Markus Heitz: Die Mächte des Feuers

c Piper Verlag GmbH, München 2006
ca.574 Seiten / 16,90 €

COVER:

Machtgierige Drachen säen seit Anbeginn der Zeit Hass und Intrigen zwischen den Völkern und stürzen die Menschheit immer wieder in Kriege. Im Jahr 1925 arbeitet die Drachentöterin Silena für das Officium, einen Bund, der sich der Jagd auf die geflügelten Geschöpfe verschworen hat. Doch nicht nur durch die Drachen droht Silena und ihren Verbündeten Gefahr: In vielen Städten Europas häufen sich zerstörerische Angriffe eines unsichtbaren Feinds. In London wird das Zepter des Marduk gestohlen, ein Artefakt von unvorstellbarer Macht. Und grausame Todesfälle unter den Drachentötern weben ein unheimliches Muster. Silena setzt alles daran, die Geschehnisse aufzuklären. Doch sie ahnt nicht, dass sie damit die Pläne eines Gegners durchkreuzt, der mächtig genug ist, um die Welt endgültig in den Abgrund zu stürzen…

Markus Heitz, geboren 1971, gehört seit den sensationellen Romanen um “Die Zwerge”, die wochenlang auf den Bestsellerlisten standen, und seinem “Ulldart”-Zyklus zu den erfolgreichsten deutschen Fantasy-Autoren. “Die Mächte des Feuers” führt ihn zu neuen phantastischen Ufern. Markus Heitz ist verheiratet und lebt in Zweibrücken. Wenn er nicht schreibt, schenkt er in seinem irischen Pub “Killarney” Guiness und andere Köstlichkeiten aus.

REZENSION:

Markus Heitz wird immer mehr zu einem Phänomen. Dies liegt insbesondere daran, dass er sehr virtuos zwischen den Genren switcht und sich trotzdem immer treu bleibt.
Mit “Die Mächte des Feuers” eröffnet er einen relativ untypischen Plot im Fantasy-Genre, bleibt er doch trotz der Kämpfe mit Drachen in einer realen Welt und verliert sich nicht in die typischen Fantasywelten.
Er führt uns in seinem Buch in unterschiedliche Städte des Europa im Jahre 1925, in dem die Nachfahren der heiligen Drachentöter den Kampf gegen die mächtigen, geflügelten Geschöpfe fortsetzen.
Wie von Markus Heitz verwöhnt, ist seine Schreibweise erneut sehr eingängig, interessant und glaubwürdig. Des weiteren schafft es Markus Heitz scheinbar spielerisch, die damalige Zeit vor des Lesers Augen auferstehen zu lassen. Seine Drachentöter als auch die Drachen selbst werden in einer Tiefe dargestellt, wie man es bereits von Heitz’ Zwergenromanen kennt.
Leider verläuft er sich ein wenig und man hat bei der Lektüre ein sehr zwiespältiges Gefühl: Es ist schwer, sich dem Buch und dessen Verlauf zu entziehen – andererseits wird der Leser nicht an die Seiten gefesselt, wie es zum Beispiel bei seiner Zwergenreihe oder auch bei “Ritus” ist.
Nichts desto trotz bleibt ein sehr schönes, detailliertes Sittengemälde der 20er Jahre, welches durch die Elemente der eingewobenen Phantastik um so interessanter wirkt.
Jürgen Seibold/19.10.2007

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