Michael Byrnes: Die Messias-Linie

Originaltitel: The Sacred Blood
Aus dem Amerikanischen von Christine Gaspard
Deutsche Erstausgabe September 2009
c 2009 by Michael Byrnes
c 2009 für die deutschsprachige Ausgabe bei Knaur Taschenbuch
ca. 396 Seiten / € 8,95

COVER:

Pater Patrick Donovan ist auf der Flucht: Er hat das Ossuarium Christi an einem geheimen Ort verborgen und muss nun um sein Leben fürchten. Aaron Cohen, ein religiöser Fanatiker, der seine Stammlinie auf Moses und den Messias zurückführt, schreckt vor nichts zurück, um die Gebeine Jesu in seinen Besitz zu bringen. Mit alttestamentarischer Härte verfolgt er sein Ziel. Denn es geht um die Reinheit des Blutes und um die Macht über die Menschheit…

REZENSION:

Michael Byrnes konnte durch sein Werk „Relictum“ die Dan Brown und Scott McBain verwöhnten Lesern problemlos überzeugen. Nun schiebt er mit „Die Messias-Linie“ ein Werk nach, dass den Versuch startet, den begonnenen Plot weiter zu stricken. Die in „Relictum“ versteckten Knochen Jesu spielen diesmal jedoch eher eine untergeordnete Rolle – Michael Byrnes geht hier noch etwas mehr in die Vergangenheit um sagenumwobene Schätze ins Spiel zu bringen. In „Die Messias-Linie“ lässt er sogleich die – sicherlich jedem geläufige – Bundeslade teilnehmen. Erfreulicherweise legt er jedoch seinen „Verschwörungsfokus“ nicht auf die in vielen Romanen „gebeutelten“ Katholiken des Vatikans – er steuert seinen Fokus vielmehr auf die Problematiken zwischen Israel und Palästina, die durch eine Konfrontation auf dem heiligen Tempelberg schwer berührt werden. Nichts desto trotz ist das Buch teilweise recht mystisch angehaucht und man fühlt sich beim Öffnen der Lade beinahe zur selben Situation versetzt, mit der bereits Indiana Jones konfrontiert war.
Seine Erzählweise bleibt weiterhin sehr eingängig und spannungsgeladen. Diese zeigen sich ebenso wie die geschichtlichen Hintergründe sehr detailliert und fundiert dar gelegt. Somit konnte Michael Byrnes auch mit diesem Werk überzeugen – es ist zwar nicht ganz so überraschend und spannend wie „Relictum“, lässt aber trotzdem für alle Freunde des mystischen Verschwörungsthrillers nichts zu wünschen übrig.
Ich persönlich hoffe sehr auf ein weiteres Werk und der vorliegende Plot lässt dies auch bereits ein wenig vermuten.
Jürgen Seibold / 18.01.2010

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