Cornelia Funke: Tintenherz

cDv Dressler Verlag
19,90 € (HC)

Cover:

„Die Dunkelheit war blass vom Regen und der Fremde war kaum mehr als ein Schatten. Nur sein Gesicht leuchtete zu Meggie herüber.“
Wer ist Staubfinger, der Fremde, wirklich? Und wer ist Capricorn, wer Zauberzunge? Antworten findet Meggie in einem alten ligurischen Bergdorf – und in einem Buch.

Rezension:

Meggies Vater Mortimer, kurz Mo genannt, hat eine besondere Fähigkeit. Wenn er aus einem Buch vorliest, wird der Text regelrecht lebendig, im wahrsten Sinn des Wortes: Er hat die Macht, Figuren aus Büchern herauszulesen. Für sein Talent muss er jedoch einen hohen Preis bezahlen.
Allein schon die Idee fand ich so faszinierend, dass ich Tintenherz unbedingt lesen musste, und ich wurde mit einem Leckerbissen sonder Gleichen belohnt. Cornelia Funke versteht es, den Leser dermaßen zu fesseln, dass man das Buch unbedingt an einem Tag durchlesen möchte.
Die einzelnen Figuren werden bis in jede noch so kleine Einzelheit liebevoll beschrieben. Meggie, Mo und Tante Elinor teilen meine Liebe zu Büchern und spannenden Geschichten.
Cornelia Funke zitiert aus vielen Abenteuer-Romanen, von „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“, über „Alice im Wunderland“ bis hin zum „Herr der Ringe“ und beschreibt in farbigen Bildern die Gefühle und Gedanken, die dem Leser dabei durch den Kopf gehen, ohne dabei langweilig oder abgedroschen zu werden.
Alles in Allem ist Tintenherz ein Gesamtkunstwerk, das eine wahre Liebeserklärung an Bücher darstellt. Schade, dass es in Buchhandlungen unter „Kinderbücher“ einsortiert wird – es ist für Erwachsene genau so spannend und fantastisch zu lesen.
Diana Becker / 02.03.2010

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