Phantastik-Bestenliste Juni 2019

Schon wieder ist ein Monat rum. Wie jeden Monat lässt sich auch im aktuelle Monat Juni eine kleine Erkundungsreise durch 10 phantastische Werke vornehmen.

Nachdem es sich nicht nur lohnt, die aktuelle Liste zu betrachten, sondern auch ein Verweilen auf den bisherigen immer interessante Werke zu Tage fördert, führt Euch ein Klick auf den hier gezeigten Schriftzug direkt auf die Hauptseite der Phantastik-Bestenliste.

Der Klick auf das nachfolgende Bildchen der aktuellen Monatsliste führt Euch direkt zu den im Detail dargelegten 10 Werken des aktuellen Monats:

Phantastik-Bestenliste Mai 2019

Erneut ist ein Monat vergangen und schon ist die neueste Phantastik-Bestenliste bereit zum erkunden.
Nachdem es sich nicht nur lohnt, die aktuelle Liste zu betrachten, sondern auch ein Verweilen auf den bisherigen immer interessante Werke zu Tage fördert, führt Euch ein Klick auf den hier gezeigten Schriftzug direkt auf die Hauptseite der Phantastik-Bestenliste.

Der Klick auf das nachfolgende Bildchen der aktuellen Monatsliste führt Euch direkt zu den im Detail dargelegten 10 Werken des aktuellen Monats:

Wells, Dan: Die Formel

Originaltitel: Extreme Makeover
Aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski
Tor Books, New York 2016
© Piper Verlag GmbH, München 2018
ISBN 978-3-492-70469-4
ca. 524 Seiten

COVER:

Lyle Fontanelle, Chefwissenschaftler bei der Kosmetikfirma NewYew, macht die Entwicklung schlechthin: ReBirth – eine Creme, die Hautzellen nachhaltig regenerieren kann. NewYew sieht in der Lotion das größte Beautyprodukt, das je erfunden wurde. Doch während der Entwicklungsphase treten bei einigen Testpersonen seltsame Symptome auf und Lyle kommt einer verstörenden Wahrheit auf die Spur: Statt die Nutzer wie geplant zu verjüngen, überschreibt die Creme deren DANN und sie werden zu Klonen anderer Personen! Als die Lotion trotz aller Warnungen auf den Markt kommt, nimmt die Katastrophe ihren Lauf, denn jeder will ReBirth für seine Zwecke nutzen. Nicht zuletzt könnte die Creme als gefährliche Waffe missbraucht werden …

REZENSION:

Stellen sie sich vor, sie könnten durch eine ganz simple Hautcreme ihr gesamtes Aussehen ändern. Sie könnten durch eine simple, einfach anzuwendende Hautcreme problemlos ihren Krebs heilen. Sie könnten das Aussehen einer wunderschönen Frau, eines attraktiven Mannes annehmen. Sie könnten dabei sogar das Geschlecht wechseln. Sie möchten aussehen wie ein berühmter Schauspieler/Schauspielerin/Model/Sportler/…?
Alles kein Problem mit der sagenhaften Lotion mit dem Namen „ReBirth“.
Diese Lotion greift aus nicht nachvollziehbaren Gründen direkt in die DANN eines Menschen ein und baut diese um. Innerhalb von vier Wochen sind sie ein komplett anderer Mensch?
Würden sie so eine Lotion für teures Geld kaufen?
Oberflächlich betrachtet, sagt man sicherlich „nein“ – dennoch geben Menschen Milliardenbeträge für Kosmetikartikel aus. Aus diesem Grund nehme ich es Dan Wells auch in seinem Roman problemlos ab, dass „ReBirth“ seinen Erschaffern aus den Händen gerissen wird – unabhängig davon, wieviel dafür finanziell zu entrichten ist.
Dan Wells beginnt glaubwürdig und lässt in seinem geschickten Mix aus verschiedenen Genres – SF, Dystopie, Thriller – absolut nichts missen. Die Spannung hält er bereits durch seine Kapitelmarker hoch: Er zählt die Tage herab bis zum Weltuntergang.
Sein Stil ist eingängig und rundum flüssig. Die Idee atemberaubend – allein deswegen bleibt man den jeweiligen Seiten bis zum Ende treu.
Der Autor versucht in seinem Werk einen sozialkritischen Abgesang auf unsere Menschheit zu kreieren. Dabei verstärkt sich im Laufe des Buches der sarkastische Unterton – gleichzeitig scheint er sich dadurch aber ein klein wenig zu verlieren. Ich würde fast behaupten, dass die erste Hälfte dieses Wissenschaftsthrillers wahrlich mit zum Besten Output des Autors gehört. Die zweite Hälfte ist zwar weiterhin rasant und spannend – jedoch fehlt irgendwie das gewisse Extra. Dan Wells hätte meiner Meinung nach noch erheblich mehr in die Gegebenheiten und Hochnäsigkeiten der Kosmetikbranche einschlagen können. Darüber hinaus hätte er auch noch erheblich mehr in die allgemeine, schönheitsideal-nachlaufende Menschheit einschlagen können. All dies war vorhanden, leider verläuft es sich nach und nach und degeneriert „Die Formel“ zu einem grandios beginnenden, aber im Durchschnitt beendenden Thriller.
Schlussendlich bleibt eine filmreife und sehr unterhaltsame Geschichte, die für ausreichend interessante Lesestunden sorgen kann. Etwas nachdrücklicheres entsteht leider trotz des starken Beginns nicht mehr, was aus meiner Sicht absolut schade ist. Trotzdem ein gut unterhaltender Roman, der aber durch den Abfall in der zweiten Hälfte lediglich Durchschnitt bleibt. Zwar spannend, unterhaltsam und gut, gleichzeitig jedoch nichts darüber hinaus.
Jürgen Seibold/05.04.2019

Phantastik-Bestenliste April 2019

Erneut ist ein Monat vergangen und schon ist die neueste Phantastik-Bestenliste bereit zum erkunden.
Nachdem es sich nicht nur lohnt, die aktuelle Liste zu betrachten, sondern auch ein Verweilen auf den bisherigen immer interessante Werke zu Tage fördert, führt Euch ein Klick auf den hier gezeigten Schriftzug direkt auf die Hauptseite der Phantastik-Bestenliste.

Im April wieder ein schöner und abwechslungsreicher Reigen an wundervollen Werken vertreten.
Hier ein kleines Bildchen mit den aktuell platzierten Werken. Ein Klick darauf führt Euch direkt zur detaillierten Monatsliste:

Phantastik Bestenliste Januar 2019

Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Schon wieder ist ein Monat vergangen und somit gibt es eine neue phantastische Bestenliste.
Ein Klick auf das Bild führt Euch direkt zur offiziellen Webseite. Ich bin mir sicher, es gibt wieder viele spannende Informationen für alle Lesebegeisterten.

Einige der genannten Bücher liegen bereits neben meinem Nachtkästchen. Ich freue mich schon darauf.

Phantastik-Bestenliste November 2018

Es ist erstaunlich, wie schnell Monate vergehen können. Gerade eben noch interessante Bücher auf der Oktober-Liste entdeckt, schon kommt der November ums Eck.
Als Jurymitglied kennt man den Inhalt ja schon einige Tage vorher – nichts desto trotz sind mir alle Plätze erst so richtig bei Veröffentlichung bewusst. Wie jeden Monat, finde ich immer wieder Werke in dieser Liste, die ich auf meiner Jagd nach den besten Neuheiten nicht auf dem Radar hatte. Somit möchte man diese natürlich nachholen – und schon wächst der SuB immer weiter – dies alles vor dem Hintergrund, dass der nächste Monat mit der nächsten Liste schon zaghaft anklopft.
Egal, weniger meckern: Mehr Zeit zum Lesen…
Ich freue mich weiterhin über die tollen Ergebnisse in der Phantastik-Bestenliste und möchte Sie Euch natürlich nicht vorenthalten.
Ein Klick auf das Bild bringt Euch zur Homepage der offiziellen Seite.

Phantastik-Bestenliste Juli 2018

Erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht. Man liest und liest – bis man es sich versieht, ist schon wieder der erste Freitag eines Monats.
Soviel man als Jurymitglied dafür auch arbeiten bzw. lesen muss – es ist immer wieder wunderschön, am Ende die Früchte der jeweiligen Nominierungen aller Mitglieder der Jury auf einem gemeinsamen Ergebnis sehen zu können.
Ich bin dabei selbst immer wieder überrascht, welch gelungene und hochwertige Auswahl an interessanten Werken ihren Weg in diese Liste finden.
Wie bei jeder Monatsliste, glaube ich auch diesmal, dass wirklich für jeden etwas darin zu finden ist.

Phantastik-Bestenliste Juni 2018

Und schon wieder ist der erste Freitag eines Monats. Wie auch in den letzten Monaten spricht dieser Tag für sich – denn es ist der Veröffentlichungstag der neuesten Phantastik-Bestenliste.
Erneut handelt es sich dabei um einen wunderschönen Reigen an unterschiedlichsten, phantastischen Werken.
Ich bin mir sicher, dass auch in der aktuellen Liste für jeden etwas dabei sein wird:

Termininfo: Leipziger Buchmesse am 18.03.2018

Eine Woche vor der Leipziger Buchmesse überraschte mich der Buchheim-Verlag mit einer Mail, in der ich gefragt worden bin, ob ich Lust auf die Moderation einer Veranstaltung auf der LBM2018 hätte.
Ich hatte nicht mal geplant, überhaupt auf die Messe zu fahren – ist ja nicht gerade um die Ecke.
Ein paar Mails gingen hin und her und irgendwie schaffte es der Verlag dabei, mich doch zu überreden – gleichzeitig wollte ich einfach dieses Abenteuer annehmen.
Somit kann nun jeder diesen sonst im Hintergrund arbeitenden Blogger und Podcaster live auf einer Bühne sehen.
Dazu einfach am Sonntag, den 18.03.2018 bei der Leseinsel in Leipzig vorbeikommen.

Phantastik-Bestenliste

Jedes Jahr erscheint eine Vielzahl an unterschiedlichsten Werken auf dem deutschen Buchmarkt. Neben dem reinen Stöbern in Buchläden, Internetportalen, Bibliotheken und vielen weiteren Möglichkeiten, gibt es auch manch eine Liste, die man als zusätzliches, hilfreiches Instrument verwenden kann.
Leider kommen da sehr oft Werke aus allen Stilrichtungen der Phantastischen Literatur etwas zu kurz. Darüber hinaus bilden viele Listen lediglich Verkaufszahlen nach, womit man manch kleine Perle schlichtweg nicht entdecken kann.
Diesem Problem hat sich nun das Phantastik-Autoren-Netzwerk (PAN) e.V. angenommen und pünktlich zur Buchmesse im Oktober eine Bestenliste initiiert. Um dabei eine möglichst unbeeinflusste monatliche Liste erstellen zu können, konnte PAN die angesehene Literaturplattform Literaturschock für die Umsetzung gewinnen.
In Folge dessen entstand eine 16-köpfige Jury, die sich diesem Thema unbeeinflusst angenommen hat.

Besonders erfreulich für mich ist natürlich der Umstand, dass meine Wenigkeit ebenfalls gebeten worden ist, Mitglied dieser Jury zu werden. Selbstverständlich konnte ich das nicht ablehnen und dementsprechend erfreut war ich nun nach der umfangreichen und zeitintensiven Arbeit über die am 06.10.2017 erstmals veröffentlichte Phantastik-Bestenliste.

Auf den ersten Plätzen liegen im Oktober:

  1. Nnedi Okorafor: Lagune (Cross Cult)
  2. Jay Kristoff: Nevernight. Die Prüfung (Fischer Tor)
  3. Becky Chambers: Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten (Fischer Tor)

Die weiteren Plätze findet ihr auf der Website der Phantastik-Bestenliste.

Diese Liste wird nun monatlich erscheinen und ich bin mir sicher, dass man dadurch manche Perle für sich entdecken kann.

Die Jury-Mitglieder wühlen sich zwar regelmäßig durch die jeweiligen Veröffentlichungen des Buchmarkts – nichts desto trotz kannst auch Du ein Buch vorschlagen. Dazu einfach eine Mail an jury@phantastik-bestenliste.de schreiben oder das Kontaktformular auf der Webseite nutzen.
Es ist aber dabei darauf zu achten, dass ein Buch gewisse Anforderungen einhalten muss, damit es überhaupt eine Chance zu einer Nominierung haben kann.

Timo Leibig: Totenschmaus

leibig_totenschmaus© Timo Leibig
www.timoleibig.de

COVER:

Ein Restaurantkritiker verschwindet nach einem Streit in der Sterneküche spurlos. Unter den Gästen des Dreierlei befindet sich auch Kommissarin Leonore Goldmann. Sie ist überzeugt: Etwas Schlimmes ist passiert, und die drei Köchinnen haben irgendetwas damit zu tun.
Doch die Ermittlungen führen in eine Sackgasse, und bald schon stellt sich für Goldmann und ihren Kollegen Walter Brandner die Frage: Wie unterscheidet man zwischen Gut und Böse, wenn Gut nicht weiß und Böse nicht schwarz ist, sondern alle Verdächtigen sehr weiße Kochjacken tragen?

REZENSION:

Nach “Mädchendurst” und “Fußabschneider” legt Timo Leibig mit “Totenschmaus” seinen dritten Roman um das Ermittlerduo Brandner und Goldmann vor und führt uns zu sehr kreativen Köchinnen, die keine großen Probleme zu haben scheinen, ihre vermeintlichen Widersacher mal eben so aus dem Weg zu räumen.
Im Gegensatz zu den beiden ersten Fällen scheint Timo Leibig in seiner bösen Welt etwas braver geworden zu sein – waren doch seine bisherigen “Bösen” regelrechte Psychopathen, deren krankhafte Taten vom Autor sehr detailliert beschrieben wurden. Genau aus diesem Grund konnte er mich mit diesen Werken durchweg überzeugen, da er virtuos das Krimigenre in Richtung Thriller hievte. Bei “Totenschmaus” wiederum hinterlässt er mich ein wenig zwiespältig. Sicher, die Geschichte ist erneut sehr schön zu lesen und der Ideenreichtum des Autors lässt nichts zu wünschen übrig. Durch die schnellen Schnitte und die Erzählung innerhalb kürzester Zeitspannen wird die Story auch sehr rasant voran getrieben. Nichts desto trotz hat mir eine Kleinigkeit gefehlt im Vergleich zu den beiden ersten Fällen.
Wenn ich so darüber nachdenke, scheint es wohl die Boshaftigkeit zu sein, die ich in den anderen Werken lieben gelernt habe. “Totenschmaus” ist ein sehr gelungener und recht spannender Krimi von einem Autoren, dessen Schreibstil absolut eingängig ist und mich auch hier überzeugen konnte. Nichts desto trotz muss ich den Vergleich zu den anderen Werken ziehen und hierbei verliert “Totenschmaus” etwas.
Die Geschichte um Goldmann und Brandner wird geschickt weiter erzählt, der Kriminalfall ist interessant und nicht leicht zu lösen. Trotzdem ein klein wenig zu konstruiert und zu “nett”.
Empfehlenswert ist es für Fans des Ermittlerduos trotzdem – ich hoffe aber, das Timo Leibigs “Boshaftigkeit” wieder seinen Weg zwischen zwei Buchdeckel finden wird. Treu bleiben werde ich diesem Autor jedenfalls und enttäuscht fühle ich mich auch von dieser Geschichte nicht.
Jürgen Seibold/17.07.16
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