Stephen King: Im Kabinett des Todes

Originaltitel: Everything’s Eventual
c 2003 by Ullstein Heyne List GmbH & Co.KG
vorliegendes Exemplar: ungek. Lizenzausgabe der RM Buch und Medien Vertrieb GmbH

COVER:

Stephen King schrieb seine erste Kurzgeschichte mit 21 Jahren. Seitdem hat er eine Vielfalt von Romanen veröffentlicht, die ihren Siegeszug um die Welt angetreten haben. Doch seine Story-Bände waren bei Kritik und Publikum nicht minder erfolgreich als seine Romane. Das beweist er auch mit seiner neuen Sammlung von Kurzgeschichten.
IM KABINETT DES TODES enthält vierzehn düstere Geschichten, die für jeden Leser etwas bereithalten. Die Geschichten dieser Sammlung sind atemberaubend und ziehen den Leser in ihren Bann, egal ob er sich mit Howard Cottrell als Scheintoter im “Autopsieraum vier” befindet oder in “Alles endgültig” mit dem jungen Dinky Earnshaw leidet, dessen Traumjob sich als höllische Sackgasse entpuppt. In “Der Mann im schwarzen Anzug” zeigt King seine literarische Meisterschaft und erhielt für diese Geschichte den O’Henry Award. Und egal, ob es sich um Treffen mit Toten, fast Toten, Ehekrisen oder Albträume anderer Art handelt, Stephen King ist wieder einmal in Höchstform.

Stephen King wurde 1947 in Portland, Maine, geboren. Er war zunächst als Englischlehrer tätig, bevor ihm 1973 mit seinem ersten Roman “Carrie” der Durchbruch gelang. Seither hat er um die 30 Romane und über 100 Kurzgeschichten geschrieben und gilt als einer der erfolgreichsten Schriftsteller weltweit.

REZENSION:

Stephen King war bis auf wenige Ausnahmen immer ein Garant für sehr gute Romane.
Meiner Meinung traf das leider für einen sehr hohen Anteil seiner Kurzgeschichten nicht zu. Dies hat sich nun grundlegend geändert.
Die 14 Kurzgeschichten in dieser Sammlung strotzen vor einem unwahrscheinlichen Ideenreichtum und bewegen sich innerhalb einer Bandbreite, die für jeden Leser mindestens ein Kleinod bereithält.
Das Buch startet mit einem kurzweiligen Vorwort Kings, in dem er sich über die Kurzgeschichten, dem Schreiben und seiner Kundschaft auslässt.
Zu den jeweiligen Geschichten gibt es dann noch jeweils ein Vorwort bzw. Nachwort, was das Entstehen oder zuweilen auch die Gedanken des Autors erklärt (Zitat: “Ich habe auch einen Roman über ein Bild geschrieben, das sich verändert. Er heißt “Das Bild – Rose Madder” und ist von allen meinen Romanen wahrscheinlich der lesenswerteste.”).
Sämtliche Geschichten sind entweder unglaublich spannend oder unglaublich interessant. Dies ist der erste Kurzgeschichtenband von King, in dem ich keine “schlechte” Geschichte vorfand. Im Gegenteil: Das Lesen machte bei jeder Story unwahrscheinlich viel Spaß. Sollte King auch nur annähernd so weiter machen, wird sein Stern niemals sinken.
Nebenbei erwähnt:
Mit “Die kleinen Schwestern von Eluria” befindet sich in dieser Sammlung eine spannende Episode aus dem Leben von Roland, den bestimmt viele auf seiner Suche nach dem Dunklen Turm begleiten.
Jürgen Seibold/01.02.2004

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