Ken Follett: The Pillars of the Earth

© Ken Follett 1989
ISBN 978-0-330-45013-3
ca. 1.076 Seiten

COVER:

Set in the turbulent times of twelfth-century England when civil war, famine, religious strife and battles over royal succession tore lives and families apart, The Pillars of the Earth tells the story of the building of a magnificent cathedral.

Against this richly imagined backdrop, filled with intrigue and treachery, Ken Follett draws the reader irresistibly into a wonderful epic of family drama, violent conflict and unswerving ambition. From humble stonemason to imperious monarch, the dreams, labours and loves of his characters come vividly to life. The Pillars of The Earth is, without doubt, a masterpiece – and has proved to be one of the most popular books of our time.

REZENSION:

Das vorliegende Buch hatte ich mir zur Verbesserung meiner englischen Sprachkenntnisse vor etwa 10 Jahren bei einem Besuch in Dublin gekauft. Da ich bereits die deutschsprachige Version kannte, dachte ich mir wohl, es würde nicht schaden, mich diesem umfangreichen Schmöker noch einmal im Original zu widmen. Nun, die Jahre zogen an mir und an diesem Buch vorbei – nun endlich zerrte es an mir und durch den mittlerweile recht erfolgreichen Genuss von mehreren bis dato mir unbekannten Werken im Original anderer Autoren, dachte ich mir, es wäre nun an der Zeit mich diesem großartigen Werk zu widmen.
Wie man nun bereits herauslesen kann, spreche ich von einem großartigen Werk – denn nichts geringeres ist Ken Follett mit diesem Band gelungen. Die Geschichte ist bestimmt jedem bereits ein Begriff und durch die sehr geschickte Vorgehensweise des üblicherweise als Thriller-Autor auftretenden Follett kann es nahezu jeden Leser – unabhängig seiner normalen Genrevorliebe – überzeugen.
Der Bau der Kathedrale ist beinahe Nebenschauplatz – vielmehr geht es um die üblichen Intrigen der Mächtigen und dem täglichen Überlebenskampf der sehr sympathisch gezeichneten „normalen“ Leute. Arm trifft auch Reich, Gewalt dient als vielgenutztes Lösungsmittel, Unterdrückung von Menschen scheint ganz normal, Frauen trifft dies noch härter – das Mittelalter mit all seinen Facetten und ohne rosa Brille von Follett dargelegt. Gleichzeitig achtet er dennoch auf ausreichenden Unterhaltungswert und lässt seine Erfahrung als Thrillerautor geschickt einfließen. Ab und an greift auch er in die Zauberkiste und konstruiert ein klein wenig zu seinen Gunsten, was sich aber in seiner Gänze nicht wirklich zu Lasten seiner gesamten Konstrukts auswirkt. Einfach ein herausragendes Werk, was mir nun durch den Genuss im Original noch einmal bestätigt worden ist, da ich mich bei leserischen Ausflügen in diese Sprache immer noch etwas stärker konzentrieren muss als in meiner eigenen Muttersprache. Aus diesem Grund muss eine Geschichte antreiben, da ich sonst durch meine etwas langsamere Lesegeschwindigkeit, gepaart mit dem erhöhten Konzentrationsaufwand beim Auftreten von Längen recht schnell die Lust verlieren würde. Follett lässt dies niemals zu und sorgt für einen konstanten Lesegenuss.
Ich kann es somit nur empfehlen und bin direkt am Überlegen, ob sich die nachträglich entwickelten Bände eventuell ebenfalls lohnen könnten.
Jürgen M. Seibold/13.08.2020

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