Scalzi, John: Frontal

Originaltitel: Head On
Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kempen
© 2018 by John Scalzi
Für die deutschsprachige Ausgabe: © 2018 S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt a.M.
ISBN 978-3-596-29979-9
ca. 365 Seiten

COVER:

Ein Spiel mit tödlichem Ausgang

Kennen Sie Hilketa? Bei dieser Sportart gehen die Spieler mit Schwertern und Hämmern aufeinander los. Das Hauptziel des Spiels: Erbeute den Kopf deines Gegners und befördere ihn durch die Torpfosten. Für gewöhnliche Menschen wäre ein solcher Sport unmöglich. Aber alle Spieler sind „Threeps“, roboterartige Körper, die ferngesteuert werden. Alles ist erlaubt.
Bis ein Starathlet, der einen solchen Threep steuert, während eines Spiels zu Tode kommt. Ist es ein Unfall oder Mord? Die beiden FBI-Agenten Chris Shane und Leslie Vann ermitteln.

REZENSION:

John Scalzi konnte mich schon oft mit seinen Romanen nahezu uneingeschränkt unterhalten. Gerade wenn ich zum Beispiel an KOLLAPS denke, bin ich immer noch ganz angetan von diesem eingängig erzählenden Schriftsteller.
Dementsprechend freute ich mich auf FRONTAL. Ich bin dann immer wieder sehr überrascht, wenn ich ziemlich vorbehaltlos einen Roman öffne, dennoch bereits nach einiger Zeit merke, dass sich die Tür nicht öffnet, die zum notwendigen Zugang zur Geschichte führt.
Ich mache Bücher nur sehr ungern zu. Gleichzeitig gibt es mittlerweile eine schier unendliche Vielzahl an Geschichten. Warum also sich mit Werken aufhalten, von denen man nicht von Anfang an überzeugt ist?
Auch hier blieb mir leider nichts anderes übrig, als es zu schließen – da es sich um Scalzi handelte, hielt ich sogar knapp über 100 Seiten durch. Üblicherweise sollte es ein Buch mit einer normalen „Dicke“ schaffen, mich bereits nach etwa 50 Seiten zu haben. Somit gab es hier einen doppelten Bonus und die verlängerte Hoffnung, dass mich Scalzi noch zu überzeugen weiß. Leider schaffte er es nicht und somit kann ich nichts tiefgehenderes darüber erzählen, da bei mir kein besonderer Eindruck zurückgeblieben ist. Nichts desto trotz werde ich diesen Autor weiterhin im Auge behalten – es muss ja nicht jedes Rezept schmecken…
Jürgen Seibold/03.06.2019

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