Falk, David: Blutsbande – Krieger des Nordens 1

Originalausgabe Oktober 2017
© Piper Verlag GmbH, München 2017
ISBN 978-3-492-28160-7
ca. 557 Seiten

COVER:

Die Brüder Seran und Kayo entstammen einer Linie nordischer Krieger. Als Kinder wurden sie ihrer Familie entrissen, nachdem ihr Dorf vom Volk der Thebaner erobert wurde, aber daran erinnern sie sich kaum. Während Kayo als Sklave niederste Dienste verrichten muss, macht der junge Seran Karriere als Offizier im thebanischen Heer. Doch dann wird sein Bruder ermordet, und die Stämme des Nordens erheben sich zum Aufstand gegen das Kaiserreich. Seran muss sich entscheiden: Will er als Feldherr in die Fußstapfen seines thebanischen Ziehvaters treten oder sein Volk befreien?

REZENSION:

Bei David Falks erstem Band seines Epos mit dem übergeordneten Titel „Krieger des Nordens“ passt die Coverbeschreibung nur oberflächlich. Sicher, oberflächlich betrachtet scheint die Geschichte kurz abgesteckt zu sein – die handelnden Personen bekommen manches aber erst erheblich später mit.
Prinzipiell positiv, da man dadurch als Leser beinahe von anderen Voraussetzungen ausgeht. Für mich klang die Beschreibung auf dem Buchrücken fast nach einer Neuauflage von Conan – zum Glück ist das in keinster Weise der Fall.
Die Geschichte selbst lässt nichts neues im Genre der Fantasy entstehen. Dies sehe ich aber nicht als negativen Aspekt, da eine gänzliche Neuerfindung des Genres ja wirklich eher eine Ausnahme ist.
Man könnte dennoch dem Autoren vorwerfen, dass er es sich etwas einfach gemacht hat: Seine Story scheint sich viele Anleihen aus der vorhandenen Welt der Fantasyliteratur ebenso zu holen, wie auch aus dem Geschichtsunterricht unserer realen Welt.
Falks Weltenbau ist stimmig und beinahe typisch: Zwei konkurrierende Stämme, Nord gegen Süd.
Aber was solls – im Gegenzug dazu offenbart sich eine rundum flüssig und eingängig erzählte Geschichte, die vom Grundsatz her der puren Unterhaltung dienen möchte – und dies auch absolut überzeugend, spannend und an die Seiten fesselnd durchzieht.
In meinen Augen ein richtig gutes Highlight des Genres. Wie gesagt: Keine Neuerfindung – dennoch durch den überzeugenden Schreibstil eine Geschichte, die für rundum zufriedenstellende Unterhaltung sorgt. Mehr erwarte ich in erster Linie auch gar nicht. Lediglich die Zeit zum nächsten Band könnte kürzer sein, da man nach Beenden des Buches am Liebsten direkt darauf zugreifen würde.
Als kleines Fazit, ein gelungener Serienauftakt. Ich freue mich schon auf Band 2 und hoffe, dieser wird seinem Erstling in nichts nachstehen.
Jürgen Seibold/26.09.2018

 

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