A. Lee Martinez: Diner des Grauens

Originaltitel: Gil’s All Fright Diner; Tor Books, New York 2005
Übersetzung: Karen Gerwig
Deutsche Erstausgabe Mai 2006
c der deutschsprachigen Ausgabe: 2006 Piper Verlag GmbH, München
ca. 345 Seiten / €9,95

COVER:

Willkommen in “Gil’s All Fright Diner”, einem schäbigen Imbiss irgendwo in der Wüste. Hierher verschlägt es die texanischen Kumpels Earl und Duke in ihrem uralten Pickup. Eigentlich wollen sie nur einen Happen essen. Doch Loretta, die schwergewichtige Restaurant-Besitzerin, bietet hundert Dollar, wenn sie sich ihres Zombie-Problems annehmen. Und weil Earl ein Werwolf, Duke ein Vampir und beide knapp bei Kasse sind, schlagen sie ein. Doch die Zombie-Kühe und singenden Yucca-Palmen, mit denen sie es zu tun bekommen, sind nur die Spitze des Eisbergs. Denn auch ein Vampir kann sich unsterblich verlieben. Und ein monströser Kult setzt offenbar alles daran, ein altes Unheil unter dem Gebäude zum Leben zu erwecken…
Newcomer A. Lee Martinez legt mit seinem Überraschungserfolg ein rasantes und amüsantes Debüt vor, wie es Fantasy und Horror bisher nicht gesehen haben.

A.Lee Martinez lebt in Terell, Texas. “Diner des Grauens” ist sein erster Roman”

REZENSION:

Was soll man über so ein Buch sagen?
Ein Buch, in dem so ziemlich alle Horror- / Gruselklischees vorkommen, abgehakt oder sogar verworfen werden?`Ein Buch, in dem die beiden Hauptdarsteller ein Vampir und ein Werwolf sind? Ein Buch, in dem selbst Kühe zu Zombies werden? Ein Buch, in dem sich ein Vampir in einen Friedhofsgeist verliebt?
Man könnte so noch endlos weitermachen – A. Lee Martinez hat in diesem Buch wirklich alles eingebaut, was ihm zwischen die Finger kam.
Übrig beibt ein brutales, lustiges, extrem blutiges Buch, das einem die Mundwinkel nach oben zieht und man definitiv nicht weiß, ob man die Augen vor der Brutalität oder dem schwarzen Humor verschließen soll oder ob man sich einfach die Tränen vor lauter Lachen abwischen soll.
Ich persönlich kann dieses Buch nur jedem empfehlen: Einzige Voraussetzung: man sollte sich ein klein wenig im Genre zu hause fühlen um die beschriebenen Klischees zu kennen (Knoblauch, Pfahl im Herzen, “wie wird man Werwolf?”, ….) – als Ergebnis liest man eine Geschichte, wie es sie vorher wohl noch nie gab und schwer zu erreichen sein wird.
A. Lee Martinez reiht sich mit seinem furiosem Debüt in die Riege grosser Kultautoren, wie z.B. Douglas Adams oder Terry Pratchett ein – endlich aber auch für den Horrorfreak!
Für mich ein absoluter Monatstipp!
Jürgen Seibold/20.05.2006

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