Anthologie: Das Ende der Menschheit

ende_menschheitHerausgeber: Jürgen Eglseer
© 2014 Amrûn Verlag
240 Seiten broschierte Ausgabe
Taschenbuchausgabe 12,90 €
ISBN 978-3-944729-26-8
E-Book
mobi und ebpub 3,99€
ISBN 978-3-944729-40-4
http://amrun-verlag.de

COVER:

Die Menschheit steht vor dem Abgrund, die Welt ist gefangen in einer Spirale aus Tod und Verderben. Die Zivilisation, wie wir sie kennen, ist am Ende. Was würdest du tun, wenn es kaum noch Hoffnung gibt? Deine Liebsten um dich scharen und auf den Untergang warten oder um dein Leben kämpfen?

20 Kurzgeschichten voller Zweifel und Hoffnung, Liebe und Hass und dem Tod als einziger Konstante auf den letzten Wegen der Menschheit.

Kurzgeschichten von Andre Hahn, Anke Höhl-Kayser, Denise Mildes, Detlef Klewer, Dirk Wendt, Frederic Brake, Jasmin Ickes, Johanna Theuer, Lily Beier, Manfred Schnitzler, Marco Callari, Markus Cremer, Markus Unger, Martin Beckmann, Peter Biedermann, Regina Schleheck, Simona Turini, Thomas Williams, Torsten Exter und Ulrike Lantermann-Kliem.

REZENSION:

Als ich mich gerade über meinen Stapel ungelesener Bücher beugte und verzweifelt überlegte, welches Werk ich denn nun als nächstes lesen sollte, hörte ich den Postboten und nutzte diese Gelegenheit, auf dem kurzen Weg zum Briefkasten den Kopf diesbezüglich etwas frei zu bekommen. Dummerweise gab es kein Mitleid für mich, denn es lag ein Päckchen darin – und in dem befand sich erneuter Lesestoff. Am liebsten hätte ich diesen Lesestoff sogleich wieder irgendwo vergraben – aber die Inhaltsangaben ließen mich nicht mehr los und somit griff ich mir die Kurzgeschichtenanthologie DAS ENDE DER MENSCHHEIT, in dem sich sage und schreibe 20 Autoren dazu aufgemacht hatten, die Geschehnisse in einer postapokalyptischen Welt zu beschreiben.
Üblicherweise sind themenbezogene Anthologien mit Vorsicht zu genießen, da die Vorgabe eines Themas sehr oft für Wiederholungen innerhalb eines solchen Bandes sorgen kann. In diesem Fall trifft dies jedoch nicht ein einziges Mal zu – die Autoren haben es vielmehr geschafft, aus diesem Thema unabhängig voneinander 20 durchweg unterschiedliche Geschichten zu kreieren, deren Inhalt frei von jeglicher Enttäuschung ist.
Selbstverständlich kann man bereits vorm Lesen davon ausgehen, dass hier nicht mit romantischen Happy-Ends zu rechnen ist; ist doch die Welt förmlich aus den Fugen geraten und die Menschheit wie wir sie kennen am Abgrund. Jeder Autor hat sich dabei eine Episode ausgedacht, die mal von Geschehnissen kurz vor dem Supergau handeln, mal von Erlebnissen auf einem bereits am Boden liegenden Planeten. Die Geschichten sind dadurch zumeist sehr bedrückend, regen aber deutlich zum Nachdenken an, das sich die Autoren überwiegend darüber einig sind, das unsere Spezies selbst Schuld an dieser Misere ist.
Der Grund des Untergangs variiert dabei aber erfreulicherweise und somit werden wir mit Seuchen genauso konfrontiert, wie auch mit dem Klassiker, der atomaren Ausrottung. Manch Autor geht gar nicht besonders auf den Untergangsgrund ein, baut aber trotzdem eine bedrückende Umgebung auf, deren Sog manch sich nicht entziehen kann.
Sämtliche dieser 20 Geschichten in diesem Band lohnen sich gelesen zu werden – sicher, manch eine wird man mehr lieben als manch andere; nichts desto trotz gab es – zumindest meiner Meinung nach – keine Einzige, die mir nicht gefallen hätte. Dies allein spricht schon für diesen Band.
Alles in allem ein durchweg und absolut zu empfehlender Kurzgeschichtenband, den man nur ungern aus der Hand legt – auch wenn die Basis grundsätzlich deprimierend ist.
Perfekt!
Jürgen Seibold/08.06.2014
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One Response to Anthologie: Das Ende der Menschheit

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