Laymon, Richard: Das Ende

Originaltitel: Among The Missing
Aus dem Amerikanischen von Marcel Häußler
Vollständige deutsche Erstausgabe 04/2018
©1999 by Richard Laymon
©2018 der deutschsprachigen Ausgabe by Wilhelm Heyne Verlag, München
ISBN 978-3-453-67714-2
ca. 304 Seiten

COVER:

„Bass ging weiter, Faye dicht an seiner Seite. Das fremde Paar lag noch ein gutes Stück entfernt und rührte sich nicht. Der Mann trug eine Jeans, aber kein Oberteil. Er lag auf der Seite zusammengerollt und verdeckte die Frau teilweise. Die Beine der Frau waren jedoch zu sehen. Sie war offensichtlich nackt. Eine Brust war zu erkennen, aber die andere blieb hinter der Schulter des Mannes verborgen. Bass und Faye blieben stehen, unschlüssig, wie sie sich verhalten sollten. Da bewegte der Mann einen Arm. Er drehte sich auf den Rücken und gab den Blick auf die Frau frei. Sie hatte keinen Kopf mehr …“

REZENSION:

Richard Laymon ist vielen Fans der etwas härteren Gangart mit Sicherheit ein Begriff. Der leider bereits verstorbene Autor konnte sehr oft mit seiner schnellen und auf den Punkt kommenden Art des Schreibens den Leser mit spannenden, eingängigen und ab und an ziemlich brutalen Geschichten überzeugen.
Dementsprechend freute ich mich auch auf das bei Heyne erschienene „Das Ende“ – lockte doch die Beschreibung des Buches mit ähnlichen Superlativen.
Es ist jedoch nach Genuss des nicht allzu dicken Buches notwendig, hier einige Abstriche zu machen. „Das Ende“ ist sicherlich ein handwerklich gut erzählter Plot mit einigen interessanten Wendungen. Gleichzeitig aber nichts weiter als ein Thriller, erzählt in manchmal etwas deftigerer Sprache. Zu wenig jedoch für einen echten Laymon.  Er schafft es dadurch nicht, seine eigentliche Klientel rundum überzeugen zu können. Nichts desto trotz hat die Geschichte für ausreichend Unterhaltung gesorgt. Ich wäre aber dennoch – insbesondere durch die eigene Erwartungshaltung – zufriedener gewesen, wenn es sich auch bei diesem Werk um einen reinrassigen Horror gehandelt hätte. „Das Ende“ ist ein Thriller – flüssig, gut aufgebaut und für einen Thriller ausreichend spannend erzählt. Somit ein ganz guter und auch interessanter Plot zur Unterhaltung zwischendurch.
Mehr gibt es in meinen Augen nicht her, vor allem, wenn man es mit anderen, weitaus besseren Werken des Autors vergleicht.
Jürgen Seibold/27.04.2018

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