Stephen King: Duddits – Dreamcatcher

Originaltitel: Dreamcatcher
Ullstein Verlag, München 2001
vorliegendes Exemplar:
RM Buch und Medien Vertrieb GmbH

COVER:

Ein Jagdausflug in die Wälder von Maine wird für die Jugendfreunde Pete, Henry, Jonesy und Biber zu einem Horrortrip … Denn kurz nachdem sie bei ihrer Jagdhütte angekommen sind, läuft ihnen Richard McCarthy über den Weg, ein Jäger, der vor zwei Tagen von seinem Weg abgekommen ist und nun ziellos durch die Gegend irrt. Alles an Richard ist merkwürdig: Er wirkt eigenartig verwirrt, benimmt sich wie ein sechsjähriges Kind und leidet unter qualvollen Schmerzen. Und es kommt noch schlimmer: Als sich Richard im Badezimmer einschließt und von dort unmenschliche Laute zu hören sind, brechen die Freunde die Tür auf und blicken dem Grauen ins Gesicht. Die vier wollen nichts wie weg – doch dann erfahren sie, dass das Militär die gesamte Region unter Quarantäne gestellt hat!
Was geht vor? Was hat das Horrorszenario zu bedeuten? Es scheint nur einen Menschen zu geben, der ihnen helfen kann: Duddits, ihr alter Freund, der über hellseherische Fähigkeiten verfügt…

Stephen King wurde 1947 in Portland, Maine, geboren und wuchs zusammen mit seinem Bruder David bei der Mutter auf. Während seines Studiums lernte er seine zukünftige Frau kennen: Tabitha Spruce. Nach der Heirat verdiente Stephen King den Lebensunterhalt für die Familie zunächst als Englischlehrer, bis ihm 1973 mit seinem ersten Roman Carrie der Durchbruch gelang. Seither hat er um die 50 Romane und über 100 Kurzgeschichten verfasst und gilt als einer der erfolgreichsten Schriftsteller weltweit.

REZENSION:

Besser als so manches davor….
In diesem, zwischen November 1999 und Mai 2000 geschriebenen, Buch greift Stephen King ein weiteres Mal das Thema „außerirdische Invasion” auf. Gleichzeitig schreibt er ein weiteres Mal über die Beziehung zwischen Kindern bzw. Jugendlichen.
Diese Beziehung zwischen den vier Freunden Pete, Henry, Jonesy, Biber und ihrem in der Kindheit dazugewonnenen, mongoloiden Freund Duddits ist der Faden und bei weitem interessanteste Aspekt dieses wieder einmal sehr spannnenden Buches des von der Presse ernannten „King des Horrors”.
Das Buch erinnert ein wenig an „Tommyknockers” und die jugendliche Freundschaftsbeziehung an seine Kurzgeschichte „Die Leiche” (verfilmt als „Stand By Me”).
In Duddits, das zu einem großen Teil wieder in King’s erfundenem Städtchen Derry spielt (mit einigen Anlehnungen, Verweisen zu „ES”), zeigt der Autor jedoch auch viele neue Ideen und eine Geschichte mit großem Unterhaltungswert. Es kommt nicht mehr an seine großen Erfolge heran, ist aber weitaus besser als manch einer der letzten Ergüsse des Autors.
In Duddits schreibt Stephen King selbst für seine Verhältnisse sehr vulgär, was sicherlich den ein oder anderen Leser verschrecken könnte. Andererseits ist das wohl die Sprache der Menschen, die von einer Sch… zur nächsten tappen. Ich würde wohl in diesem Fall ähnlich reden.
Sehr oft merkt man auch dem Buch den damaligen Zustand des Autors an und wie er versucht, seinen Unfall und die wohl zur Zeit des Schreibens starken Schmerzen zu verarbeiten. Andererseits hat er aus diesem Grund das Buch laut seiner Nachbemerkung komplett mit der Hand geschrieben. Sollte das stimmen, müsste er eigentlich so weiter machen, damit er eventuell wieder an seine alten Erfolge anknüpfen kann. Mit Duddits wäre auf jeden Fall der erste Schritt getan.
Nachdem sich Stephen King laut meiner Information jedoch vom Schreiben zurückzieht, wird wohl nicht mehr allzuviel an Highlights folgen. Na, wir werden sehen..
JS/25.10.02.

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