Fred Ink: Hinter den Winkeln

©2020 Fre Ink
ISBN 979-8-651-055166
ca. 264 Seiten

COVER:

Nur vier Personen können das Blatt noch wenden: eine schüchterne Autorin, deren Manuskript sich auf grauenhafte Weise verändert, ein vom Pech verfolgter Privatschnüffler, der einem okkulten Buch auf der Spur ist, ein mit einem fürchterlichen Mal gezeichneter Traumreisender sowie eine knallharte Söldnerin, die Jagd auf unaussprechliche Schrecken macht. Sie wissen nichts voneinander, befinden sich noch nicht einmal am gleichen Ort, und doch sind sie Teil derselben Mission.
Jeder von ihnen wird in einen Strudel entsetzlicher Ereignisse gesogen, erlebt seinen ganz persönlichen Albtraum und muss darum kämpfen, nicht komplett den Verstand zu verlieren. Ihre Abenteuer führen sie ins beschauliche Neuengland, in die Urwälder Kolumbiens und auf das karibische Meer, doch dort endet die Reise nicht. Denn die größten Schrecken lauern jenseits der Grenzen dieser Welt – hinter den Winkeln.

REZENSION:

Es ist nun schon etwas länger her, als ich mich einem Werk von Fred Ink widmen konnte. Dementsprechend angetan war ich von der Information, dass es ein neues Werk von ihm geben würde. Somit war der Drang vorhanden und ich widmete mich kurzfristig dem nun von meiner Warte aus 6. Buch dieses oft dem Lovecraftschen Universum verschriebenen Autor.
In „Hinter den Winkeln“ wandelt er erneut als Erbe H.P. Lovecrafts und bringt dessen an Wahnsinn grenzenden Ideen in unsere heutige Zeit. Ink verwendet eine gute handvoll Figuren, deren Handlungsstränge Kapitelweise aufbauend dargelegt werden. Durch diese Vorgehensweise ist man durch die häufigen, kleinen Cliffhanger immer wieder am weiteren Vorgehen des jeweiligen Protagonisten interessiert.
Sein Personenkreis ist dabei recht unterschiedlich aufgebaut und lässt auch den träumenden Wahnsinnigen nicht außen vor.
Die Story selbst zeigt die liebevolle Affinität Fred Inks zu Lovecraft und sorgt für eine erfrischende und ganz gut gelungene Erweiterung dieses sagenhaften Kosmos. Kenner der Bücher dieses herausragenden und wegbereitenden Schriftstellers werden einiges wiedererkennen und fühlen sich sicherlich recht schnell zu Hause. Selbst Pickman spielt höchstpersönlich mit und sorgt für manchen Aha-Effekt.
Die Story selbst ist rasant erzählt und lässt sich dementsprechend gut herunterlesen. Gleichzeitig wirkt mancher Punkt ein klein wenig arg konstruiert – worüber sich jedoch ganz gut hinweglesen lässt. Die jeweiligen Ebenen halten die Geschichte außerordentlich abwechslungsreich und deuten geschickt den aufkommenden Wahnsinn an, den man bereits vom großen Vorbild zu kennen glaubt.
Alles in allem erneut eine ziemlich gut gelungene Geschichte, die im Sogwasser Lovecrafts einige vergnügliche Stunden bieten kann. Nicht ganz auf dem Level von „Fünf Tode“ und „Crossover“, dennoch ein sehr interessanter Plot mit ausreichend Abwechslung und sehr interessanten Genreüberschreitungen.
hysterika.de/21.06.2020

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