Hudson, Gabe: Gork der Schreckliche

Originaltitel: „Gork, The Teenage Dragon“
Aus dem Englischen von Wieland Freund und Andrea Wandel
©2017 by Gabe Hudson
Für die deutsche Ausgabe © 2018 by J.G. Cotta’sche Buchhandlung Nachf. GmbH, Stuttgart
ISBN 978-3-608-96268-0
ca. 432 Seiten

COVER:

Gork ist nicht wie die anderen Drachen an der Militärakademie WarWings. Er hat winzige Hörner und fällt gelegentlich in Ohnmacht. Sein Spitzname ist „Weichei“ und sein WILLE-ZUR-MACHT-Ranking liegt bei „Kuschelbär“ – das niedrigste in seinem Jahrgang.
Aber er ist wild entschlossen, sich von nichts aufhalten zu lassen, als die wichtigste Mission seines Lebens beginnt: Am Vorabend seiner Abschlussfeier muss er einen weiblichen Drachen fragen, ob sie seine Queen sein will. Sagt sie ja, wird er mit ihr einen Planeten unterwerfen und mit seinen Nachkommen bevölkern. Sagt sie nein, – dann wird Gork leider versklavt.

REZENSION:

Als ich das Cover sah und den dazugehörigen Pressetext, war ich gleich hin und weg und wollte die Erlebnisse des Drachen Gork unbedingt lesen.
Humorvolle Romane sind meiner Meinung nach eine wundervolle Abwechslung und sorgen mit ihren Zoten oft für schmunzelnde Leser. Man denkt sogleich an namhafte Autoren wie etwa Terry Pratchett und ähnlich gelagerte Schreiberlinge der tiefsinnigen und trotzdem witzigen Art.
Gabe Hudson scheint einen ähnlichen Ansatz geplant zu haben. Leider bleibt er in seiner Erzählung auf einem Niveau, welches bei mir nur Anfangs funktionierte. Zu Beginn ist man noch froher Dinge und unvoreingenommen. Dementsprechend interessiert widmet man sich der Lektüre. Dabei konnte er auch ab und an für das wohlfühlende Schmunzeln sorgen. Leider beginnen dann recht schnell die Wiederholungen und der tiefgründige Sprachwitz taucht nicht auf. Dieser hätte eventuell noch für ein Wohlwollen sorgen können – aber Gork blieb leider eine Art Slapstick-Roman und konnte mich somit nicht bis zum finalen Ende zwischen den Buchdeckeln führen.
Schade, da ich zwischendurch sehr gerne fantastische Romane der witzigen Art vor meinen Augen ausbreiten möchte – in diesem Fall hielt ich zusätzlich die Vermengung von Fantasy und Science Fiction als eine rundum interessante Idee. Leider hapert es an der Auführung oder ich bin für diese Umsetzung bereits zu alt, da hier ausschließlich auf vermeintlich witzige Begebenheiten geachtet worden ist und die viel interessantere Spielart der Ironie und Tiefsinnigkeit dabei komplett auf der Strecke geblieben ist.
Schade…
Jürgen Seibold/01.05.2019

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