Anthologie: Tolkiens Erbe

Herausgegeben von Erik Simon und Friedel Wahren
c der deutschsprachigen Ausgabe: Piper Verlag GmbH, München 2005
ca. 651 Seiten

COVER:

Mit seinem Epos “Der Herr der Ringe” verhalf J.R.R. Tolkien der Fantasy zu einem beispiellosen Siegeszug. Der Autor des “Buchs des Jahrhunderts” und des beliebtesten Buchs der Deutschen hatte nicht nur zahlreiche Weggefährten, sondern sein Werk rief auch unendlich viele Nachfolger auf den Plan. Und ebenso gibt es so manchen Großmeister der Fantasy, der sich Tolkien und seinen Geschöpfen lieber auf humorvoll-sarkastische Weise nähert. Zwölf der bekanntesten Zeitgenossen und Erben Tolkiens haben zu diesem Buch beigetragen. Es enthält phantastische Abenteuer, magische Märchen und skurrile Geschichten von Lord Dunsany, Stephen R. Donaldson, Michael Moorcock, Ursula K. Le Guin, Terry Pratchett und sieben anderen Kultautoren, so von Andrzej Sapkowski, dem Star der polnischen Fantasy.

REZENSION:

Mit “Tolkiens Erbe” veröffentlicht der Piper-Verlag einen Sammelband gefüllt mit hochkarätigen Autoren der Fantasyszene.
Das Buch unterteilt sich in drei Bereiche:
Es beginnt mit “Zwei Zeitgenossen”, hinter dem sich je eine Story von Lord Dunsany und E.R. Eddison befinden.
Der zweite Abschnitt nennt sich “Tolkiens Erben” und widmet sich mit sieben beteiligten Autoren sehr umfangreich den aktuellen Schriftstellern des Fantasy-Genres. Man findet hierin so glanzvolle Namen wie Andrzej Sapkowski, Jack Vance, Stephen R. Donaldson, Ursula K. LeGuin, Barrington J. Bayley, den sagenhaften Michael Morrcock und eine Erzählung von Tanith Lee, deren “Tochter des Magiers” bereits den Kauf dieses Buches rechtfertigt.
Im dritten Teil dieser Anthologie wenden wir uns den “Tollkühnheiten” zu, in dem sich diese Art von Autoren versteckt, die es sich zur Aufgabe machten, die Fantasy vollgestopft mit Irrsinn, Ironie und Spaß zu erzählen:
Beard + Kennedy, Esther M. Friesner und der erfolgreiche Scheibenwelt-Guru Terry Pratchett mit “Der Zauber des Wyrmbergs”.
Die Lektüre des Buchrückens lenkt ein wenig vom eigentlichen Thema ab: Immerhin wird dabei suggeriert, man befände sich in dieser Anthologie ausschließlich auf Mittelderde. Dem ist natürlich keineswegs so – viel zu eigenständig und einfallsreich sind die beteiligten Autoren.
Nichts desto trotz bleibt eine hochwertige, interessante, teils spannende und mit namhaften Autoren des Genres durchsetzte Anthologie, durch die man mit Sicherheit neue Autoren kennenlernen und somit neue Lesequellen aufspüren und entdecken kann.
Eine sehr breit gefächerte und somit zu empfehlende Anthologie für den Fanatasy-Kenner als auch den Einsteiger.
Jürgen Seibold / 28.05.2007

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