Timo Leibig: Fang den Tod

© Timo Leibig
www.timoleibig.de
ISBN 978-3-9817076-7-0
ca. 269 Seiten

COVER:

Fünf Tage. Fünf Tote.
Wer kann den Tod stoppen?

Eine Männerleiche wird entdeckt – das Herz durchbohrt, die Innereien entnommen und offenbar verspeist. Schnell findenWalter Brandner, Cahide Pfeiffer und Gregor Schanzer den vermeintlichen Kannibalen. Doch dann taucht eine zweite Leiche auf, und drei weitere werden angekündigt. Für Walter, sein Team und Privatdetektivin Goldmann beginnt ein perfides Spiel, dessen Regeln nur der Täter kennt.

Fang den Tod ist der fünfte Fall der Thrillerserie um das Ermittlerteam Goldmann und Brandner.

REZENSION:

Timo Leibig reiht sich in eine sehr geringe Anzahl an Autoren ein, deren Werke ich von Anfang an al Leser begleite. Ich kann mich noch sehr gut an meine erste Rezension zu seinem ersten Buch erinnern. Bereits damals hielt ich die darin enthaltene Story für außerordentlich erwähnenswert und hoffte, dass der Autor damit nicht einfach nur eine weitere Eintagsfliege im Kosmos der “Kleinautoren” darstellt, sondern noch das ein oder andere nachkommt.
Erfreulicherweise sollte genau dies geschehen und wir blicken nun auf bereits 8 Bücher zurück, die sich gegenseitig nahezu in nichts nachstehen. Als achtes Buch nun erneut ein Fall, in dem das mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsene Ermittlerduo Goldmann und Brandner seine Jagd nach einem oder mehreren Mördern aufnimmt.
Abermals schafft es Leibig geschickt, eine Brücke zwischen Krimi- und Thrillerlesern zu schaffen. Sicherlich für manchen Krimileser ein wenig harter Tobak, dennoch immer noch gerade so, dass damit keiner wirklich ein Problem haben sollte. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Timo Leibig dadurch seine Fangemeinde weiterhin stetig ansteigend vorfinden wird.
Die grundsätzliche Idee in “Fang den Tod” ist sehr interessant – aufgrund der Gefahr, relativ schnell zu spoilern, vermeide ich aber hier näher darauf ein zu gehen.
Der Schreibstil Leibigs ist sehr eingängig und die Geschichte rasant erzählt. Seine Personen sind ausreichend tief gezeichnet und bekommen beim Kennen aller Werke immer mehr Kontur. Nichts detso trotz würde “Fang den Tod” auch bei Neueinsteigern funktionieren, da Leibig dezent Informationen aus vorangegangenen Werken einbaut. Das komplette Gefühlswesen und die dazugehörigen Eigenheiten lernt man natürlich nur nach der kompletten Lektüre aller Fälle kennen.
Kurz hatte ich die Sorge, dass Leonore Goldmann auf das Abstellgleis geschoben wird. Glücklicherweise ist das nicht der Fall – im Gegenteil: Durch die Hinzufügung weiterer Ermittler und Nutzung Leonores als Detektivin bekommt das gesamte “Netzwerk” der Gruppe erheblich mehr Möglichkeiten.
“Fang den Tod” ist unwahrscheinlich schnell gelesen, was ja grundsätzlich bereits für das Buch spricht. Ich hätte mir trotzdem noch weitere Seiten gewünscht. Zum einen, weil mir die Story einfach gut gefallen hat und zum anderen, da der Autor dann vielleicht noch erheblich mehr ausholen hätte können.
Weiterhin sind zwei andere Fälle aus dieser Reihe immer noch meine Favoriten – aber das zusammen ist lediglich Jammern auf sehr hohem Niveau.
Kurzum: Erneut ein sehr interessanter und empfehlenswerter Fall und ich freue mich schon enorm auf weitere Erlebnisse im Kosmos dieser Truppe um Goldmann und Brandner.
Jürgen Seibold/24.11.2017

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