Andreas Franz: Eisige Nähe

(c) 2010 by Knaur Verlag
ca. 584 Seiten / € 16,95

COVER:

Wer hat den produzenten Peter Bruhns auf dem Gewissen? Durch seine spektakulären Auftritte hat er mehr als polarisiert, und die Frauen, die er verführt und dann sitzengelassen hat, sind nicht zu zählen. Hat sich eine von ihnen gerächt? Oder hat etwa seine junge Ehefrau die Hand im Spiel gehabt? Natürlich gerät Frau Bruhns als Erste in Verdacht, doch weder Sören Henning noch Lisa Santos von der Kieler Mordkommission wollen so recht daran glauben, dass sie etwas mit der Tat zu tun hat.
Bei der Obduktion wird nicht nur ein Kontaktgift gefunden, auch Schmauchspuren an der linken Hand des Opfers werden entdeckt. Selbstmord? Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und scheinen eine neue Wendung zu nehmen, als der Rechtsmediziner eine hochbrisante Entdeckung macht, die Henning und Santos in noch größere Verwirrung stößt. Immer stärker drängt sich ihnen der Verdacht auf, dass hier mehr vertuscht als aufgeklärt werden soll, und bald sind sie einem der bestgehüteten Geheimnisse der Politik auf der Spur. Was steckt wirklich hinter dem Mord an dem skandalumwitterten Produzenten?

REZENSION:

Andreas Franz bleibt weiterhin seinem Genre treu und veröffentlicht mit “Eisige Nähe” einen Kriminalroman, der nur so vor Verschwörungen und deren Theorien strotzt. Immer noch kann der Autor überzeugen und verliert keinesfalls den Leser, der sich in Franz’ Verstrickungen sichtlich wohl fühlt und nur ungern zum Ende des Buches kommt.
Andreas Franz bleibt somit weiterhin einer der wichtigsten deutschen Krimiautoren – sollte sein Ideenreichtum nur annähernd auf diesem Niveau bleiben, werden es ihm seine Fans sicherlich danken.
Manch einer vermisst zwar im vorliegenden Band die Ermittlerin Julia Durant – ich bin mir aber sicher, dass diese wieder auftreten wird. “Eisige Nähe” ist somit ein gelungener Abstecher in weitere Krimigefilde.
Jürgen Seibold / 24.08.2010

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