Stephen King: Brennen muss Salem

Originaltitel: Salem’s Lot
Aus dem Amerikanischen von Peter Robert
Ungekürzte Buchgemeinschafts-Lizenzausgabe der Bertelsmann Club GmbH
(c) 1975 by Stephen King
(c) 1995 der deutschen Übersetzung by Zsolnay Verlag G.m.b.H., Wien
o.g. Coverbild: Heyne-Verlag
ca. 478 Seiten

COVER:

Salem’s Lot ist eine Kleinstadt an der amerikanischen Ostküste. Alles geht dort seinen ruhigen, gemächlichen Gang, bis Ben Mears, ein mittelmäßiger Schriftsteller und Sohn der Stadt, nach langen Jahren zurückkehrt. Er interessiert sich auffällig für das Marsten-Haus, ein sogenanntes Spukhaus, das seit dem rätselhaften Tod seiner Bewohner im Jahre 1939 leer steht. Bald schon stellt sich heraus, dass eine unheimliche Kraft in Salem’s Lot ihr Unwesen treibt, die sich schließlich als Vampir entpuppt. Ben Mears nimmt den Kampf auf, aber es scheint fast aussichtslos.
Stephen King gelingt es in seinem – fast schon als klassisch zu bezeichnenden – Werk, dem Vampir-Mythos neue Seiten abzugewinnen. In keinem Moment hat der Leser den Eindruck, Vampire und elektrisches Licht, zumal in Amerika der 70er Jahre, würden einander ausschließen. Ganz zu Recht begründete dieser Roman den weltweiten Ruhm des wohl bedeutendsten lebenden Horrorautors.

REZENSION:

„Brennen muss Salem“ ist der zweite Roman eines Schriftstellers, der noch weit weg war, zu glauben, jemals der erfolgreichste Horrorschriftsteller aller Zeiten zu werden.
Erstaunlicherweise konnte er jedoch bereits mit seinem zweiten Werk seine Qualitäten vollumfänglich vor des Lesers Augen ausbreiten.
Er bediente sich dabei einem ganz besonderen Genre: den Vampiren!
In meinen Augen ein absolut schwierig zu behandelndes Genre – gibt es doch ein Unzahl an Autoren, die sich hier bereits die Finger verbrannten – von aktuell sehr angesagten, romantischen Geschichten möchte ich gar nicht sprechen. Stephen King ließ sich davon nicht beeindrucken und erschuf einen Roman, der nicht nur eine geniale Hommage an Bram Stoker‘s Kultbuch „Dracula“ darstellt, sondern auch im selben Atemzug mit diesem Buch genannt werden kann.
Ich kenne selbst eine Vielzahl an Vampirromanen – die wenigsten schaffen es nur annähernd, einem Stoker gerecht zu werden. Das vorliegende Buch hat es bereits vor 35 Jahren geschafft und ist ganz oben auf der Liste meiner all-time-Lieblingsbücher.
Jürgen Seibold / 24.08.2010

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