Markus Heitz: Blutportale

ca. 666 Seiten / € 14,95
Originalausgabe Dezember 2008
c 2008 bei Knaur Verlag.

COVER:

„Du kannst nicht jeden retten“, sagte sie ernst. „Es scheint dir im Moment vielleicht unerträglich zu sein, dass du ihn geopfert hast, aber glaub mir, es war die richtige Entscheidung.“

Genau wie Will führt auch Saskia, eine leidenschaftliche Fechterin, ein ganz normales Leben. Das ändert sich, als sie bei einem Turnier gegen den geheimnisvollen Maitre antritt: Mit seinem Rapier fügt er ihr tiefe Schnitte zu, die bald danach zu Brandzeichen werden. Saskia ahnt nicht, dass ihr Gegner bereits seit Jahrhunderten nach ihr sucht – denn in ihr schlummert eine Gabe, die er sich nun zunutze machen will. Doch niemand hat die junge Frau auf ihr dunkles Talent vorbereitet, und so stößt sie unbeabsichtigt Türen auf, die nie geöffnet werden sollten.
Bevor sie weiß, wie ihr geschieht, ist Saskia gemeinsam mit Will auf der Flucht vor Dämonendienern, die sie zu ihren Zwecken missbrauchen wollen. Die beiden müssen alles, was sie bisher für real, für gut und für falsch gehalten haben, vergessen, um überleben zu können – und bekommen ebenso unerwartete wie ungewöhnliche Hilfe …

Dunkle Geheimnisse, rasante Action und ein Wiedersehen der besonderen Art: Der neue Bestseller von Markus Heitz!

Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Seit er mehrfach mit dem Deutschen Phantastikpreis ausgezeichnet wurde, gilt er zu Recht als Großmeister der deutschen Fantasy. Mit seiner Bestsellerserie um Die Zwerge setzte er einen neuen Standard im Bereich der klassischen Fantasy und eroberte mit dem Werwolf-Zweiteiler Ritus und Sanctum sowie dem Vampirthriller Kinder des Judas auch die Urban Fantasy. Markus Heitz lebt mit seiner Familie in Zweibrücken.

REZENSION:

Markus Heitz ist einer meiner deutschen Lieblingsautore – konnte er doch durch eine hohe Zahl an Büchern uneingeschränkt überzeugen. Dementsprechend gefreut habe ich mich, als Blutportale seinen Weg zu mir fand.
Erneut handelt es sich um ein nicht gerade dünnes Buch – dies hat in der Vergangenheit regelmäßig für den Autor gesprochen, da er sich in dickeren Büchern eher wohl gefühlt hatte und vor dem Leser wahre Symphonien ausbreitete.
Bei Blutportale scheint dies jedoch eher nicht gelungen zu sein. Es ist jedoch schwer zu greifen, woran das liegen mag. Erneut lässt er seinen Hauptprotagonisten durch spannende Begebenheiten laufen – insbesondere die Idee mit der geheimen und illegalen „Fechtbruderschaft“ finde ich sehr ansprechend und hat am Anfang unwahrscheinlich viel Spaß gemacht. Ich denke, alleine darüber würde sich ein Buch schon lohnen.
Im Laufe der Geschichte erklomm mich jedoch mehr und mehr das Gefühl, dass sich Markus Heitz etwas verzettelt hat – dadurch schwand in meinen Augen mehr und mehr der Faden, der den Leser durch das Buch geleitet.
Somit ist bei mir etwas einmaliges geschehen: Ich legte zum ersten Mal ein Buch von Markus Heitz unbefriedigt und unabgeschlossen auf die Seite. Nichts desto trotz wird auch Blutportale sicherlich auch viele Freunde finden – aus meiner Sicht ist es leider ein etwas unausgegorenes Werk, das Anfangs mit hoher Geschwindigkeit startet und dann leider zu lange dieses Tempo nicht mehr aufrechterhalten kann. Schade – ich freue mich aber trotzdem auf seine weiteren Werke.
Jürgen Seibold/22.01.2010

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