Jeff VanderMeer: Akzeptanz – Southern-Reach-Trilogie III

Originaltitel: Acceptance
Aus dem Englischen von Michael Kellner
Vollständige Taschenbuchausgabe Juli 2017
©2014 VanderMeer Creative, Inc.
© 2015 der deutschen Ausgabe: Verlag Antje Kunstmann GmbH, München
© 2017 der Taschenbuchausgabe: Knaur Verlag
ISBN 978-3-426-51806-9
ca. 336 Seiten

COVER:

Es ist Winter, und eine weitere Expedition übertritt die Grenze zu Area X. Auf der Suche nach einem verschollenen Mitglied einer früheren Expedition dringen die Teilnehmer tief ins mysteriöse und fremdartige Gebiet der Area X vor. Während sie sich mit neuen Gefahren konfrontiert sehen, nimmt auch die Bedrohung der Außenwelt immer beängstigendere Ausmaße an. Das Gebiet dehnt sich weiter aus, und die Folgen sind abgrundtief erschreckend.

REZENSION:

Beim ersten Band der Southern-Reach-Trilogie war ich sichtlich irritiert und konnte nur teilweise etwas Gutes dem Werk abringen. Zu sehr spielte der Autor mit unterschiedlichen Erzählweisen und erschwerte einem damit das durchgängige Lesen.
Dem Werk eine Chance geben wollend und insbesondere dem Umstand geschuldet, dass der Autor eine grundsätzliche geniale Idee ausarbeitet und dabei einen virtuosen Schreibstil darlegen konnte, widmete ich mich danach sogleich dem zweiten Band dieser Trilogie. In diesem konnte er mich dann einigermaßen überzeugen, wie meiner damaligen Rezension zu entnehmen ist.
Dementsprechend freute ich mich auf den abschließenden Band und konnte es gar nicht mehr erwarten, alle noch offenen Fragen zu endgültigen Antworten zu führen.
Leider ließ mich dabei der Autor mit meiner Erwartungshaltung gänzlich alleine.
Erneut schreibt er wahrlich hoch anspruchsvoll und lässt einen in die Gedankengänge der beteiligten Personen eintauchen. Nichts desto trotz schwenkt er erneut mit seinem Schreibstil und schon ist man beim Wechsel der Kapitel ab und an irritiert. Darüber könnte man jedoch noch hinwegsehen, da man sich daran in diesem Buch recht schnell gewöhnt. Nichts desto trotz plätschert die Geschichte unaufgeregt vor sich hin. Als Leser befindet man sich lediglich in der Rolle eines übergeordneten Betrachters. Antworten werden dabei keine geliefert. Abermals erfährt man nichts über die Hintergründe, weitere Fragen bleiben ungelöst. Der Autor lässt seinen Leser schlichtweg am langen Arm verhungern.
Dies allein ist bereits sehr irritierend, ist der Autor doch eher in der qualitativ hochwertigen Literatur angesiedelt. Somit ein hochwertiger Roman ohne jegliche Rücksicht auf Verluste.
Es wird sicherlich manch einen geben, der diesem Gesamtwerk etwas abgewinnen kann – in meinen Augen fehlt jedoch zu viel. Insbesondere bei einem sehr phantastisch angehauchten Werk kann man normalerweise problemlos ein geeignetes Ende aufwarten – egal wie phantastisch es anmuten würde.
Als Film, der einer anderen Gesetzmäßigkeit folgen muss, könnte die Geschichte trotzdem gut funktionieren – in seiner Darbietung als geschriebenes Wort hat es bei mir leider nicht geklappt.
Jürgen Seibold/09.07.2017
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