Stephen King: Der Buick

Originaltitel: From a Buick 8
Übersetzung: Jochen Schwarzer
c 2002 Stephen King
deutsche Ausgabe: c 2002 Econ Ullstein List Verlag GmbH & Co.KG

COVER:

Der junge Ned Wilcox, dessen Vater vor genau einem Jahr im Polizeidienst ums Leben kam, jobbt im Sommer 2002 bei derselben Polizeieinheit. Er fühlt sich wohl im Kreise der ehemaligen Kollegen seines Vaters, da sie ihm helfen, seinen Schmerz zu verarbeiten. Doch schon bald beschäftigt Ned anderes, denn als er durch die Fenster eines alten Schuppens blickt, kann er dort einen mit einer Plane abgedeckten Wagen erkennen, der offenbar schon lange da steht. Plötzlich hört er ein schleifendes Geräusch und traut seinen Augen nicht: Die Plane ist vom Wagen gerutscht. Und Ned wird das komische Gefühl nicht los, dass der alte Buick, der nun zum Vorschein kommt, die Plane abgeschüttelt hat, um ihn beobachten zu können. Total verrückt! Er kann nicht glauben, was ihm da widerfahren ist, und spricht Sandy, den Sergeant der Truppe, darauf an. Von ihm bekommt er eine gruselige Geschichte zu hören: über einen nachtblauen Buick Roadmaster ‘58, der eines Morgens im Jahre 1979 an einer Tankstelle auftauchte und genauso wenig ein Buick wie sein Fahrer im schwarzen Mantel ein Mensch war…

Stephen King wurde 1947 in Portland, Maine, geboren. Er war zunächst als Englischlehrer tätig, bevor ihm 1973 mit seinem ersten Roman CARRIE der Durchrbuch gelang. Seither hat er um die 50 Romane geschrieben und über 100 Kurzgeschichten verfasst. King gilt als einer der erfolgreichsten Schriftsteller weltweit.

REZENSION:

Dieses Buch schreckte mich zuerst aufgrund des Themas ein wenig ab. Ich dachte nämlich, jetzt fällt ihm doch tatsächlich nichts mehr ein, da er schon wieder eine Geschichte mit einem Auto veröffentlicht.
Tja, aber ich habe es trotzdem gelesen und war mehr als positiv überrascht.
Stephen King hat es in diesem Buch geschafft, eine Hauptrolle zu schaffen (das Auto), die eigentlich immer mehr zur Nebenrolle und nur dem eigentlichen Faden der Geschichte wird.
Man liest über die Geschehnisse, die dem jungen Ned erzählt werden und kann dadurch das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da man andauernd wissen möchte, was denn noch so mit diesem Buick geschehen ist.
King baut hier ein sehr gelungenes Psychogramm der einzelnen Akteure auf und lässt den Wagen fast zum netten Beiwerk werden.
Das ist auch die eigentliche Crux dieses Buches:
Ein Leser, der unter King nur Horror versteht sollte hiervon die Finger lassen, da dieses Buch absolut kein typisches Horrorbuch ist. Wer so etwas braucht, sollte was älteres von ihm lesen.
Wer aber an einer einfach guten Geschichte mit interessanten Personen und einer fesselnden Grundidee interessiert ist, dem sei dieses Buch sehr stark ans Herzen gelegt.
Es baut einen “Suspense” auf, das heisst man kann nicht aufhören obwohl die typischen King-Elemente fehlen, aber im Nachhinein nicht vermisst werden.
Jürgen Seibold / 13.01.2003

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