Brian Lee Durfee: Das pechschwarze Herz – Die fünf Kriegerengel 2

Originaltitel: The Blackest Heart. The Five Warrior Angels 2
Aus dem Amerikanischen von Olaf Schenk
©2019 by Brian Lee Durfee
Für die deutsche Ausgabe ©2020 by J.G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger GmbH, Stuttgart
ISBN 978-3-608-96142-3
ca. 1.096 Seiten

COVER:

Die fünf Kriegerengel sind offenbart worden und nun müssen ihre mystischen Waffen gefunden werden. Nur so kann sich endlich eine uralte Prophezeiung erfüllen. Was, wenn doch nicht? Der Geschichtsschreibung der Fünf Inseln ist nicht mehr zu trauen …
Und mitten in den Konflikten um Religion und Thron wird sich das Schicksal des Waisenjungen Nail entscheiden.
Oder wird sich an ihm das Schicksal aller entscheiden?

REZENSION:

Der Verlag beziehungsweise der Autor machen es einem wirklich nicht gerade leicht. Wie ich meiner letzten Durfee-Rezension entnehmen konnte, ist es nun bereits nahezu 2 Jahre her, als ich den ersten Band dieser umfangreichen Geschichte gelesen hatte. Nun also der zweite Teil – ehrlich gesagt hatte ich überhaupt keinen wirklichen Schimmer mehr über die Geschehnisse im Vorgänger. Alles was ich noch wusste, war der Umstand, das mir dieser außerordentlich gut gefallen hatte und ich in meiner damaligen Rezension von nichts geringerem, als vom Highlight des Jahres sprach.
Jetzt also „Das pechschwarze Herz“ und sogleich stellte ich mir die Frage, ob ich mich einerseits wieder an die bereits gelesenen Seiten erinnern kann und das Buch andererseits nicht denselben Fehler wie viele Trilogien zur Folge hat und nicht mehr die bereits vorgelegte Qualität aufrechterhalten kann. Zwei Jahre sind eine lange Zeit und somit gibt es viele äußere Einflüsse, die das Gegenteil hervorbringen könnten.
Auch gab es in diesem Buch leider keine Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse – bei so langen Wartezeiten wäre das definitiv angemessen eine Art „was bisher geschah“ als erneuten Eintritt an den Anfang des Buches zu stellen. Dementsprechend schwer fiel mir auch zuerst der erneute Zutritt in diese Geschichte – sämtliche Namen waren eine gewisse Zeit nur mehr Schall und Rauch für mich. Ich konnte mich gerade noch ein wenig an den Waisen Nail erinnern; was er im Detail vollbracht hatte: Entschwunden in die Welt des Vergessens.
Interessanterweise schien sich nach einigen Dutzend Seiten das Tor der Erinnerung wieder zu öffnen und der damalige Sog trieb mich erneut hinweg in eine ganz besondere Welt.
Eine Welt gefüllt mit Intrigen, fantastischen Begebenheiten, interessanten Persönlichkeiten und eine dazugehörige, komplex aufgebaute Geschichte, in der jedes Kapitel für sich alleine steht und funktioniert. Durfee schreibt klischeegeladen, driftet dabei aber nicht ab von seinem eigenen Ziel und schafft es dadurch nahezu virtuos, eine rundum herausragende High-Fantasy-Geschichte darzubieten, wie es aktuell nur noch wenige herzustellen in der Lage sind. In meinen Augen findet sich hier nichts Negatives und ich kann an Durfee und Klett-Cotta nur noch den Wunsch aussprechen, dass sie sich nicht abermals zwei ganze Jahre bis zum finalen Band Zeit lassen werden, sondern so schnell wie nur irgend möglich „Die fünf Kriegerengel“ zu ihrem Abschluss bringen lassen.
Jürgen Seibold/03.06.2020

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