiten

Cover:

Marco ist fünfzehn und hasst sein Leben in einem Clan, dessen Mitglieder von ihrem teuflischen Anführer Zola in die Kriminalität gezwungen werden. Als Marco es eines Tages nicht mehr aushält, fasst er einen folgenreichen Entschluss.
Auf seiner Flucht vor Zolas Männern stößt er in einem Erdloch im Wald auf eine stark verweste Männerleiche – und setzt damit eine Spirale von Ereignissen in Gang, die ihn immer wieder in Lebensgefahr bringen …

Die Suche nach dem Mörder des Mannes im Wald führt Carl, Assad, Rose und Gordon, den Neuen im Sonderdezernat Q, tief hinein in das Netzwerk der Kopenhagener Unterwelt, in den Sumpf von Korruption und schweren Verbrechen in Politik und Finanzwelt – und zieht Kreise bis in den afrikanischen Dschungel.

REZENSION:

Im bereits fünften Fall des sehr sympathisch und erfolgreich agierenden Sonderdezernats breitet Jussi Adler-Olsen seine schriftstellerischen Schwingen sehr weit aus und somit befindet man sich nicht nur in Kopenhagen, bei der Jagd nach einem kleinen Jungen sondern man reist ebenso nach Afrika, um feststellen zu müssen, dass bei einem von der Regierung finanzierten Hilfsprojekt nicht wirklich alles wasserdicht und ordnungsgemäß abzulaufen scheint.
Jussi Adler-Olsen vermischt in ERWARTUNG geschickt mehrere Ebenen, die zum Ende hin glaubhaft zusammengefügt werden. Verstrickungen von der Unterwelt bis hinein in das Finanzwesen und Betrügereien mit Aktien sowie finanzielle Abzweigungen in den höchsten politischen Kreisen lassen einen atemlos von Seite zu Seite huschen und man ist erneut erstaunt, wie virtuos weiterhin die Geschehnisse um das Sonderdezernat Q zu funktionieren scheinen.
ERWARTUNG ist im Ganzen betrachtet nicht mit der gleichen Spannung aufgeladen, wie die vorhergehenden Fälle – nichts desto trotz lässt auch Fall 5 nichts zu wünschen übrig, da wir einem Jungen folgen, der versucht, seinem Leben als Taschendieb zu entfliehen.
Dieser in vielen Städten vorherrschenden Kleinkriminalität, die überwiegend organisiert ist und durch Bedrohung der Beteiligten funktioniert stellt der Autor eine Art Denkmal entgegen und weist darauf hin, dass man auch aus diesem Sumpf entweichen kann – teils mit, teils ohne fremde Hilfe. Das Denkmal breitet geschickt seine Arme über Marco aus und somit öffnen sich beim Leser die Augen ein wenig über die Hintergründe dieser sonst im verborgenen arbeitenden Banden, deren einziges Ziel der Geldbeutel des Passanten ist.
Schlussendlich hat es Jussi Adler-Olsen abermals geschafft, den Leser zu fesseln – auch oder obwohl er etwas weniger an der Spannungsschraube drehte. ERWARTUNG funktioniert aber durch die darin verstärkten Emotionen ohne jegliche Einschränkung und man fühlt sich bereits beim Schließen des Buches verlassen und hofft auf einen bald erscheinenden, weiteren Fall dieses nicht üblich agierenden Ermittlerteams.
Jürgen Seibold/03.11.2013
Erwartung: Der fünfte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller KAUFEN BEI AMAZON

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Markus Kastenholz: Lichterfest (Breisgauer Geschichten)

Kastenholz_Lichterfest© Markus Kastenholz
Bezug: Markus Kastenholz, St. Ulrich-Str. 33, 79189 Bad Krozingen
ca. 146 Seiten / € 9,90

COVER:

Bad Krozingen, Heitersheim, Staufen und Freiburg – das sind nur einige Schauplätze dieses Bandes der Breisgauer Geschichten.
Geschichten aus der Region voller Charme, Spannung und Humor.

REZENSION:

Nun der zweite Streich: Nachdem mich bereits – entgegen des für mich etwas abschreckenden, regionalen Covers – das ähnlich aufgebaute Kastenholz-Buch MALTESERBLUT durchweg überzeugen konnte, war es mir ein Leichtes, mich diesem LICHTERFEST zuzuwenden.
LICHTERFEST beinhaltet abermals ein Potpourri an verschiedenen Kurzgeschichten, die spielerisch den Abwechslungsreichtum eines Markus Kastenholz widerspiegeln.
Erhalten sind erneut 8 Geschichte – wobei ich sowohl das Vorwort als auch das Schlusswort als Geschichte bezeichnen möchte.
Sämtliche Geschichten lassen sich mit einem dezenten Schmunzeln lesen – gleichwohl Markus Kastenholz in diesem Band ein klein wenig melancholischer wirkt als im MALTESERBLUT. Nichts desto trotz sind hier wieder einige Perlen vertreten, die insbesondere hervortreten, wenn Kastenholz dezent mystische Elemente hineinrieseln lässt. Sehr schön finde ich VILLA GERMANICA, AUF DIE HARTE TOUR und ganz besonders das Lovecraftsche DIE BÜCHER DER TOTEN – in dieser Geschichte wäre ich gerne noch einige hundert Seiten versunken. Kastenholz spielt jedoch auch ab und an mit seinem Leser und somit bleibt einem manches Mal nichts übrig als am Ende einer Geschichte noch ein wenig die eigene Fantasie walten zu lassen, bevor man sich der nächsten Geschichte zuwendet.
Wie bereits MALTESERBLUT ein kleiner Kurzgeschichtenband, der die Grenzen des Breisgaus überwinden sollte, da hier fast jeder Leser regionsunabhängig eintauchen kann.
Jürgen Seibold/02.08.2013

 

LICHTERFEST … und weitere phantastisch-amüsante Geschichten aus dem Breisgau KINDLE EDITION KAUFEN BEI AMAZON

HYSTERIKA – der Podcast

Episode 3 ist ab sofort über die üblichen Kanäle abrufbar:

Entweder über iTunes – einfach suchen nach dem Podcast “Hysterika – der Podcast” oder direkt über die eingerichtete Page http://hysterika.podcaster.de

Diesmal:
Wir sprachen mit Steffen Janssen, Gründer, Eigentümer, Inhaber, Chef vom Luzifer-Verlag – www.luzifer-verlag.de – über den Weg vom Autor bis zum Buch und allem, was dazu gehört. Was macht ein Verlag? Was macht einen Verlag aus? Was macht überhaupt ein Autor? Für was gibt es ein Urheberrecht? Hilft die Buchpreisbindung? … und natürlich noch vielem mehr!! Abermals länger als beim letzten Mal und somit viel interessanter.

Wir danken Steffen und wünschen Euch viel Spaß.

DVD: Die Mondverschwörung

„Die Mondverschwörung“ – ein Film von Thomas Frickel mit Dennis R. D. Mascarenas, dem Chefreporter des deutschsprachigen US-Senders DDC-TV.

Diese Informationen kann man ziemlich auf einen Blick dem Cover dieser DVD entnehmen. Per Zufall hat mich dieser Film mit dem lapidaren Kommentar „Schau Dir doch mal den an…“ erreicht.

Nun, bevor ich ihn wieder zurückgeben muss, möchte ich nun doch herausbekommen, was dahinter steckt und sehr schnell bemerkte ich, dies wäre doch mal ein Thema für meinen Blog. Es handelt sich zwar nicht um ein Buch, aber diese DVD beinhaltet viel Mystik, Kultpotenzial und was weiß ich noch…
Hier der Livebericht, entstanden während der Filmbetrachtung:

Los gehts bei einem Amerikaner, der ganz selbstverständlich Teile des Mondes an Kunden jeglicher Art verkauft – im Gegenzug gibt es aber auch einen Deutschen, der darauf scheinbar besteht, dass der Mond eigentlich ihm gehört, da seine Vorfahren von Friedrich dem Großen den Mond geschenkt bekamen.
Klingt komisch? Ja – und ab diesem Augenblick befindet man sich in einer absolut absurden Dokumentation in der die interviewten Personen ganz bereitwillig Auskunft geben, da Dennis durchweg seriös und interessiert wirkt und somit keiner was Negatives dahinter vermutet.
Nun erfährt man von Mondgymnastiken, speziellen Cremes, die nur zu bestimmten Mondphasen produziert worden sind, einem Mondwasser, Glücksgläser und vieles mehr.
Interessanterweise befinde ich mich erst bei Minute 20 und hoffe bereits, dass diese ganzen Personen einfach nur harmlos sind.
So langsam denkt Dennis an ein umfangreiches Geheimprogramm – immerhin wollte Westerwelle auf seine Fragen nicht antworten und wenn Politiker nicht antworten, scheint was erheblich Größeres dahinter zu stecken.
Nun kommen wir langsam in die Verschwörung um den Mond und man kann sich schon nicht mehr entscheiden, ob man mitleidig über die Interviewten den Kopf schütteln soll oder schlicht und einfach lächelnd dem Irrsinn weiter folgen.
Ich folge mal und lande mehr und mehr in esoterischen Gedankenwelten und dazu gehörigen Erklärungsversuchen. Wir sind durchsetzt von dämonischen Kräften und bei allem spielt der Mond eine nicht unerhebliche Rolle.
Selbst das böse Internet kommt aus dieser Nummer nicht heraus – ist doch 666 die Zahl Satans und ein Apokryph dieser Zahl ist WWW; also das World Wide Web und davon abgesehen: Wenn ihr euch mal den deutschen Personalausweis näher anschaut, werdet ihr den Teufel darauf erkennen und des weiteren ein Symbol des Teufels inklusive einer Vagina! Wenn das keine Pornographie im großen Sinne ist – aber selbst Anfragen bei der Bundesdruckerei führten bei diesem Mitbürger leider zu keinem Ergebnis.
Oh mann oh mann, wir sind durchsetzt vom Bösen und werden gelenkt von üblen Mächten. Natürlich sind alle Sachen beweisbar und somit stellt sich mir die Frage, ob ich den satanischen und obszönen Personalausweis noch in meinem Geldbeutel behalten soll, denn die negativen Schwingungen des Ausweises färben auf den Träger ab und wir werden ja von unserem Staat dazu gezwungen.
Doch was steckt dahinter?
Irgendwie verstärkt sich bei mir das Gefühl, dass es mir langsam egal ist, denn dieser Irrsinn ist einfach nur haarsträubend, aber eben auch dermaßen interessant, dass man sich dem leider nicht mehr entziehen kann.
Der Wahnsinn geht selbstverständliche ungebremst weiter: Geldscheine sind vergiftet um das Bevölkerungswachstum einzudämmen. Das ist ein gigantisches, organisiertes Verbrechen und der Interviewte hat natürlich auch Klage eingereicht – aber: der frühere Finanzminister Eichel läuft immer noch ungeschoren herum und die Staatsanwalt hat die Klage einfach nur abgelehnt. Dies ist natürlich nur ein weiterer Beweis zur allumfassenden Verschwörung.
Ich lausche gespannt weiter…
Ach ja, die USA dämpft durch eine – natürlich dokumentierte – Vernebelungsaktion das Sonnenlicht, um die Erderwärmung zu reduzieren. Durch diese Aktion braucht die USA bei der CO2-Reduzierung nicht mitmachen. So kann man seine innenpolitischen Probleme lösen…
In den folgenden Minuten kommt mir mehr und mehr die Erkenntnis: Scheinbar ist in unserem schönen Land alles ein wahrer Sumpf voll von uns steuernden Mächten – oder aber: wir sind durchsetzt von Spinnern? Haben diese Personen unter Umständen recht? Wie erschreckend wäre das denn? Soll ich weiterhin Geldscheine anfassen? Wie werde ich die satanische Spezies los, die bereits vor 12.600 Jahren Atlantis vernichtete? Aber ist das nicht egal, da die Nachfahren der Atlanten wir selbst – die Deutschen – sind? Soll ich weiterhin im Internet surfen? Werde ich auch mal von einem Raumschiff abgeholt, um meine direkten Vorfahren, die Aldebaraner aus den Tiefen des Alls, kennen zu lernen?
Die lediglich 85-minütige Mondverschwörung würde dem Autor von Akte-X Material für 30 Staffeln geben – hier wäre selbst das Traumteam Scully und Mulder schlichtweg überfordert.
Diese Dokumentation ist wahrlich interessant, wirkt witzig, komisch aber gleichzeitig durch und durch erschreckend, denn die befragten Personen meinen das ja wohl scheinbar absolut ernst.

Die Stärke dieser Dokumentation liegt natürlich am Reporter, der auf großartige Weise Interesse an den Aussagen zeigt und jeweils nur ganz dezent nachfragt, ohne hierbei eigene Bewertungen vorzunehmen. Somit hat keiner das Gefühl, von ihm nicht ernst genommen zu werden.
Man muss diese DVD wirklich anschauen, um das glauben zu können. Darüber hinaus gibt es zwischen Flensburg und Garmisch Dinge von denen wir scheinbar keine Ahnung haben. Diese Dokumentation deckt diese essentiellen Geheimnisse unseres Landes auf…
Wer mal gepflegt mit dem Kopf schütteln möchte, sollte sich diese 85 Minuten gönnen. – Aber niemals aus dem Auge verlieren: Vielleicht haben die ja auch alle Recht…

Ich schließe jetzt hiermit meinen etwas anderen Bericht und lausche den letzten Minuten, in denen wir mehr und mehr in Richtung Außerirdische in Bezug auf den Führer kommen – nicht zu vergessen, dass Deutsch die Sprache des Weltraums ist und von den deutschen Militärbasen auf dem Mond und den deutschen UFOs möchte ich gar nicht sprechen.

Mal sehen, was hier noch so aufgeklärt wird…

DIE MONDVERSCHWÖRUNG ist direkt über die eigens dafür eingerichtete Mondverschwörungshomepage zu beziehen:
www.mondverschwoerung.de

Rita Falk: Schweinskopf Al Dente

Originalausgabe 2011
(c) 2011 Deutsche Taschenbuch Verlag GmbH & Co. Kg, München
ISBN 978-3-423-24892-1
ca. 240 Seiten / € 14,90

COVER:

Anruf von der PI Landshut beim Eberhofer Franz. Dr. Küster, zu fünfzehn Jahren Haft wegen Mordes verurteilt, ist aus dem Gefängnis entflohen und muss rasch wieder eingesammelt werden. Doch obwohl der Franz dem Küster quasi schon auf der Spur ist, geschehen merkwürdige Dinge in Niederkaltenkirchen: Das halbe Dorf wird nach dem Verzehr von Omas Rotweinkuchen im Krankenhaus eingeliefert, Termiten belagern das Büro vom Franz, und wer ist bitte dieser “Cousin”, mit dem die Gattin des Richters in Bad Wörishofen gesehen wurde? Dem Franz wird der ganze Stress zu bunt, und so macht er sich auf an den Gardasee. Währenddessen läuft Dr. Küster noch immer frei herum …

REZENSION:

Wissens, ich bin ein reinrassiger Oberbayer und hab so meine eigenen Erfahrungen mit den dramatischen Geschehnissen in den Käffern dieser Welt. Nun wunder ich mich natürlich schon ein bissal, warum so viele Kritiker die Bücher von der Rita Falk so hinstellen, als ob sie uns Bayern damit was antun möchte. Ehrlich gsagt, versteh ich des net, weil, ich überleg schon andauernd, ob des jetzt nun eine Situationskomik ist oder ob des einfach nur die Wahrheit ist – Wissts Leut: genauso geht’s zu in den Dörfern des Südens! Hier is einfach die Welt noch a bissal anders aber trotzdem schwer in Ordnung!
Somit kann auch der dritte Band um den kriminaltechnischen Oberspezialisten Franz Eberhofer uneingeschränkt empfohlen werden. Der Witz ist zwar nicht mehr ganz so reinfliegend, wie im zweiten Band – aber es gibt noch genug Momente, auf die man aufmerksam machen sollte: z.B., wie der Pfarrer vom Franz rausgeschmissen wird, weil die Oma zum Ersten nicht stirbt und außerdem dann ausgstopft auf’d Couch kommt oder gar der Italien-Trip, die Wallfahrt, der … und die.. und noch … außerdem … ach ja… und dann auch noch ….
Aber: Lass’ma des einfach, lests des Buach und ich verweis hiermit auf eine Co-Autorin, die direkt aus dem tiefsten Niederbayern kommt, das Buch glesn hat und mir eine kurze Kritik dazu geschickt hat:

Einwandfreies Buch, da gibt’s nix zu deuteln. Fast so gut wie der Kartoffelsalat von der Oma.Die Handlung? Ja mei, ein niederbayerischer Provinzkrimi halt, aber auf die Handlung kommt’s ja eigentlich auch gar nicht an. Vom Witz her ist es eher ein bisserl schwächer wie die zwei Vorgänger, aber immer noch einwandfrei und ein echter Schenkelklopfer. Da würd ich sogar den Schweinsbraten von der Oma dafür stehenlassen….. Oder das Rahmgulasch…. Oder die Leberkäs-Semmeln vom Simmerl.
Jürgen Seibold feat. Andrea Dalle Molle / 16.12.2011

 

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Laurence Gonzales: Lucy

Originaltitel: Lucy
Deutsch von Britta Mümmler
Deutsche Erstausgabe 2011
(c) 2010 Laurence Gonzales
(c) 2011 der deutschsprachigen Ausgabe: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. Kg, München
ISBN 978-3-423-24890-7
ca. 430 Seiten / € 14,90

COVER:

Das Mädchen Lucy wächst im afrikanischen Dschungel bei ihrem Vater, einem englischen Naturforscher, in völliger Abgeschiedenheit auf. Als er stirbt, bleibt sie allein zurück.
Durch Zufall findet die amerikanische Wissenschaftlerin Jenny sie und nimmt sie mit nach Amerika. Lucy ist hübsch und sehr begabt. Was niemand ahnt: Sie ist das Ergebnis eines unglaublichen Experiments, ihr Erbgut eine Kreuzung zwischen dem von Mensch und Menschenaffe. Irgendwann lässt sich das nicht mehr geheimhalten – und Medien, Militär und Wissenschaftler beginnen eine erbarmungslose Jagd auf Lucy …

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