Stephen King: Puls

Originaltitel: Cell
Übersetzung: Wulf Bergner
c 2006 by Stephen King
c 2006 der deutschsprachigen Ausgabe by Wilhelm Heyne Verlag, München in der Verlagsgruppe Random House GmbH
Vorliegendes Buch:
Ungekürzte Lizenzausgabe der RM Buch und Medien Vertrieb GmbH und der angeschlossenen Buchgemeinschaften.

COVER:

Clayton Riddell ist geschäftlich in Boston, hat schon Geschenke für seine Familie besorgt und möchte sich vor der Heimfahrt gerade bei einem Straßenhändler ein Eis kaufen, als die Welt untergeht.
Geschäftsfrauen, Schüler, Busfahrer, alle Menschen, die in diesem Moment ein Handy am Ohr haben, laufen wie auf einen geheimen Befehl hin Amok, fallen übereinander her, schlachten sich gegenseitig ab, stürzen sich ins Verderben. Irgendwie können Clay, ein kleiner Mann mit Schnurrbart, und ein junges Mädchen, da beinahe von seiner Mutter umgebracht worden wäre, sich in ein Hotel retten. Sie sind völlig abgeschnitten von der Außenwelt. Clay muss herausfinden, wie es um seine Frau und vor allem um seinen Sohn Johnny steht, der gerade in der Schule gewesen sein muss, als der mörderische Irrsinn losging. Zu ihm muss Clay Kontakt aufnehmen, bevor es ein anderer tut. Die Suche nach Johnny wird zur Schreckensmission durch eine apokalyptische Welt.

REZENSION:

Ich bin mir sicher, dass sich die Geister wieder einmal bei diesem Buch sehr stark scheiden werden: Die einen werden es als billigen, effekthaschenden Horrorroman betrachten, die anderen als ein weiteres Highlight des wohl erfolgreichsten Horror-Autors unserer Zeit.
Ich werde mich nun ein wenig dazwischen stellen:
Puls ist ein Horrorroman ohne Wenn und Aber.
Dies dachte und hoffte ich bereits bei der Lektüre der ersten Wörtern des Buches: “Für Richard Matheson und George Romero” – und ich wurde glücklicherweise auch nicht enttäuscht. Puls ist neben einem sehr gelungenen und sehr spannenden Endzeitthriller auch eine hochwertige Hommage an die Werke von Matheson und Romero, die sich mit dem vorliegenden Buch sicherlich sehr geehrt fühlen werden.
Dadurch ist aber der literarische Anspruch manch anderer Leser – den es auch in dem ein oder anderen King-Buch gibt – zu den Akten gelegt.
Ist aber meiner Meinung nach auch bei einem Roman, der sich ein wenig Richtung Zombie-Ecke bewegt auch nicht notwendig und vielleicht gar nicht gewünscht.
Wer auf Literatur steht muss in diesem Fall in andere Regale greifen.
Wer auf einen flüssig erzählten, spannenden und endlich mal wieder etwas “rohen” Horror Kings steht, der sollte in diesem Regal zugreifen, zuhause das Licht etwas dimmen und in die Geschichte eintauchen – er wird sicherlich nicht enttäuscht…
Jürgen Seibold/06.01.2007

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