Christopher Fowler: Der Höllenexpress

fowler_hoellenexpressOriginaltitel: Hell Train
aus dem Englischen von Stefan Mommertz
© 2014 Luzifer-Verlag Steffen Janssen, Bochum
ISBN 978-3-95835-026-7

COVER:

Stellen Sie sich einen klassischen Horrorfilm vor, den Hammer Films nie gemacht hat. Ein grandioses Epos aus den Hochzeiten des Studios, eine Mischung aus den alten Dracula und Frankenstein Filmen und Dr. Terrors House Of Horrors …

Vier Passagiere treffen sich auf einer Zugreise durch Osteuropa während des Ersten Weltkrieges; konfrontiert mit einem Mysterium, das gelöst werden muss, wenn sie überleben wollen.
Was ist in dem Sarg, vor dem jeder so viel Angst hat? Was ist das tragische Geheimnis der verschleierten Roten Gräfin, die mit ihnen reist? Warum wird ihr Mitreisender, der Brigadegeneral, von seinen eigenen Soldaten so gefürchtet? Und was genau ist das Geheimnis des teuflischen Ärzengels selbst?
Bizarre Kreaturen, satanische Riten, verängstigte Passagiere und die Romantik einer Bahnreise … im Stile eines klassischen Horror-Romans.
Reisen Sie mit … wenn Sie sich trauen!

REZENSION:

Die klassischen Horrorfilme der Produktionsfirma Hammer sind sicherlich so ziemlich jedem Genrefan ein Begriff – wurden doch von Hammer absolute Klassiker wie zum Beispiel Dracula mit dem unerreichten Christopher Lee genauso gedreht, wie auch Frankenstein mit Boris Karloff und einer weiteren Vielzahl wegweisender Kultfilme des Genres.
Bereits im Jahre 1979 erschien der letzte Film dieses Produktionsunternehmens und bereits kurz danach musste diese leider Konkurs anmelden. Etwa zu diesem Zeitpunkt steigt DER HÖLLENEXPRESS ein und wir begleiten bereits im ersten Kapitel den Drehbuchautoren Shane auf seinem Weg zu den Hammer Studios, deren Glanztage definitiv beendet sind.
Das Studio möchte noch einen finalen Film mit vielen Kultstars ihres Studios drehen und somit macht sich Shane zügig daran, ein Drehbuch für einen atemberaubenden Horrorfilm zu schreiben – einzige Vorgabe: Die Handlung soll in einem Zug stattfinden.
Hier steigen wir als Leser direkt in den leider nie von Hammer gedrehten Film bzw. Zug ein und nehmen die wahnsinnigen Erlebnisse sämtlicher Protagonisten in einer rasanten Zugfahrt war. Christopher Fowler zieht dabei sämtliche Register und es bleibt keine einzige ruhige Minute zum Durchatmen. Eine Vielzahl an unterschiedlichsten Personen werden vom Autor dargestellt und man fragt sich immer mehr, warum die letzte Station auf dem Zugplan nicht dargestellt wird – was wird uns dort erwarten?
Genauso schnell wie der Zug auf seinen Schienen entlangrast, rasen wir als Leser mit und verpassen dabei jede Möglichkeit, den Ausstieg aus dieser Höllenfahrt zu entkommen.
DER HÖLLENEXPRESS ist nicht nur eine absolut geglückte Hommage an vergangene Zeiten einer kultigen Filmfirma, sondern auch ein sehr rasant erzählter Roman, dessen Inhalt den geneigten Leser bei der Hand nimmt und keine Zeit zum Atmen lässt. Viel zu schnell befindet man sich am Endbahnhof und es bleibt einem nichts anderes übrig, als diesen Zug zu verlassen.
Ein absolut zu empfehlendes Werk, dass nebenbei auch noch sehr viel Lust auf einen erneuten Genuss manch alter Klassiker des Horrorfilmgenres macht.
Jürgen Seibold/02.04.2015
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