Thomas Thiemeyer: Medusa

c 2004 bei Knaur Verlag

COVER:

Tief im Herzen der Sahara liegt völlig isoliert vom Rest der Welt das Tassili’n-Ajjer, ein Sandsteinplateau, das tausendjährige, geheimnisumwobene Felsmalereien birgt. Hannah Peters, eine erfahrene Archäologin, begibt sich auf ihre Spur und macht eine seltsame Entdeckung: Eine Medusen-Skulptur, verziert mit Landkarten und Symbolen, kündet von einem Kultgegenstand von sagenhafter Schönheit und dunkler Kraft. Und das Volk, das ihn schuf, scheint sich selbst ausgelöscht zu haben…
Ein Team der National Geographic Society erhält den Auftrag, sich mit Hannah auf Schatzsuche zu begeben, und man macht sich auf zu einer gefahrvollen, immer wieder von Rebellen bedrohten Reise zu den Gebirgshöhlen des Niger. Im letzten Moment findet Hannah zusammen mit Chris, dem Klimatologen der Gruppe, in achthundert Metern Tiefe den lang gesuchten Medusentempel – und in seinem Innersten einen höchst eigenartigen Gesteinsbrocken.
Der Lohn der Strapazen scheint in greifbare Nähe gerückt, da beschleicht Hannah starker Widerwille. Ein Alptraum beginnt: Was das steinerne Auge der medusa vermag, ist mit menschlichen Sinnen nicht zu greifen. Es ist nicht bestimmt für die Lebenden…

Thomas Thiemeyer entführt den Leser in seinem spektakulären Mystery-Thriller zu einem der geheimnisvollsten Flecken der Erde – mitten hinein in die uralten Rätsel der menschlichen Kultur.
Thomas Thiemeyer, geboren 1963, studierte Geografie und Geologie in Köln. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Stuttgart und arbeitet als selbständiger Illustrator und Umschlagdesigner. Medusa ist seine erste große Romanveröffentlichung.

REZENSION:

Mit Thomas Thiemeyers Debütroman MEDUSA erreichte mich ein sehr ansprechend gestaltetes Buch, das von einer archäologischen Gruppe auf der Suche nach dem Fund des Jahrtausends handelt. MEDUSA ist vordergründig ein klassischer Archäologen-Abenteuer-Thriller, der jedoch durch die Hinzufügung von mystischen Elementen zu einem extrem spannenden und überzeugenden Roman geworden ist.
Diese interessante Verknüpfung zwingt den Leser förmlich zum Umblättern. Was durch die gute und eingängige Darstellung der „Nebenschauplätze“ des Romans, wie z.B. die Hintergründe über das Wüstenvolk, den Rebellen, den rivalisierenden Personen innerhalb der Archäologengruppe und deren Hintermänner, usw., noch verstärkt wird. Sämtliche wissenschaftlichen Hintergründe sind eingängig dargelegt und werden einschließlich der gesamten Rahmenhandlung vom Leser gerne als „wahre“ Geschichte akzeptiert – man ist geneigt, sich ebenfalls auf die Suche zu machen.
Thomas Thiemeyer hat somit mit einer scheinbaren Leichtigkeit einen ca. 350seitigen Plot entstehen lassen, der  mit einer sehr atmosphärischen Dichte, hoher Spannung und trotzdem extrem glaubwürdig erzählt ist.
Ich bin sehr auf weitere Geschichten des Autors gespannt und hoffe nicht allzu lange warten zu müssen.
Jürgen Seibold/30.08.04

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