Alisha Bionda & Jörg Kleudgen: Blutopfer (Wolfgang Hohlbeins Schattenchronik 4)

c 2005 by BLITZ-Verlag GmbH
ca. 250 Seiten

COVER:

Aztlan, 1891
Dilara gerät bei einer Forschungsreise nach Aztlan, der Urheimat der Azteken, in den dort entbrannten Blumenkrieg und begegnet in einem Knochentempel der mächtigen, verführerischen Mondgöttin Coyolxa, die sich von der Qual und dem Schmerz ihrer Opfer ernährt. Dilara fühlt sich mit ihr sonderbar “vertraut”.

London, 2005
Eine im British Museum ausgestellte aztekische Mumie weckt Erinnerungen in Dilara, die darauf hindeuten, daß ihre Herkunft mit den Göttern der Azteken verbunden ist. Kurz zuvor sind die Vampirin und Calvin in den Besitz der Schattenchronik gelangt. Dilaras altes “Ich” läßt sie immer blutrünstiger werden und stärkt ihr Mißtrauen. So fragt sie sich, wer Calvin wirklich ist, welchem Orden er angehört, und welche Ziele Guardian verfolgt.
Bevor Dilara eine Antwort auf ihre Fragen erhält, nehmen die Geschehnisse eine überraschende Wende.

REZENSION:

Im Wechselspiel der unterschiedlichen Zeiten wird im vierten Band der Schattenchronik das Leben und die Erlebnisse der Vampirin Dilara weiter vorangetrieben.
Im letzten Band wurde – wie von mir bereits beschrieben – die Latte durch den Autor Marc-Alastor E.E. sehr hoch gelegt und auch der Serie sehr viel vorher nicht vorhandenes Leben eingehaucht.
Der nun vorliegende Band “Blutopfer” entstand aus der gemeinsamen Feder von Alisha Bionda und Jörg Kleudgen. Dieses Autoren-”Paar” scheint sich im wahrsten Sinne des Wortes gesucht und gefunden zu haben: Viel zu gut scheinen sie sich in der weiteren Erzählung dieser Geschichte zu ergänzen und man spürt förmlich den Herzschlag Dilaras weiter durch die Zeit vor zu dringen.
Erneut ist man als Leser an das Leben und Wirken Dilaras gebunden und es entwickelt sich mehr und mehr eine umfassende Chronik, wie es schon länger nicht mehr zu sehen/lesen war.
Sicherlich hat Marc-Alastor E.E. die Latte etwas höher als die beiden vorliegenden Autoren gelegt – nichts desto trotz fehlt an diesem Anspruch nicht viel und ich denke, Alisha Bionda und Jörg Kleudgen werden der Weitererzählung dieser Chronik mehr als gerecht und können es mit Sicherheit auch in den von ihnen bereits geschriebenen oder noch zu schreibenden Folgebändern schaffen, die Atmosphäre dieser Serie weiter pulsieren zu lassen und somit den Leser an den weiteren Geschehnissen nicht nur teilhaben, sondern auch mit erleben zu lassen.
Jürgen Seibold/02.06.2007

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