Stephens, Anna: Wächter und Wölfe – Das Ende des Friedens

Originaltitel: Godblind
Aus dem Amerikanischen von Michaela Link
©2017 by Anna Stephens
Copyright der deutschsprachige Ausgabe ©2018 by Blanvalet in der Verlagsgruppe Random House GmbH, München
ISBN 978-3-7341-6130-8
ca. 511 Seiten

COVER:

Die junge Sklavin Rillirin flieht vom Hofe König Liris von Mirak, bevor die Hohepriesterin der roten Götter sie als nächstes Menschenopfer erwählen kann. Sie erreicht das Nachbarkönigreich Rilpor und erhält Unterschlupf bei den Grenzwächtern. Diese misstrauen ihr zwar, doch der junge Seher Dom verbürgt sich für sie. Er glaubt Rillirins Warnung, dass sich die Barbaren von Mirak auf einen Krieg vorbereiten.
Die Wächter erbitten von König Rastoth Unterstützung gegen die Invasion. Doch der einstmals gütige König ist seit der Ermordung seiner Frau ein vom Verfolgungswahn besessener grausamer Herrscher geworden, der die Grenzwächter nicht erhört. Denn auch am Hof von Rilpor huldigen mächtige Männer den roten Göttern und hintertreiben die Bemühungen der Wächter, das Reich zu schützen.
Plötzlich sind Dom, Rillirin und ihre Gefährten nicht nur auf sich allein gestellt, sondern in ihrem Rücken wächst darüber hinaus eine zusätzliche Bedrohung heran.

REZENSION:

Wächter und Wölfe ist ein Buch, welches ich interessanterweise einige Zeit vor mich hingeschoben habe. Irgendwie wollte beim regelmäßigen Lesen des Covers der Drang zum Lesen nicht richtig aufkommen. Wie so oft kam dann doch der Tag, an dem ich nicht mehr anders konnte oder wollte und somit widmete ich mich einigermaßen vorbehaltlos diesem Buch. Dabei stellte sich heraus, dass die mir bis dato unbekannte Autorin Anna Stephens ein einigermaße gutes Händchen beim Erzählen ihrer Geschichte hatte.
Gut, es ist kein absolutes Highlight im Genre der Fantasy. Nichts desto trotz eine durchweg gelungene Geschichte, die ausreichend für Unterhaltung sorgen kann und somit ihrem Ziele gerecht wird.
Natürlich erkennt man auch einige Anleihen aus berühmteren Werken – Stephens schaffte es aber auch, diese nicht platt zu kopieren, sondern den dezenten Anleihen ihren eigenen Stempel aufzudrücken.
Die Handlung ist durchweg interessant, die handelnden Personen detailliert und eingehend beschrieben. Ich selbst konnte mich am Besten auf den Seher Dom einlassen – alle weiteren Teilnehmer stehen ihm aber nicht wirklich irgendwie nach.
Wächter und Wölfe ist somit ein gut gelungenes Fantasy-Handwerk zur lockeren Unterhaltung seiner Leserschaft. Dies gelingt perfekt – mehr scheint aber nicht gefordert gewesen zu sein. Der Stil Anna Stephens ist sehr eingängig und gut zu lesen. Somit ein rundum gut gelungener Roman mit einem interessanten Plot für einige angenehme Lesestunden.
Jürgen Seibold/19.02.2019

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